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Der jüdische Herold · 1937-09-09 · 34 (9.9.1937) · p. Seite 4

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
34 (9.9.1937)
Date
1937-09-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Hungarian
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4 Resolution zur Förderung der Poale Hgu« das Jisroel. . . . Die Kenessio Gedaulo beschliesst,den Waad Hapoeljder Agudas Jisroel aufzufordern, bei der Exekutive ein sozialökonomisches Ressort zu schaffen, dessen Aufgabe es sein soll, die religiöse Jugend in bürgerliche Berufe hinüber zu führen, und ihr bei der Berufsumschichtung behilflieh zu sein. Die Kenessio Gedaulo fordert alle thoratreuen Fabrikanten und Industriellen auf, bei Arbeitereinstellungen die Mitglieder der Poale Agudas Jisroel zu bevorzugen. Fabrikanten und Industrielle, die Mitglieder der Agudas Jisroel sind und gegen diesen Beschluss verstossen, sollen vor ein von jeder Agudas Jisroel-Landesorganisation zu schaffendes Disziplinargericht gestellt werden. Keren*Hafhora־Resolutione. Das Arbeitsprogramm für Keren Ha־ thora und das Erziehungswesen. . . . Schaffung von Institutionen zur Ausbildung von Melamdim und Erziehern, entsprechend der Erfordernissen, die in den einzelnen Ländern an diese Berufe geknüpft werden, unter Aufsicht des rabbinischen Landesrates. Ausbau und Förderung der bereits bestehenden derartigen Anstalten . . . . . . Die Aufgaben der Abteilung Mädchenerziehung (Beth Jacob) sind dieselben wie die der Abteilung Knabener- Ziehung . . . Der Keren-Hathora. . . . Der Keren Hathora, der auf der I. Kenessio Gedaulo gegründet wurde, ist das Finanzinstrument des Merkas Hathora, Er muss entsprechend seinem grossen Aufgabenkreis ausgebaut werden. Der Keren Hathora, der von einem speziellen Direktorium gesondert verwaltet wird, soll derart organisiert werden, dass jeder Jehudi es für seine selbständliche Pflich hält, jährlich seinen Beitrag an den Thora-Fonds des Thoravolkes zu geben. Daneben sollen Sammelaktionen durchgeführt und dafür gesorgt werden, dass vermögende Juden einen Teil ihres Besitzes dem Keren Hathora zur Verfügung stellen . . . Resolutionen der ehmuch-Kommission. , . . Die Kenessio Gedaulo verlangt vom Merkas Hathora die Gründung eines grossen orthodoxen Verlags, der sich mit der Herausgabe von Propagandaschriften über die Bedeutung von Limud־Hathora> Jeschiwoth und religiöse Erziehung, von Lehrbüchern und pädagogischen Hilfsbüchern für den religiösen Schulunterricht, von Jugendliteratur . . . Die Kenessio G.daulo ruft alle Juden der ganzen Welt auf, sich am Daf Hajomi, am Schass-Schiur von Klall Jisroel, zu beteiligen und verlangt in den einzelnen Ländern die Einführung des gruppeweisen Lernens des Daf Jomi. Die Kenessio Gedaulo fordert auf, den 28. Siwan 5698, den Tag des 2. Sium Haschass auf Daf Jomi, als Thora-Festtag in der ganzen Welt zu proklamieren. Die Kenessio Gedaulo ruft alle Organe der Agudas Jisroel, insbesondere Keren Hathora und Beth Jakob auf, sich intensiver als bisher in den Dienst der Deutschländer-Schenirer-Stiftung zu stel- Jen , . . »Der Jüdische Herold« Hufruf zur Unterstützung der Jeschiwoth (aus dem Hebräischen übersetzt) . . . Die Kenessio Gedeulo wendet sich, in Sorge um den Fortbestand der Jeschiwoth, mit lauter eindringlicher Stirnme an das jüdische Volk, diese Quelle alles jüdischen Lebens wärmstens zu unterstützen. Gerade heute, in einer Zeit, in der das jüdische Volk, seine Menschen und seine Institutionen allenthalben schweren Angriffen und Erschütterungen ausgesetzt sind, sind die Jeschiwoth die einzigen Stätten, an denen das Thoralernen in seinem ganzen Umfang gepflegt wird. Sie sind die einzigen Institutionen, die zu tiefer Thorakenntnis und zu echter Awoda erziehen. Sie sind die Ueberreste des wahren Judentums, die G-tt uns in seiner grossen Gnade zurückgelassen hat. Wir wissen, dass nur mit der Thora unser Volk weiterleben kann, nur mit der Thora ist der Fortbestand des jüdischen Volkes gesichert. Darum ist, jeder Jude, der die Gewissheit haben will dass seine Kinder G-tt treu bleiben, dass sie Seine Thora und Seine Mizwoth erfüllen, verpflichte!, sie zum Besuch einer Jeschiwah anzuhalten, weil es nur dadurch möglich ist, echte üdische Tradition zu gewährleisten. Juden aller Welt bleibt treu dieser einzigen Rettungsmöglichkeit für das jüdische Volk und ihr werdet gerettet sein. Ein Baum des Lebans ist die Thora für den, der sich ihren Satzungen fügt, haltet sie und ihr werdet erstarken. Wenn wir aber die grosse Bedeutungen der Jeschiwoth für das Judentum anerkennen wenn wir uns ihrer Aufgabe für das jüdische Volk bewusst sind und andererseits bedenken, in welcher katastrophalen materiellen Lage sich alle Jeschiwoth befinden, wenn wir bedenken, dass eine Reihe alter angesehener Anstalten infolge ihrer schlechten materiellen Situationen den Gedanken ei wägen müssen, ihre Pforten zu schliessen, so muss von der Keilessio Gedeulo der Ruf an ade Agudisten und darüber hinaus an alle, denen der Fortbestand des jüdischen Volkes am Herzen liegt, ergehen: Rettet die Heiligtümer G-ttes. Kommet zu Hilfe den Grossen der Thora, den Stätten der Thora. Jeder der die Bedeutung der Thora für unser Volk, G-ttes Volk, kennt, sie verpflichtet mit offener Hand, mit freudigen Herzen die Stätten der Thora zu unterstützen. Watomchehu meuschar. Unterstützet die Jeschiwoth und ihr werdet das Glück des jüdischen Volkes gefördert haben. Hnfrag zwecks Förderung des Jeschiwabesuches eingebracht von Rabbiner A. J. Bloch-Telsiai Den Kindern der Armen, die nicht die Möglichkeit haben, Jeschiwoth zu besuchen, sie besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es ist Pflicht aller Aguda-Zentralen, aller Landesorganisationen und aller Ortsgruppen, den Kinder der Unbemittelten den Jeschiwahbesuch zu ermöglichen... Fach ־ und Handelsschul Ausbildung. Die Kenessio Gedaulo erkenrt die dring ende Notwendigkeit an innerhalb der Beth Jakob-Bewegung auch für die fachliehe Ausbildung zu sorgen. Sie fordert daher die leitenden Organe von Beth Jakob auf, die Gründung von Fachschulen und 4 J-xvv;!#■־י Fachkursen für die weibliche Jugend zu fördern. Die Weltzentrale soll der ersten Musteranstalt ״Ohel Soro“ in Lodz die grösste Förderung angedeihen lassen. BETH JAKOB - LITERATUR. Die Kenessio Gedeulo fordert die Beth Jakob-Zentrale auf, dafür Sorge zu tragen, dass eine geeignete Beth Jakob— Literatur geschaffen wird, insbesondere Unterrichtsbücher in allen erforderlichen Sprachen. Dem schon vorhandenen Beth Jakob Journal soll seitens der Weltzentrale Unterstützung gewährt werden... . . . Verpflichtung jedes Agudisten täglich eine besfimmte Zeit für das Thoralernen einzuhalten, den Daf Jomi und mindestens 3 Seifim Halacha zu lernen. In jeder Aguda-Ortsgruppe ist dafür zu sorgen, dass jeder Agudist selbst und auch mit anderen lernt, um so die Reihen der Lomde Thora zu vergiössern . . . SCHABBOS. . . . Vermittlung von Stellen für Schomre Schabbath. Gründung von Ctiewroth Schomre Schabbath, deren Mitglieder verpflichtet sind, durch Mharbeit und Geldspenden für Schmirath Schabbath zu sorgen. Jedes Mitglied hat seinen persönliehen Einfluss für Schmirath Schabbath geltend zu machen und den Chiliul Schabbath zu bekämpfen. Die Schmitto-Aktion in der Slowakei und P. K. R. Wir stehen an der Schwelle des Schmitto-Jahres 5698, welches die Feldarbeiter Erez Jisroels vor prüfungsreiche Aufgaben stellt. Unsere, alle Zeiten verpflichtende Teuroh, gebietet ihnen» dem Boden des Landes den Schabbos (Ruhe) zu geben. Mit vorbildlicher Teuroh-Treue wollen die gesetzestreuen Arbeiter dieser Verpflichtung nachkommen, die ihnen die jüdische Lehre auferlegt. Es ist daher vornehmste Pflichte des teurohtreuen Gesamtjudentums, ihnen die vollkommens Einhaltung dieser Teuroh-Vorschriftes durch Förderung und Unterstützung zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke erging von sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner J. Zwi Duschinsky- Jerusalem schlito ein eindringlicher Ruf

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