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Der jüdische Herold · 1937-11-18 · 43 (18.11.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
43 (18.11.1937)
Date
1937-11-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Hungarian
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m Kalhovra näb02־n!M obce iidovski Masarilcova 18 p״ha v. OiOeS ORTHODOXES ORGAD Mit der Übernahm• von 3 Blätter ist das Abonnement anerkannt, Harktmi wHUUk --- - יי - triegntov * Bnürias* Brio 144TB OL o K Podavaci poät. drad D. Str«da. REDAKTION und ADMINISTRATION dunajskA streda TELEFON 74. NUMMER 43. (647.) 18 November 1937 ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland Ganzjährig Ki. 50.— 70.— Halb|ährlg 55 —.25 ״.— Vierteljährig 13 —•13 ״.— דונאסערדאהעלי v' כסלו תרצ׳ח m G. XIII. JAHRGANG BLUTIGER SONNTAG IN JERUSALEM Jerusalem, 15. November. Am Sonntag, 14. November, ist es in Jerusalem zu schweren Zusammenstössen gekommen, bei denen drei Araber und zwei christliche Araberinnen getötet, zahlreiche Araber und Juden schwer verletzt wurden. Die Unruhen, die als die schwersten seit Monaten bezeichnet werden, nahmen im Laufe des Tages und in den Nachtstunden den Charakter regelrechter Strassenkämpfe an. Die Unruhen begannen, a’s zwei Jüdische Frauen auf dem jüdischen Markt aus einem vorbeifahrenden Auto beschossen wurden. Das Auto wurde angehalten, die Insassen wurden herausgeholt und von einer erbitterten Menschenmenge misshandelt Später griffen Araber ei e Gruppe jüdischer Arbeiter mit Steinen an und verletzten vier von diesen so schwer, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Von arabischer Seite wurde auf jüdische Passanten, unter ihnen auch Frauen und Kinder, geschossen. Bald kam es in mehreren Stadtteilen zugleich zu Schiesserein. In eine Synagoge in der Altstadt wurde eine Bombe geworfen, die vor dem Zie e explodirte und drei Araber verletzte. Der Bombenwerfer, eine Araber, wurde verhaftet. Gegen ein arabisches Cafehaus wurde eine Bombe geworfen, durch die sechs Araber verletz wurden. Aus den Mitteilungen der Polizei geht hervor, dass mehreren Dutzend jüdischer Verletzter einige Tote (nach der Reuter- Meldung sechs) und Verletzte auf arabischer Seite gegenüberstehen. Zahlreiche Araber und Juden wurden verhaftet. Unter den Verhafteten befindet sich der Führer des palästinensischen »Brith Trumpeldor, Ing. Eri Jabotinsky, der Sohn Vladimir Jabotinskys, sowie der frühere Führer des palästinensischen Betar, Dr. J. Fröhlich. Das gesamte Geschäftsleben in Jerusalem ruht. Polizei mit Stahlhelmen eskortiert die durch die jüdischen Stadtteile fahrenden arabischen Autobusse. In den Montag-Morgenstunden glich Jerusalem einem Heerlager. Britische Panzerwagen durchfahren die Strassen der Stadt; alle Verkehrsmittel sind mit schwer bewaffneten britischen Posten besetzt, um Überfälle zu vereiteln. Der am Donnerstag über Jerusalem verhängte Ausnahmezustand ist verlängert worden. Der Bevölkerung Jerusalems hat sich angesichts der äusserst bedrohlichen Situation grosse Besorgnis bemächtigt. Auch in anderen Teilen des Landes verlief der Sonntag unruhig. In der Nähe der Polizeistation von Bethlehem wurde ein Araber durch einen Schuss leicht verletzt. Der Sohn des Mukhtar von Migdal Zedek ist durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden. Man nimmt an, dass es sich um einen Racheakt arabischer Terroristen handelt, da der Überfallene wiederholt gegen den Terror seitens der Araber Stellung genommenn hatte. In einer Villa in Bethlehem entdeckte die Polizei ein Waffenlager und eine von arabischer Seite betriebene Fabrik zur Herstellung von Munition. Drei höhere arabische Beamte der Jerusalem Stadverwaltung, unter ihnen der Leiter des Wasserversorgungsressorts Suba Murad, wurden verhaftet. Sie werden unverzüglieh deportiert werden. Eine von der Polizei durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die von arabischen Terroristen zerstörte Motza-Brücke durch drei Landminen und eine Bornbe in die Luft gesprengt wurde. Durch die Explosion, die äusserst heftig war, wurden in weitem Umkreis die Fensterscheiben zertrümmert. Im Zusammenhang mit dem Anschlag verhaftete die Polizei zehn Araber aus dem arabischen Dorfe Suchaa südlich von Motza. Die Führer der arabischen Nationalverteidigungspartei wurden vom stellvertretenden High Commissioner zu einer Besprechung über die durch die sonntägigen Unruhen in Jerusalern geschaffene Lage empfangen. Kairo 15. November. »Al Mokkatam« meldet, dass eine mit Maschinengewehren Flugzeugabwehrgeschützen und anderen Waffen ausgerüstete starke Araberbande von aussen her nach Palästina eingedrungen sei um die Terroristen zu unterstützen. Die Abteilung erhalte täglich durch Zuzug von Beduinen Verstärkung. Jerusalem, 15. November. In der Nacht zum Montag, 15. November, sind in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und in anderen Orten Palästinas dreissig Führer der Zionisten- Revisionisten verhaftet worden, unter ihnen neben Eri Jabotinsky und Dr. Fröhlich auch Abba Achi-Meir. In der Nacht zum Montag wurden in Jaffa und Jerusalem verschiedene Bombenattente verübt. Der angerichtete Schaden ist erheblich. Nach einer Meldung des Öechoslovakischen Pressbüros haben die blutigen Ereignisse vom Sonntag in Jerusalem sieben Todesopfer gefordert. Schwer verwundet wurden auf beiden Seiten mehr als zehn Personen. Zwischen arabischen und jüdisehen Arbeitern — meldet das Öechoslovakische Pressbüro weiter — kam es zu einer regelrechten Schlacht, die drei Opfer an Menschenleben gefordert hat. Die Polizei hat an den Eintrittspunkten der Stadt Maschinengewehre aufgestellt, um im Bedarfsfalle rechtzeitig einschreiten zu können. Die Verhaftung der dreissig Revisionistenführer hat im Lande groses Aufsehen erregt. mmr

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