Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 20 (31.1.1948)
- Date
- 1948-01-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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2. Jahrgang — Nr. 20 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DIE BRITISCHE ZONE l. Januar 1948 — Seite 9 mm PALÄSTINA Nach jüdischen Berichten sollen 200 Araber, die die jüdische Siedlung Yechiam in Nord-Palästina angriffen, von zwei deutschen Offizieren geführt worden sein. (DENA.) * r - Ein Geheimsender des;,Irgun zteai leumi“ rief in einer Sendung zu einer allgemeinen Gegenoffensive gegen die Araber am i5. Mai auf. An diesem Tage wird Großbritannien sein Palästina-Mandat auf geben.. (DENA.) * , Auf dem Wege von Jerusalem nach Haifa, wo er 1500 jüdische Kinder aus Cypern willkommen zu heißen beabsichtigte, wurde, Hans Beyth ein Opfer arabischer Schüsse. Seit vielen Jahren stand er in der Arbeit der J.ug e n d - A1 i-j ah; zusammen mit der unvergeßlichen Henrietta Szold. Beyth - war im Jahre 1935 von Deutschland hach Palästina ausgewandert und hatte sich seit diesem ZeitpunKt voll und ganz in die Dienste der Jugend- Alijäh gestellt. Tausende ,von Jugend-Alijah- Kindem in Palästina werden seiner gedenken. <r Die Palästina-Kömmission der Vereinten Nationen beschloß, den* Juden und Arabern bis zum Abzug der Maridatstrüppen bei der Bil- , düng von Milizen behilflich zu sein. Drei Eisenbahnzüge wurden am ,30., Janüat von bewaffneten arabischen Bänden angehalten und 'teilweise beraubt. (AP.) * ENGLAND Bel der Eröffnung einer Palästina-Debatte im Oberhaus erklärte Lord Altrinehamj, daß England sein bestes getan habe,, tun sein Mandat in Palästina zu erfüllen. Die Bemühungen seien aber durch die schrecklichen Judenverfolgungen ln Europa zunichte gemacht worden, wie auchdurch den Zynismus, die Gleichgültigkeit und die Selbstzucht anderer Malmte, die Palästina für ihre eigenen Zwecke gebraucht hätte. (JTA.) DEUTSCHLAND Vor-kurzem kehrten die Delegierten des Zentral-Komitees, Norbert 5 Wollheim,. Josef Rosensaft und Sam D a i 1 o b, der Direkter des American Joint Distribution Gommittees, aus London zurück. Während ihres Aufenthaltes in London führten sie Besprechungen mit den "Leitern des World Jewish Congress, Dr. Barou, Silverman und ]Easterman ab, ferner mit den Leitern der Jewish Agency, Berl Locker, Linton und S. Adler-Rudel, mit dem Präsidenten des Board of Deputies, Professor Brod dky, mit dem europäischen Direktor des American Joint Distribution Commilttees, Dr. Schwarz und mit dem Jewish Adviser, Cöl. Salomon. Am 10. Januar würden die Delegierten im Dörctiester Hotel von Präsident Dr. C-aim W e i z m a n empfangen. Dr. Weizman zeigte starke Anteilnahme und großes* Interesse für alle Belange der Sherith-Hapletah und gab der Hoffnung Ausdruck, daß, baldigst eine Massenauswanderung der Sherith-Hapleta aus dem Galuth-Deutschland beginnen möge. (JG.) t Kürzlich ist Oberrabbiner Dr. Helfgott von seiner Auslandsreisezürückgekehrt Dr. Helfgott weilte in Dänemark und Schweden. In Dänemark hatte der Gelegenheit, mit verschiedenen Persönlichkeiten des jüdischen Lebens und jüdischer Institutionen Bedachungen zu führen. Besonders wurde ein Plan in Erwägung gezogen; ein Seminar zur Ausbüdung jüdischer Lehrer für die Gemeinden in Deutschland zu erdichten. In Schweden hat Dr. Heltgott hauptsächlich solche Ortschaften auf ge-" sucht, in denen sich jüdische Emigranten befinden. (JG.) . * Die jüdische Gemeinde Berlins wird, wie die jüdische Zeitschrift „Der Weg“ meldet; am l. Februar eine Repräsentanten-Versammlung ^wählen; Wählberechtigt ist jeder Jude, der am Wahltag das 21. Lebensjahr vollendet hat, in Berlin ansässig und Mitglied jüdischen Gemeinde ist Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, ’ der das 25. Lebensjahr vollendet hat. (DENA.) Zum Nachfolger Von Judge Louis Levinthal, dem bisherigen jüdischen Berater des Generals Clay, des Oberbefehlshabers der .amerikanischen Zone, ist nicht, wie in der vorigen Nummer des „Gemeindeblattes“ berichtet wurde, Professor Dr. William Haber, Sondern', wie nunmehr dein Londoner .Jewish Chronicle“ zu entnehmen ist, Major Abraham Ha y m a n ernannt worden. Major Hayman teilt die D. Ps. in vier Gruppen ein: die Mehrheit setzt sich aus jungen Menschen zusammen, di® ohne Rücksicht auf die gegenwärtigen Vorgänge auf jeden Fall nach Palästina gehen wird; die zweite Kategorie besteht aus Leuten mittleren Alters und Alten, die ihren Kindern und anderen Verwandten dahin folgen, wohin immer sie wandern werden; die dritte Gruppe rekrutiert sich aus Menschen in mittleren Jahren, die kleine Kinder haben und um der Kinder willen nach Palästina gehen wollen; die vierte ,ynd kleinste Gruppe wird von D. Ps. gebildet die in überseeische 1 Länder gehen, in denen sie Verwandte haben, die sie unterhalten können. (JG.) * Landesrabbiner, Dr. Aaron Ohr en stein wurde .am 20. Januar vom Gouverneur Murray, D. Van Wagon er, dem Direktor der Militärregierung für Bayern empfangen. In einer Aussprache wurde die Problematik des Judentums, irn Beisein des Religionsoffiziers bei der Militärregierung, Dr. James M. Eeg a n, besprochen. Es wurde vor allem . das Problem des wachsenden Antisemitismus' und die Gefahren, die daraus folgen, erörtert, ferner das Zusammenarbeiten der verschiedenen Religionen in der Bekämpfung des Antisemitismus. Dr. Ohrensteinregte "eine gemeinsame Konfe-ii fenz an, an der sich der bayerische Ministerpi äsident, der Staatskommissar für rassisch, uncj politisch Verfolgte und führende jüdische Persönlichkeiten beteiligen sollen. Der Dlreic< tor der Militärregierung gab seine Zustimmung. (JG.^ . " In einem Plakat, das an 3800, Stellen in 380 hessischen Städten angeschlagen wurde, fordert das hessische Ministerium für politische Befreiung die Bevölkerung zur Bekämpfung des nationalsozialistischen Rassenwahnes auf Das Ministerium wies in rU^sem Plakat darauf hn, daß auch diejenigen die nach dein 8- Mal 1945 durch Verbreitung , indischer Ideen den Aufbau eines friedlichen Staates erschweren, durch das Befreiungsgesetz verfolgt und zu Hauptschüfdigen oder Belasteten erklärt werde» können. (DENA) Däs Entnäzifizierungsverfahrea gegen den Filmregisseur Veit Harlan wurde, in Hainburg wieder aufgenommen. Im Rahmen, des Verfahrens1 wurden seine beiden Filme „Jud Süß“ und „Kolberg“ in einer geschlossenen Veranstaltung von Vertretern des Senats, der Bürgerschaft und des, politischen Lebens vorge-, führt (DPD.) * * ' Im jüdischen Krankenhaus in Belsen wurde die Geburt des 1000. Belsener Kindes gefeiert. Es erhielt viele Geschenke vom Zentralkomitee, .vorn örtlichen Komitee und .von sämtlichen ausländischen Hilfsorganisationen. (JG.) FRANKREICH Vierzig jüdische französische Organisationen haben eine Aktion für die Aufbringung von- 1,5 Millionen Franks zur Errichtung eines Denkmals zu Ehren der Helden des Warschauer Ghettos “in die Wege geleitet." Die Aktion wird sich in Form einer . selbst auferlegten Steuer seitens jüdischer, Gruppen und Einzelpersonen ih Frankreich äußern. (JTA;); * Das „American Jewish Committee“, New York, die älteste amerikanische Organisation zum Schutz der bürgerlichen und religiösen Rechte der Juden in der gesamten Welt, hat in Paris, ein europäisches Büro eingerichtet mit dem’ Ziele, jüdischen' Gemeinden bei ihrem Wiederaufbau Rechtsbeistand und kulturelle und soziale Hilfe zu leisten: POLEN Von 3/4 Millionen Juden, die vor dem Kriege in Polen lebten, ’ sind nach dem Warschauer Berichterstatter des Londoner .Rundfunks nur noch 100 000 im Bande. (DPD.) .! . UNGARN Die französischen Besatzlmgsmächte - in Deutschland haben jüdische .Behörden;n Budapest davon in Kenntnis, gesetzt, daß der von den Nazis in Ungarn geplünderte jüdische Besitz, der in den französischen Zonen Deutschlands rtmd Oesterreichs wiederauf gefunden wurde, demnächst den . rechtmäßigen Eigentümern wieder zugestellt werden würde. (JTA.) CYPERN Zwei jüdische Emigranten wurden durch .das Feuer britischer Soldaten schwer verwundet, als sie versuchten, von ihrem^'^rmertenlager in ein benachbartes Lagen zu gelangen, wo sie ihre Verwandten besuchen wollten. (JTA.) ’ LIBANON " Der. Libanon beabsichtigt, Truppen zum Schutze seiner Konsulate nach Palästina zu entsenden. (DENA.) \ ÄGYPTEN; .Der Vorsitzende der ägyptischFr^rriistenpartei „Mier el Fatat“, Ahmed Hussein, soll angeblich die Eröffnung einer , zweiten Front in Süd-Palästina vorbereiten. Die bereits bestehende Front befindet sich an der libanesisch-syrischen Grenze. (DENA.); USA. ' -; , : Auf der Vollversammlung der Vereinteh Nationen wurde erklärt, daß deren Sinn zunichet gemacht würde, falls es den Arabern gelingt, die Entscheidung der UNO in der Palästinafrage zu durchbrechen. (JTA.) Senator VincTente Francisco, das phillippische Mitglied . des Palästina-Ausschusses, erklärte, die Durchführung 'des Palästina-Teilungsplanes würde sehr schwierig," wenn nicm unmöglich werden, falls der Sicherheitsrat keine entsprechenden Schritte unternimmt. (DENA.) # Der Präsident des American Jewish Comittees, Richter Joseph M. Pros.ka.uer, erklärte, daß die Gründung des jüdischen Staates die Differenzen zwischen den verschiedenen jüdisch-ideologischen Gruppen weitgehend ausgleichen würde. Er hoffe, daß die bitteren Streitigkeiten zwischen Zionisten und Nichtzionisten nun ein Ende haben werden, und daß dies als eines der günstigen Ergebnisse der UNO-Entscheidung angesehen werden können (JTA.) ' 1 4t - Das Arabische Hohe Komitee teilte, der UN* Palästina-Verwaltungskommission am 19. Ja-’ ntiar in einer Antwortnote mit,, daß es nicht an den Sitzungen der Kommission teilnehmen werde. (BENA-Reuter.) 4t Ein Sprecher der Jewish Agency betonte kürzlich vor dem Arbeitsausschuß für Jerusalem des UN-Treuhänderrates,: daß es von größer' Bedeutung sei, daß ein Gouverneur für Jeru- . salera so bald wie möglich ernannt werde, um sicherzustellen, daß die Verwaltung der Stadt auch nach Beendigung des britischen Mandats •ihren normaleh Gang weitergehe. (DENA- Reuter.) - * . Der Generalsekretär det Vereinten Nationen, Trygvie L i. e, hat bei den Regierungen Belgegen Die Lünener Judenverfolgrung vom November 1938 vor Gericht ' Am 12. Januar begann vor der Strafkammer I a des Dortmunder Landgerichts ein Prozeß gegen vier ehemalige Nationalsozialisten, ehe wegen Ermordung zweiei jüdischer Kaufleute am 9. November 1938 in Lünen, ferner wegen schweren Landfriedensbruches und Verbrechen gegen die Menschlichkeit _ angeklagt waren. Sie wurden* ebenfalls beschütt, an dem Inbrandsetzen der Synagoge beteiligt gewesen zu‘sein. Die umfangreiche Anklage, vertreten Oberstaatsanwalt Dr. Br(ey und Staatsanwalt Hühnerschulte. Bei den Angeklagten handelt es sich um den früheren Ortsgruppenleiter der T^DAP in Lünen-Süd, den 58jährigen Fritz Oesterreich, um den früheren DAF-BetriebRrbmann Ernst M e ck 1er, 49 Jahre alt, um den früheren Ortsgruppenleiter der NSDAP in Lünen-ftditte, den 46jährigen Ernjl Er/d e 1b r q ch, um ' den 41 Jahre alten ehemaligen*Kreisleiter der NSDAP des Kreises Hellweg, ehemaligen Kommandanten : der Reichsschulungsburg Erwitte, 'den früheren Obersturmführer in der SS-Div'uon ,.Das Reich'Y Gottfried Joe st. In der Anklageschrift, die 'Oberstaatsanwalt Brey verlas, wurden die Vorgänge des 9. und 10. November 1938 auf gerollt. Dem Angeklagten Erdeibruch würde schwerer Landfriedensbruch und Brandstiftung der Synagoge zur Last gelegt, dem Angeklagten Meckler schwerer Landfriedensbruch, Ermordung des jüdischen Kaufmanns Elsoff er durch Ertränken in der Lippe (und Mordversuch an dem jüdischen Kaufmann1 Aaronstein, Ortsgruppenleiter Oesterreich erschoß, wie die Ermittlungen zur Anklageschrift ergaben, den jüdischen Kaufmann Kniebel in dessen Schlafzimmer. Diese Verbrechen, die noch .einem weiteren Juden das Leben kosteten, traten zur damaligen Zeit' immer stärker in den Gesichtskreis der. Öffentlichen Verurteilung. Man kam nicht umhin, ein Schauverfahren bei dem Obersten Pärteigericht in Berlin zu veranstalten, jedoch V;«—die Angeklagten damals straffrei aus dem Prozeß hervor. "Während des Termins wurden über 100 Zeugen vernommen. Die Staa'sanwaltschaft sowie das Gericht haben alles versucht, um Klarheit über die Geschehnisse in Lünen am 9. November 1938 zu schaffen. Dieses ist auch zum größten Teil gelungen. Oberstaatsanwalt Brey beantragte folgende Strafen: Für Oesterreich, wegen Ermordung des . jüdischen Mitbürgers Kniebel die Todesstrafe, für Meckler, wegen Totschlags des Kaufmanns Eisoffer lebenslängliches Zuchthaus,, für Joest wegen Anstiftung zu schwerem . Landfriedensbruch - 15 Jahre Zuchthaus und für Ergeibruch, ebenfalls wegen Anstiftung1 zu schwerem Landfriedensbruch zehn Jahre Zuchthaus. Das Urteil wurde am' 31. Januar verkündet Die Angeklagten erhielten folgende Strafen: Erdelbruch: fünf Jahre Zuchthaus und drei, Jahre Ehrverlust wegem Verbrechens gegen die Menschlichkeit, ferner Etatseinh&t mit Freiheitsberaubung und Landfriedensbruch; Meckler: 12 Jahre Zuchthaus, unter Anrechnung von einem Jahr Untersuchungshaft und zehn Jahre Ehrverlust wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit, Etatseinheit mit Freiheitsberaubung und Landfriedensbruch- sowie Totschlags; Oesterreich: 12 Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von einem Jahr Untersuchungshaft und zehn Jahren Ehrverlust wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit, Anstiftung zu schwerem Landfredensbruch ünd Totschlags; Jaest: fünf Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit, Anstiftung zu schwerem Landfriedensbruch und Freiheitsberaubung. / - S. H. Perry Broad, ehemaliger Rottenführer .im KZ Auschwitz, berichtete als Zeuge im I.-G.- Farben-Prozeß in Nürnberg u. a., er wisse aufgrund mehrjähriger Tätigkeit in, Auschwitz und durch zahlreiche Unterhaltungen mit Zivilarbeitern,- Angestellten des Buna-Werkes, Soldaten, polnischen und deutschen Zivilisten, daß die Kenntnis , von den Massenmorden allgemein gewesen sei. Eine' strenge Geheimhaltung sei bei 5000 SS-Leuten, 2000 Zivilarbeltera und 100 000 Häftlingen unmöglich gewesen. (DENA.) / ' 21 ehemalige Beamte des Öswiecim Lagers wurden kürzlich gehängt- Das Urteil zwei weiterer Angeklagten wurde von dem Präsidenten des Gerichtshofes B o I *» s 1 ä w B i e r u t zu lebenslänglichem Zuchthaus umgewändelt (JTA.) , ‘giens, Hollands, Schwedens, Norwegens, Dänemarks, Brasiliens und Mexikos angefragt, ob sie gewillt Seien, Truppen im Aufträge der Vereinten'Nationen nach Palästina Ai. entsenden. Antworten sind bisher noch nicht eingegangen. .; Präsident Trum a n erklärte, daß keine aiherikanischen Truppen nach Palästina gesandt, würden.,- Er fügte hinzu, daß die Vereinte« Nationen eine internationale Streitmacht haben werden, die jeweils dort eingesetzt wird, wo eine Entscheidung notwendig ist. (DENA.) Auf einer Versammlung in Lake Success unterstrich Mosche Shertock der voraussichtliche Außenminister des neuen „Judäa“, die Notwendigkeit der Entsendung einer internationalen Streitkraft nach Palästina. (JTA.) Der "Bürgermeister von Tel Aviv, Israel Rock ach, erklärte auf einer Pressekonferenz in Washington, daß nach Abzug der britischen Streitkräfte “eine UN-Polizeitruppe von 10 000 Mann zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in Palästina .genügen würde.. Eine legale jüdische Armee von 30 000 Mann würde ausreichen, einen arabischen Angriff auf jüdisches Gebiet" zurückzuschlagen. (DENA.) * - 98,5 Millionen Dollar benötigt das American Joint Distribution ^Committee während des laufenden Jahres, um die wachsenden Ausgaben zur Hilfe der Juden ur:d deren Transport nach Palästina zu bestreiten. (JTA.) Der jüdische Wissenschaftler Professor Albert Einstein hat, wie gemeldet wird, ein Komitee von Atomwissenschaftlern zur Ausarbeitung »einer Weltverfassung gegründet (DENA.) KANADA - . 386 jüdische Schneider, ehemalige KZ-Häftlinge, kamen in Kanada an, um in der Bekleidungsindustrie beschäftigt" zu werden. Ebenso wird von der Ankunft 69 jüdischer Kriegswaisen berichtet, womit sich, die « Anzahl der hach Kanada eingewanderteb jüdischen "Waisen auf 3Ö0 erhöht. Im ganzeh sollen 10 00C zugelassen werden. (JTA.) miiiinumimiiiifiimiimnmniiiiiinnimiimnnminnimiimitiinimtntnimnnimnmmtm , ORT«Hilfe für D.Ps. Vor kurzem ist in Genf ein Abkommen zwischen dem Hauptquartier der IRO, der internationalen Flüchtlingsorganisation, und der Zentralexekutive der „ORT . World Union“ abgeschlossen worden, das sich auf die Zusammenarbeit dieser beiden Körperschaften auf dem Gebiete der Förderung* jüdischer D, PS. in Deutschland, Oesterreich und Italien im Jahre 1948 bezieht. , ■ In der Vereinbarung werden JfiÖ^Aüfgehen "vpa ORT und die Hilfeleistungen; der IRO föstgelegt Ferner Wird darin., die Frage der Ue« berführung gewisser ORT-Schulen nach. Palästina und der Mitnahme von Maschinen und Werkzeugen durch Absolventen von ORT- Schulen in Ändere Länder berührt. In einem Schreiben an Df. Ä. Syngalows» k i, den Vorsitzenden der ORT-Exekutive, in dem William H. Tuck, der Exekutivsekretär der IRO, die Abmachungen bestätigt, heißt es ti. a.: „Das ORT-Aüsbildungsprogramra in unseren» Arbeitsbezirken ' ip Deutschland^ Oesterreich und Italien hat bereits wichtige Erfolge; auf dem Gebiete der Produktivierung von Flüchtlipgen erzielt, bei denen Auswanderungsmögnehkeiten von der Erlangung technischer Fähigkeiten öder der Wiedererlangung solcher Fähigkeiten abhängt. Wir erkennen an, daß die vielen ORT-Untemehmungen in Aüfnahmeländern wesentlich zur Niederlassung und Anpassung von Einwanderern in ihren neuen Ländern beitragen. "Wir Wissen zu schätzen, was Ihre Organisation durch jahrelange Erfahrung geleistet hat, und wir begrüßen Ihre Zusicherung, d~r IRO in ihren Arbeiten und Aufgaben auch weiterhin zw helfen.“ Das’ ‘hordamerikanische ORT-Komitee konnte vor wenigen Wochen auf sein 25jähriges Bestehen zurückblidcen. Aus diesem Anlaß erschien die Dezember-Ausgabe der „ORT Economic Review“, einer Wirtschaftszeitschrift,, die vom amerikanischen ORT heräüsgegeben wird, als Festnummer. Zu den Gründern der ORT-Bewegung in den U. S. A. gehören Leon M. Bramsqn, Dr. Aron SyngaloteskS und Dr. David Lwowitsch; Auf Wunsch der Agudat Israel eröffnet© ORT im Dezember dieses Jahres in Budapest •zwei neue Lehrwerkstätten für Mädchen, die eine für Wäschenähen, die andere für Damenschneiderei, wo 20 junge Mädchen Aufnahme fanden. Auch in der ungarischen Provinz werden Einschreibungen von Interessenten aus den Reihen der Agudat Israel für eirie berufliche Ausbildung vorgenommen. Leon Denenberg, Repräsentant der ORT Wett Union erklärte in Paris daß die Lage der ca. 9000, überlebenden Juden in Griechenland außerordentlich unsicher, sei. In Hinsicht auf die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes sei es den griechischen Juden nicht mehr möglich, ihre im Mitteltneerraum traditionelle Tätigkeit, als Kauf Leute und Händler fortzusetzen. Es besteht aas Bestreben, wenigstens die Jugend in handwerkliche Berufe einzureihen. In Saloniki wurde ein Sdhulungs«. Zentrum für ca. 300 jüdische Mädchen und Jungen errichtet* (JTA.)