Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 38 (14.10.1937)
- Date
- 1937-10-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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Knihovra ^asar/kova 18 zidovskä praha V. S ORTHODOXES ORGAD ü n A B H fi n ויי".:•• aaaanMHBUSOlawH■ Mit der Übernahm• von 8 Blätter iat daa Abonnement anerkannt. REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ streda TELEFON 74. Harioavi povoM Aadü#*Km l Wc«rrfov ■ Braüsla■* BUh 15470 |IL » Podavaci poiL lirad D• Strtda. ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. U&9׳w HWW—W ABONNEMENTSPREISE: Inland Ausland Ganzjährig Kf. 50.— 70.— Halbjährig ,, 25.— 35.— Vierteljährig 15•- 15.— NUMMER 38. (642.) 14 Oktober 1937• דונאסערדאהעלי ט׳ חשו1 תרצ׳ח m. G. XIII. JAHRGANG Höret den Ruf unserer Poalim . . . Von Dr. MAX COHEN — Baden bei Wien. 1. Die schönen Tage von Marienbad sind vorüber, Delegierte und Gäste sind in ihre Heimat zurücic gekehrt, das tägliche Leben hat die Menschen wieder ergriffen. Die Eindrücke der Kenessio Gedaulo verschwimmen, verflüchtigen sich. In den Versammlungen der K. G. war jeder ergriffen von dem Klageruf unserer Poalim aus Eez Jisroel, erschüttert lauschten wir ihren Schilderungen, hörten mit wachender Sorge im eigenen Herzen mit wiviel Entbehrungen materieller und ideeller Art der pauel im Heiligen Lande zu kämpfen hat. Wie schwer es ihm gemacht wird, unsere Thauro-Positionen zu verteidigen, wie der stetig notwendige Abwehrkampf im umgekehrten!Verhältnis steht zu der so mangelhaften Unterstützung und Ermutigung durch unsere Organisation. Wir alle haben gefühlt, dass die Poalim unsere Pioniere sind, dass sie unsere Aufgabe in Erez Jisroel erfüllen, dass sie für״uns die Thauro- Wacht halten im Heiligen Lande. Wir haben verstanden, dass wir an einer Zeitwende stehen, dass der Ruf des Allmächtigen an uns ergeht, an das jüdische Volk, ihm Sein Land zu bereiten, auf dass Er die Möglichkeit habe, sich wieder darin niederzulassen. Wir haben ihnen gedankt, unseren Soldaten, den Wächtern der Thauro auf Heiligem Boden, unseren Poalim und Kibbuzim und waren uns bewusst, dass wir alle uns einzustellen haben in Reih und Glied, jeder an seinem Platz, um G-ttes, um unser Land für die Thauro zu verteidigen. Und jetzt — nach wenigen Wochen — soll dieser ganze sedi che Aufruhr verpufft, soll diese Aufrüttelung unseres Herzens vertan, sollen all unsere guten Vorsätze vergessen sein?1 II. Viele Besucher der Kenessio Gedaulo waren nicht restlos begeistert, hatten dieses oder jenes zu bemängeln, hatten manches auszusetzen an dem, was sie gesehen, und Vieles zu kritisieren, was sie gehört hatten. In einem Punkt waren sich aber sicherlich alle einig : Die Kenessio Gedaulo hatte ein herr iches Ponim. Die so überaus zahLeich versammelten Gedaulo Hathauro aus allen jüdischen Medinaus, die so stark vertretenen Geaune hador, der unvergessliche Kranz der von der Thauro durchgeistigten Köpfe verliehen der »Grossen Versamm'u g« einen Glanz, der unübertrefflich scheint, machten die K. G zu einem e nzigartigen Erlebnis. Keine zwe te Organisation im jüdischen Volk vermag auch nur eine ähnliche Versammlung zustandezubringen. Jeder stand im Bann dieses herrliehen Bildes uni sonnte sich im Glanz dieser erlauchten Gesellschaft. Hier fühlte man lebendiges Judentum und stimmte dem Raw begeistert zu, der diese gewaltige Ver- Sammlung als einKodesch Kodoschim bezeichnete. Und die Seele dieser Versammlung, der Moazes Gedaulo Hathauro, erbebte auch in Sorge und Angst um die Erhaltung von Erez Jisroel für unsere Thauro und wendete sich hilfeflehend an alle Agudisten, ja an das jüdische Volk. Hören wir doch den Apell des Waad Horabonim : »Der Rabbinische Rat wendet sich an alle Juden der Welt mit dem heissen flammenden Aufruf, in dieser Stunde geschichtlicher Entscheidungsschwere der Agudas Jisroel zu Hilfe zu kommen in ihrem W^rke des Aufbaues des jüdischen Landes im Geiste der Thauro und Emuno, ihr zu helfen in ihrem Kampfe um die Rettung der Heiligkeit Erez Jisroels und seiner Reinheit, ihrem Ringen um die Stärkung des orthodoxen Jischuw. in ihren Anstrengungen dem gesamten Leben des jüdischen Landes den Stern, pel der Thauro und Emuno aufzudrücken. Auf das Erez Jisroel G-ttes Land bleibe, das Land, auf das Seine Augen stetig gerichtet sind, auf dem Seine Herrlichkeit erstrahlt, und von dem aus G-ttes Königsherrschaft sich offenbaren wird vor den Augen aller Völker.« Können, dürfen wir uns dem Ruf unserer grossen Führer entziehen? Wissen wir nicht, dass sie die Probleme des heutigen Erez Jisroel in vielstündigen Beratungen geprüft, dass sie die aktuellen Fragen des Heiligen Landes unter dem Gesichts- Winkel aller landsmannschaftlichen Eigenarten beleuchtet haben, und dass dann der obige Apell aus dem erfüllten Herzen aller beteiligten Thauro-Grössen einstimmig ergangen ist? 1 Und da wagen wir noch untätig beiseite zu stehen, regional bedingte Hinderungsgründe geltend zu machen, di finden noch Jerej Schomajim den Mut, ihre Untätigkeit mit anderer Mentalität zu entschuldigen?! Alle müssen wir zusammenstehen, erfüllt von dem Ruf, der von unserem Rabbinischen Führern, der von unseren Poalim selbst an uns ergangen ist, müssen uns voll und ganz ersetzen für unsere Erez Juroel-Arbeit und unsere Erez Jisroel-Arbeiter, dürfen es nicht dabei bewenden lassen, selbst unser Scherflein beizutragen, sondern müssen uns auch wenden an unsern Nachbarn, an unsern Freund, an unseren Verwandten und Bekannten, um auch ,ihm in unsere Reihei* zu stellen, um auch ihm zu der Miz«