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Der jüdische Herold · 1937-08-05 · 29 (5.8.1937) · p. Seite 2

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
29 (5.8.1937)
Date
1937-08-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Hungarian
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2 »Der Jüdische Herold« 2 Die genaue Tagesordnung und Zeiteinteilung der III. Kenessio Gedeulo. Dienstag, den 3. EIul bis Freitag, den 6. Eiiul: Sitzungen der Exekutive Sonntag, den 8. 611111 bis Dienstag 10 : eiiul : Sitzung der Exekutive der Moezes Oedeule Halhora Dienstag, den 10. 611111, 10h norm.: Sitzung des Finanzasschuss und Zentralrates Dienstag, den 10 611111, 8 h abends: Eröffnungssitzung der 111. Kenessio Gedeulo : 1. ) Eröffnungsrede des Präsidenten der Weltexekutive Jacob Rosenheim 2. ) Rede des Vorsitzenden des Zentralrates, Oberrabbiner Aron L e w i n, Rzsesow 3. ) Rede des Vorsitzenden der ״Moazos Gedeulo Hathora, Rabbi Chajim Oser Grodzenski, Wilna 4. ) Begrüssung der cechoslowakisehen Landesorganisation: Oberrabbiner Akiwa Schreiber - Bratislava. 5. ) Begrüssung in der Staatssprache. 6. ) Begrüssung durch den Vertreter der cechoslowakischen Regierung. 7. ) Begrüssungsrede für die Landesorganisation der Agudas Jisroel in Erez Jisroel durch Oberrabbiner Josef Zwi Duschinsky Jerusalem 8) Reterat über das Thema: »Die Idee und der Begriff des Agudismus in unserer Zeit“, gehalten durch Dr. Isaac Breuer, Jerusalem IRittwoch, den 11. eiiul, 10h uorm.: Plenarsitzung. 1. ) Wahl des Tagespräsidiums und der Arbeitskomissionen. 2. ) Bericht der Exekutive : Jakob Rosenheim. 3. ) Generaldebatte. (Ende 2h nachm.) Illittwoch, den 11. eiiul 3h nadim. 1. Komissionssitzungen. 2. Frauenkonferenz. 3. Konferenz der ״Ze’ire Agudas Jisroel״ (Ende 7. 3h abends) mitlwoch, den 11. eiiul, 3h abends: 2. Plenarsitzung : 1) Bericht der Landesorganisationen. 2) Fortsetzung der Generalsdebatte. Donnerstag, den 12. eiiul. 10h uorm.: 3. Plenarsitzung (Thora): 1) ״Der thoratreuer Chinuch“ (Keren Hathora und Bes Jaakow) Referent: Rabbiner W. S. Jacobson, Kopenhagen 2) ״Bedeutung der Jeschiwos für die nationale Existenz des jüdischen Volkes“. Referent: Raw J. Bloch, Telsei 3) Korreferent: Oberrabbiner M. L. Eckstein, Sered, Diskussion. 4) ״Taharas Hamispocho“. Referent Oberrabbiner S. D. Ungar, Nitra Donnerstag, den 12, Eiiul, 4h nachm.; 1.) Selbsterziehung und Mussar : Referent Raw Laski, Sompolna, 6h nachm. 2.) ״Der Bericht der Kö* niglichen Komission“: Weltexekutive und palästinens. Agentur der Weltorganisation. 9h Hbends : 3.) Fortsetzung der Dis. kussion. 2. ) Fortsetzung der Frauenkonferenz 3. ) Fortsetzung der Konferenz von ״Z. A. J.“ Freitag, den 13. Eiiul, 9h uorm.: 5 Plenarsitzung (Erez Jisroel) : 1.) Bericht des Keren Hajischuw Direktoriums; Dr. Isaac Breuer Bericht der palästinensischen Agentur : Rabbi Mosche Blau, Jerusalem Bericht der Palästina-Zentrale : Dr. Salomon E h rmann, Frankfurt a. M Bericht der ^entrale der Poale Agudas Jisroel m Tel Awiw. 2.) Diskussion bis 2h nachm. ITIozoe Schabbos. den 14. Eiiul 8h abends : 6. Plenarsitzung; Fortsetzung und Schluss der Erez Jisroel-Debatte (Nachsitzung) Evtl, gleichzeitig auch Fort- Setzung der Frauenkonferenz Sonntag, den 10h Eiiul norm.: 7 Pienarsitzung: 1. ) Emigration nach den Übersee- Staaten und Kolonisation: Referent: Dr. Maxmilian Landau, Berlin. 2. ) Soziale und ökonomische Aufgaben der Agudas Jisroel, mit besonderer Berücksichtigung der Poalim-Bewegung: Referent- L. From, Warschau und F. Landsberg, Lodz. 3. ) Diskussion und Resolutionen. Sonntag, den 15 Eiiul, 4h nachm. 1. Sitzung des Permanenzausschusses, Vorbereitung zur Wahl der neuen Leitung. 2. Sondertagungen : a. ) Agudistischer Schriitstellerverband b. ) Frauenkonferenz (Fortsetzung) c. ) Konferenz der ״Z. A. J. (Forsetzung) d.) Kommissionssitzungen, rflontag, den 16. Eiiul, 10h uorm.: 8. Plenarsitzung: 1. ) ״Die religiös-politischen Postulate der jüdischen Minderheit im Golus und die wichtigsten Fragen von Chisuk Hadass“. Referent: Raw A. L e w i n Rzesov. 2. ) ״Fragen der Gemeinde-Politik. Referent: J. M. L e w i n, Warschau. 3. ) Resolutionen. Hlontag, den 16. Eiiul, 3h nachm. : 9• Plenarsitzung : 1. ) Bericht der Organisations- und Finanzkomission 2. ) Bericht der Erez Jisroel-Komission 3. ) Verschiedene Komissionsberichte 4) Diskussion, evtl. Nachsitzung 5) Schluss der Frauen- und Jugendkonferenz. Dienstag, den 17. Eiiul, 11h uorm.: 10. Plenarsitzung. 1. ) Bekanntgabe der ״Moezes Ge deule Hathora“. 2. ) Vorschläge des Permanenzaus. schusses und der Komissionen. 3. ) Wahlen. Dienstag, den 17. Eiiul, 5h nachm.: 11. Plenarsitzung. S c h 1 u ss-S i t z u n g. mittwoch, den 18, Eiiul: Sitzungen der neugewähiten Organe. ERZIEHUNG! von Rabb BENJAMIN BENEDIKT, Wien. Fortsetzung zu Parschas Ekeu. ומלמדו תורה Und er lehre es Tora . . . Bereits in der frühesten Jugend, nach dem der Junge Knabe die Schaltzeichen des hebräischen Alphabets gelernt, wurde, er, kaum 4 Jahre alt geworden, in das Torastudium eingeführt. Der Tag, an dem der Knabe das erstemal die Tatmud-Tora betrat, wurde zu einem Festtag und der Eintritt in die Taimud-Tora vollzog sich unter besonderen Ze emonien. Daheim wurde der Knabe in das Feiertagsgewand gekleidet, in einen Tatlis, ein Gebettuch, gehüllt; goldene Ketten hängle man ihm um und eine mit Honig bestrichene Brezel wurde ihm in die Hand gedrückt, auf das ihm die Lehre süß sei. Nunmehr wurde der Knabe von der ersten Klasse der Talmud-Tora, an deren Spitze sich der Lehrer befand, von zuhause abgeholt und unter chassidischen Gesängen in die Schule geleitet. An deren Pforte erwarteten ihn alle Knaben und alle Lehrer der Schule. In dem Lehrsaal angelangt, begann nun der Knabe, nachdem er in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Torastudiums für den jüdischen Mensehen würdigte, das erste Kapitel des dritten Buches der heiligen Tora vorzu* tragen, zu übersetzen und zu erläutern. Das erste Bibeiwort, dass der junge jüdische Knabe bei seinem Eintritt in das jüdische Lehrhaus öffentlich vorlrug, es lautete '״ אדם כי יקריב מכם קרבן להEin Mensch von euch, wenn er Opfer bringt für den Ewigen“. Der erste biblische Ge״ danke, der dem Kinde vertraut gemach wurde, war: Jeder Mensch muß Opfer bringen. Ein Mensch unter euch, ein Jude aber, muß doppelt Opfer bringen, Opfer für den Ewigen. Und wie die Meforschim e$ erklären, ein Mensch von euch, ihr müsset euch gleichsam selbst für den Ewigen opfern, ihr müsset bereit sein, alle Opler euch zu nehmen, zu leiden und zu dulden im Dienste des Ewigen, für den Einig-Einzigen, für Wahrheit und Gerechtigkeit. . . Später, dann, im Winler, wen draußen der Schnee wirbelte und der Wind an dem mit Papier verklebten und allerhand Lappen gedichteten Fensterscheiben der Talmud iora rüttelte, begann der Lehrer mit ihm die schönen txapiiel des biblisehen Schöpiungsbuches durchzunehmen, lass er mit ihm den ersten Vers des Fünfbuches : Im Antang schuf G-tt die Himmel und die Erde.“ Es schien ihm, als waren diese Himmel und niese Erde nicht dieselben, die sich draußen über seinem Kopt und zu seinen Füßen ausbreiteien dieser Himmel und diese Erde existierten gewissermaßen nur als Beispiele, damit man wisse, wie Himmel und Erde aussehen. Een richtigen Himmel und die riciitige Erde aber gab es lür nur in der Tora. So lernte er schon in frühester Kindheit zwei Weiten kennen: die eine war klein und vergänglich und man durchschritt sie bloß wie eine Hausflur. Die andere aber, die wahre, die große und ewige Welt steckte in den Buchstaben der Bibel. Ganz klein sind diese Buchstaben und enthalten doch so viel. . . So war die Kindheit des Judenknaben nicht auf dieser Welt und in diesem Leben zu finden, sondern zwischen den Abschnitten der Bibel, die er schon in den jüngsten Jahren in sich aufnahm. Auf den Fluren, wo die Urväter ihre Schefherden weideten und Brunnen grubenträumte er seine kindlichen Träume. Die Tiere und Vögel der Bibel waren die ein*

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