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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-10-24 · 14 (24.10.1947) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
14 (24.10.1947)
Date
1947-10-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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EINZELPREIS 40 PFENNIG A N Z E 1 G E N P *R E I /S E : Fattilienanzeißen: Die einspaltige Petitzeile 3.50 RM Reklame: Die einspaltige Petitzeile 8.00 RM Suchanzeigen: Dre einspaltige Petil zeile 8.50 RM lieber Weisungen auf Postscheckkonto Essen 68080 JÜDISCHE POLITIK / KULTUR V 'W ÄUS DEM JÜDISCHEN LEBEN FRAGEN DER WIEDERGUTMACHUNG NEUES AUS DER JÜDISCHEN WELT STIMMEN DER LESER WAS DIE PRESSE SAGT GESCHÄFTSSTELLE DES JÜDISCHEN GEMEINDEBLATTES, REDAKTION UND EXPEDITION: DÜSSELEqRF*3BtNRATH, FRIEDHOFSTRASSE 23—25. FERNSPRECHER'Nr. 711151 Abonnement (per Kreuzband)* Deutschland: Vr Jahr 3.30RM, z/2 Jahr 6.50 RM, 1 Jahr 12.80 RM; Ausland: (alle Lande:) 1ji Jahr 4.40 RM, i/2 iahr 8.60 RM, 1 Jahr, 17.00 RM / Erscheint 14tägig mittwochs. Sonderbeilage in Wiedergutmachungsfragen nach Erforderlichkeit.» NUMMER 14 (HBBpnn«anni 24. OKTOBER 1947 2. JAHRGANG K. M.: In zwei Wochen erlebten wir in Deutschland drei Tagungen, die uns. den Be-. weis einer beginnenden starken Aktivität erbrachten. - In derselben Zeit hörten wir aus Amerika die Berichte der UNO-Vollversammlung und vor' wenigen Tagen verbreitete die Pnesse eine Notiz als erstes positives Zeichen für das nun zu erwartende *. Wiedergutmachungsgesetz; ’ Während die Aktivitäten in Deutechland,. die drei Tagungen, uns zeigen, daß wir allen Grund haben, uns zu freuen, daß wirkliches jüdisches Leben wieder Einzug gehalten hat bei den überlebenden Juden Deutschlands; während das Ergebnis dieser Tagungen Beweise dafür sind, daß unsere verantwortlichen Männer die Arbeit,\ die sie übernommen ha-' ben, sehr ernst nehmen und die Vertreter aller jüdischen Organisationen der Welt unsi auf , diesen Tagungen durch Wort und Schrift den Beweis dafür liefern, daß sie nicht nur bereit sind, mit uns -zusammen, zu arbeiten, sondern sich in allen Dingen mit uns solidarisch erklären, hörten wir die Meldungen aus den Vereinigten Staaten mit gemischten Gefühlen. Dife Enttäuschungen, die uns b-sher bereitet, wurden, zwingen uns dazu, erst dann , daran zu .glauben, daß die Völker dieser W.elt mit der Lösung* unserer Palästinafrage es ernst' mei- »ea, wenn wir eineA endgültigen Beschluß» der UNO zu hören bekommen In. Bremen tagten die Exekutive' und der Rat des Zentralkomitees der, befreiten Juden der britischen Zope. Diese Tagung war der Auftakt zu einer praktischen und positiven Arbei 'dieser Vereinigung aller Juden der britischen Zone. Wir haben allen Anlaß Zu glauben, daß die riun' beginnende Tätigkeit der ein- . zelnen Dezernate des Zentralkomitees die Er- ■ folge” zeigen wird, die erwartet werden . In Berlin tagte die „Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Gemeinden in Deutschland.“ Die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, bis eine derartige Arbeitsgemeinschaft zustande/ gekommen ist, konnte nur der. erkennen, der mitten in der jüdischen Arbeit steht. Und daß sie überwunden würden, ist ein Erfolg, auf den wir stolz; sein können, ein Erfolg, der uns - wieder Anlaß/ zum Hoffen gibt. Und' wir hatten , das Hoffen doch schon beinahe verlernt . . . In DüsseMorf tagte die jüdische Jugend zum ersteh Male seit der Befreiung. Die jüdische Jugend erklärte sich einmütig bereit, so wie es früher mal in Deutschland, war, ihre Arbeit und damit ihr Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Sie erklärte* sich solidarisch mit den Zielen und der Arbeit der befreiter) Juden in der britischen Zone. Jüdische Jugend Bat sich wieder gesammelt und gefunden urid sie hat sich $e Aufgabe gesetzt, in erster Linie kultureile Arbeit zu. leisten.' Und auch das erweckt in uns wieder die Hoffnung, auch das war für uns wieder Anlaß zur Freude. Eine Vertreterin der französischen Jugend überbrachte die Grüße ihrer Freunde und gab der Hoffnung Ausdruck, daß enge Zusammenarbeit der. gesamten jüdischen Jügend der Welt bald wieder möglich sein wird. Wir wollen hoffen, daß die jüdische Jügend Deutschlands sich recht bald so findet, wie sich die von Nordrhein-Westfalen gefunden hat . . . ' j Die Veröffentlichungen durch Presse und Rundfunk sind, zwar in. der Frage der kommenden Wiedergutmachung in einigen Teilen nicht ganz klar. *; Für uns aber sind sie Beweis dafür; daß man es endlich mit dieser- Frage ernst meint.: Damit Sollen und müssen wir uns für den Augenblick zufrieden geben .... Wir freuen uns, wenp wir. unseren Menschen davon berichten können, , daß sich Dinge ereignen, die Hoffnung erwecken. Wir sind dankbar für jede Freude, die uns bereitet wird. Und dieses Mal, ' so glauben wir, haben wir Anlaß, uns zu. freuen. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Gemeinden in Deutschland (Eigenbericht.) Es wird erinnerlich sein, daß am 7, und 8. Juni in Frankfurt-Main eine .Organisation ins Leben gerufen wurde, um den .jüdischen. Gemeinden in den verschiedenen Zonen einschließlich Berlins die Möglichkeit zu geben, in gewissen Abständen zUsammerizukömmen; um ‘ miteinander zu beraten, Erfahrungen auszütauschen, kurz, eine, ständige Verbindung herzustellen, die noch nie so notwendig war, Wie in diesen Zeiten drängender Not. und nicht abnehmender Unsicherheit. Damals entstand die „Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Gemeinden in Deutschland“ (vgl. „Drinnen upd, Draußen“; Nr. 6/7 des. „Gemeindeblattes“ vom 9. Juli). Es war ein' glücklicher Gedanke, die zweite Plenarsitzung dieses neuen Gremiums in Berlin, der immer noch größten und regsten jüdischen Gemeinde Deutschlands, äbzuhalten, in Berlin,-wo einst jüdisches Leben in höchster Blüte, stand und von wo der- Geist dieses aktiven jüdischen Lebens in die Lande und später in die Welt ging. , . Auftakt.. _ Die Konferenz fand in einem zeitgemäßen Rahmen im Hause Joachimstaler . Straße 13 statt, seit vielen Jahren eine Stätte der Pflege jüdischen Kultus* und jüdischer Kultur. Bei der feierlichen Eröffnungssitzung, die Dr.» H. E. F a b i a n (Berlin) leitete, begrüßte Rechtsanwalt Dr. H. Münzer .namens der, göstg eben den Jüdischen Gemeinde zu Berlin die Zahlreich’*'- fefschierierferf Gemeindevertreter. Rabbiner ,Dr. M, L. Munk (New York), der für einige Zeit seelsorgerische und soziale Funktionen in Berlin ausübt, gedachte unserer Toten, zu deren Ehre sich; die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Die Grüße und Wünsche des Magistrats der Stadt Berlin überbrachte Bürgermeister Dr. Ferdinand Friedensbürg; während er tiefe Bewunderung und aufrichtigen Respekt denen gegenüber zürn Ausdruck brachte, die mit ihrem Bekenntnis zum jüdischen Volkstum die Schaffung eines eigenen jüdischen Staates zum Ziel haben, so erhoffte er von der Mitarbeit derer, die hier bleiben, einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau eines neuen demokratischen, Deutschland und zur Durchführung einer moralischen und.'geistigen'Erneuerung des deutschen Volkes. Er betontenachdrücklich^ die Notwendigkeit einer Wiedergutmachung und wies andeutungsweise auf besondere Anstrengungen hin, die die Stadt Berlin. in dieser Richtung machen werde. . Für den „Council of Jews from Germany“, der Spitzenvertretung aller '■Organisationen jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland, und für die „Association of, Jewish Refugees“ sprach Dr. K. Alexander (London!), der deren selbstverständliche und uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Juden in Deutschland, besonders stark unterstrich. Er verlas eine Botschaft Von Dr. Leo Baeck (London), .dem Präsidenten des „Council“, in Rer es u. a. .. folgendermaßen heißt:,'„So oft zieht meine Erinnerung, mein Gegenwartsdenken und meine Hoffnung und; damit verbunden, meine aufrichtige Dankbarkeit für das, .was Sie geleistet haben und leisten, zu Ihnen-hin, aber ganz-besonders jetzt, wo Sie alle zusammengekommen sind, um die Ziele und Wege Ihrer gemeinsamen Arbeit ZU > erkennen ., . Eine jüdische Gemeinde, eine Gemeinde, in der ein jeder sich für das Gänze verantwortlich weiß und di^ Gemeinden zusammen sich die gemeinsame Aufgabe stellen und so zu einem Bunde von Gemeinden werden und. in dieser opferwilligen Gemeinschaft dessen bewußt werden, wie erst die Verbundenheit dem Besonderen seinen Wert und sein Recht gibt . .4 Wir alle denken an Sie in -Liebe. Inmitten der innigen Wünsche sovieler sind die meinen voller Erwartung bei Ihnen.“ Weitere Begrüßungsansprachen wurden gehalten'von Dr. M. Nußbaum (Tel Aviv/München) für die „Irgun Oiej Merkas Europa“; die Vertretung der deutschen Juden in Palästina, Dr. Karl Liebste in (Jewish Agency for Palestine), Mx's. E.. Reiser (American Joint Distribution1 Committee), Dr. E. G. Löwenthal .(Jewish Committee for Relief Abroad, London, und Jewish Relief Unit), Hans Lamm (American. Jewish Conference),' Sigmund We 1 t l i p g e r,., dem Referenten - für jüdische; ’ Angelegenheiten Tofeim kirchlichen' Beirat^ des Berliner Magistrats, Rechtsanwalt Max" L. Cahn (Frankfurt-Main), im Aufträge.der. jüdischen Gemeinden in Süddeutsehland, Hersch Schw ar z b e rg namens der jüdischen D.Ps. in den Lägern Berlins, Addi Bernd (Koblenz), der die jüdischen Gemeinden der französischen Zone vertrat und gleichzeitig auf die neue jüdische Zeitschrift „Zwischen dep. Zeiten Jüdisches Leben — Jüdisches Wissen“ hinwies. Diesen schlossen sich der amerikanische Armeerabbiner Jeroffie Rob in s an, ferner Jeanette Wolff für die jüdischen Frauen Berlins, Herbert Tworoger für die Berliner jüdische Jugend und Wolfgang Rosenberg, der Vertreter der neuen, „Jüdischen Studentenvereinigung zu Berlin“, ferner Julius Meyer (Berlin) für die jüdischen Gemeinden in der russischen Zone. Ihren Höhepunkt fand die Eröffnungssitzung in* den A-nsprachen von'Judge Levinthäl (USA); dem Jewish Adviser in der amerikanischer 7:-- ’ jfbert W n 11 h e i m (Lübeck), dem 2. Vorsitzenden des Zentralkomitees, der befreiten Juden der britischen Zone. Levinthäl führte u. a. aus, däß er nach seinen ersten Begegnungen mit Vertretern jüdische* Gemeinden das Interesse Generäl Clays aueji an. .den Juden in Städten verstehe: (Fortsetzung 2. S.) Nachdem Presse und Rundfunk in den letzten Tagen Notizen brachten, aus denen zu entnehmen war, daß die Anmeldungen der durch das demnächst zu erwartende Wiedergutmachungsgesetz zu regelnden Vermögensschäden nunmehr;zü erfolgen, haben und uns der Inhalt dieser Notizen nicht klar schien, setzte sich unser Berichterstatter mi Rechtsanwalt Dr. Weinberg in Düsseldorf in Verbindung. Dieser erklärte hierzu folgendes: ' Im Augenblick liegt die ih der Presse, u. ä. in der „Welt“, Ausg. Nr. 125, erwähnte „Generalverfügung Nr. 10“ ’ bei der Legal Branch der Militärregierung in Düsseldorf noch nicht vpr. Die in der Presse gebrachte Wiedergabe des angeblichen* Textes dieser Verfügung ist reichlich unklar und ist in den maßgeblichen technischen Ausdrücken völlig unjuristisch gefaßt. Es verlohnt wirklich nicht, auf diesen zu größten Irrtümem Anlaß gebenden Text der Zeitungsnotizen nähei einzugehen. Das einzige, was daraus zu entnehmen ist, dürfte die Tatsache, sein,, daß feine Anweisung' der Militärregierung zur Schadensanmeldung in Kürze zu erwarten ist. Das ist erfreulich, zumal im Inland und Ausland in den Kreisen der Betroffenen bereits Zweifel aufkamen, ob überhaupt jemals ein Wie-iergutmachungsgesetz erlassen 1 werde. Wer sich über den voraussichtlichen Inhalt der demnächstigen Wiedergutmachungsgesetzgebung jetzt schon informieren will, wird sich am besten die einschlägige Gesetzgebung in Oesterreich als Beispiel nehmen. Auch dort regelte man zunächst die Erfassung des „entzogenen Vermögens“, und zwar durch Gesetz bzw. Verordnung im Jahre 1945746. , Ein zweites Gesetz regelte die Verwaltung dieser Vermögenswerte. Kurze Zeit später ergingen das „Nichtigkeitsgesetz“ und die vier „Rückerstattungsgesetze“. : . Es würde zu weit führen, sich im Rahmen dieser kurzen Unterhaltung mit dem Inhalt dieser österreichischen Gesetze , eingehender zu befassen. Nur sei kurz erwähnt, daß nicht allein die Rückerstattung der Werte geregelt wurde, die der Staat oder die Nazipartei' und ihre Organe an sich gebracht hatten, sondern auch alle durch privatrechtlichen Rechtsgeschäfte oder Willkürakte sowie Arisierung entzogenen Vermögenswerte erfaßt werden. Die zu erwartenden Fristen für die Anmeldung durch die Geschädigten werden so bemessen sein, daß jeder Gelegenheit hat,, diese Anmeldungen in Ruhe vorzubereiten. , Es bestehen natürlich keine Bedenken dagegen, schon jetzt und unabhängig von jeder besonderen Verfügung derartige Anmeldungen von Schäden bei der zuständigen Stelle (Zentral- Amt für Vermögensverwaltung in Bad Nennd«rf> vorzunehmen. Die in der UNO vereinigten Völker der Weh stehen im Begriff, in der jüdischen Frage zu einer Entscheidung zu kommen. ■ v Wir' bringen nachstehend' eine Zusammenfassung aller bisherigen Ereignisse, die im Zusammenhang mit dieser Frage stehen: , 1 2. September: '.Die UNO-Sonderkommission ' für Palästina übergibt der UNO-Vollversammlung ihren'Bericht, in. dem zwei Vorschläge zur Lösung der Palästinafrage gemacht werden: - 1. Teilüng Palästinas , unter Beibehaltung einer "Wirtschaftseinheit, 2. Palästina, als unabhängiger "Bundesstaat mit Jerusalem an der Spitze. 25. September: Der Palästina-Ausschuß - der UNO* nimmt seine Arbeit auf. Zum Vorsitzenden wird der' australische Außenminister Dr. H. Evatt gewählt. ,26. September: Der britische Kolonialminister. Arthur Creech Jones gibt . bekannt, daß England einer Aufhebung des britischen Palästina-Mandats zustimmen würde. 29. September: Der Leiter der arabischen höheren Exekutive, Dr. Jamal Hussein, erklärt, der Bericht der UNO-Kommission könne . nicht als Grundlage für die Erörterung der . Palästina-Frager anerkannt werden.- Die Araber würden sich jeder Teilung mit'allen Mitteln widersetzen. : 2. Oktober: Vor dem Palästina-Ausschuß erklärt Rabbiner Dr. Silver, die Juden seien ‘ jedoch mit gewissen Vorbehalten, bereit, einer Teilung Palästinas zuzustimmen. 7. Oktober : Die ’ Bildung eines unabhängigen arabischen Staates in Palastiria forderte der Delegierte Pakestans, der auch den Mehrheitsbericht der . Palästina-Untersuchungskommission als'eine „geographische Ungeheuerlichkeit“ erklärte, 8. Oktober: Polenunterstützt den Mehrheitsbericht ■ der UN-Kommisson. in drei Punkten: Teilung des Landes. Wirtschaftsunion und jüdische Einwanderung. Der tschechische Außenminister .erklärt,; eine Teilung des Landes bringe beiden Parteien zumindest eine gewisse Erfüllung ihrer natürlichen Ansprüche: 9. Oktober: Schweden, unterstützt den Plan zur Teilung Palästinas 10. Oktober: Der Rat der arabischen Liga for- ' dert Aegypten, Transjordanien, Syrien und den Libanon auf, an. ihren Palästina-Gren-? zen militärische Maßnahmen zu treffen. 11. Oktober: Der. amerikanische Delegierte Herschel Johnson gibt die seit längerer Zeit erwartete Erklärung über die Pälästinapolitik der USA^ ab, in der die Vereinigten Staaten . die Teilung des Landes befürworten. 13. Oktober: Der sowjetische Vertreter erklärt, daß seine Regierung, für eine'Teilung Palästinas eintritt und. zwar müßten zwei voneinander , unabhängige . selbständige Staaten geschaffen werden. Von maßgebender jüdischer Seite' in London wird mitgeteilt, daß zweihunderttausend jüdische Freiwillige für den Kampf um Palästina bereitstehen. - 14. Oktober: Die Delegationen Perus und Haitis unterstützen, die Teilung Palästinas. Der. syrische Delegierte greift dagegen den Tei- - lungsplan an. 15. Oktober: Syrien und der Irak bringen im Palästina-Ausschuß je eine Resolution ein, in der Großbritannien auf gef ordert wird, Palästina der Treuhanderschaft der Vereinten Nationen zu unterstellen, bis.das Land seine volle; Unabhängigkeit erhält. 17. Oktober: Aegypten urid Syrien schlagen formell vor, daß die Frage, ob die 'Voll-- - Versammlung dafür zuständig ist,- die Teilung Palästinas zu empfahlen, dem internationalen. Gerichtshof, zur Begutachtung vorgelegt werden soll. ' Der Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency for Palestine, Moshe Shertok, fordert eine Entscheidung der Vereinten Nationen in der Palästinafrage. - 19. Oktober: Der Spreche’- der, Arabischen Hohen Exekutive. Dr. Jamal Jusseini, erklärt, die palästinensischen Arabef werden' niemals unter Druck "der Abtrennung irgendeines Teiles des Heiligen Landes zustimmen. . Der Leiter des, zionistischen' Weltbundes, Dr. Chaim Weizmann, lehnt die Bildung eines jüdisch-arabischen Doppelstaates als Lösung des Palästinaproblems ab. Er ga't ' i Seiner Hoffnung Ausdruck,, daß die, traditionelle jüdisch-britisc.ie Freundschaft, wie der erwachen werde, wenn (las jüdischi Volk seine Unabhängigkeit erhalte.

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