Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 33 (2.9.1937)
- Date
- 1937-09-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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T it l. Knihovnti obc׳? 'r•:!י' >0A^n 3xe :vir!ise.Lovä lö U n A B H fl /Q; « s ORTHODOXES 0 R 0 A n B»wa«rriJ»L,w3«E1 ז &am Mit der Übernahme von 3 Blätter vA_. ist das Abonnement anerkannt. Norktovi ifdaW mrnhnh «todtief■Iw poH a Wcgrafov ■ Braütlan; CWo »179 UL tt. Podavaci poöt. ürad D. Streda. --״tf^~^fTi־nnrfTt1Tgrrrr11rnr1ai-n-׳nnrrr1r»1־T11*- REDAKTION und ADMINISTRATION dunajskA streda TELEFON 74. ERSCHEINT JEDEN DONNERSTAG. t are.1 . :■x^nrx ~,r »»׳r.aaümfa 11a -a1»frf!aiaa ABONNEM6NTSPREISE: Inland Ausland Ganz|ährlg KU. 60.— 70.— Halbiährlg 35 —.25 ״.— Vierteljährig 18 —•13 ״.— NUMMER 33. (636.) 2. September 1937. דונאסערדאהעלי ט׳ אליל ™5‘י m. G. XIII. JAHRGANG Die Beeidung des Hohen priesters. Von Rabbiner Ph. FISCHER in Särospatak. השנועהו שלא יהא צדוקי לתקן הקטרת על הנחתה מבחוץ ולהכניס מבפנים »Man beschwor den Hohenpriester, dass er nicht etwa der Lehre der Sadduzuär gemäss das Räucherwerk ausserhalb des Allerheiligsten auf die Pfanne geben und dann in das Allerheiligste hineintragen soll.« (Jama, I, 5.) *) Fragen wir nach dem Motiv, welches die צדוקים zu diesem offenbaren Widerspruch mit den Wortlaut des Gesetzes trieb lautet doch offenbar und unzweideutig die Vorschrift in ויקרא Kap. 16 V. 12 u. 13 והביא מבית לפרכת ונתן את הקטרת על האש לפני ה• »und bringt es hinein hinterhalb des Scheidevorhanges, gibt sodann das Räucherwerk auf das Feuer vor G-tt,« und ist dieser Vorschrift nur die von den חכמים gelehrte Weise gemäss, dass Feuer und קטרת in das קדש הקדשים gebracht, und das קט-ת erst dort auf das Feuer geschüttet werde, so erfahren wir aus einer in 2 ת“כ, St. gegebenen Notiz, dass »sie als osten siblen Grund die Forderung des »Anstandes« geltend machten: אם לפני כשר ודם עושין כן קל וחומר לפני המקום, wenn beim Gastmahl der Menschen das Räucherwerk schon dampfend hereingebracht, nicht aber erst drinnen in Gegenwart der Gäste ausgestreut wird, so erfordere dies auch gewiss der Anstand vor G-tt l So war schon bei diesen allen צדוקים flache Anstandsäusserlichkeit der hohle Götze, dem allein auch unsere, modernen Sadduzäer sich beugen und in dessen Namen sie die offenbaren Ungesetzlichkeiten in die heiligsten Momente unseres G-ttesdiensten zu bringen versuchen. Und so lautet nun die Mahnung der Aeltästen an den Hohenpriester, dass man nicht äusserlicher Rücksichten wegen an den heiligen Institutionen des Judentum ändern darf. Und dass man nicht von aussenher die Pfanne mit den emporsteigenden Weihrauche In das Aller heiligste Israels hineintragen soll. Denn es war immer ein böses Verhängnis für die Reinerhaltung des G-ttgestifteten echten Judentums, so man von aussenher מבחוץ, in nicht Jüdisch er Weltanschauungsweise erzeugte Ideen und Prinzipien in das Heiligtums Israels hineinschmuggelte. Dieses ausserhalb des heiligen Kreises gewonnene unjüdisehe קטרת vergiftete dann den Volksgeist Israels und verursachte schwer heilbare Wunden demselben. Vor allem aber muss man auf der Hut sein, damit nicht fremdartiges קטרת, aus dem Boden ganz anderer Voraussetzungen Erziehungsgrundsätze und Ziele emporgewachsene Anschauungen in das קדש הקדשים Allerheiligste der jüdissnen Kinder und Jugenderziehung eindringen sollen Israels Jugenderziehung hat nich bloss die Ertüchtigung für einen bürgerlichen Beruf vor Augen zu halten, sondern derselben muss vor allem die Heranbildung der Sprösslinge des G-ttesvolkes für das Lebenspriester■ tum Israels vor Augen schweben. Denn sonst wiederholt sich die von Propheten so scharf gerügte Erscheinung : אבות אכלו בוסר ושני בנים תקהינה »Die Väter essen Heerlinge und die Zähne der Söhne werden abgestumpft.« Ja, dann gehen die erschütternden Worte in Erfüllnng : דור תהכפכת המה בנים לא אמון בם »Ein verkehrtes Geschhekt sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.« ואמרו לו אישי כ''ג אנו שלוחי ב׳יד ואתה שלוחינו ושליה ב״ד כשביעין אנו עליך במי ששין שפו בבית הזה שלא תשנה דבר מכל אשר אמרנו לך »Und die Aeltesten des Priestertums sprachen zu dem Hohenpriester : Wir sind die Abgesandten des Gerichts, du aber bist unser und des Gerichts Abgesandter. Wir beschwören dich bei Denjenigen, der Seinen Namen hier über diesem Hause thronen lässt, dass du nichts ändern wirst an all denjenigen, was wir dir gesagt haben.« (Fortsetzung folgt.) *) Vgl. zum Folgenden S. R. Hirsch, zu UI. 16, 13. Schojfor Blasen. pon: S. W. Schreiber. In den chassidischen Schriften finden wir auf den Abschnitt im Tehilim Haschern Zilcho-G״tt ist dein Schatten, die Erklärung, dass Sein heiliger Name den Menschen schattenweise umgebe. Ebenso wie jede Bewegung des Mensehen an seinem Schatten wahrnehmbar ist, so auch der Allgütige mit dem Mensehen verfährt wie er sich Ihm gegenüber benimmt: nähert sich nämlich der Mensch Ihm, kann er dessen gewiss sein, dass seine diese Bewegung erwiedert wird. Wollen wir, das Sein heiliger Name unser mit allem Guten gedenke, da müssen wir zuvor an ihn denken. Und eben hierauf kommt unser ganzes Los an,-auf dieses Denken;- dieses entscheidet über unsere Wohlfart, unser ganzes Leben sei es jeder einzeln, oder die Gesamtheit des Volkes und der ganzen Welt. Rojsch Haschono, wo über uns allen Gericht gehalten und beschieden wird was mit uns durch ein rundes Jahr zu geschehen habe, an diesem heiligen, grossen Tage sollen wir das Gebot des Schojfor-Blasens ausüben. Dieses Gebot des Schojfer-Blasens ist in unserer Tojroh als Sichrojn-Terüoh - Gedenk-Schall bezeichnet, weil dies der Erinnerung unserer Pflichten dem Allgütigen gegenüber als Zwek dient. - Denken wir unseres Schöpfers und Seiner Tojroh, erinnert ER sich auch Seiner Zusage uns gegenüber. «Mit der Posaune aus einem Widderhorn blaset vor mir“ - sagt Sein heiliger Name - ״damit ich eurer gedenke.“ Gedenket bis zur welchen Stufe der Selbstaufopferung euer Urvater Avrohom in seiner Liebe mir gegenüber angekommen! Einen einzigen Sohn hatte er, be־ kam ihn zu seinen späten Jahren, wie achtete er ihn, wie teuer war er ihm, und doch war er bereit ebendiesen einzigen Sohn mir zulieb‘ aufzuopfern! Weil es sich um die Erfüllung meines Willens handelte, fand er gar kein Opfer zu teuer! - Nun seid ihr doch seine Nachkommen, bestrebt euch seiner vürdig zu sein, tut ihm gleich, folgt seinem Beispiel, gehet ihr auch auf seinem Wegen! ״Damit ich wegen euerer mich auch der Akkedoh - Zusammenbindung Jizchokh‘ s Sohn des Awrohom gedenke!״ Erinnert ihr euch dieses allen, geht ihr diese-Wege, seid ihr auch bereit der Erfüllung meiner Wünsche euch auf zu Opffern, werde ich auch eurer zum Guten gedenken, zugleich nicht bloss eure eigenen Verdienste, sondern auch die eurer Urahnen zu euren Gunsten aufrechnen. Wissentlich können wir uns auf die Verdienste unserer grossen Urahnen nur dann berufen, wenn wir selbst auch ihre \f