Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 48 (23.12.1937)
- Date
- 1937-12-23
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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/ *■»׳י. Utl. Knihovna näb02en*k6 obce zIdovsk6 Masarikova 8 נ Praha V. unABHfino Mit der Übernahme von 3 Blätte ist das Abonnement anerkannt. RTHODOXES ORÜAO REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ STREDA TELEFON 74. ERSCHEINT JEDEN DONNERSTAG. afadBrfaw poü ■ Bnmiam Brio 15479 UL M, Podavaci poit. ürad D. Streda. ABONNEMCNTSPREISE: Inland Ausland eanz|8hrlg Kf. 50.- 70,— Halb|ährig 35 -.25 ״.— Vlertet|Shrtg .. »518 ־.- NUMMER 48. (652.) 23 Dezember 1937• דונאסערדאהעלי יט' טבת תיציח m G. XIII. JAHRGANG Mutter Lea und die Namen ihrer Söhne. Alljährlich mahnen folgende Worte der h. Schrift die Männer und die Frauen :De Heb amen fürchteten G-tt und taten nicht, wie der König von Mizrajim zu ihnen gesprochen, ja, sie erhielten die Kinder am Leben, 5!ie pflegten und nährten sie d^mit sie lebensfähig seien. Da erwies G-tt den Hebamen die Wohltat : es vermehrte sich das Volkund wurde ungemein kräftig. Da war es nun, da die Hebamen G*tt fürchteten, machte Er ihnen Häuser. Da nach der Tradition hier von בית אהרן ובית דוד die Rede!st, (von Schifro und Pua stammen Könige und Priester,) ist die männ’iche Form להם auffalend. Allein im 17. V. des 2. Kapitels, wo von den Töchtern Jetros erzählt wird, dass die Hirte 1 sie vertrieben, werden die Mädchen zweimal männlich und einmal weib lieh genannt. Und da bemerkt S. R. Hirsch: Die Hirten vertrieben sie, als Wären sie ihresgleichen, ויגרשום Moses half ihnen, weil sie die Schwächeren waren, ויושיען er tränkte aber <hre Schafe, weil es Memchen waren, die müde geworden sind : וישק את צאיגם So dürfte auch hier das להם uns sagen, nicht weil sie Frauen waren, bekamen sie einen Lohn, sondern weil sie g-ttesfürchtige Menschen waren. Einen solchen Lohn kann sich jeder gewissenhafte, die Sünde meidende Mensch erwerben. Das müssen wir unseren Zeiigenossen sehr ans Herz iegen. Denn jetzt befiehlt nicht der König von Miz• rajim, dass man die Kinder noch vor der Geburt vernichte, sondern ein böser Geist der Zeitgeist bemächtigt sich der Frauen. Ihre Schwangerschaft erweckt in ihnen nicht die Hoffnung, dass sie ihre Familie dem Judenlume erhalten, sondern die Furcht, dass d e Kinder ihnen Schmerzen und Sorg n bereiten werden. Sie versündigen sich so gegen ihre eigene Seele, sie ver treiben sich selber vom Paradiese ihres irdischen Glückes. Männer die gleich Er und Onan sich versündigen, (S. I. B. M. 38. K. 9. V.) Frauen, die durch בנים und בנות nicht das Haus ihrer Männer weiterbauen wollen, haben keine Zukunft im Judentume. Gewissenhafte Rabbiner spre* chen oft in den Sjnagogen gegen diese falschen Auffassungen unserer Glaubensgenossen, aber an die sie diese Mahnung richten, sind dort selten zu finden. So muss denn jeder Jude und Jüdin Gelegenheit suchen, in privaten Gesprächen ihren Freunden und Freundinnen folgende Worte S R. Hirsch's זכרונו לברכה an's Herz su legen: Er schrieb 8 Abhandlungen über das jüdische Weib. In der Abhandlung über Rachel und Lea lesen wir folgende Gedanken : Und alles, was nur eine jüdische Ehe beglückt und heiligt, hat Mutter Lea in den Namen ihrer Söhne uns für alle Zeiten hin verewigt : Reuben, Schimeon, G ttes Auge und Ohr in der Ehe, das Bewusstsein, dass G-tt sieht und hört das Benehmen und den Ungang der Gatten miteinander, dass G-tt Zeuge ist zwischen Mann und Weib, G-tt d.־r Dritte in ihrem Bunde ist und sie vor seinem Auge und seinem Ohre tun jede Tat und reden jedes Wort in der Ehe, Lewi. diss לוי das Bund zwischen Güten und Gutin bedeute, jeder sich als לוה, als Schuldner des andern fühle, sich nur ganz fühle durch den andern und dieses Gefühl der Schu’d und der Dankbarkeit Mann und Weib inniger mit einander verbmde , Jehuda, und wie לוי sie zu einander, so יודי, Dankgefühl sie immer inniger zu G-tt hinaufhebe, jeder Atemzug D .nk gegen ihn, Dank für jede gesunde, glückliche Minute, Dank für jedes innere und äussere Glück, Dank für jeden Beistand in guten und Bösen Tagen, und zwar Dank wie G-tt ihn erwartet, nicht in Worten und Zeremonien, sondern freudit en g-ttdienenden Gehorsam in jeder Fuge des Lebens und mit jedem Hauche und jeder Kraft des Seins; Jissachar und Sebulon, der Erwerbfleiss des Mannes (שנר), und das Walten des Weibes, mi* ^em Erworbenen das Haus zu e ner behaglichen Stätte (זכויל^ menschlichen Daseins zu umwandeln; endlich Gad und Ascher, wohl auch äusseres, zufallendes, une^w •rtetes Glück, aber nur Ascher, innere Beseligung, geistiger und sittlicher Reichtum die wahre Glückseligkeit der Ehe. (S, Gesammelte Schriften von Rabbiner S. R, Hirsch IV, Band S. 187.) Diese Gedanken werden dort noch weiter fortgesetzt, aber schon die citierten belehren uns, wie eine Eh: die Ehegatten beglücken kann. Von welch' grosser Bedeutung schon diese hebräischen Namen sind, beweist der Anfang unserer Sidra, die der Mtdrasch so erklärt : כל השבט ם לשם גאולת ישראל נקראו D,e Namen der Stämme erhalten in uns die Hoffnung auf die einstige Erlösung. ראובן Ich habe das Elend meines Volkes gesehen שמעין G-tt hörte ihr Angstgeschrei לוי Es schliessen sich viele Völker dem Ewigen an. ‘יהוד Ich danke dir, o Ewiger, dass du mir gezürnet. יששכר Denn ein Lohn ist für dein Tunזבולון ׳ Gebaut habe ich ein Haus zur Wohnu \g dir. U. s w. (Ich citiere den מ’ תנחומה Der מ' רבה hat eine andere Leseart.) So sollen denn diese Namen uns stets sowohl in unserem Familien als auch im Gemeindeleben gegenwärtig sein, denn die Wahrheiten, die sie verkünden, geben uns Kraft in allen Lagen des Lebens an unsere ewige Bestimmung zu denken und uns der גאולה שלמה würdig zu machen. ביב . Rabbiner Isak Links. ב״ה ברכס מזלא סבא לאיש מלא בהירה במצות ה׳ גרה והיי לראשו עטרה — מילין מילין שפירי — כחכחה ותבונה נהירין חזקים קיימים ישריריןן ה״ה כביד ידידינו ה״ב הרב המופלג בתורה וגדולה לו תהלה — מעליתיו מריבית וחאירים בשלהבות קולה אל השערה בסביה ישרה — ועליו חופף רוח טהרה — דירם במין חימר — יציץ רפיח בתימר — מחשביתיו שניניס טובים ויקדם — כפנינים — מו״ה בנימין זב בענעד־קט נ"־ להר מרוחו ל<־כ דכיח הכנסת שע־ לאטערקא מדען, יתברך בלי שיעורים — וה׳ קרנו ירים ויגדל שמו בשערים — עד כי יעלה לציון ברמים ודבר אלקינו נשמע פריס אנ פנים — ידידו יונס ומרדכי געיו־רן סיעהבורג יע״א