Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 32 (26.8.1937)
- Date
- 1937-08-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9569290-9569297-9569361--061-9569362- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
unABHflnoioes orthodoxes 0 r 0 a n tm9 Mit der Übernahme von 3 Blätter ist das Abonnement anerkannt. Noffaov« ■*pUtotf porotole itoMcftteq■ *oM Megnfov ■ Batistm. ätk> 1S4TB HL a M. Podavaci poät. ürad D. Streda. — ״ - - - --c1!*»**a-- REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ STREDA TELEFON 74. ERSCHEINT JEDEN DONNERSTAG. ABONNEMCNTSPREISE: Inland Ausland Ganzjährig KJ. 60.— 70,— Halbjährig 35 —.25 ״.— Vierteljährig ,, 13•— 15.— NUMMER 32. (635.) 26. August 1937. דונאסערדאהעלי יט׳ א מל תרצ׳ז m. G. XIII. JAHRGANG KENESSIO GEDEULO-ECKE. Wie in unserer porigen Rümmer widergeben wir auch jetzt die uns pon der Presse* Hbfeiiung der Kenessio Sedeulo zugehenden Kenessio 6edeuI0־Bulletins, jedoch müssen wir uns diesmal, wegen der stark angewachsenen Hnzahl derselben nur auf die Wiedergabe der wichtigem üeiie beschränken: Die erste Plenarsitzung. Am Mittwoch, den 18. August vormittags 10 Uhr eröffnet der Präsident, Herrn Jacob Rosenheim, die erste Arbeits- Sitzung und übergibt satzungsgemäss den Vorsitz an den Präsidenten des Zentralrates, Herrn Oberrabbiner Aron Lewin, Rzeszow. Der Vorsitzende gedenkt in ergreifenden Worten der vielen teuren Dahinge״ schiedenen, die die Agudas Jisroel seit der zweiten Kenessio Gedaulo verloien hat. Sodann schlägt er als Präsidenten der III. Kenessio Gedaulo Herrn Oberrabbiner Zirelsohn, Chisinau, vor, der auch schon Präsident der I. und II. K. G. war. Mit dem Vorschlag verbindet der Vorsitzende den Wunsch, dass es Herrn Oberrabbiner Zirelsohn vergönnt sein möge, Präsident der IV, K. G. zu werden. Der Vorschlag wird unter stürmischem Beifall einstimmig angenommen. Auf Vorschlag des Herrn Vorsitzenden werden dann folgende Herren in das Präsidium berufen : Oberrabbiner Aron Lewin-Rzeszow, Oberrabbiner Akiba Schreiber-Bratislava, Oberrabbiner J. Duschinsky-Jerusalem, Oberrabbiner S. Fürst-Wien, Rabbi Silver-Cincinati, Rabbiner J. Horowitz-Jerusalem, Oberrabbiner S. Sorockin- Luck, Oberrabbiner J. B:och-Telsiai, Oberrabbiner Benzion Wesel-Turda, Oberrabrabbiner T. Lewenstein-Zürich, Oberrabbiner M. Rottenberg-Antwerpen, Oberrabbiner M. Deutsch-Subotica, Jacob Rosenheim, 1• M. Lewiii-Warschau, Dr. Isaac Breuer, Deputierter M. Dubin-Riga, Deputierter L, Münzberg-Lodz, Senator J. Trockenheim- Warschau, Oberrabbiner Tobias Horowitz- Sanok, Harry Goodman-London, Mathieu Müller-Paris, Oberrabbiner M. Lau-Piotrkow, Rabbiner Moses Blau-Jerusalem, Rabbiner H. Sienkiewicz-Jerusalem, Oberrabbiner Zwi Sirschhorn-Jaworzna, S. Jankelewicz-Bene-Berak. . . . . . . Der Präsident, Herr Jacob Rosenheim, erhält das Wort zu sein Tätigkeitsbericht für die Exekutive. Rosenheim gibt den Tätigkeitsbericht. Der Redner stellt fest, dass ein wirklieh arbeitsfähiges Zentralbüro nur durch hauptamtlich beschäftigte Sekretäre geleitet werden kann. Die Anstellung einer genügenden Anzahl geeigneter Persönlichkeiten ist allerdings eine Geldfrage und war daher bei der misslichen Finanzlage der Organisation nicht in geeigneter Weise zu lösen. So hatte die Exekutive bezw. das Londoner Büro unter zwei Schwierigkeiten zu leiden. 1. Waren es nur ehrenamtliche Mitglieder, die die Zentralleitung führen sollten und diese nahen naiürlich zu wenig Zeit für den Riesenumfang der zu leistenden Arbeit. 2. litt die praktische Arbeit ausserordentlich durch die Tatsache, dass infolge des verschiedenen Wohnsitzes der Mitglieder der Exekutive die Willensbildung der Zentrale erst auf dem Wege der Korrespondenz hergestellt werden musste. Der infolge dessen notwendige dauernde Briefwechsel zwischen allen Mitgliedern des G. A. war eine ungeheure Belastung. Ein schmerzliches Kapitel ist auch der Rabbinische Rat, dessen Organisation noch viel zu wünschen übrig lässt. Allerdings darf man bei dieser Organisation nicht vergessen, dass es sich hier um einen ersten Versuch handelt, allweltliche Fragen auf halachischer Grundlage einer Beschlussfasung. Bisher war dies nur bei lokalen Problernen, bestenfalls bei solchen Fragen möglich, die die Interessen eines bestimmten Landes berührten. Ein fruchtbares Arbeiten des Rabbinischen Rates, der nicht nur für die Agudas Jisroel, sondern für das Judentum von so ausschlaggebender Bedeutung ist, kann daher nur dann gewährleistet werden, wenn er regelmässig einmal im Quartal Zusammentritt. Der Redner richtete einen zündenden Appell an alle Agudisten, die von G-tt mit irdischen Gütern gesegnet sind, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen um gerade diese einzigartige Aufgabe der Agudo zu Wohle von Klal Jisroel praktisch zu lösen. Er wies auf die grosse praktische Bedeutung dieser Einrichtung hin und zeigte die für alle Zeiten unsterbliehen Verdienste jener Männer auf, die eine Aktivierung des Rabbinischen Rates ermöglichen würden. Redner wendet sich dann dem agudistischen Pressewesen zu. Das hebräische Zentralorgan soll wieder herausgegeben werden, und jede Agudist zum Bezug verpflichtet sein. Zur Information der gesamten jüdischen Presse werden in London die Bulletins des jüdischen Pressebüros herausgegeben. Die Organisation als solche müsse insofern erweitert werden, als die Aguda alle orthodoxen Juden erfasse, wenn Redner es auch verstehe, dass ungarische Kreise und einzelne Zadikim im Osten der Aguda bisher ferngeblieben seien. Der Redner erklärt weiter, dass die Aguda den Tag von Herzen betraure, an dem orthodoxe Juden die Einheit des gesetzestreuen Judentums durch ihren Beitritt zur zionistischen Organisation zerrissen haben. Die Aguda ersehne den Tag, an dem die Misrachisten aus der zionistischen Organisation austreten und dadurch die Herstellung der orthodoxen Einheitsfront auf der Welt gesichert sei. Unsere Hand strecken wir allen entgegen zur Bildung einer Einheitsfront für G-tt und sein Gesetz . . . ... Im weiteren Verlauf seines Referates berichtet Rosenheim über die Aguda Arbeit in Amerika. Seit der Grün, düng in Kattowitz sind bereits drei Delegationen dort gewesen und irotzdem gibt es bisher dort keine aktive Landesorganisation. Einige Ansätze der Aguda-Arbeit insbesondere einige gut organisierte und gut arbeitende Jugendgruppen sind jedoch dort vorhanden . . . ... In den gerade heutzutage ausserordentlich brennenden Problemen Erez Jisroel und Judenwanderung, steht die Exekulive ständig mit anderen jüdischen Organisationen in Verbindung. Natürlich erfolgte eine Aussprache mit anderen Organisationen immer erst nach Beratung mit dem Rabbinischen Ratung die Exekutive stünde daher in diese Dingen in ständigem Kontakt mit Rabbi Chajim Oser Grodzenski in Wilna. Rosenheim erinnert bei der Besprechung des Verhältnisses der Aguda zur Jewish Agency an die Bedingungen, die seinerzeit für den Eintritt in die Jewish Agency aufgestellt worden sind. Es 1st dies vor allem die Beschränkung der Agency auf wirschaftliche Fragen, die aber bisher immer abgelehnt worden ist, da die I. A. glaubte, auf ihre kulturelle