Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 41 (4.11.1937)
- Date
- 1937-11-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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u n a b h ft n ׳i 0 RT HOttOXES 0 R G A n Mit der übernahm« von 2 Blätter ist das Abonnement anerkannt. REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ streda TELEFON 74. ERSCHEINT JEDEN DONNERSTAG. NovinoH vf&aini |10toi—h riMUeMHiai P0H Mkgnlov > BraätUm, Mo 15479 HL St Podavaci poät. ürad D. Streda. ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland öanzjShrig Kf. 50.— 70.— Halbjährig ,, 25.— 55.— Vierteljährig .. 1318 -־.— י*—■-»- ff,-n ן NUMMER 41. (645.) 4 November 1937 דונאסערדאהעלי א' דראש חרש נשלו תרציח m G. XIII. JAHRGANG Die ,.Gesetzes-Religion^und das ״Religionsgesetz.“ Von Rabb. Ph. Fischer Särospatak. (Fortsetzung) Rabbah bar bar Channah sagte אשתעו לי נחותי יפא ■ האי גלא דפטבע לסשינתא מתחזי כי ציציתא דנורא הורתא ברישא ומח־נן לה באלוותא דחקיק עלה א* אשר א,. . . ונייח. . Solche, die auf den Meere zu reisen pflegten, erzählen es mir. Wellen wollen das Schiff verschlingen. Wie Flammenzungen weißen Feuers wurden sichtbar über den ssiben. Da schlugen wir aber mit einem Stabe auf die Wellen, worauf die Worte eingraviert waren: Ich werde sein, der ich sein werde!*. . . Und das Meer beruhigte sich. . . . (Baba B. 73.) Unter dem wütenden Wellenschlagen feindlicher Strömungen gleitet das Schifflein Israels seinen geschichtlichen Berufe entgegen. Über den feindlich anstürmenden schäumenden Wogen blitzen uns Flammenzungen weißglühenden Feuers gefahrdrohend entgegen. In dem Schneeweiß himlischer Unschuld prangend zischen uns jene Flammen- Zungen die herabwürdigenden, erniedrigenden Bezeichnungen ins Auge, sieht: Das Judentum sei blos eine »Gesetzesreligion.« Wir schwingen aber den Stab in unseren Händen, worauf geschrieben ist : Ich werde sein, der ich, sein werde לא נתנה תורה למלאכי השרת »Die Thora wurde nicht den himm'ischen Dienst versehenden Engeln gegeben.« Dort, in jenen himmlischen Sphären sind wohl nur beschwingte Lieder, psalmudisieren Gedanken, den Unendlichkeiten zustrebende Ideen am Platze. Jedoch hier in diesem irdischen Dasein, wo fortwährend des Lebens Stromgang rauscht, wo da ohne Unterlaß sich alles ändert, wo das »Ich werde seinl« des ewigen Wechsels herscht, nicht aber das »Ich bin l« der ewigen Beständigkeit 1 Hier, wo auch das menschliche Sein in ununterbrochen sich ändernden Taten und Handlungen sich äußert, hier muß die von der echten Emunah ausgestrahlte und sie widerspiegelnde »Gesetzesreligion« das Menschenleben regulieren und zur Verwirklichung seines Berufes bringen. II. אור זרוע לצדיק ולישרי לב שמחה זרע הקנה את התורה ואת המצות להנחילם לישראל לחיי עוהב ולא הניח דבר בעולם שלא נתן בו מצות וביי »Licht ist ausgestreut für den Gerechten 1« Der Heilige, gesegnet sei Er, streute die Saat von Thora und Mizwoth a״:s, um Israel des Lebens der zukünftigen Welt teilhaftig werden zu lassen. Es gibt keinen Gegenstand oder ein Beziehung m der Welt, in deren Bezug G-tt kein Gebot erteilt hätte. (Jalkut Elieser, Mizwoh, 98.) Betrachte doch einmal die g-ttliehen Gesetze. Es sind dies die in den Acker des Lebens gestreuten heiligen Saatkörner des Lichtes. Vergebens hast du deinen Geist mit den erhabenen Gedanken abstrakter Wahrheiten erleuchtet, vergebens wohnt im Tempel deiner Gemütsweit die Menge frommschwärmender Empfindungen• Denselben können blos andächtige Simmungen und hochfliegende philosopische Systeme entsprießen, ab;r für das Labyrint deiner tausendfach gearteten und verschlungenen Lebensäusserungen und Beziehungen reichen sie keineswegs den Ariadnefaden hin. Einzig und allein aus den in das Ackerfeld deines Lebens gestreuten Lichtsaaten der in den göttlichen Gesetz niedergelegten Lebensregeln können hervor-keimen die den göttlichen Willen entsprechenden Taten und Handlungen, die Heilesblüten einer mit der göttlichen Geschichtspunkten vollkommen übereinstimmenden richtigen Lebensweise. Ein עץ חיים Lebensbaum ist das Gesetz 1 Aus der Wurzel und dem Stam* me des Glaubens und der Lehre, der Thora spriesst hervor das ganze Geäste der 613 Mizwoth mit all seinen immergrünen Knospen und Blättern, mit all seinen blühenden Früchten, מה הן מסיני אף כללותיהן דהרוקיהן ו6יטיהן Und ob jetzt ein milde wehender Windhauch, oder aber ein rasender Sturmwind die Laubkrone dieses Lebensbaumes bewegen lässt — ob Lebensglück oder Unglück zu unseren Anteil wird —, jedes einzelne säuselende Blatt an diesem Baum flüstert uns zu : ‘אדיר בפרום ה G-tt ist der Allgewaltige in der Höhei Der heilige Name G-ttes strahlt über unserem ganzen Leben . . . למען ■ תשמרו ועשיתם את כל פצותי ״Damit ihr euch erinnert, und alle meine Gebote befolget“ Jemand viel von Schiffe ins Wasser hinein, da warfen ihm die Schiffsleute das Rettungsseil nach und rief ihn zu : Halte fest an diesem Seile, lasse es nicht aus den Händen, Sonst wirst du deines Lebens verlustig. So sprach auch der Heilige, gesegnet sei Er, zu Israel; So lange ihr an den Mizwoht festhaltet: ״Und ihr, die ihr festhaltet an dem Ewigen eurem G-tt, ihr lebet alle heute. . . ,** (Jalk. Elieser, s. v. Mizwoh 10. (Fortsetzung folgt.) Das Jeschivahinternat in Bratislava. lieber die Infernatsfrage der Rabbinatshochschule in Pressburg sind in den Spalten des ״Jüdischen Herold“ schon einige Aufsätze erschienen. Erst vorige Woche erschien unter dem Pseudonym ״Ein Talmid“ ein Artikel, der die Vergangenheit dieser Rabbinatshochschule glorifiziert und uns vorführt, welche hervorragende Stellung diese altehrwürdige Jeschivah im gewesenen Ungarn inne hatte. Meine Aufgabe ist es nun mit unumstösslichen und sonnenklaren Argumenten zu beweisen, dass die Jeschivah in Pressburg auch in der Gegenwart die Königin der Jeschiweus geblieben Ist und i