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Der jüdische Herold · 1937-10-21 · 39 (21.10.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
39 (21.10.1937)
Date
1937-10-21
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Hungarian
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Mit der Übernahm• von 8 Blätter ist das Abonnement anerkannt. afmauaaasm REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKA streda TELEFON 74. Novfaov* ■Matal ■ovotaBta tiadOtTttrom poK ■■־־■■ ׳■־־ WeftaAov ■ MM«* Otio 15479 Itt. 1* י t Podavaci poät. ürad D. Streda. י HKZtrVx .11 laiitaaii—a— 1 r'Wr..Tlnanv7agnwn^.1.m11n1־nn1־rwtMmtfr11%OTwtm*YrwfT^arr18■—p—mm ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. —<»r»~-1m״-~,jue»v--'TOrt1cnrara1a»*g^f1a»waarat'־< vuw * ft ' ־־*יד׳ **0* י׳זוי*»*־׳׳יי*ס»־*ח* NUMMER 39. (643.) 21 Oktober 1937• ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland Ganzjährig Kt, 50.— 70.— Halbjährig ,, 25.— 35.— Vierteljährig 15 -•13 ״.— דונאסערדאהעלי טז׳ חיסון תרצ׳ח m. G. XIII. JAHRGANG DIE LAGE IN PALAESTINA Jerusalem, J7. Oktober. Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur aus gut informierter Quelle erfährt, sind die neuen arabischen Unruhen keineswegs überraschend gekommen. Bereits seit Tagen war eine gewisse unruhige Stimmung zu beobachten. In eingeweihten Kreisen hat man den Ausbruch von Gewalttaten bereits für Mittwoch, den 13. Oktober, erwartet. Der Vorsitzende des Waad Leumi. (Jüdischer Nationalrat), Jizchak Ben-Zwi, und Vertreter verschiedencr jüdische.. Organisationen, die noch zu Wochenanfang zu einer dringenden Beratung über das aktueile Problem der öffentlichen Sicherheit in Palästina zusammengetreten waren, haben den massgebenden Stellen gegenüber ihre Bedenken über auffalende Bewegungen in den Kreisen der arabischen Terroristen geäussert, insbesondere darüber, dass in den Dörfern des Berglandes die Angehörigen der arabischen Jugend- Organisationen mobilisiert werden. Die Unruhen am Donnerstag und Freitag trugen auch eindeutig den Charakter einer organisierten Terrorbewegung. Man erklärt sich die neuerliche Terrorwelle als Antwort auf die in den letzten Wochen seitens der Regierung gegen die terroristisehen Führer ergriffenen Massnahmen. Am Freitag vormittag wurde in Jerusalem Curiew (Polizeistunde) verkündet. Den Einwohnern ist es verboten» in der Zeit von 6 Uhr abends bis 5 Uhr morgens ihre Häuser zu verlassen. Es wurde angekündigt, dass jedes Vergehen gegen diese An- Ordnung mit Strafen bis zu 6 Monaten Gefängniss oder 100 Pfund belegt wird. Die Polizei hat im Laufe des Freitag alle strategisch wichtigen Punkte in Jerusalem besetzt. Starke Polizeiabteilungen patrouillieren in Panzerwagen durch die Strassen der Stadt, die bei Einbruch der Dunkelheit völlig menschenleer sind. Der Autobus- Dienst in Jerusalem ist eingestellt worden. I n ganzen Lande ist erhöhte Polizeibereitschaft angeordnet worden. Auch der Zugsverkehr ist am Freitag nachmittag״, im ganzen Lande eingestellt worden. . ׳ Die Jüdische Telegraphen-Agentur in Jerusalem Bat. sich am Freitag nachmittag mit den am weitesten ent egenen und gefährdetsten Siedlungspunkten ir.. ״Lande telefonisch in Verbindung gesetzt, um sich einen Ueberblick über die Lage zu verschaffen. Es ergab sich folgendes Bild : Aus Beth Alpha, in der Ebene Esdraelon, wurde gemeldet, dass die Oelleitung der Irak Petroleum Company bei Kaukab in Brand gesteckt worden ist. Die Flammen hätten die ganze Umgebung taghell beleuchtet. Die Kolonien Gmegar im mittleren Emek, Newe Jakob bei Jerusalem, Afuleh und Migdal Zedek wurden heftig beschossen. Ueberall erwiderte die Polizei, verstärkt durch Hilfspolizisten, das Feuer. Meldungen über Verluste an Menschenleben liegen nicht vor. Nach den bis jetzt eingelangten Nachrichten waren nirgendwo im Lande jüdische Todesopfer zu verzeichnen. In Galilää wurden Freitag vormittag mehrere Kolonien beschossen. In Safed und Tiberias herrscht Ruhe. In der Umgebung von Tel Aviv ereigneten sich keine nennenswerten Zwischenfälle. Nur das Kinderdorf Ben Schemen war eine Stunde lang einem heftigen Feuer arabischer Banden ausgesetzt. Es wurde jedoch niemand verletzt. Besonders gespannt ist die Lage in Jaffa. Die Polizeikräfte sind dort beträchtlich verstärkt worden. Schwer bewaffnete Polizeiabteilungen patrouillieren durch die Strassen. In Nazareth wurde der Distrikts- Offizier Moussa Khamiss am heliiehten Tage von vier bewaffneten Arabern überfallen. Khamiss zog seinen Revolver und vertrieb die Angreifer. In Arza wurden der jüdische Wächter Jizchak Wischnewski und der jüdische Hilfspolizist Jakob Cohen von arabischen Terroristen angeschossen und schwer verletzt. In der neuerrichteten Siedlung Tirath Zwi wurden mehrere jüdische Landarbeiter auf offenem Felde von einer J5köpfigen bewaffneten Araberbande angegriffen, die die jüdischen Siedler von dem Boden verdrängen wollten. I£s entstand ein Handgemenge, in dessen Verlauf ein jüdischer Hilfspolizist, der mehrere Warnungsschüsse abgegeben hatte, entwaffnet und vier Juden verwundet wurden. Inzwischen herbeigeholte Polizei nahm zehn der Angreifer fest. In der Nähe der Jerusalemer Polizeistation, wo bereits 1m Juni ein Attentatsversuch gegen den Generalinspektor der palästinensischen Polizei, Spicer, unternommen wurde, wurden drei Höllenmaschinen entdeckt. Wie sich später herausstellte, wären sie wenige Minuten später explodiert und hätten unübersehbaren Schaden angerichtet. Wie nachträglich gemeldet wird, handelt es sich bei den beiden Polizeioffizieren, die in der Nähe von Bethlehem bei einem Zusammenstoss mit einer bewaffneten Araberbande getötet wurden, um die erst vor knappen drei Wochen auf ihre Posten berufenen Engländer Harrison und Dala. Die zahlreichen im Zusammenhang mit den Terrorakten in verschiedenen Landesteilen verhafteten Araber wurden in das Konzentrati. onslager in Akko gebracht. Situationsberichf 1>on Samstag : Ixa* ge immer beunruhigender. London, 17. Oktober. Das Cechoslo•• vakische Pressbüro teilt unter dem 16. Oktober mit: Wie aus Palästina gemeldet wird, gestaltet sich dort die Lage immer beunruhigender, Zwischen dem stellvertre«

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