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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-07-09 · 6/7 (9.7.1947) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
2 (1947/48)
Issue
6/7 (9.7.1947)
Date
1947-07-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V ■ff EINZELPREIS 40 PFENNIG Unsere Sonder-Ausqabe anläßlich des Kongresses erscheint am 20. Juli 1947. Sie hat Ihnen und Ihren Freunden im Ausland "viel zu sagen. JÜDISCHE; POLITIK*/ KULTUR W AUS DEM JÜDISCHEN LEBEN FRAGEN DER WIEDERGUTMACHUNG NEUES AUS DER JÜDISCHEN WELT STIMMEN DER LESER WAS DIE PRESSE SAGT GESCHÄFTSSTELLE DES JÜDISCHEN GEMEINDEBLATTES, REDAKTION UND EXPEDITION: DÜSSELDORF*BENRATH, FRIEDHOFSTRASSE 23—25. FERNSPRECHER Nr. 711151 A N 2 E! geh PR E IS Et FamilienarweiRen: Die einspaltige Petitzeile 3;50 RM Reklame: Die einspaltige Petitzeile 8.06 RM Suchanzeigen: Die einspaltige Petitzeile 2.00 RM Ueberweisungen *uf Postscheckkonto Essen 68040 Abonnement (per Kreuzband):' Deutschland: 1/i Jahr 3.30RM, 1/2 Jahr 6.50 RM, I Jahr J2.80 RM;Auslahd; (Alle Länder) % Jahr 4.40 RM, 1/2 lahr 8.60 RM, 1 Jahr 17.00’ RM <1 Erscheint 14tägig mittwochs. Sonderbeilage in Wiedefguimachüngsfragen nach Erforderlichkeit. NUMMER 6/7 9. JULI 1947 2. JAHRGANG jgnwwägm^i’wiiyiaw KARL MARX: Wir stehen vor dem 2. Kongreß der befreiten Juden in der Britischen Zone. Am 20. Juli d. J. werden in Bergen-Belsen und Bad Harzburg die Delegierten aller Jüdiv sehen Gemeinden und Komitees der Britischen Zone und viele in- und ausländische Gäste -zusammentreten zu einem Kongreß. * Es werden vielte Kongresse abgehalten in dieser. Welt, man hört von vielen Konferenzen, aber, so scheint’ es Uns, dieser Kongreß wird eine besondere Bedeutung habenf Er wird sie deshalb haben, weil, die jüdischen Menschen, die sich, da treffen werden,, um drei Tage über jüdische Fragen und jüdisches Schicksal zu sprechen, eine große Aufgabe haben: -eie haben eine Bilanz zu ziehen. Sie haben festzustellen, wie der . Stand der jüdischen. Sache in der Welt heute ist., Sie haben die Aktiven den Passiven gegenüberzustellen und sie müssen eindeutig und klar zu dem'Ergebnis kommen, was an Aktiven vorhanden ist, und wie groß die Passiven sind, sie haben , sich ein klares Bild darüber zu verschaffen, ob und was die Welt in diesem Jahrhundert des Schreckens geiernt hat: Und sie haben Lehren daraus zu ziehen und sie müssen zu Entschlüssen kommen, um die zweifellos schlechte Bilanz zu verbessern. , Wie wird'diese Bilanz aussehen? Sie wird ai fzeigen, daß das jüdische Volk, nachdem es sechs Millionen seiner’Brüder und Schwestern verloren hat, in seiner großen Mehrheit -entwurzelter denn je ist. Es werden den . Kongreßteilnehmern wohl Zahlen vorgelegt werden, die für sich sprechen, die Zahlen der £(^ r,<: r- Millionen heim- und heimatlosen, die Zahlen ' y\ aller derjenigen, die.heute, noch in Europa sitzen und keinen Schimmer von Hoffnung haben, die Menschen, die für ihre Zukunft und für dite Z-ukunft ihrer Kinder bangen. . Diese Bilanz wird aber auch auf zeigen, daß das Volk; das einst der Welt di GruaR igen der Gerechtigkeit gab, das Volk, dessen Kultur stets führend war und das allen Ländern der Welt auf allen Gebieten^ hervorragende Mrin- . ner gegeben hat, heute — im 20. Jahrhundert — in eine Stimmung getrieben wurde, die als nichts anderes als verzweifelt bezeichnet werden kann. Diese Bilanz wird aber auch- Aktivposten aufzuweisen haben, und unter diesen Aktivposten wird einer besonders hervortreten, und las ist der: ' ' - " * Es hat sich wieder einmal erwiesen, daß, die Losung „Judae capta“ nichts anderes als, eine , Phrase ist, es hat sich wieder einmal gezeigt, daß unser Volk,- auch das Schlimmste, das * Fürchterlichste überlebte und' sich nach diesem Erleben wieder sammelt und mit erneutem Eifer sich an die Arbeit begibt. v Ein weiterer Aktivposten wird der sein: * . Die Judenheit Europas, di > Ueberlebendten unserer Menschen sind durch das Erleben der verflossenen dreizehn Janre zu der- Ueberzeu- ' gung getrieberi worden, daß nun ein- Zusammenschweißen aller jüdischen Menschen der Welt zu einem freien Volk in einem . eigenen ( 'Land eine Wiederholung dessen, was geschehen ist, unmöglich machen kann und wird. Und diese Aktivposten der Bilanz werden den Teilnehmern des Kongresses, den führenden Männern unserer Jüdischen Gemeinden' vnd’ Komitees .und den' Vertretern der: ausländischen jüdischen Organisationen den Mut und die. Kraft geben, zu Entschlüssen zu kommen, ' die den Weg zur Erreichung dieser Ziele aifzeichnen. Man kann »bei dieser Bilanz bei der Erwähnung der Passivposten ohne Zweifel auch auf dfe Frage eingehen, was außet den Verbrechen, die an unserem Volk begangen worden sind, noch Veranlassung war, um diese politische Einheit in den letzten Monaten noch zu verstärken. Man wird dabei, auf .das Verhalten des deutschen Volkes zu sprechen kommen.' Wir sind der Ansicht, daß es sidh, nicht lohnt, in diesen drei zweifellos wertvollen Tagen noch viel über diese Frage zu sprechen. Man sollte sich mit der einfachen Feststellung begnügen, doß sich innerhalb des deutschen Volkes seit dem Jahre 1945. ■ so'gut wie nichts geändert hat, man sollte nichts ■ anderes tun, als -Kenntnis davon nehmen, daß in keiner größeren deutschen Gruppe , weder die Absicht noch eer Wille besteht, uns und der Weltöffentlichkeit : \ gegenüber zu beweisen, daß die iittn^er wieder zu hörenden Phrasen: „Wir ' wußten das nicht“, oder „Wirwollten das nicht“, öder „Wir konnten uns nicht dagegen wehren“, eben nichts arideres als Phrasen sind. Und dann sollte man zur Tagesordnung übergehen mit dein Beschluß daß es unsere Auf- 2wei bemerkenswerte Jüdische/ TTagungen i. FRANKFURT o.M. Die Organisation der jüdischen Gemeinden" war bisher , mehr oder minder auf die Bereiche der verschiedenen Besatzungszonen beschränkt. Wenn sich Anfang Juni, d.; h. mehr als zwei Jahre hach der Beseitigung des Naziregimes, Vertreter jüdischer Gemeinden aus allen Teilen Deutschlands, nahezu 100 an der Zahl, in Frankfurt a. M./ zusammenfanden, so . ist diesem Ereignis besondere Bedeutung beizumessen. Je mehr die jüdische Gemein-, schaft in Deutschland zusammenschrumpft, umso wichtiger ist es, den Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu vertiefen, mag es sich tjabei um die praktischen Fragen des Tages oder um Angelegenheiten' von grundsätzlicher, politischer' Natur handeln. In diesem Zeichen standen die Verhandlungen am 7. und 8. Juni, die zur Gründling der „Arbeitsgemeinschaft "jüdischer Gemeinden in Deutschland“ führten, eines losen Zusammenschlusses der Gemeinden und ihrer Verbände1 (wobei die „Interessenvertretung der jüdischen Gemeinden und Kultus Vereinigungen der-amerikanischen,. englischen und französischen Zonen Deutschlands“ aus bestimmten prak-' tischen Erwägungen vorerst bestehen bleibt). Die. Geschäfte der neuen „Arbeitsgemeinschaft“'werden von Frankfurt a. M. aus geführt , werden. -Das. Direktorium wird aus ie einem" Verbindungsmann 'aus den vier Zonen und Berlin bestehen: N. Wollheim-Lübeck für die britische Zone; 'Julius^ Meyer-Berlin. füf die .russische Zone;. . Dr. Auerbach-München für die amerikanische Zone;. Dr. Fabian für Berlin; Nathan Rosenberger-Freiburg i. B. für die französische Zone; der Beirat aus je drei Vertretern (b’rit. Zone: Dr. Loeffler-Hamburg, Katz-Bfemen, Birnbaum-Köln; russische Zone: noch von Dr. Grunsield-Leipzjf zu «enormen; amerikanische-, Zone: Dr.. Nürnberger-Nürnberg,,. Dr.. Ostertag-Stuttgart. Rechtsanwalt Max L. Cahn-Frankfurt a. M.; Berlin: Dr. Münzer, C. Büsch, F.. Kalten; französische Zone: noch zu benennen). . yDie ausländischen Hilfsorganisationen / sollen zu "den Beiratssitzungen eingeladen •> werden, . Plenarsitzungen sollen alle drei'Monate stattfinden. Originalberichte für das »Gemeindeblattyc Die Konferenz, auf der die Wiedergutmachungsfräge zwar behandelt wurde, ohne im Vordergrund. zu Stehern war weitgehend getragen und beeinflußt von ^zwei bemerkenswerten, auf hoher Stufe stehenden Referaten von Dr. Philipp Auerbach und Norbert Wonheim, die sich im wesentlichen mit der Stellung der Juden in Deutschland und ihrer Lage irt der Weit befaßten. Auerbach wies vor allem auf zunehmende antisemitische Erscheinungen in Deutschland hin, auf die schwierige Wirtschaftliche und soziale Lage -der Juden und ihre Position zur und in der WN. Wollheim spürte den Ursachen des Antisemitismus unsrer Tage nach, betonte die Auswandeirungswünsche der Mehrheit . der Jude» ' in Deutschland, ohne dabei die Notwendigkeit der Hilfe und Fürsorge für die Hierbleibendeii zu. übersehen, skizzierte die allgemeine jüdische Situation in Deutschland und in der Welt und erhob die Forderung nach einer gesamtjüdischen Politik; dabei legte’er insbesondere Wert auf möglichst gemeinsame Aktion von Juden in Gemeinden und jüdischen D, Ps, in Lägern. . . Vertretern aus allen Zonen , wurde reichlich Gelegenheit gegeben, über die. sozialen Nöte urid die Schritte -und. Wünsche zu . deren Behebung oder wenigsten» Linderung zü( berichten.. Ein Vorschlag von C. Katz-Bremen, Leo , Löwenkopf-Dresden, und Dr) E. G. Lowenthal (Jewish Relief Unit), eine ..,Zentralstelle für jüdische Wohlfahrt“ . bei der „Arbeitsgemeinschaft“ zu errichten mit; dem Ziel, Erfahrungen ünd Gedanken auf dem Gebiet jüdischer Sozialpolitik-, und ‘ Wohlfahrtspflege., auszutauscheri und die jüdischen Gemeinden laufend mit einschlägigem" Material zu versehen, wurde von der Versammlung angenommen. Berichte über den Stand der Wiedergutmächungsfrage,' die yerständlicherweise. vielen auf den Nägeln brennt, wurden gegeben von Dr. Ostertag-Stuttgart. für die amerikanische und französische Zone, von Dr. H. G. van Dam {Jewish Relief Unit) für die britische, Von Dr, H. E. Fabian .für Berlin und von Dr. Grunsfeld-Leipzig für die russische Zone. Einen, breiten Raum de, in einer überaus freundschaftlichen Atmosphäre geführten; Erörterungen nahmen aktuelle religiöse Fragen ein, an denen sich neben den Rabbinern Dr. Thon (Süddeutschland) -und Rev. Asher-Melbourne . (der sieh' vorübergehend in, Deutschland aufhält), eine Reihe interessierter Laien beteiligten. Dabei stand das Problem der Mitgliedschaft, in den Gemeinden im Vordergrund. Die folgenden Grundsätze 1—5 wurden als rabbinische Entscheidungen den Gemeinden empfehlend weitergegeben, während die Punkte 6 und 7: einem" aus Vertretern' aller Zonen zusammengesetzten rabbini sehen Kollegium zu weiterer Beratung vorgelegt werden .und den Gemeinden als Material ohne Verbindlichkeit zugehen sollen: 1. Juden, die aus einer Gemeinde, aber nicht aus dem Judentum ausgetreten sind, können ohne. Mitwir- ,Es gibt keinen Antisemitismus mehr in Deutschland' Memmingen. In der Nacht vom 6. zum 7. Juni wurde in Fellheim, 10 km von Memmingen entfernt, der jüdische Friedhof beschädigt; es" wurden dabei 76 Grabsteine umgeworfen. Im Union-Filmtheater-Kino in Memmingen wurde am, 13. und 19. Juni die Vorführung durch Zwischenrufe gestört, als man in der Wochenschau („Welt im Film“) die Einweihung der neuen jüdischen Synagoge in München bzw. die Ansprache des Generals Clay, des Militärgöuverneurs der US-Zone . in Deutschland, zeigte. - Die deutsche' Stadtpolizei macht in ^dieser Sache weitere Untersuchungen. Lin einem Kino in Ansbach wurde die Wochenschau vorgeführt, die .General Clay bei der Einweihung der Synagoge in München ' zeigt. Bei der Enthüllung der Gedenktafel für die 6 Millionen: Opfer, die das Judentum brachte, sagte der Sohn des Fuhrunternehmers ,Stammipger, eih Hitlerjunge von 18 Jahren:;,Dasl Wären noch viel zu wenig Juden, die ums Le-' ben gebracht worden sind.“ Er wurde festgenommen, der Polizei übergeben, und am 16. Juni vom Militärgericht in Ansbach zu 30. Tagen Gefängnis verurteilt;/ Hannover ■ y "'■S WiS wir soeben erfahren, wurde vor kurzer Zeit der Jüdische Friedhof in Lauenau-Deister, welcher vor etwa einem Jahr wieder hergerichtet wurde, erneut geschändet Es wurden mehrere Grabsteine umgeworfen. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden. Köln Nachdem erst vor einigen Wochen unser Friedhof ' in- Köln-Deutz - geschändet worden ist, wurden jetzt wiederum auf unserem . Friedhof in Köln-Deckstein 15 noch erhaltene Grabsteine mutwillig zerstört. gäbe ist, uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen weiteres Unrecht tu wahren/ solange wir noch gezwungen sind, in diesem Land zu leben, den Kampf für eine gerechte Wiedergutmachung der uns materiell zügefügten Schäden mit aller Stärke 'w" «zuführen und im übrigen un^ desinteressiert zu zeigen, an all dem — was deutsch ist, — — Der Kongreß hat seine Hauptaufgaoe darin zu erblicken, nichts unversucht zu lassen, um den äus dem Ausland kommenden Vertretern der großen jüdischen Institutionen und den Vertretern jder alliierten Regierungen noch einmal mit allem Nachdruck die dringende Notwendigkeit der Auswanderung der sich jetzt -noch auf deutschem Boden befindlichen Juden vor Augen zu führten. Er wird sich weiter mif organisatorischen Fragen zu beschäftigen haben. Es werden eine Reihe von.Referaten gehalten werden, die, das glauben wir beute schon sagen zji können, auf( einem hohen Niveau stehen werden. - , ' Die Bilanz/die gezogen werden muß, wird— das sagten wir schon einmal — keine gute sein, soweit es Sich um Fragen ^handelt, die der Vergangenheit yangehöreri. Wir sind aber sicher, daß der Geist,, von dem dieser Kongreß getragen sein wird — zusammen mit dem zu bekundenden Willen — jedem, der diesem Kongreß beiwohnen wird, neue Kraft, neuen Ansporn zur* Mithilfe an der Verbesserung dieser Bilanz geben wird. Es gab schon einmal , nine Tagung in Harz-, burg. Das« Gebilde, das aus ihr entstand — nannte man die „Harzburger Front“! Das Ergebnis dieser Tagung sind u. a. 6 ('00 000 totq Juden — halb Europa .— . aber . auch Deutschland in Trümmern. Diese Einheit, die damals - geschaffen wurde, war die Einheit vernichtungswilliger Parteien. . Unsere Harzbürger Tagung will nicht vernichten; sie .will und wird nur aufbauen. Und weil sie das will, deshalb werden ihre Erfolge positiv sein — für'jetzt und für unsere Zukunft. , , ' ’ r § des Zentralkomitees der betreifen Juden _ U in der britischen Zone tindet v. 20.-22. Juli | 1 in Bergen-Belsen und'Bad Harzßurg statt i kung eines Rabbiners wiederauf genommen werden; 2. Juden, die aus dem Judentum ausgetreten sind,' ohne einen anderen Glauben angenommen zu haben, können nur durch einen Rabbiner oder durch ein besonderes Beth Din wiederaufgenommen werden. Dieses Beth Din muß von einem Rabbiner bestellt werden; schriftliche Bestellung. ist zulässig; 3', Juden, die aus dem Judentum ausgetreten sind und einen anderen Glauben arigenommen haben, können nur durch ein besonderes Beth Din unter Vorsitz eines Rabbiners wiederaufgeriommen werden; 4." Aufnahmen vo» Personen in'das Judentum, die, jemals Juden gewesten sind,- sind nur durch ein Rabbinerkoliegium zulässig; 5. Kinder .jüdischer Mütter Sind Juden, soweit die Kinder keinen anderen Glauben angenommen haben; / 6. Juden, die mit nicht jüdischen Frauen verheiratet sind . und deren Kinder nicht. dem jüdischen Glauben angehören;, können unter keinen Umständen Mitglieder des Vorstandes, oder der -Repräsentanz einer Gemeinde sein; 7. Alle Spezialfälle können nur durch , . einen Rabbiner entschieden werden. . ■ ’ - An der Tagung nahmen u. a. die Staatskommissare Dr. Auerbach (Bayern) und Dr. Epstein (Groß-Hessen) sowie Vertreter der Je- "wish Relief Unit, des Joint, der Jewish. Agency und der American Jewish Conference teil. Die Frankfurter jüdische Gemeinde, die es sich zur besonderen Aufgabe gemacht hatte, die zahlreichen Teilnehmer und Gäste aufs beste aufzunehmen, fand allgemeinen Dank und Anerkennung für1 diesen Ausdruck freundschaftlicher Gesinnung. Alle, die jene beiden Tage in der Stadt Goethes verbrachten, tühlten, daß die Konferenz nicht allein,, yoni. Praktischen her gesehen, gut war, sondernweit mehr: daß sie einen Beweis für die Kraft und den Geist dar stellte, mit dem die Juden in Deutschland, die Hitler überlebt haben, an verantwortliche Arbeit herangeEen, im Imeresse. der Schaffung einer besseren Zukunft für ihre schwergeprüfte Gemeinschaft. . —th— II. LONDON Auch die englische. Hauptstadt war in allerjüngster Vergangenheit erstmaliger Treffpunkt einer nach Kriegsende ins Leben gerufenen jüdischen Organisation: die . Spitzenkörperschäft der von . jüdischen Flüchtlingen ^us Deutschland in den " verschiedenen Ländern der Welt geschaffenen Selbst* und Interessenvertretungen, der „Council for the Protection of the Rights and Interests of Jews from Germany“ (Organisation für" den Schutz der Rechte und Interessen von Juden aus Deutschland), hatte Vertreter seiner Mitgliedsorganisationen nach London berufen. . 1 - Die Tagung fand unter dem Vorsitz des vor zwei Jahren aus Theresienstadt nach London geretteten Rabbiners Dr. vLeo Baeck, des letzten Präsidenten der „Reichsvereinigung der J.uden in Deutschland“, statt. Daß bei dieser ersten Zusammenkunft zu bewältigende Arw a .. .hj 'J{ 9

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