Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 13 (8.10.1947)
- Date
- 1947-10-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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%. Jahrgang — Nr. 18 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT vm/Im Düsseldorf: Das Kulturdezemat der” Synagogengemeinde Düsseldorf hatte die Gemeindemitglieder am; 26. September im Rahmen einer Vortragsreihe über „Jüdische Geschichte vom Altertum öis zum neuzeitlichen Zionismus“, zu einem Vortrag unseres Freundes Rozyne mit dem Thema „Altjüdische Geschichte und ihre Tra-.' iition“ eingeladen. 1 £m Anschluß daran wollte der Herausgeber des „Jüdischen Gemeindeblattes“, Karl Marx, eine aktuelle Presseübersicht geben. Leider war Rozyne am Erscheinen verhindert, da er' unerwartet: nach Bocholt mußte, wo ein größerer Transport jüdischer Menschen auf die '"VVeiterbeförderung nach 3 Palästina wartete. Karl . Marx sprang liebenswürdigerweise in die Bresche, indem er seine kurz gedachte Uebersicht zu einem ausführlichen Referat erweiterte, bei dem die leider nicht sehr zahlreich erschienen Gäste wohl voll und ganz auf'ihre Rechnung gekommen sind. •. Der Referent "ging davon aus, daß nunmehr . zwei, Jahre und vier Monate seit unserer sogenannten ,.Befreiung“ vergangen sidd. Von den Hoffnungen'und Wünschen, mit denen wir diese Befreiung erwartet haben, sind nur sehr wenige in Erfüllung gegangen. Ein großer Teil des deutschen .Volkes hat aus den 12. Jahren bis zum Zusammenbruch nichts gelernt, vieles bereits* wieder vergessen oder will es einfach nicht wahr haben. Dar Ungeist, den Adolf Hitler und seine Trabanten gesät haben, macht* sich überall erneut bemerkbar. Selbst unsere Toten läßt man nicht in Ruhe. Schändungen von jüdischen Friedhöfen, besonders in der britischen Zone, mehren sich. Mit Beileidskundgebungen, und'Versprechungen ist uns nicht geholfen. An einem Beispiel, in der französischen Zone zeigte der Referent, wie es gemacht werden muß. —‘ Ist es y unter diesen Umständen verwunderlich, wenn unsere Menschen keine Lust verspüren, in diesem Land zu bleiben und ihre Sehnsucht nach Palästina geht, wo sie endlich eine1 Heimat.zu finden hoffen? * Damit -leitete der Referent zu dem Fall „Exodus 1947“ über. Karl Marx gehörte zu den wenigen Menschen,, die in "Hamburg Gelegenheit hatten, das Ausladen der Schiffe mit anzusehen und mit unseren Leuten zu sprechen. Packend, grauenhaft und zü Herzen gehend war sein Bericht über die Szenen, die sich in Hamburg abgespielt haben. Darauf -noch eiri-r mal in diesem Rahmen . einzugehen, erübi^gt sich, da die Weltpresse und das. „Jüdisches Gemeindeblütt“ bereits ausführlich' dazu Stellung genommen haben. Von einem Besuch in den Lägern konnte der Referent erfreulicherweise dep Eindruck mitnehmen, daß unsere Schwestern und Brüder trotz allem den Mut ment verloren haben und vertrauensvoll ixl die zl^>'Sft.^ehen’ deib Tag entgegen, der sie an das Ziel." ihrer Sehnsucht bringen wird. Eva Rudberg eröffnete, die Diskussion, indem sie nähere Ausführungen über ■ den im Auf- und Ausbau befindlichen Kibbuz in Bel-, sen machte.' Stolz verkündete sie, daß die Jugend es ablehnt, Almosen entgegen zu nehmen, daß die notwendigen Anschaffungen für die Einrichtung bezahltwerden und die Jugend zu diesem Zweck einen großen Teil ihrer Joint-Spenden freiwillig opfert. . Chawer Tyr.teitaub verwahrte sich dagegen, daß dieser. Kibbuz, als ein deutsch-jüdischer aufgezogen werden . Soll. Mit Recht wies er. darauf hin, daß auch in den Lägern Adolf Hitlers kein Unterschied zwischen einem Juden deutscher oder irgend einer anderen Nationalität gemacht wurde. In seinem Schlußwort berichtigte Karl Marx diese irrige Auffassung. Er wies darauf hip, daß lediglich das ganze Milieu in diesem Kibbuz etwas auf die ‘ deutschen' Verhältnisse abgestimmt werden . soll, um. der Jugend unserer Gemeinden eine Umgebung zu schaffen, wie sie aus dem Elternhaus gewöhnt sind. Chawer Karchinierow schloß die Veranstaltung mit dem Hiriweis auf das am 19j Oktober stattfindende Jugendtreffen. ' Wie schon eingangs erwähnt, lie$ der Besuch viel zu wünschen übrig. Wann werden unsere* Glaubensgenossen endlich, zu der Erkenntnis 'kommen, daß es heute mehr denn je notwendig ist, der Außenwelt'zu dokumentieren, wo jeder Einzelne von uns hingehört. Dazu -ist erforderlich, jede sich bietende Gelegenheit, zu benützen , und recht zahlreich zu erscheinen. Es genügt nicht, sich zum Abholen der Joint- Spenden oder bei. irgend einer änderen Veranstaltung, bei der leibliche Genüsse geboten werden vollzählig einzufinden. Jeder von uns muß das Bestreben haben, mitzuärbeiten, auch dann, wenn diese Arbeit persönlich nichts abwirft, vielleicht sogar ein wenig Mühe ... und Unbequemlichkeit verursacht Alfred Sieradz Aachen: Auch iri diesöiri Jahr fand an den hohen Fei-, ertagen der Gottesdienst in' den Räumen des Vorsitzenden, Alfred Loewendahl, Wilhelmstr. 10, statt. Als Vorbeter hatte sich Arthur Wolff zur Verfügung gestellt. Er beherrscht vollkommen die jüdischen Riten und hat wesentlich dazu . beigetragen, den Gottesdienst würdig zü gestalten. Zuerst wurde der sechs Millionen ermordeter Juden und alle seit der Befreiung Dahingescihiedenen gedacht. In diesen schmerzlichen Augenblicken sah man manches ,Auge feucht \yerden. Der Vorsitzende, Alfred Loewendahl, richtete, zum Schluß eine kurze Ansprache an die Gemeindemitglieder, wobei er auch Arthur Wolff für seine Mithilfe beim Gottesdienst flankte. Er wies fer-r ner aüf die Bedeutung und den innerlichen:.: Zusammenhang vöh Rosch-haschönoh bis. Jon\ Kippur, de,r Krönung der zehn Bußtage hin. Herrn Ärtek Hipler und Pfau Dorka ’ in Bergen*Belsen zur Gebürt ihres Sohnes die fierzlidisten 'iz/lücfiioünscfie Leiser und Israel Eisenberg ■ . ■ Düsseldorf.^enrath Der erste Vorsitzende unserer Gemeinde Herr Max Hirschfeld ' ” feierte am 26. Sept. seinen 70, Geburtstag. Nach langem Aufenthalt im K.Z.TheresienStadt kehrte Herr Hirschield ungebrochen nach Bielefeld zurück und übernahm wieder die Leitung der Gemeinde. Trotz aller Schwierig* keifen wirkt Herr Hirschfeid mit größter Tat* kraft für das Wohl unseres Gemeinwesens und ' wir hoffen und wünschen, daß unser ver* ehrtet Jubilar hoch recht lange und in - bester Gesundheit sein nicht leichtes Amt ausüben möge. . a, ’ » . Jüdische Kullusgemeinde Bielefeld Unsere Gemeindemitglieder: Frau Rosalie Samuel und Frau Henny Etmeler begingen am 20bgzw. 21. September in geis* tiger Frische ihren. 79. Geburtstag. Beide Frauen haben schwere Jahre im K,£. There* sienstadt durchlebt. Wir gratulieren beiden Gfemeindetnitglieder auf das' herzlichste und wünschen Ihnen alles Gute für ihren Lebens* abend. ~ . Jüdische Religionsgemeinde Bochutn Ein glückliches - L'sehonoft iauwoh570ö wünscht nachträglich allen Gemeinden, Ko* mhtees, jüdischen in* und ausländischen In* stitutionen, sowie allen Freunden und Bekann*», fen in Nah und Fern. Die Israelitische Synagogengemeinde zu Osnabrück fcur auf unser Postscheckkonto Essen 68080 Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone ' Wir danken ' für die uns anläßlich der Geburt unserer Tochter Ester Hinde erwiesenen Aufmerksam* keiten, besonders der Jüdischen Gemeinde Köln, dem Fraueriverein und dem. Sportklub „Maccabi“, sowie allen übrigen Freunden und Bekannten. Helmar Metzen und Frau Bertha geb. Riegelhaupt' Köln*Ehrenfeld, Baadenbergerstr. 39 Für die Leitung meines Möbel* und Textile geschäfts suche ich sofort eine erfahrene mit Aussicht auf Teilhaberschaft ohne Ver* mögen. Nähere Angaben unter G. 107 an das Jüdische Gemein deblatt, Düsseldorf*Benrath. routinierte!: Solist und Konzertbegleiter von bekannten jüd. Künstlern gesucht. Zuschriften erbeten an: Walter* Spiro, Opernsänger,' (23) Bremen, Clausthalerstraße 28. Telefon 40821 Eilt! Welche Modistin, Nähe Wuppertal, ist mir zur Vorbereitung der Meisterprüfung: behilflich? *Ang. unt. Nr. M. 108 an dasJüd.Gemeindebiatt DüsseldorLBenraih, Friedhofstr. 23*25 erbeten. Nährmifiel^aljrlk Nach Behebufig?. der Kriegssehäden wieder lieferfähig/ erbittet. Angebote von Rohstofflieferanten jeglicher lieferbarer Artikel. Angebote u.. Nr. 3491 an KUF-Annon, Exp. in Hannover, Alte Celler-HeerstraJ3e 35 A HEIRATS-ANZEIGEN Industrie-Kaufmann in'sehr guter Position, wegen KZ. bisher unverheiratet, gute flotte Erscheinung, 38 Jahre alt, .1.73 m groß, Jude' aus Deutschland, sucht vor seiner Auswanderung .nach USA. Bekanntschaft zwecks Ehe mit hübschem schlanken Mädel,' aus guter Familie. Guter Charakter Bedingung, Diskre- , tion zugesichert. Ausführliche Anschriften mit Bild unter Nr. H. 110 an die Geschäftsstelle des Jüdischen Gemeindeblatfes, Düsseldorf-, Benrath, Friedhofstraße 23-25 qrbeten. FÜR DIE BRITISCHE ZONE Lemgo: T Der Vorsitzende der jüdischen, Kultus Vereinigung für Lippe, Adolf Sternheim, Lemgo, feierte am 14. September seinen 76. Geburtstag. Aus diesem 'Anlaß wurden ihm aus allen Kreisen* Ehrungen zuteil. Sternheim ist seit 1911 ununterbrochen Gemeinde Vorsitzender. - Da seit der Vernichtung der Synagoge in Lemgo noch kein geeigneter Raum wieder zur Verfügung gestellt werden: konnte, hat der Gemeinde Vorsitzende Sternheim in seinem Hause eines größeren Raum bereitgestellt. Die Stadt hatte die notwendigen Einrichtungsgegen'slände geliefert. Während Roschhaschqnoh nur die Mitglieder des Kreises Lemgo teilnahmen, beteiligten sich zu Jom Kippur auch die des Kreises- Detmold. Adolf Sternheim »begrüßte die Anwesenden herzlichst und wies auf die Bedeutung der Feier hin. Den Gottesdienst hielt,, unterstützt von Rubin, Lemgo, Blaustein aus Detmold ab. Die Feier, verlief sehr würdig, was dankbar anerkannt wurde. Bis zur Fertigstellung des Detr molder Betsaales sollen die Gottesdienste weiter im Hause von Adolf Sternheim abgehalten werden. . Bergen-Belscn: N Das Zentral-Rabbinat der britischen Zone hätte beschlosseii, zu den Rosch-haschonoh- Feiertägpn ' Chef-Rabbiner Dr. Helfgott und Rabbiner Meisei in die Läger Am Stau und Pöppendorf zu schicken. Der Gottesdienst wurde dort im Freien unter der Leitung von den Rabbinern ab gehalten., ' Zu den Ros ch-häschonoh-Feiertagen waren fast*alle Juden Bergen-Belsens in den Bethäuserh versammelt Ebenso war zu Jom Kippur fast kein Mensch in den Straßen zu. sehen. Alles stand im Zeichen des Feiertages, tiefem. und aufrichtigem Mitgefühl mit den MaapilimV In allen Gemeinden der britischen Zone würden Gottesdienste abgehalten. Das Zentral-Rabbinat hatte in viele Gemeinden Vorbeter geschickt; v' ■ ' Hannover: Anläßlich einer Gedenkfeier für die Opfer des Faschismus, welche am 14. September auf dem christlichen Friedhof in Seelhorst stattgefünden hat, verlas [Norbert Prager folgende Rede des Chefräbbiners der britischen Zone, Dr. H. Helfgott, der wegen Erew Rösch Haschohoh am Erscheinen verhindert war. ■ ■>' „Brüder, Schwestern, Freunde, Verfolgte des , Faschismus! Wir stehen heute wiederum -versammelt, — die Vergangenheit drängt sich uns auf^Bilder des Drahtes, des Lagers und der Krematorien wecken, unser Bewußtsein, — mahnen und fragen uns: „Habt Ihr, Ihr duroh Wunder überlebende Freunde, nach zweieinhalb Jahren, alles getan, um neue Krematorien zu verhindern? Ist Euer Gewissen reih? Habt Ihr alles versucht, um in die Finsternis unserer Zeit ein wenig Licht zü bringen? —»Merkt- Ihr nicht, daß der Faschismus weiterlebt!?“ Jüdische Friedhöfe geschändet, ungerecht Gern i'irqiiTMnTiiiii»i«i>*'.''r'tii«s»BBMMjhMeMaw»w«Ma«a»Mn«np— •Israelit, 39 Jahre alt, jünger aüssehend, Kaufmann, l,60„m groß,' der Elterif und Geschwister im KZ.-Lager verloren hat, wünscht Dämenbekanntschaft zwecks Heirat. Offerten ü. H 111 an die Expedition des Gemeindeblattes. Alleinstehende berufstätige Halbjüdin, 40 M. (bedeutend jünger ’aussehend), Blondine, mittelgroß, Mutter in 'Theresienstadt verstorben, sucht auf diesem Wege passenden Lebensgefährten. Interessenten mit näheren Angaben an das Jüdische Gemeindeblatt Düsseldorf- Benrath unter No. H 109 erbeten. Wer kann über *den Tod des im KZ., Lager Auschwitz, Äbtlg. Ii, am 29. 6. 43-".verstürbe-' nen Hendrik Prins Hannover, Stolzestraße 24 A. Auskunft geben? Erika Prins, Hannover, Stresemannstr. 23, III Wer kann mi/etwas über der aus einem Konzentrationslager befreit wur Je mitteilen? Alle. Unkosten werden gerne vergütet. Nachricht erbittet: M: Ujazd, c/o Horovicz Tel Aviv, 59, Hajarkonstr., Palestine oder , David Zelkowicz, Bergen* Befsen, 33/21 Frau Anka Kuczer, geb. Rapp, sucht ihrqri Bruder ' Jakob Kapp geb. 1920 in Warschau, der 1946 mit .einen! Kibuc von Tarnow i. Polen nach Palästina ausgewanflert ist. ■ Nähere Angaben hierüber erbittet; Frau ‘Anca Kuczer, geb. Kapp, Wuppertal-Elberfeld, Wirkerstraße 15.. „ ’■ Sebald Wadismahn aus Breslau, kam a?h 1. Sept. 1942 nach Theresienstadt, von dort im Sommer 19‘44 nach Auschwitz. Wer. weiß etwas, über ihn? Nähere Angaben erbittet. Erwin Kokemüller,. Hamburg-Wandsbeck, Raftläu 150. 8. Oktober 1947 — Seite 7} i walt geübt? — Wo seid Ihr alle, Ihr Geistlichen’;' Seid Ihr verstummt, oder ist die Antwort immer noch: „Wir dürfen es nicht' wagen,, wir erhalten Drohbriefe.“? O, Hawe , Haschern Sineu Rah.“ „O, Ihr, die Ihr den Allmächtigen liebt, haßt das rSchlechte!“ das ist, was die Heilige Schrift Euch zuruft. — „O, *— Hawe Häschern —“ „O, Ihr, die* Ihr den Allmächtigen liebt kämpft gegen die Unwahrheit, gegen die Ungerechtigkeit. Schließt Euch. zusammen in festen Reihen, ungeachtet zu welcher Religion, »Farbe oder Nationalität: Ihr gehört! Verfaßt zusammen ein neues Gebet, und dieses Gebet soll lauten: „Gegen! Haß und für menschliche. Liebe, für das Licht, gegen Finsternis, gegen den Tod, für das Leben!“ ' In diesem Sinne läßt uns heute unserer Opfer des Faschismüs, unserer sechs Millionen , Juden und allen anderen, die ein Opfer des Faschismus wurden, gedenken. Jüdische Brüder, lasset uns vorbereiten für ein gesundes und normales Leben auf dem Boden unserer Väter, Erez Israel (Palästina), um mit allen gleichen Nationen gleich zu sein, um mit allen progressiven Völkern, ihit denen, die Gott lieben, mitzuarbeitenj mitzubauen im Sinne des großen Propheten Jesaia, dessen Worte, die an alle die,, die mit vorgeschrittenem menschlichen Geist durchdrungen sind, gerichtet sind: - . „Und es werden durch Euch die Ruinen der Welt auf gebaut, die Trümmer vergangener Geschlechter werdet Ihr aufrichten, so daß man' Euch nennt: „Befestiger der Trümmer, Wiederhersteller der Pfade, die zur Ruhe rühren.“ ' ■ Amen!“ Anschließend fand auf dem Jüdischen Friedhof in Bothfeld eine kurze Gedächtnisfeier statt, auf. welcher ■ Rabbiner 'Lubinski und Norbert Prager Gebete gesprochen haben.“ FRANZÖSISCHE ZONE Konstanz-, Unsere heiligen und frohen Feiertage sind vorüber, die in alter Tradition' gefeiert wurden. Eingeleitet wurden sie; durch eine Rundfunksendung des „Südwest-Deutschen Rundfunks“ in Baden-Bäden am 14. September flurch einen Ghorgesang aus der jüdischen Lithurgie. Die einleitenden Worte, .die den »Sinn* des Neujahr-Festes klarlegten, sprach unseb Gemeindemitglied Dr. Baruch, Baden- Badeh, der auch die Sendung leitete. Alsdann sprach Nathan Rosenberger, Oberrat der Israeliten Südbadens, indem er seiner Landesgemeinde und allen Glaubensgenossen in der Welt die besten Wünsche übermittelte. Ferner , sprach der Sekretär des Gommite Israelite Centrale Konstanz, Gerstenfeld, über die; Lage der Judenim allgemeinen und der; DP.'s im besonderen. Die Sendung wurde ..dann pnit einem Ghorgesang geschlossen. Im sweiteren ' wurden die Festtage durch GottesdL§qsjte,; diä Kantor Rudolf Demant leitete, feierlich begangen. ' ’ - Wer kann Auskunft geben über: Dessau Max, geb. 19. 3. ltfOÖ in Kairo; In Berlin verhaftet, zuerst nach Theresienstadt » deportiert und im Februar 1944 nach Buchenwald überführt. . Dessau Leopold, geb. 1930 in Bukarest Dessau Albert, geb. 1935 in Bukarest Dessau Reinhold, geb. 1938 in Bukarest. Letzter Aufenthalt der drei Kinder war Theresienstadt, Bahnhofetraße 3, Nähere Angaben erbeten ah Jüd, Gern., Salomen Lifsches, ^Mülheim-Ruhr, Kampstraße 7 Wer kann Auskunft geben über: 1. Wolf Briefer, geb. 1877. in Krakau, letzter Wohnort iqpi Jahre 1939"' dortselbst. . 2. Martha Briefer, geb. Schmuhl, in Schlochau, letzter Wohnort 1939 in Krakau. 3. Eva Briefer, geb. in Berlin, letzter. Wohnort im Jahre 1939 in Krakau. .* Antwort erbeten an: Helene Briefer, Völklingen-Saar, Beethövenstraße 29. KAI/EMDAM. IUMI 1947 V - 5708 j Okt. 9. Donnerstag Tischri25. | ,, i'o. : Freitag ” 26”1 „ 11. e_L.u- . BereschisRauschchaudesch babbat Benschen . , ” 11' 1 ■ U Sonntag 28. | „ 13. Montag 1 - „ 29.1 » H. Dienstag -l.Tag Rauschchaudesch ” 30/1 , .» 13- Mittwocb2.Tag .. Chesch 1. „ 16. . Donnerstag :»• 2-! „''17. Freitag » ' 3j » 18. Sabbät Nauach x ” 4 8 „ .19. Sonntag. - „ 5-1 ' „ 20. Montag ~:'rl „ 21. Dienstag „ 22. mm Mittwoch •’ : Lizenzträger und Hauptschriftleiter: Karl Marx, Düsseldorf, Golzheimer Straße HO, Telefon 23003 / .Verantwortlich für den Anzeigenteil: Benno Wallach; Düsseldorf, Lindemannstraße 104, Telefon 63132 / Veröffentlicht mit Genehmigung der Nachrichten, kontrolle der Militär»Regierung, / (Lizenz Nr. 50) — DrucK: 'Buchdrucherei Tischler £. Schaffer, Düsseldorf»Benrath, A H. 32.