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Der jüdische Herold · 1937-10-28 · 40 (28.10.1937) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
40 (28.10.1937)
Date
1937-10-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Hungarian
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3 »Der Jüdische Herold 3 Palästina Ereignisse. Wilhelm Alexander Jerusalem. Der jüngste Bericht im Jüd. Herold über die Palästina-Ereignisse war so ausführlich und über alles erstreckt, das nichts mehr übrig blieb, worüber zu informieren. Jedoch haben die Araber in dieser einer Woche für soviele ״Ereignisse“ gesorgt, das die Spalten des Herold zu enge sind um diesen allen Raum zu geben. Wollen wir der Reihe nach gehen und die trockene Geschehnisse ohne Glossen mitteilen. Die Urheber der Greultaten sind nir־ gens aufzufinden. Bis die Polizei im Dorfe erscheint um Verhaftungen vorzunehmen können sie die Spuren suchen ohne diese zu finden. Die Täter sind längst über die Grenzen. Der mit grossem Aufwinde gesuchte Grossmufti Gmal el Chusejni ist längst über die Grenze Palästinas, nachdem ersieh mehrere Wochen in der grossen Moschee in Jerusalem sich aufhielt. Riesiges Aufsehen machte an Donnerstag abends stattgefundener Angriff auf die das von Jerusalem nach Moza(in,der Nähe von Jerusalem) gehenden Autobusse. In der Nähe des berüchtigten Berges Kostei stellte sich der Wagen um Fahrende absteigen zu lassen. Kaum dass der Autobus etwa 20 Meter weiter fuhr, beschossen 5 Araber in ein! r Entfernung von 4-5 Meter das Auto, Einer stand gegenüber dem Wagen und schoss von einen Rewolwer, während dem die übrigen zu beiden Seiten mit Gewehre feierten, angeblich soll auch eine Bombe geworfen worden sein. Im Wagen sassen 9 Reisende 2 Sofföre einer der Reisenden war ein Araber, alle andere Juden. Sämtliche jüdische Fahrenden auch oie Führer des Wagens sind mit leichte Verwundungen davon gekommen, während dem der Araber todt gefunden wurde, der Wagen selbst wurde wie eine Siebe durchlöchert. Kaum einige Minuten später nach diesen Angriff, wurde ein Attentat aus geführt gegen dem Autobus der gegen Bet Hakerem von Jerusalem aus geht. Als der Autobus die Jaffare Strasse verliess um die Strasse gegen Bet Hakerem einzubiegen, wurden auf dem Wagen Schüsse abgegeben. Auch hier waren es 5 Araber ais Fellachen gekleidet, die Rewoiwer gegen den Wagen gerichtet abfeierten. Der Schofför hat die Fahrt mit grösserer Schnelligkeit fortgesetzt und so gelang es ihm den Schüsse zu entgehen. Einer der Angreifer war im Begriffe eine Bombe gegen den Autobus zu werfen, die Bombe jedoch explodierte, währendem diese noch in seiner Hand war und ihm sofort tödtete. Neben seinen zerrissenen Körper fand man einen Rewolwer mit 12 Kugeln beladen. Von den im Autobus fahrenden wurden 3 Personen leicht verletzt־ Nachdem diese im Hadassa-Spital behandelt wurden, sind sie nachhause entlassen worden. Zur selben Zeit gegen 7 Uhr abends wurden auch am russischen Platze im Zentrum der Stadt Bomben geworfen jedoch ohne Schaden anzurichten. Zufolge dieser Attentate wurden in Jerusalem Militär-Bereitschaft angeordnet. Bewafnetes Militär durchstreiften die Gassen. Die Vorstellungen im Kino, Theater wurden eingestellt, die Kaffehäuser gesperrt. Das Elsenbahn״flüenfaf. Ebenfalls am Donnerstag um 8 Uhr abends als der Zug von Haifa gegen Rass« el-Ajin abging explodirle eine Bombe, auf den Bahnsteig. Das Locomotiv und 4 Wagons wurden zur Seile geworfen. Der Ma. schinenführer liess schnell den Zug halten- Keiner der 2Ü Reisenden wurde beschädiyf. Im selbe! Momente, als der Zug stehen blieb, .sprangen 3 bewaffnete Araber, auf die Stiegen des letzten Wagons wo die Bahnwache sich aufhielt. Der dort befindliehe britische Polizeimann schoss unverzüglich aus einen Rewolwer gegen die Araber Angreifer und tödtete zwei von ihnen. Neben den getöteten Araber fand man ein geladenes Gewehr deutschen Fabrixates. Diese 3 Araber waren die die Bornben vor den Zug geworfen haben. Merkwürdiger Weise sind 4 Wagen auf das Geleise stehen geblieben, trotz der Explosion, in dem Zuge befanden sich 4 Juden, die ganz unversehrt blieben. Der Zjgsführer und sein Stelvertreter sind schwer verletzt geworden, Militär mit Gewehrmaschinen umringten die arrabisehen Dörfer in der Umgegend. Es wurden Durchsuchungen in den Häuser durchgeführt, aber zur Zeit ist das Resultat unbekannt. Ermordung zweier englischen Poii״ eisten. Freitag morgens wurden auf der Slrasse Jerusalem-Chebron zwei englische Polizeiläute, die auf die Wache gingen, von Hinterhalt erschossen. Die Wache wurde in der Nähe der Salamonsteiche angetroffen und zwei britische Polizisten erschossen. Zufolge der Ereignisse, ist in Jerusalem Freitag der Macow Mjüchod der Ausnahmszustand verhängt. Von halb 8 Uhr abends bis 5 Uhr früh darf auf die Gasse keiner hinausgehen. Am Samstag (16-ten) in der Nacht wurden die Gebäude der Fiugstation in Lud von unbekannten Tätern angezündet und total abgebrannt. Der Schaden beläuft sich auf 6500 p Pf. Es ist einem besonderen glücklichem Zufall zuzuschreiben, dass die im Gebeude schlafenden Bjamten mit dem L ben davongekommen sind und sich retten konnten. Als Polizei- Offiziere des Morgens auf dem Tatorte angekommen sind und die der Tat verdächtigten junge L*ute verhaften voilten waren diese in ilmr Wohnung nicht anzutreffen. Die Verwandt n gaben an nicht zu wissen, wo sie sind. D-r Districkt Komissär verhängte über die Stadt eine Spere von 4 Tage und Nächte. Durchsuchungen wurden durchgeführt Eine Abteilung Militär langte im Orte Lud an, die die 3 grösste Häuser der Hauptstrasse umringten, welche Eigentum der Familie ist, welche der Brandlegung verdächtigt erscheinen und deren junge Leute durchgegangen sind. Nachdem die Bewohner der Häuser erklärten, sie wissen nicht wo diese sind, haben das Militär, nachdem sie im Hause verdächtige Schriften und Gewehre antrafen, die Häuser indem sie früher die dort noch befindliehe Einwohner entfernten, in die Luft sprengen lassen. Sonntag abends 1/j 7 Uhr. Jetzt wird die Nachricht verbreitet, dass im Kerem Awrohom Viertel in der Zefanja Gasse ein Jude als er ahnungslos die Zeitung las, von einen Araber niedergestochen wurde. Ferner ist ein von Tel-Aviv nach Jerusalem abgegangener Autobus von Araber angeschossen wurden. Ergebins ist noch umbekannt. In den Orten der Umgebung von Jerusalem hört man Schüsse und Bomben werfen, jedoch ohne Schaden anzurichten. Haifa, 25. Oktober. Das Cechoslowakische Pressbüro meldet: Die Zahl der Naturalisierungen der Juden ist im Laufe des Jahres von 6 000 auf 12.000 Personen gediegen. Am meisten sind es ehemalige polnische und deutsche Staatsbürger, die sich naturalisieren lassen. Cechodovaken gab es bloss 70, im Vorjahre 73. Diese Massenaturalisierungen sind bestimmt durch die verschiedenen neuen Gesetze, die den palästinensischen Bürgern grössere Rechte einräumen, als den Ausländern. Im Verlauf von 8 Monaten sind nach Palästina 7 865 Juden eingewandert (im Vorjahr 21.738). Aas der CSR. sind 164 Juden und 4 Christen eingewandert (im Vorjahre 443 und 3). Die Terrorakte während des Wochenendes. Jerusalem. Die Ölleitung der Iraq Petroleum Company ist in der Nähe von Endor von arabischen Terroristen an zwei Stellen angebohrt worden, das aufliessende Erdöl wurde angezündet. Einer herbeieilenden Wache gelang es, den Brand zu iöschen. Auf ein Transportauto der Shell Company wurde nahe Jerusalem ein Anschlag verübt. An der Stadtgrenze Tel Awiw—Jaffa explodierten drei Bomben, ohne jedoch Schaden anzurichten. In Safed und bei Jerusalem kam es zu Zusammenstössen. Ein christlicher Araber wurde, als er im Schneller-Viertel von Jerusalem ein Haus betreten wollte, durch einen Schuss leicht verletzt. Der arabische Passant, der am Freitag in der King George Street, einer der Hauptstrassen von Jerusalem, durch einen Revolverschuss schwer verletzt wurde, ist seiner Verletzung erlegen. Fast alle Reisen werden jetzt nur bei Tag unternommen. Der Verkehr auf den Eisenbahnen hört mit einbrechender Dämmerung auf. Die Strassen Jerusalems und anderer Städte sind mit Einbruch der Dunkelheit menschenleer. Sie werden nur von britischen Patroillen-Autos befahren. Da im Laufe des Sonntag an einer Reihe von Bahnstrecken die Geleise aufgerissen wurden und fast sämtliche von Jerusalem nach den verschiedenen Teilen des Landes führende Telefonleitungen durchschnitten wurden, hat die Regierung ihre vor einigen Tagen ausgesprochene Drohung wahr gemacht und in Nablus sieben Häuser, in Nazareth ein Haus in die Luft sprengen lassen. In Kalkilia nahm die Polizei eine Durchsuchung vor. Mehrere Notabein wurden verhaftet. Konkurs. Im Rabbinatbezirk Filakovo ist ein שוחט ובודק Posten zu besetzen. Der Bewerber soll die junge Wdwe des früheren Schächters s. 1. heiraten. Dieselbe hat 2 kleine liebe Mädchen. Gehalt monatlich 700 Kc Wohnung und sonstige Nebeneinkommen. Vorbeten nicht unbedingt notwendig. Offerte zu senden an RABBINER S. JUNGREIS Filakovo.

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