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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-12-17 · 17 (17.12.1947) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
17 (17.12.1947)
Date
1947-12-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seile 6 — 17. Dezember 1917 JÜDISCHES G EME IND EBLATT FÜR DIE BRITISCHE ZONE Nr. 17 — 2. Jahrgang bei unserem letzten Zusammentreffen gesägt hatte: ,Reden Sie .Willstätter nicht zu, in München zu bleiben; er muß fort'. Im Mai 1939 ging Willstätter in die Schweiz. Willstätter stammte aus einer kultivierten jüdischen Familie in Karlsruhe, wo er am 13. August 1872 geboren war; sein Name leitet sich von einem kleinen badischen Ort her. Wie Geheimrat Sommerfeld mitteilt, soll Willstätter seine Lebenserirmerungen bis zum März 1939 niedergeschrieben haben. Als die „Reichsvertretuftg der deutschen Juden“ im Jahre 1933 ins Leben trat, gehörte Professor Willstätter zu den ersten führenden jüdischen Persönlichkeiten, die in ihren Beirat bruien Wurden. Lo. , Neue jüdische Presseorgane Am 5. Dezember erschien in Bergen-Belsen die Nr. 1. des „Wochenblattes" in jüdischer Sprache, eine vom Zentral-Komitee herausgegebene .Wochenzeitung, die. von unseren Freunden Rafael Olewsk-i,, Paul Treppmahn. und David Rosen t a 1 redigiert ist. Wir beglückwünschen das Zentral-Komitee zu diesem Erfolg und geben der Hoffnung Ausdruck, daß diese Zeitung in «einer Weise der Zeitschrift „Unsere Stimme' nachstehen wird. ‘ In M ü n c h e n erscheint seit kurzem eine jüdische Zeitschrift« unter, dem Titel „Neue Welt“, deren Herausgeber und Chefredakteur Ernest -Landau ist. Sie' ist eine „Halbmonatsschrift von und für befreite Juden“.* * Ihrem Untertitel entsprechend, nimmt sie zu allen, das jüdische Leben berührenden aktuellen. Fragen ausführlich Stellung. Das Feuilleton ist jedes Mal .'reichhaltig und interessant, und die Illustrationen sind gut und instruktiv. Die Zeitschrift kann als ein we-, sentliches zusätzliches Kulturprodukt der Ju-" den in .Deutschland begrüßt werden. .tiumiunminiiHiimMimimiimmiimmiimmminiiiiiiftflmimiimiiiiimiiniimmmnnim Jüdischer Geisl in deulscherDichlung; Aufführung von »JAAKOÜS TRAUM« Ein bemerkenswert, gut. gewählter Zeitpurikt: der Heine-Gedenktag kaum verklungen, Chanukka,- Fest der „ mutigen Tat um jüdische Selbsternaltung, auf seinem Höhepunkt, unsere Gedaekpn zu den Wurzeln unseres Seins find den Quellen jüdischen. Geistes hingeleakt — ' da führte im „Kleinen Theeter“ in Dusseld p r f eine Schär enthusiastischer jüdischer Dilettanten unter der Regie des jungen Schauspielers Imo M o s z k ö w i t z Bilder aus Richard Be e r - Hofmanns ^„Jaakcbs -Traum“ auf.' - ■. ~- In der Zeit von der- Entstehung des Dichtwerks (1918) bis im die 'etzten Jahre vor Kriegsausbruch war der Glanz des (inzwischen in der Emigration) verstorbenen. jüdischen Dichters nie ..erloschen und die Achtung vor diesem seinem Werk vollendeter, deutscher Sprachkunst^unvergessen, zumindest im jüdischen Kulturleben Deutschlands. Es ist ^zweifelhaft, ein Verdienst des Kul-, turdezernats des Landesverbandes der jüdischep Gemeinden von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, eine ansehnliche jüdische Zuhörerschaft mit dem Gedankengut dieses unsterblichen biblischen Drämas wieder vertraut gemacht und damit eine Arbeitsrichtung aufgehommen zu haben, die es sich verlohnt, 'weiterzuverfolgen. . Man. erlebte eine sorgfältig einstudierte , und trotz mancher, in dei Zusammensetzung der Truppe ■ begründeter . Ungleichartigkeit durchaus eindrucksstarke Aufführung,' die anderen größeren jüdischen Gemeinden nicht vorenthalten wörecn sollte, besonders auch deshalb weil „Jäakobs Traum“ Kunstgenuß und zugleich jüdischen Lehrstoff vermittelt. Außer ■ Imo M o sz k o w i c z (in der Titelrolle), wirkten mit: Esther Dombrowski, Anni Fisz- . m a n, Regina R o s e n z w e i g, Fritz T h e u - ring und Wolfgang Wahl Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdf gab der Matinee eine passende, etwas zu ausgedehnte Umrahmung Musikdirektor H. Becker, Klavier, Max Hüttner, Violine, Matthias D u r b e n, Violincello), deren knappere Gestaltung .vielleicht zugunsten einer kurzen dramaturgischliterarischen ' Einführung in die Dichtung erwägenswert gewesen wä?e. -& 'G. L.' Vor einem Jahrhunderl ‘Jüdische Familiennamen im Rheinland Die. Spruchgerichte .„Das Zentral justizamt in Hambu.^ wendet sich „in einer Erklärung geger. die Proteste der Oeffentlichkeit, die sich^gegen die Verurteilung des Freiherrn von Schröder zu nur drei Monaten Gefängnis und 15Ö0 Mark Geldstrafe -richteten. Es macht" darauf aufmerksam, daß die Spruchgerichte „keine Entnazifizierungsstellep. sind, und daß sie auch flicht die -Ver» - urteilung wegen etwa 'begangener Verbrechen gegen die Menschlichkeit auszusprechen hätten, da, dies ihre Zuständigkeit übersteige. Sie hätten vielmehr bei jedem einzelnen Beschuldigten festzustellen, daß er in Kenntnis des -verbrecherischen Charakters einer 'Organisation : deren Mitglied wurde gder blieb. Durch diese Darstellung des Zentraljustizamts wird allerdings nur wenig geklärt, was bei «dem Verfahren gegen den Baron von der Öffentlichkeit für imverständlich gehalten wurde. Denn: die SS wurde für die Zeit des Kriegsbeginns bis zu seinem Ende in Nürn- , berg als' .eine verbrecherische Organisation bezeichnet. Jedes Mitglied dieser Organisation muß deshalb, da-es ja keine Kollektivverurteilung aller. Mitglieder ohne Unterschied ge-’ ben darf, daraufhin geprüft werden, ob es sich des verbrecherischen Charakters dieser Organisation bewußt gewesen ist oder nicht. Ah dieser Stelle aber entsteht das Befremden über die Bielefelder Verhandlung. Es m a g SS- Mitglieder geben, die sich der eigentlichen Bedeutung der SS für die Stabilisierung der Hitlerscnaft nicht bewußt waren, und die nicht wußten, daß die SS verantwortlich war für die Ermordungen in den .Konzentrationslagern und für' ähnliche Scheußlichkeiten. Wir sagten, es mag solche Leute geben, obwohl, es uns schwerfällt, es zu glauben,’ , wenigstens hei Leuten, die freiwillig in diese Organisation eintraten und jahrelang darinblieben. Bei dem Baron von Schröder aber scheint uns schon die Fragestellung unerlaubt zu sein, ob er sich der Tragweite seiner Handlungen bei der Unterstützung der SS bewußt gewesen sei. Ein en-' ger Freund der Familie Himmler, der-jahrelang Miilionenbeträge , für die Verbrechen dieses Menschenschlächters gesammelt hat und der heute erklärt, das sei „für kulturelle Zwecke geschehen“, ein SS-General, 'der in Reden und;Schriften und in Aktionen die Ver-r treibung der Juden fördert und betreibt — ein solcher Mann hat selbstverständlich gewußt, was er tat ' , Das Zentraljustizamt hätte deshalb Antwort geben sollen vor allem auf diqse Fragen: Ist es einem deutschen Richter heute erlaubt; bei Leuten mit der Vergangenheit des Barons von Schröder zu unterstellen, dieser sei sich unter Umständen der eigentlichen Bedeutung^ einer Organisation wie-der SS nicht bewußt gewesen? > Kann ein deutscher Richter ernsthaft glauben, ein SS-General, der sich aktiv an der Vertreibung der Juden beteiligt hat, sei unter Umständen in ^Unkenntnis gewesen über die Zustände in den'deutschen Konzentrationslagern und über die massenweise Vernichtun g der Juden? (Von uns gesperrt. D. Red.) Ist es, wenh erwiesen ist, daß ein Mann wie von* Schröder* in Kenntnis all dieser Dinge hoher Offizier der SS wurde und blieb und er diese SS trotzdem sehr stark finanziell und anders unterstützte, ein zureichendes Maß ' von Strafe, wenn er dafür drei Monate Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe erhält? Half das Zentral justizamt es für einen deutschen Richter erlaubt den Verteidiger antisemitische Bemerkungen machen zu lassen, ohne sie zu rügen?“ ' ([„Rheinische Zeitung“, Köln). Die jüdische Bevölkerung ist erst' seit dem . Beginn des 19. Jahrhunderts zur Annahme fester und erblicher Familiennamen übergegangeri. Bis dahin hatten die Juden an dem altüberkommenen Brauch festgehalten, dem Vornamen der Kinder den Vornamen — meist — des Väter gewissermaßen als Zun-.men (Beinamen) beizugeben. Die Sitte war . weniger von praktischer Bedeutung als ein, Zeichen des Zusammengehörigkeitsgefühls der engsten Familie.. Jede Generation wechselte also ihien Familiennamen. Eine deutliche Unterscheidung der Personen wurde erheblich erschwert. Das machte sich namentlich seit der Wende deä 18. Jahrhunderts bemerkbar, als den Juden, in den deutschen Ländern Staatsbürgerrechte und Staatsbürgerpflichteri auferlegt wurden. Der Staat und seine Organe hätten ‘daher an einer Ordnung der Familiennamengebung großes Interesse. SO kam es, daß in den alten Provinzen Preußens die Juden durch das Edikt vom 11. März 1812, das sie -als „Einländer und nreul ckische Staatsbürger“ anerkannte, u. a. aufgefordert wurden, innerhalb einer Frist von sechs. Monaten einen festen und erblichen Familiennamen anzunehmen. Erst mehr als 30 Jahre später, durch das Gesetz vom 31. Oktober 1845, fand die Regelung des Namens Wesens der Juden in den neueren preußischen Provinzen, zu denen auch das R h e i n 1 a n d gehörte, Eingang Wie in den „Bergischen Geschiehtsblättern“ vom Jahre 1928 berichtet wird, wandte sich im Jahre 1831 der S re gb u r g,e r Bürgermeister an die Regierung in Köln, indem er Klage führte über die Namensgebung der Juden, die oft „Irrungen und nachteilige Wirkungen“ erzeuge. , Aus alten Akten Vergibt sich die Genehmigung eines Familiennamens Da heißt es B.: „Das dem Mendel Levi, Kaufipann zu Siegburg, Kr. Sieg, welcher vor der Polizei-Obrigkeit seines Wohnortes erklärt hat, für sich und sejne Familie den Namen ,Levisoh annehmen zu wollen, die Erlaubnis dazu von mir erteilt worden ist, darüber, wird demselben für sich und seine Nachkommen dieser Ausweis erteilt.“ (Ausu dieser Familie stamrht der frühere Bonner Historiker Professor Wilhelm Levison, der vor einiger Zeit in England gestorben' ist. D. Red.) , ■ v' ■ " '■ ■ ■ ■ \ Die in der - Rheinprovinz rechts des Rheins wohnhaften Juden erleichterten sich in ihrer überwiegendn Mehrzahl die Namengebung dadurch, daß sie der Regierung als künftigen Familiennamen einfach ' den Beinamen in Vorschlag brachten, den sie bis dahin geführt hatten. Der Kölner Regierungspräsident machte am 5. Juni 1848 bekannt, daß' von den jüdischen Haushaltungsvorständen *m rechts— nischen .Teil seines Bezirks 330 die bisherigen Beinamen zu endgültigen und erblichen Zunamen erhoben, 1,19 dagegen einen vollständig neuen Familiennamen' gewählt hätten. Im Kob lenzer Bezirk (rechtsrheinisch) lag das Verhältnis’ etwas krasser (601:104), und im ‘ Bezirk D ü s s e.l d o r f (rechtsrheinisch) war mit 837:17‘ein besonders auffallender Unterschied zu verzeichnen. , ’ ‘ egl. ■ NEUE; BÜCHEß;;:? Leon B1 u,rh: „Mein Weg zürn Sozialismus“ (Phönix-Verlag Christen & Cö>, Hamburg;). Ernst W i e-c h e r,t.: „The, Forest of the Dead“ (Verlag Victor Gollancz, London)? Uebhr Buchenwald. - Thomas Mann:, „Essays of Th ree Beides“ (Verlag Secker & Warburg, London). Eine zuerst vor zwei Jahren . in Stockholm erschienene Sammlung von Essays aus der Jüdischer Weltkongreß , Tagung am 25,Februar 1947 Vor wertigen Tagen wurde in der Zentrale des Jüdischen Weltkongresses in einer Sitzung, än der Vertreter aus der ga^en Welt teilüahmen der Beschluß gefaßt, die 2. Sitzung des jüdischen Weltkongresses am 15. Februar 1948 in Genf stattfinden zu lassen. Man rechnet-mit 300 Delegierten, die aus allen Teilen der Welt kommen.. Davon entfallen 6 auf die britische Zone. . ’ . Die Tagesordnung ist folgende: '» 1. Sitzung: , , ' . ä) Eröffnungsrede des Präsidenten, Dr. Ste-; phan W i s e, ' b) Dr./Nachum Gol d m ann: „Die jüdische Situation in der. Welt“, . - c) Totenfeier. , , . 2 Sitzung:, ' a) Wahl des Präsidiums, , . b) Wahl der Mandatskommission^ v c) Wahl der Permanenzkömmission, d) Dr. A. L. Kuböwi ’ zki, ^Geapralsekretäc des Weltkongresses: , Einführung zur allgemeinen Diskussion. 3., 4., 5. .und 6. Sifzung: Allgemeine Diskussion, 7. Sitzung: . Palästina-Sektion. .8? Sitzüng: *. j .» ' Wahl der Kommissionen: Resolutionskornrniäsion, v Politische Kommission, Organisationskömmission,. Kulturkommission, - , Wiederaufbäukömmission. Wir hoffen, daß es uns möglich» Sein wird, einen Spezialkorrespondenten unserer Zeitung zu der Session, dieses Weltkongresses zu senden, um unseren Lesern genauestens berichten zu können. - . -Zeit von 1926 bis 1938, darunter eines über Sigmund Freud, ' ' , . Dr. Knaus: „Reisebriefe . Mendelssohns“ (Verlag R. Piper & Co. München^. G. Se 1 den-Göth r „Mendelssohn Leiters“ (Verlag Paul Elek). Erschienen anläßlich des 1Q0. Todestages des Komponisten. , Solomon Gr ayzel: ,.A History of the Jews“ (Verlag Jewish Publication Society of America, Philadelphia).- Ein Lehrbuch1 über die. Geschichte der 'Juden vom babylonischen'Exil bis zum Ende des letzten Kri'e- ■ ges. '• ' / ' Leo Back: „Changes in Jewish Life“ (Verlag. Frederick Müller,' London). Niederschrift der 15. Arthur Davis-Gedächtnis-Vorlesung, die einen Ueberblick über jüdische Ge- schichte gibt. Das Vdrwort ist ausder Fe- ‘ der , des englisch-jüdische n Wisgenschafflgrs Dr, Redcliffe N. Salaman. ,Fri tZ‘ Sterhberg * „The Coming Crisis“ (Verlag Victor Gqllancz, London). . K är 1 W o 1 f s k e h,l: „1933: APoem Sequence“ (Verlag Schocken Books, New Yörk). 3(t Gedichte in deutsch und englisch. Der in Darmstadt geborene, jetzt’ 78jährige jüdische Dichter und Germanist, Vorkämpfer Stefan Georges, lebt seit fielen Jahren in Neuseeland.. Berlin: Der Gemeindevorstand erließ folgende Kundgebung: ■ „Die Jüdische Gemeinde zu Berlin ha| mit großer Freude von der Entscheidung . der UN-Versammlung Kenntnis genommen, durch die die Teilung Palästina^ , und damit -die Schaffung eines selbständigen jüdischen Staates beschlossen worden ish . Ein Jahrtausende alter Wünsch des jüdischen Volkes-ist damit in Erfüllung gegangen, ein harter Kam^f hat. endlich .zum Erfolg geführt. Wir danken den Mächten der Welt, die für. diese Entscheidung gesümpathöben, wir danken allen jüdischen Organisationen, wir danken vor allem der Jewish Agency for Palestine und ihren Führern für die opfervolle Arbeit. Wir, die wenigen Ueberlebenden einer großen Gemeinde, wissen, welche Bedeutung diese Entscheidung hat! Wir wissen aber auch, daßtider . Kampf und die Arveit noch-nicht beendet sind, daß es noch vieler Mühön bedarf, um den jüdischen Staat, aufzubauen und zu^ sichern. Wir sind .bereit, bei diesem Aufbau' mit allen Kräften * mitzuwirken und für das jüdische ' Volk nach den Jahren de| Not und der Verfolgung; eine Periode' des Friedens, und der Sicherheit als jüdische Bürger eines jüdischen Volkes im Sinne der jüdischen Tradition zu schaffen und mit .allen Völkern der Welt in friedlicher Arbeit züsammenzustehen.“ o.;;- ■■ * Die Jugendgruppe der Jüdischen Gemeinde hielt aus Anlaß der UN: Entscheidung über Palästina 'am 7, Dezember im Gemeindesaäl Berlin-GhariOttenburg eine Veranstaltung’ ab'. Es sprachen: DrL i e bs te i n (Jewish Agency for Palestine), Ad ler- Rudel (Lon-, don), Dr, M., Nußbauw (Palästina)' und 'ein Vertreter des Vorstandes der Berliner Gemeinde. Die Leitung 'hatte Herbert A. Tworogfer. , * '■ Die Wahlen zur Repräsentanten Versammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet am 1. Februar 1948 statt.. Wahlleiter ist der Re„ ferent für jüdische Angelegenheiten^ im Beirat, für kirchliche .Angelegenheiten, Siegmund Weltlinger. Dazu .schreibt der „Weg“ (Berlin) u. a'.t „Vorstand und Repräsentanz haben ihr Mandat stets, nur als vorläufig angesehen, ein Mandat) das geführt werden mußte, um aus dem Chaos, das bei der 'Befreiung bestand, eine neue Jüdische Gemeinde zu Berlin zu schaffen. Die für die Wahl vorgesehenen Bestimmungen sollen dafür* sorgen, Haß die neue Repräsentantenyersammlung / ein „ möglichst getreues Bild der Zusammensetzung der, Gemeinde -gibt,' daß Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Sitze vermieden werden und daß alle Kräfte zu ihrem Rieht kommen. Das vom Vorstand und der Repräsentanten Versammlung ausgearbeitete Wahlsystem entspricht den demokratischen Grundsätzen , und gibt allen Richtungen. die Möglichkeit, in .der. neuen' Repräsentanz vertreten zu sein.“ Düsseldorf: " Kurt Bruck sen., der bisherige Leiter des Sonderhilfsausschusses für rassisch, * religiös " und politisch Verfolgte in Düsseldorf Wurde am 4. Dezember 60 Jahre alt. ,Wir freuen uns, Gelegenheit nehmen zu können, diesen uneigennützigen Arbeiter für. unsere Sache unsere herzlichsten Glückwünsche übermitteln zu können. ' Köln:'' Das Kulturdezernat deb jüdischen Geineinde Köln veranstaltete in Zusammenarbeit mit der jüdischen Jugendgiuppe Köln am 13. Oezem-, ber in Gaststätte Ringhof eine Chanukka- Feier. Die zur Unteihaltung . dienenden i;ar-f bifctungen wurden aussen deßüch von Jugendlichen jlnd Kindern vorgetragen Zur Aufführung^,ge|ang|e 'u a. ein Theaterstück, dös dem Sirm'kah^der Bedeutung des Cnanukka-rFestes en r 'Ki,y Aus. »■’teilung Palästinas und der WiedersOTriehtühg. eines jüdischen .Staates fm-- det gleichseitig 'eine von.' , der Svnagogenge- rnein^sfepj|pia:~veäBanstaltete'; Kundgebung ■ statt. . ri ''■•-ifeS-iälf^ Frank^qjgt ' In .dem . vorkurzem herausgekommenen ,jWeg- weiter rilaKj'-.flSlöSkfurt a. M.“ (züsafnmengestelltr vom Eräälkfurter Verkehrs verein e. V.) werden folgende jüdischen Stellen aufgeführt: American Joint Distribution Committee, Sandweg 7 (Tel. 42813); Jüdische Betreuungsstelle der Stadt Frankfurt; Baumweg 5—7 (Telefon 45709); Hias (Hebrew Immigrant Aid Society), Friedrichstraße 29 (Tel. 78374);, Jewish Agency for Palestine, Friedrichstraße 29 (Tel. 77091); Jüdische Fürsorgestelle, Baumweg 5—7 (45709) Jüdische Gemeinde, Baumweg ”5—7 (fei. 46771) Rheinpfalz: Vertreter einer Reihe pfälzischer Kleingemeinden hatten sich am 30. November in aer neuerrichteten Synagoge in Landau eingefunden, um kurze Tätigkeitsberichte von, Addi Bernd, Koblenz, Präsident des Landesverbandes jüdis6her Gemeinden . in Rheinland- Pfalz, und D.r, E. G. Low ent ha 1, Field Director der Jewish Relief^Unit, entgegenzunehmen. An die Stelle "der sonst üblichen Referate trat eine Art Rundgespräch, das Gelegenheit bot, wesentliche allgemein interessierende Fragen ■ mannigfacher Art zu , stellen und die Stellungnahme der Referenten zu hören. . Die Zusammenkunft stand unter der Leitung von Hugo .Alexan.de r,. Landau, Unter den Anwesenden befand sich auch der französische Armeerabbinei KaTifa, dessen lebhaftes aktives Interesse an dem Leben und Wohlergehen der über mehr als 10 pfälzisöhe Städten verstreuten Juden dankbäi* zu begrüßen ist. '. ’■ Neuwied; Am 11. Dezember würde das wieder hergestellte Eethaus feierlich eröffnet. Mainz: Am 6. Dezember, wurden in der Synagoge in Anwesenheit von Vertretern aer. Militärregierung und anderer, hoher, Persönlichkeiten Gedenktafeln enthüllt. Das Kultur dezernat, Düsseldorf, Stoffeier Straße 11, teilt mit: Wir bitten davon Kenntnis zu nehmen, ' daß jeden Montag und Donnerstag, 17 30 Uhr, von unserem Freund Samuel Erner, der fein hervorragender Hebraist ist hebräischer Unterricht erteilt wird.’ Wir geben der Hoffnung Ausdruck, daß unsere jüdischen Menschen von dieser Möglichkeit reichlich. Gebrauch machen und bitten um Teilnahmemeldungcn unter Telefon Düsseldorf 22583 oder schriftlich an das Rpkrotnriai ries 'Kulturdezernates.

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