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Der jüdische Herold · 1937-11-18 · 43 (18.11.1937) · p. Seite 3

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
43 (18.11.1937)
Date
1937-11-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Hungarian
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3 »Der Jüdische Herold« יואז ־־א יודישע רעגירונג אפערט פערלאנגען ווירד אויף 0.000! טי־״יתים! זאלל קי־ן איינציגטר טלית פאבריק אפמיירען דא דיא ערשטט אפנגרט פתן ־צמר‘ ווירד בטשטימט בעשטעטיגט׳ רען אללע יודען דטר גאנצכיר וועלנן מיסשען שדן׳ יאס דיא פיינשטען אונד שטנסטט טליתים ליעפערט אם ביליגסטען דיא גרעססטע טלית פאבריק •צ מ ר* אין קאשיצע CEMER“״ TALESFABRIK GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE דארגי זטלישט טרהמלטליך אלניגר סארטטן ספרים פאן אצף בית כיז א כ״ש תפילין׳ מזחית אוכד אללטס מאס גטהטל־ט צו ספרים בראניש צו דיא ניליגסטע ענגרוי פרייזט. Die ®rotte des Baal־Schem in Sieben« bürgen aulgefunden ז Bukarest. Der Jour• nalisf M. Singer-Lautaru berichtet: Die wenigsten Touristen, die vorn Ciahlau nach Bicaz ardelean absteigen, haben davon Kenntnis, dass es in Valea Jidanu• lua (Tal des Juden) eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges gibt. Das ist die Tropfsteinhöhle, weiche im Voiksmunde die Benennung ״Ighiabul eu gaura“ führt. In dieser Grotte, die einige hundert Meter tief ist, kann man die interessantesten Gebilde von Stalagtiten und Stalagmiten bewundern. Der Name der Ortschaf! ״Valea Jidanului“ (Tal des £)uden) löst Befremden aus. Wohnen oder wohnten hier so viele Juden, dass sie der Oii Schaft Gepräge und Namen gaben? Nein; Valea Jidanului ist eine rein rumänische Ortschaft. Erst in den letzten Jahren sind 3 bis 4 jüdische Familien zugewandert. Woher stammt also die Ortsbezeichnung Valea Jidanului? Darüber gibt eine Eegende einigermassen Aufschluss. Danach soll vor vielen, vielen Jahren in der Grot־ te, beziehungsweise im Tale ein Jude — die Bauern erzählen von einem jidan sfant (heiliger Jude) — längere Zeit gelebt haben. Es ist nicht ausgeschlossen, das-, dies der berühmte Bal-Schem gewesen ist. Nach diesem frommen Einsiedl m wurde die Ortschaft Valea Jidanului und ein in der Nähe belegener Berg Jidan benannt und führen diese Namen noch heute. Hierzu bemerkt die ״Bukowiru er Volkszeitung“: Ob es sich tatsächlich um den vor ca. 240 Jahren in einem Dorfe au der podolisch-Wdiachischeu Grenze geborenen Stifter des Meu-Chassidismus Baalschem (Beseht) handelt, von dem die Legende erzählt, dass er 7 Jahre im Karpathengebirge als schlichter Bauer gelebt hat, ist unbestimmt. Die Wiege des grossen Stifters des Neu-Chassidismus ist jedenfalls in diesen Gegenden zu suchen. Die Bucovina an der galizischen Grenze und die Moldau waren in seiner Jugend die Stätte und der Ausgangspunkt seines Wirkens. Entschädigung für Opfer der uorjährigen Unruhen. Jerusalem. In der letzten Woche sind an Einwohner von Tel Awiw und Umgebung, der Unruhen 1936 verwundet wurden oder Angehörige verloren haben, etwa 10.000 Pfund Entschädigung KOSTENLOS ERHÄLTLICH VON DER ׳NXHRMITTELFABR1K OB AOETKBR« BRONN♦ ■''V « יי« ausgezahlt worden. Der Höchstbetrag von 250 Pfund wurde in Fällen bezahlt, wo das Familienoberhaupt getötet worden ist. Denselben Betrog erhielten ausnahms weise auch die Angehörigen der ermordeten Krankenschwestern Martha Fink und Nechama Zedek. In Fällen, wo andere Familienangehörige getötet wurden, sind Beträge von bis 100 Pfund bezahlt worden. Für Verwundungen wurden Entschädigungen bis zu 25 Pfund gewährt. Wiederum nur 8000 Zertifikate für acht Ulonate. Jerusalem. Offiziell wird mitgeteilt : Die Palästinaregierung hat am 10. November eine Verordnung erlassen, auf Grund deren eine Einwanderungsschedule von 8000 Zertifikaten, geltend von August 1937 als zum 31. März 1938, bewilligt wird. Damit hat die im Statement of Policy festgelegte Einwanderungspolitik der Regierung Wirksamkeit erlangt. f&.t■ “c^rtt # um * 9 ־־fpfc ׳»saBr: S&feC — 200 — Füssen anbeten; desshalb hiess er sie, den Staub von ihren Füssen abzuwaschen, ehe sie seine Behausung betraten. Trotzdem bediente er sie, wie es heisst: Und er setzte ihnen vor, und er stand neben ihnen — um sie zu bedienen — und sie assen. Und auch bei unserem grossen Lehrer Moscheh finden wir etwas Anhliches, wie es heisst : Und es kam Ahron und alle Ältesten Israels, um zu speisen beim Schwiegervater Moschehs vor G-tt. Wohin war denn Moscheh gekommen '? Sollte er nicht beim Gastmahl zugegen gewesen sein? Gewiss, er war zugegen, allein er sass nicht an der Tafel, sondern stand da und bediente die Gäste. Und wir sollten es nicht annehmen, dass unser grosser Rabbon Gamliel uns bediene? Da sprach Rabbi Zadok: ״Wie lange wollt Ihr die Menschen verherrlichen und der Ehre G-ttes nicht gedenken? Der Heilige, gelobt sei Er, bedient die ganze Welt. Er lässt den Wind wehen, führt die Wolken herauf und lässt dem Regen niederströmen, lässt das Getriebe wachsen und bereitet einem Jeglichen seine Nahrung, nicht allein den Gelehrten, sondern auch den Unwissenden, nicht allein den Frommen, sondern auch den Schlechten, nicht allein den G-ttesfürchtigen, sondern auch den Götzendienern, und Ihr sollten es nicht annehmen, da Rabbon Gamliel die weisesten und besten Männer Israels bedient? Kurze Zeit, nachdem Rabbon Gamliel das Glück gehabt hatte, das Hochzeitsfest seines Sohnes zu feiern, erkrankte er. Damals war es Sitte in Israel, in Bezug auf die Leichenkleider grossen Luxus zu entfalten. Man gab grosse Summen aus, um die Toten in recht prächtigen Gewändern zu bestatten. Einer wollte dabei dem Anderen es zuvortun, so dass die Bestattung der Toten den Überlebenden zu einer grossen Last wurde und Manche sich dieser heiligen Pflicht zu entziehen suchten. Da befahl Rabbon Gamliel, dass man ihn, wenn er sterben sollte, nur in einfachen Gewändern - 197 - Nationen geprüft, und habe kein Volk gefunden, das in den Augen der Welt so niedrig und verächtlich ist wie Israel Und doch wird es dereinst im Werte wieder steigen, wie es der Prophet Jesaias im Namen des einzigen und allmächtigen G־ttes verheißen hat: Also hat gesprochen der Ewige, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu den niedergedrückten Seelen, zu dem verachteten Volke, zu dem Knechte der herrschenden Nationen, es wird eine Zeit kommen, in welehern Könige es sehen und vor ihm aufstehen, Fürsten sich vor ihnen bücken werden; dieses vollführt des Ewigen Treue, Israels Heiliger, der Dich auserkoren.“ Der Kaiser hatte einen Freigelassenen, Namens Alexander, der bei ihm in hoher Gunst stand und bei dieser Unterredung zugegen war. ״Großmächtiger Cäsar,“ sprach er, ״solche kühnen Worte, Dir gegenüber ausgesprochen, verdienen den Tod. Wie du, der Beherrscher der Welt, sollst Dich vor den Juden bücken!“ Da entbrannte der Zorn des Kaisers gegen den Freigelassenen; er schlug ihm ins Gesicht, daß er zurücktaumelte. Dann sprach er zornig : ״Du willst mich reizen, den Sohn meiner Schwester töten zu lassen! Nicht hat er etwas Unrechtes gesagt. Auch ein einfacher Legionär kann durch die Gunst der Götter hoch erhoben werden Deßhalb brauche ich mich nicht vor ihm zu bücken, solange er nichts als ein einfacher Legionär ist. Noch sind die Juden ein niedriges und verachtetes Volk. Das schließt jedoch nicht aus, daß sie hoch emporsteigen können auf der Staffel des Glücks.“ Der Freigelassene konnte den Schimpf, den ihm der Kaiser angetan, nicht verwinden. Er verließ das Gemach und gab sich den Tod. Unterdeß sprach der Kaiser zu Aquila: Dr, M. Lehman: *AKIBA« 47,

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