Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 40 (28.10.1937)
- Date
- 1937-10-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9569290-9569297-9569422--126-9569427- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
5 5 וואז דיא יודישע דעגירונג אפערט פערלאגנען ררירד אריף 0.000! טל״יתים! זאלל ק* ן א״נציגער טליה פ״בריק חפפ־ירפן דא דא ערש;־ט אפגימו פאן .צמר* ודרד בפכטימט גפכטפטיגני, דפן אללע "דען דער גאנצפר וועלט וויסספן שו־ן! דאס דיא פימסטען אמד שפגסטע טליתים ליעפערט אם ביליגפטען דיא גרעספטע טלית פאבריק .צ מ ר, אין ק^שיצע CEMER“״ TALESFABRIK GEBRÜDER Z S U P N I K, KOSICE לדרג• זפל־נסט ערהפלטליך אללפר םארטפן ספריס פאן אכף טת טז א ש״ס תפידן, מזחית אונד אלנפש וואם גפהערט צו טפרים בראנזש לו דא טציגשטפ ענגרוי פדיזפ. Einladung. Der חינוך נית מזין דישובתינו findet am כ״ו טיחשון יום א' פ‘ תולדות statt. Wir laden auf diesem Wege alle תלמידים של כ״ק אדמו“ ר אב״ד דפה שליט״א zu diesen Feiertag unserer ישיבה, zur Teilnahme an dieser grossangelegte Feierlichkeit, an der כ״ק רביט שליט“ א eine דרשה von grosser Bedeutung halten wird. Versäumet nicht diesen geistigen Genuss. בברכה ורגשי כבוד ועד מכינו חג החינוך בית מזון והנהלת ישיבת "בית הילל“ בק“ק דונאסערדאהעלי יע״א »Der Jüdische Herold« Unterstützet das Werk! Ein edles Projekt sieht in diesem Tagen seiner Verwi!klichung entgegen. Der tiefgefühlte Wunsch eines grossen Herzen soll demnächst endlich seine Erfüllung finde״. Der Bau eines Internats für die Pressburger Jeschiwo wird bereits in Angriff genommen, getragen von der iangjährigen So! ge unseres allverehrten Lehrers und Meisters, des Pressburger Raw שליט״א. Was die Pressburger jeschiwo für das Judentum der gewesenen ungarischen Länder bedeutet, muss gar nicht des näheren erörtert werden, um damit etwa die Bedeutung eines Internats dieser Anstalt denjenigen vor Augen zu führen, deren tatkräftigste Unterstützung für die Errichtung und Erhaltung dieses Instituts mit vollster Selbstverständlichkeit erwarte! wird. Welcher, in den genanten Ländern woh nender Jude hatte nicht schon vernommen vom Rufe dieser Pflanzsiäite wahrer jü* discher Wissenschaft und des unverfältschten Geistes gottesfürchtiger Ethik und Mo־ ral, deren Name weit über die Grenzen unseres Landes reicht! Durchweht vom Geiste einer 131*jährigen Tradition stehen die geheiligten Hallen unserer Jeschiwo als ein lichtumflossenes alter jüdischer geistiger Grössen da. Von dem grossen »Chasam Sofer“ szl. gegründet und von seinen grossen Nachkommen und Nachfolgen szl. bis auf den heutigen Tag erhallen, war es Generationen hindurch ungere Jeschiwo, von der die meisten rabbinischen Führer des sogenannten ungarisehen tradilionstreuen Judentums ihre geistige Ausrichtung auf den zukünftigen Weg ihres priesterlichen Wirkens erhielten. Insofern dem einen und dem anderen dieser Führer die Gelegenheit nicht gegeben war unmittelbar an dem Geistesborn unserer Jeschiwo zu weilen, wurde ihm dieser Geist von einem Jünger des Lehrerhauses des Chasam Sofer vermittelt. Zweimal schon halle diese altehrwürdige Anstalt den veränderten äusseren verhältnissen Rechnung zu tragen. Das erstemal zur Wirkungszeit des ״Ksav Sofer“ szl. als sich der Raum des alten Bes Hamidrosch für zu klein erwies, um die zu mehreren Hunderten angewachsene jüngerzahl fassen zu können, da wurde der Jeschiwo ein ihr würdiges Lehrhaus errichtet und das anderemal schon in der Wirkungszeit unseres verehrten Meisters, wo eine die ihre der Thora schändende Schmach der vergangenen Generationen durch Errichtung einer Mensa gesühnt wurde. Nun geht unsere Jeschiwo an die Errichtung einer Wohninternats, in welchem besonders ihre jüngeren Schüler gesichertes Obdach und ein den traditionellen Erziehungszweks unserer Thoralehranstalt entsprechendes Wohmilien finden sollen. Wer nicht der alten Würde unserer Jeschiwo, der Jeschiwo des Chasam Sofer szl. mit leichtfertiger Gleichgültigkeit gegenübersieht, wen eine hundertdreissigjährige heiligkeit erfüllte Vergangenheit etwas be deutet, öffne freigiebigst seine Hand zur Unterstützung dieses Werkes. Er entspricht damit dem letzwilligen Wunsche des Chasam Sofer szl. Es sei der Wille G-ites, dass der Quell nicht versiege und der Baum nicht aufhöre Früchte zu treiben... EIN TALMI D. P — 188 — Feldherr vermied es, den Aufrührerischen in offener Schlacht entgegenzutreten; er suchte ihnen durch kleine Gefechte zu schaden und dadurch ihren Mut zu lähmen. Es gelang ihm allmählich, die Juden nach harter Gegenwehr aufzureiben, Trajan hatte seinem Feldherrn befohlen, die Juden in all denen Distrikten, in welchen der Aufstand wütete, vollständig zu vertilgen. Martius Turbo kam diesem grausamen Befehle buchstäblich nach. Ganze Landstriche wurden durch die Vernichtung derer, die sie bisher bebaut hatten, in Einöden verwandelt, und das Blut floss in Strömen. Der grimme Feind verschonte nicht Frauen und Kinder. Auch über die Juden in Alexandria brach das Strafgericht herein. Ihre prachtvolle Synagoge wurde zerstört und dem Erdboden gleich gemacht und das Blut der Erschlagenen floss bis in das Meer und färbte es rot. Ebenso schlimm wütete der Lieblings-Feldherr des Kaisers, Lucius Quietus, gegen die Juden von Mesopotamien und den angrenzenden Ländern, über welche sich der Aufstand erstreckt hatte. Lucius war ein Maure von Geburt und war mit einem Haufen seiner Landsleute in römische Kriegsdienste getreten. Er hatte die Gunst des Kaisers derart zu gewinnen verstanden, dass dieser sich mit dem Plane trug, ihn als seinen Sohn zu adoptieren und zu seinem Nachfolger zu bestimmen. Nachdem Lucius die babylonischen Juden niedergeworfen hatte, machte ihn der Kaiser zum Statthalter von Palästina. Er missbrauche dieses Amt, die Juden in entsetzlichster Weise zu quälen und zu unterdrücken. Er wollte sie zwingen, die Standbilder des Kaisers anzubeten und vor ihnen zu opfern. Da erhoben sich auch die in Palästina wohnenden Juden gegen das unerträgliche harte Joch. Zwei tapfere Männer, Papus und Julianus, stellten sich an die Spitze des empörten Volkes. Aber die schlechtbewaffneten, kriegsungeübten Scharen konnten gegen die Heere der Römer nicht Stand halten. Lucius Quietus durchzog als Sieger das Land - 185 - Schon Augustus hatte durch das ganze römische Reich einen Postdienst eingerichtet, durch welchen offizielle Depeschen von Station zu Station vermittels Eilboten befördert wurden. Unter den späteren Kaisern durften auch Privatleute ihre Briefe den kaiserlichen Boten zur Besorgung übergeben. Der Brief war richtig in die Hände Rahels gelangt, aber die heißersehnte Ankunft des geliebten Gatten erfolgte nicht. Da kam die Trauerkunde, daß Rabbi Akiba mit einem mit Papyrus beladenen Schiffe Alexandria verlassen und daß dieses aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Fahrt verunglückt sei. Rabbi Gamliel, der von einer Seereise zurückkehrte, hatte di ג Trümmer jenes Schiffes auf dem offenen Meere treiben sehen. Im Lehrhause zu Jabneh waren die Rabbinen wer sammelt; Rabbon Gamliel sollte den Vortrag halten. Er sprach: »Mein Herz ist tief bekümmert um unseres Bruders Akiba willen. Ich selbst habe die Trümmer des Schiffes, welches ihn in die Heimat bringen sollte, auf dem offenen Meere treiben sehen. Wehe, daß so viel Geist und so viel Thorakenntnis ein Raub der Wellen, daß Akibas reiner und heiliger Körper eine Beute gefräßiger Fische und Seeungeheuer werden mußte!“ Da erhob sich ein Weinen und Wehklagen, daß die Wände des Lehrhauses erbebten und daß die Tränen der Jammernden den Fußboden netzten. Die großen und ehrwürdigen Lehrer Israels gaben sich ganz dem unermeßlichen Schmerz hin; war doch das Wehe ein so allgemeines wie damals, als der heilige Tempel war zerstört worden. Da öffnete sich die Türe des Lehrhauses, und eine große, mächtige Gestalt brach sich Bahn durch die trauernde Menge. Staunend blickten die Versammelten auf dieselbe und erkannten zu ihrer unaussprechlichen Freude den vermißten Lehrer und Freund. Rabbon Gamliel aber verließ Dr. M. Lehman: »AKIBA« 44.