Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 26 (15.7.1937)
- Date
- 1937-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
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unABHfln Mit der Übernahme von 3 Blatter ist das Abonnement anerkannt. ORTHODOXES ORühii Norfawl mnWt riadOdhrtfoa P°J Mcsnfov ■ BntUlarc. Odo ISW ltt.sK Podavaci poät ürad p. Streda._ REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ STREDA TELEFON 74. NUMMER 26. (630.) 15. Juli 1937 ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. ABONNEMCNTSPREISE: Inland Ausland GanzjXhrlg Kf. 50.— 70.— Halbjährig 25.— 55.— Vierteljährig .. 13‘— 18.— t'jn/l 3« 't ’^nXTUJDKlH m. G. XIII. JAHRGANG Die Erklärung der Englischen Regierung zum Bericht der Peel-Kommission. London. Die Jüdische Telegraphen-Agentur ist auf Grund authen. tischer Informationen in der Lage, die Deklaration der britischen Regierung (Statement of Police) zu dem Bericht der Kgl Kommission für Palästina. die gleichzeitig mut dem Bericht selbst am Donnerstag, den 8. Juli, abends, offiziel mitgeteilt werden wird, zu veröffentlichen. Die Erklärung der britischen Regierung über ihre künftige Politik in Palästina in Zusammenhang mit |em Bericht der Peel-Kommission1 lautet im wesentlichen : Die Regierung stimmt im allgemeinen mit den Argumenten und Schlussfolgerungen der Kommission überein. Unbeschadet der vielen entmutigenden Erfahrungen in den letzten siebzehn Jahren hat die Regierung Sr. Majestät ihre Politik in Palästina auf der Erwartung aufgebaut, dass im Verlauf der Zeit die Araber und die Juden ihre nationalen Aspirationen einander angleichen werden, und zwar in der Weise, dass die Errichtung eines einzigen staatlichen Gemeinwesens (Commonwealth) unter einer einheitlichen Regierung ermöglicht werde. Die Regierung Sr. Majestät hat jede Gelegenheit wahrgenommen, um eine Zusammenarbeit zwischen den Arabern und den Juden herbeizuführen. Im Lichte der von ihr bisher gemachten Erfahrungen und der jetzt von der Kommission vorgebrachten Argumente ist die Regierung jedoch zu der Schlussfolgerung gel ngt, dass zwischen den Aspirationen der Araber und jenen der Juden in Pa’ästina ein unüberbrückbarer Konflikt besteht, södass diese beiderseitigen Aspirationen unter den Bestimmungen des gegenwärtigen Mandates nicht befriedigt werden können, und dass der Plan der Auflösung des Mandates und der Teilung gemäss den von der Kommission empfohlenen allgemeinen Richtlinien den besten und auch für die Zukunft hoffnungsvollsten Ausweg aus der Sackgasse darstellt. Die Regierung Sr. Majestät hat die Absicht, Se. Majestät den König dementsprechend zu beraten. Die Regierung wird in Übereinstimmung mit den ihr aus dem, Volk erbundsabkommec und den s’rcLrer. internationalen Instrumenten erwachsenden Vertragsverpflichtungen die notwendigen Schritte unternehmen, um die Freiheit zu erlangen, einen Teilungsplan zu verwirklichen, von dem sie ernstlich hofft, dass es ihr möglich sein wird, in einem zureichenden Masse die Zustimmung seitens der in Betracht kommenden Gemeinschaften für denselben zu sichern. Bis zu der Zeit der Verwirklichung dieses Planas beabsichtigt die Regierung nicht, sich ihrer für Frieden, Ordnung und eine gute Regierung in Palästina übernommenen Verantwortlichkeit zu begeben. Die Regierung stimmt in den Fragen der Sicherheit des Landes im allgemeinen mit den Empfehlungen der Kommission überein. Salten wieder einmal ernstliche Unruhen ausbrechen und einen solchen Charakter annehmen, dass eine militärische Intervention sich als notwendig erweist, so wird der High Commissioner gemäss der ihm auf Grund der palästinensischen Order in Council verliehenen Vollmacht die Macht über das ganze Land dem Uberstkommandierenden der militärischen Kräfte übertragen. In nächster Zukunft, sobald die Form des Teilungsplanes ausgearbeitet sein wird, wird die Regierung als zeitweilige Massnahme Vorschlägen, Bodentransaktionen, welche den Teilungsplan zu beeinträchtigen geeignet wären, zu verbieten. Für den Zeitpunkt, an dem die der Jewish Agency gewährte Arbeiterschedule endigt (Juli 1937) und neue Arrangements betreffend die künftige Einwanderung nach Palästina getroffen werden müssen, macht die Regierung den folgenden Vorschlag : In den acht Monaten von August 1937 bis März 1938 soll die jüdische Einwanderung die Ziffer 8000 nicht überschreiten, vorausgesetzt, dass die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit des Landes eine Einwanderung dieses Umfanges erlaubt. Nach der Teilung erhalten die Araber in Palästina ihre Unabhängigkeit, und es wird ihnen ermöglicht, mit den anderen arabischen Völkern für die Gedanken der Einheit und des Fortschrittes der arabischen Völker zusammenzuarbeiten. Die englische Regierung wird die Anträge der Regierungen des arabischen und des jüdischen Staates, eine Repräsentanz in Völkerbund zu erhalten, unterstützen Die Verträge zwischen den Regierungen werden strenge Garantien für den Schutz der Minderheiten enthalten. Ein neues Mandat wird errichtet werden, dass die Heiligen Stätten von Jerusalem und Betlehem verwalten soll, wobei der freie Zutritt zu diesen Plätzen für die ganze Welt gesichert sein wird. TIEFE ENTTÄUSCHUNG UNTER DER JUDENHEIT PALÄSTINAS. Jerusalem. In Erklärungen an die Jüdische Telegraphen-Agentur haben Repräsentanten aller religiösen Schichten und sozialen Klassen der jüdischen Bevölkerung Pa’ästinas, von der Agudas Jisroel bis zu den Linksparteien, ihrer tiefen Enttäuschung und Erbitterung über die Vorschläge i