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Der jüdische Herold · 1937-11-11 · 42 (11.11.1937) · p. Seite 2

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
42 (11.11.1937)
Date
1937-11-11
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Hungarian
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2 »Der Jüdische Herold* 2 meine Worte hinter dich 1« Sehet doch einmal die traurigen Resultate des Reformjudentums oder des reinnationalen Zionismus; auf die Verbannung der Mizwoth aus dem Leben folgt das Galuth der Emunah 1 Und es folgt die Mischehe und die — Taufe 1 Ohne die Kraftzentrale der Mizwoth läßt sich keine neue jüdische Generation erziehen 1 Und wieder kommt mir das Gleichnis in den Sinn von dem Schiffe auf dem Meere ״dessen Reisende weiße Feuerzungen über den Wellen erblicken, bis sie endlich mit dem Stabe ihnen begegnen, worauf geschrieben istl ‘א‘ אשר א »Ich werde sein, der ich sein werde 1« O, ihr weißen Flammenzungen! Ihr möchtet nur Geistigkeit in der Religion, das ,weise Feuer״, aber vor dem ״schwarzen Feuer,“ dem Joch der Mizwoth grauet es euch 1 Ach, denket an das künftige Geschlecht : Mit noch so schönen Phrasen könnet ihr sie dem Judentum nicht erhalten, blos mit der Erziehung zu einem Mizwoh- Leben l . . . . (Ende) Ein Beweis für die Richtigkeit unserer Zeitrechnung. Als der königliche Sänger den Hirnmel betrachtete, rief er aus : ״Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und seiner Hände Werk vergegenwärtigt die Wölbung“. Dann vergleicht er die Sonne zu einem Bräutigam und schildert ihre Wirkung auf die Gestaltung der Erde. Aber ohne Übergang behauptet er dann, dass die Lehre des Ewigen vollkommener sei, denn sie macht den Erfahrungslosen weise erleuchtet die Augen : erfreut das Herz. Dann flehet er, dass der gütige Schöpfer ihn von Fehlern, Sünden fern halten möge, dass er rein bleibe. Diese Betrachtungen des 19. Kapitels belehren uns, dass das Studium der Thora für den Menschen wichtiger sei, als das Forschen nach den Geheimnissen der Natur. Das ist unsere feste Überzeugung, denn die Erfahrung lehrt, dass diejenigen, die sich mit der Thora befassen, entsprechen eher ihren heiligen Pflichten, als die berühmten Naturforscher. Trotzdem schildert oft die Bibel Naturerscheinungen, die uns die Wunder des Allmächtigen schildern. Der Prophet Jesaia (40,26) mahnt : Hebet zur Höhe eure Augen und sehet, wer hat diese erschaffen? Der, der Zahl nach ihr Heer hinausführt. Sie alle ruft Er mit Namen an; aus Fülle der Stärke und übermächtig an Kraft bleibt nicht Einer aus. Der Prophet sucht daher im Weltall die Weisheit, die Macht und die Wunder des himmlischen Vaters. Diese schildert beson־ ders das Buch Hiob. Darauf mich stützend, will ich meine Brüder auf eine sehr wichtige Sache auf* merksam machen. In erster Reihe soll es die Jugend vernehmen, denn ״Gelehrte״ verführen sie in den Schulen. In England lebte der Astronom Edmund Halley. (1656-1742.) Er wendete die von Newton und Kepler verkündeten Ge* setze an und hat den Kreislauf von 20 Kometen berechnet. Er kam darauf, dass der von ihm benannte Halley Komet zu bestimmten Zeiten auftaucht. Es daueft' 76 Jahre und 235 Tage, bis er seinen Kreislauf beendet. So verkündete er, dass man ihn im Jahre 1758 sehen wird. Er hatte recht. Seit damals betrachtete manVjhn in den Jahren 1835 und 1911. Diese Berechnung Halleys erweist uns Juden einen grossen Dienst, denn sie rechtfertigt unsere Zeitrechnung seit Er* Schaffung der Welt. Und so werden wir in unserem Glauben bestärkt. Wir rechnen 5698. Also vor 5697 Jahren wurde die Welt erschaffen. Wenn wir von dieser Zahl die bürgerliche Rech, nung subtrahieren, 5697—1937 kommen wir darauf, dass wir 3760 zählten, als das Christentum entstand. Als man im Jahre 1835 den Komet—Halley sah, war es das Jahr (3760—1835)-5595. Ein Sonnenjahr hat 365 Tage. Also 5595X365-2,042.175. (Zwei Millionen, zweiundvirezig Tausend, hundertfünfundziebzig.) So viele Tage vergingen damals seit der Schöpfung der Welt. Der Komet erscheint beiläufig nach 27,975 Tagen. Denn 365X76-27,740. Dazu kommen noch —235 Tage. Jene Zahl (2,042,175) dividiert durch 27,975-73 ohne Rest. Also bis zum Jahre 1835 sah man dreiundziebzigmal den Komet. Im Jahre 1910 das vierundziebzigsfemal. Dies beweist die grosse Wichtigkeit dieser Rechnung! Hai- Franzbranntwein und jetzt auch Zahn-Creme ley's Rechnungen bestätigen, dass unsere Zählung der Jahre seit der Schöpfung der Welt auf Wahrheit beruht. Am vierten Tage der Schöpfung haben alle Himmelskörper ihre Laufbahn nach den ihnen gegebenen ewigen Gesetzen begonnen. Diese Weisheit des Allmächtigen ist unergründlieh. Wenn alle Astronome so pünktlich die Dauer der Laufbahn anderer Sterne bestimmen, muss das Resultat dasselbe sein. Fromme Astronome sollen dies zu berechnen versuchen. Unsere Tradition beweist auch die Richtigkeit unserer Zeitrechnung. Das Jahr 5698 ist das 17-te Jahr des ״Machsorkoton“. Jetzt haben wir den 300-ten Machsorkoton. (19 Sonnenjahre haben 19 Mondesjahre und 7 Monate. Daher in 19 Jahren sieben Schaltjahre.) 5698 : 19-299 Cycluse und 17 Jahre. Jetzt haben wir also den dreihundertsen.— 28 Jahre bilden einen ״Machsor-gudojl“. Wir feiern daher Kiddusch hophamo Jede» 28*ste Jahr. Wir halten jetzt das 14-te Jahr im 204-ten Machsor. 5698 : 28- 203 und 14 Jahre. So stimmt die Rechnung! So müssen wir denn einsehen, dass die wahre Wissenschaft unseren Glauben nicht alteriert. Er macht es uns auch zur Pflicht, mit diesen Rechnungen uns zu befassen, wenn wir es verstehen. Unsere Geschichte kennt viele berühmte Astronome. Sie wollten, dass man auf sie den Vers anwende : ״So hütet denn und erfül. let; denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht vor den Augen der Nationen“ (V. B. M. 4. 6.) Den Kritikern zu liebe erwähnte ich» dass ich A. Hartlebens Volks-Atlas benützte. Dort steht : ״Komet-Halleys 76 Jahre 235 Tage“. Die Tage konnte noch keiner pünktlich ausrechnen. Am 14 September 1909 sah man in Heidelberg diesen Komet. Und mittels Teleskope bemerkte man ihn noch im Jahre 1911. Ich erlaube mir daher auch in meiner Rechnung Jedes Jahr die 5 Stunden, 9 Minuten u. 11 Sekünden zu vernachlässigen. Diese multipliciert mit 5592 Jahren, ergeben 1403 Tage. Diese dividiert durch 73, ergeben zu den 235 Tagen noch 19. Also ist vielleicht die Zeit des Halley - Komets 76 Jahre und 254 Tage. Aber selbst Clairaut behauptet, dass in seiner Rechnung ein Monat nicht pünktlich ist. Ich als Laie kann die Tage auch nicht ganz pünktlich bestimmen. Aber was ich beweisen wollte, ist bewiesen. Die Richtigkeit unserer Zeitrechnung beweisen die Himmelskörper. So sprechen wir denn mit Überzeugung beim Anblicke des Neu־ monds: ״Gesegnet seist Du König der Welt, der mit seinem Geheiss Himmel geschaffen und mit dem Hauch seines Mundes ihr ganzes Heer, Gesetz und Zeit gab Er ihnen, dass sie ihren Auftrag nicht ändem“- Rabbiner Dr. ISAK LINKS-Köszeg. NACHRICHTEN KALENDER. פרשת ויצא הפט׳ ויברח יעקב שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 3.55 Schabbos-Ausgang 5.05 ‘פרשת וישלח הפט׳ חזון עובדי שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 3.50 Schabbos-Ausgang 5.00 Rabbi Simon Satin Vel'ky Mederer Rav זצ׳ל Wieder wurde in den Reihen der slovakischen Orthodoxie eine schwere Lücke geschlagen. Die Besten werden uns geraubt, ohne Ersatz für Sie zu fin* den. Am vergangenen Donnerstag abend hat der Tod seine kalte Hand nach dem Mederer Rav ausgestreckt und ihn in das Reich der Ewigkeit geführt. Entsetzt hörchen bei dieser Nachricht die jenigen auf, die es wissen, wer und was er war und mit schrecklichem Schmerze tönt der Ruf נפל גדול בישראל Jisroel wurde einer seinen grössten verlustig. Den Nifter war ein Godoul Betojre und Jiro und hat sich durch sein hervorragendes Wissen und seine Bescheidenheit die Sympathie der jüdischen Gelehrtenwelt weit über die Grenzen seiner Gemeinde hinous erworben!

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