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Der jüdische Herold · 1938-01-27 · 4 (27.1.1938) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
14 (1938)
Issue
4 (27.1.1938)
Date
1938-01-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Hungarian
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u n A b h fi n G!na^>}0 rth 0,9.0 xes 0 r 0 a n \ .* v - Hit der Übernahm• von 3 Blätte ist das Abonnement anerkannt.;•«£»I REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ streda TELEFON 74. ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. _Mo IM79 lll. ■ K Podavaci poit ürad D. Streda. ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland 6anz|Ihrlg Kl« 50.— 70.— Halbl&hrlg 35 —.25 ״.— OlartalJShrlg 18 —•13 ״.— NUMMER 4. (657.) 27 Jänner 1938. דונאםערדאהעלי כד.׳ שבט תרצ׳ח m. G. XIV. JAHRGANG Glauben und Wissen. Von Rabbiner Fischer in Särospatak. (Fortsetzung) Ja» גהינם למעלה מרקיע der Wahn von der Unfehlbarkeit und Unbegrenztheit menschlichen Erkenntnisvermögens muß zum Gehinnom eines verödeten Gemütlebens und eines alles höhere Geistige tötenden Skeptizismus führen. Aber es heißt auch im zitierten Tane d'be Elijahu : ויש אומרים גהינם אחורי הרי חשך »Andere wieder sagen: Das Gehinnom befindet sich hinter den Bergen der Finsternis.« Schon in Jesait 45» 19 lautet es : לא בסתר דברתי במקום ארץ חשך לא אמרתי לזרע יעקב תהו בקשוני »Nicht im Verborgenen habe ich gesprochen, an einer Stätte» wo die Erde finster ist, ich sagte nicht zu den Nachkommen Jakobs: »im Oden suchet mich 1« Nicht im mystischen Heldunkel bloßer Gefühlsschwärmerei hat unser G-tt zu uns gesprochen. Das Judentum ist keinesfalls blos auf das Bereich des dunkeltastenden Gefühls und des traumartig ahnenden Glaubens basiert. Denn gefährlich wäre es» diesen dunklen Regionen des Seelenlebens eine Berechtigung zuzuerkennen» die dann mit gleicher Entschiedenheit für jede Ausgeburt wähnenden Meinens» empfindenden Ahnens» kurz für jedes Gebilde phantastischen Träumens in Anspruch genommen werden kann» für welches irgendwo und irgendwie Menschen auf ihr subjektives Innegewordensein sich berufen möchten. *) Fürwahr» auch hinter den finsteren Gebirgen eines nicht auch auf klarer Erkenntnis» sondern einzig und allein auf nebelhaften Empfindungen und traumhaften Ahnungen beruhenden Glaubens lauert das Gehinnomgespenst unbefriedigter Sehnsucht des *) S. hierüber ausführlich: S. R. Hirsch, Gei. Schrift«, VI, 5. M 0• 15. menschlichen Herzens. גהינם אחורי הרי חשך ״In der Tat auch nicht an ein Fühlen und Ahnen gpe’liert G-tt» nicht auf den geheimnisvollen» spurlosen Sand dieses von den Wogen der Träume umkräuselten Ufers bant G-tt unsere Religion: אתה הראת לדעת, dich habe ich sehen lassen» damit du wissest, כי ה׳ הוא הוא האלקים אין עוד מלבדו nicht auf das» was du ahnest und glaubst» sondern auf das» was du gesehehen und erfahren» bist du in deinem Bunde mit G-tt verwiesen; in die Welt der konkreten Tatsachen hat G-tt die Grundsäulen deines Bundes mit ihm, de;n כ Erwählung und Verpflichtung» gestellt» hat zu dem Faktum der Schöpfung des Himmels und der Erde, das von deiner nationalen Erfahrung getragene Faktum seiner Offenbarung gefügt.“ Allenfalls darfst du und sollst du innerhalb dieser von der verlässlichen nationalen Überlieferung deiner dir gezogenen Schranken die Wahrheiten und Grundlehren der Religion auch mit deinen Verstand zu erfassen und deren Bedeutung mit deiner Vernunft zu würdigen dich bestreben. שאל אב ך וערך heisst es in diesen Sinne: »Frage deinen Vater und er wird es dir berichten« Dies bedeutet die Tradition. זקנים ויאמרו לך Deine Altesten und sie werden es dir deuten« Unter זקנים werden die mit Weisheit und Einsicht Begabten gemeint זקן זה שקנה חכמה Die Weisen werden dir die Überlieferung deiner Väter, die von derselben gelehrten Wahrheiten, auch deiner Einsicht näher zu bringen sich bestreben . . . Und nun begreifen wir auch den tiefen Sinn des erwähnten rätselhaftes Ausspruches. כשעלה משה למרום מצא ״ שדיקב״ה היד, קושר כתרים לאתיותMoscheh traf an G-tt. wie Er Kronen den Buchstaben aufsetzte.“ Die Buchstaben, das geoffenbarte und überlieferte G-tteswort ist es in erster Reihe, den die Königskrone gebührt! Vor allem iit das Judentum auf der historischen Überlieferung von dem Faktum der sinaitischen Offenbarung aufgebaut. Doch ist es, zur Erringung höchster seelischer Harmonie, für denjenigen, der ein Bedürfnis und die geistige Fähigkeit hierzu hat» gestattet» die aus dieser Offenbarung fliessenden Wahrheiten mit aus der eigenen Vernunft geschöpften Gründen und Beweise zu stützen» wenn auch in allgemeinen der menschliche Verstand zu schwach ist» um aus eigenen Kräften eine Anschauung über die höchsten Probleme zu gewinnen. כלום יש עבי שניתן שלום לרפי Doch darf auchjder geistig Höchststehende nie und nimmer vergessen» dass auch in seinem Denken der Sinai der alles überragende Höhepunkt zu sein hat» denn er sich willig und hilfreich unterorden muss: ״היה לך לעזרני Die jüdische Töchterbildung. Vor der Schöpfung des Weibes sprach der himmlische Vater: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe schaffen, wie sie sich ihm gegenüber eignet“. In zwei Worten עזר כנגדו ist uns hier die Bedeutung der treuen Gatin ans Herz gelegt. Sie ist nur dann mit ihrer Lage zufrieden, wenn sie einem Manne beistehen kann. Und wäre sie die Erbin eines Grundbesitzes, ungeben mit vielen Angestellten Dienern und Mägden, sie sehnt sich danach, ihr Vermögen einem Manne zu überantworten, der Alles leiten soll, sie begnügt sich, dass er sie liebt und ihre Ratschläge befolgt. S. R. Hirsch betont bei der Erklärung jenes Verses und dieser zwei Worte Folgendes: So soll auch durch das Weib ein Teil des Obliegenheiten, die die grosse Menschenaufgabe umfasst, dem Manne abgenommen, und ihm dadurch die volkommende Lösung des ihm noch Bleibenden ermöglicht werden . . . Darum ist es ein Weib ... die nicht mit ihm, nicht unter ihm, sondern neben ihm steht נגדו auf einer Linie an einem andern Punkte wirkt, 90 das« sie jeder ein besonderes Gebiet

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