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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-25 · 26 (25.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
26 (25.6.1936)
Date
1936-06-25
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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KALENDER Juli 1936 | Tammus 5696 4. Sonnabend 14. Wochenabschnitt: Balak 4. B.M. 22,2-25,9 Haftara: Micha 5,6—6,8 Pirke Awoth VI 7. Dienstag 17. Schiw’ah assar Detammus (Fasttag) 8. Mittwoch 18. Tekufath tammus 11. Sonnabend 21. Wochenabschnitt: Pinchas 4. B. M. 25,10-30,1 Haftara: Jer. 1,i—2,3 Pirke Awoth I 18. Sonnabend 28. Wochenabschnitt: Mattoth, Mass’ej 4. B. M. 30,2-36,13 Haftara: Jer. 2,4—28 Neumondweihe. Pirke Awoth II 19. Sonntag 29. Jom Kippur Katan Ab 5696 20. Montag 1. Rosch Chodesch 25. Sonnabend 6, Wochenabschnitt :Dewarim 5. B. M. 1,1-3,22 Haftara: Jer. 1,1—27 Pirke Awoth III 28. Dienstag 9. Tischah Deaw (Fasttag) Rechtsstellung der Preussischen Synagogen-Gemeinden In einer Klagesache gegen eine preußische jüdische Großgemeinde hatten pensionierte Beamte geltend gemacht, daß die von den Gemeindekörperschasten beschlossene Gehaltskürzung neben anderen Gründen auch deswegen ungültig sei, weil die Gemeinde nicht das Recht habe, die mit den Beamten geschlossenen Verträge einseitig abzuändern. Die Abänderung hätte vielmehr mit Zustimmung der Kläger — zweiseitig — erfolgen müssem Die mit der Entscheidung des Prozesses befaßte Spezialkammer für Beamtenrecht des zuständigen Landgerichts hat den Standpunkt der Beamten als unbegründet erklärt. Es heißt in den llrteilsgründen: „Die Beschlüsse des Vorstandes und der Reprüsentantenversammlung der Beklagten vom 21. März / 6» November 1934 und vom 2. Juli / 18. Juli 1935 stellen für die vorgenommenen Kürzungen eine hinreichende Rechtsgrundlage dar. Auszugehen ist davon, daß die Synagogengemeinden seit dem Preußischen Gesetz vom 23. Juli 1847 Körperschaften des öffentlichen Rechts sind. (RG 133, 182.) Sie haben daher im gewissen Umfange öffentliche Gewalt. (Disziplinargewalt, Finanzgewalt.) Sie habey auch das Recht der autonomen Regelung des Besoldungsrechts ihrer Beamten. Das setzt auch der Reichsgesetzgeber voraus, wenn er in den Verordnungen vom 5. Juni 1931, 6. Oktober 1931, 8. Dezember 1931 und in dem Gesetz vom 30. Juni 1933 sagt, daß den öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften eine Kürzung nach Maßgabe der reichsrechtlichen Vorschriften überlassen _ bleibt. Erforderlich ist allerdings, daß die zuständigen Organe die Gehaltsregelung vornehmen. Die zuständigen Organe sind der Vorstand und die Repräsentantenversammlung. Beide Organe haben hier bei den in Rede stehenden Beschlüssen mitgewirkt. Zwar besagt der Beschluß vom 21. März 1934, daß den Abkommen mit den Beamtenvertretern zugestimmt werde, und diese Abkommen sind nach den obigen Ausführungen nicht für alle Beamte bindend. Indessen geht doch der Wille des Vorstandes aus dem Beschluß klar hervor, die Kürzung in Kraft zu setzen. Deshalb stellt er eine hinreichende Grundlage für die Kürzungsanordnung dar. Die Beschlüsse vom 21. Mürz/6. November 1934 wirken sür das ganze Etatjahr 1934. Da sich das Etatjahr mit dem Kalenderjahr deckt, wirken sie also auf die Zeit vom 1. Januar 1934 zurück. Das Gericht bejaht die rechtliche Möglichkeit der rückwirkenden Anordnung der Kürzyngen in dem beschlossenen Umfange. Das folgt aus dem Recht der Autonomie. Die rechtlichen Bedenken, die der Kläger gegen die Anordnung der Gehaltskürzungen durch die Beschlüsse der Beklagten erhoben hat, sind unbegründet. Zunächst meint der Kläger, er unterstehe der Abänderung der Besoldungsordnung nicht, weil er schon vor ihrem Erlaß in den Dienst der Beklagten getreten sei. Dieser Standpunkt ist unrichtig. Der Kläger untersteht wie jeder Beamte dem jeweiligen Recht der Körperschaft, in deren Diensten er steht. Es kann auch keine Rede davon sein, daß § 22 der Besoldungsordnung vom 17. Januar /16. Februar 1928 ungültig sei. Schließlich liegt auch ein unzulässiger Eingriff in wohlerworbene Rechte des Klägers nicht vor. Der Kläger hat seine Rechte nur mit dem aus § 22 der Besoldnngsordnung hervorgehenden Abünderungsvorbehalt erworben. Bon diesem Standpunkt aus erweisen sich die Kürzungen des Gehalts und des Ruhegehalts als berechtigt." Rechtsanwalt Dr. Jacques Abraham, Berlin. * Wie der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden mitteilt, haben sich nunmehr auch die Landesgemeinde der Jüdischen Religionsgesellschaft im Landesteil O l d e n b u r g - Birke n f e l d und die zur Landesgemeinde gehörigen Svnagogengemeinden an den Preußischen Landesverband angeschlossen. Damit ist diese oldenburgische Enklave, die an das Saargebiet grenzt, nunmehr gleichfalls in das Arbeitsgebiet des Preußenverbandes einbezogen. Vor den hohen Feiertagen. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit, daß er auch in diesem Jahre die Vermittlung von Vorbeterstellen an den hohen Feiertagen übernommen hat. Geeignete Bewerber werden anfgefordert, sich unter Angabe ihres Alters und aller in Frage kommenden Funktionen beim Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraße 158, unter Beifügung von Zeugnissen zu bewerben. Die Vorstände der Gemeinden werden gleichzeitig gebeten, bei der genannten Stelle Bilanzen anzugeben. Die Verkleinerung der jüdischen Bevölkerung in Altona. Das „Hamburger Fremdenblatt" teilt mit, daß über die Abwanderung von Juden und Judenmischlingen aus Altona gegenwärtig nur wenige Angaben vorliegen. Das Amt für Wirtschaft und Statistik werde aber in Kürze Klarheit schaffen. Einwandfreies Zahlenmaterial sei dagegen über diejenigen Juden vorhanden, die der Israelitischen Religionsgemeinschaft angehören. Am 16. Juni 1925 (Volkszählung) gehörten 2650 Personen der jüdischen Religionsgemeinschaft an, bei der Volkszählung am16.Juni 1933 2006 Personen und am 10. Oktober 1935 1667 Personen. Nähere Untersuchungen sollen noch ergeben, ob die Abnahme der Juden wirklich aus Austritt aus der Israelitischen Religionsgemeinschaft oder auf wirkliche Abwanderung zurückzusühren ist. In der letzten Sitzung der Breslauer Gemeindevertretung wurde der Haushaltsplan sür das Etatsjahr 1936/37 angenommen. Er sieht an Ausgaben RM 1 218 826 — (1935/36: 1 091 000,—) vor. Die Deckung erfolgt durch das auf RM 850 000,— geschätzte Steueraufkommen, durch eigene Einnahmen unll durch einen aus dem Kapitalvermögen entnommenen Betrag von RM 90 000,—. Die Steuersätze bleiben mit 25 Prozent Zuschlag zur Einkommensteuer, 45 Prozent Zuschlag zur Vermögenssteuer und einem von 6 bis 60 Mark gestaffelten Gemeindegeld unverändert. Die Mehrzuschüsse betreffen hauptsächlich das Fürsorgewesen urtb. die Schulen. Nach Angabe des jüdischen Wohlfahrtsamtes sind gegen 5500 Personen, d. h. fast jeder dritte Breslauer Jude, zu unterstützen. Für die drei Breslauer Schulen leistet die Gemeinde Barzuschüsse in Höhe von RM 72 000,—, dazu kommen Beiträge für eine Hilfsschulklasse, für die hebräische Sprachschule, das Jüdisch-Theologische Seminar, Lehrerfortbildungskurse usw., sowie die Kosten für die eigenen Religions-Unterrichtsanstalten. Schw. Ausbau des Schulwerks des Bildungsvereins. Der Bildungsverein, begründet von der Jüdischen Reformgemeinde E. V., in der Joseph-Lehmann- Schule, Joachimsthaler Straße 13, wird neben der bisherigen Volksschule eine Jüdische Privatschüle für Knaben und Mädchen errichten, die zunächst mit der Sexta zum Oktober d. I. eröffnet werden soll. Der Lehrplan dev Schule sieht neben der besonderen Pflege des jüdischen Religionsunterrichtes fremdsprachlichen Unterricht in Französisch. Englisch und Lateinisch vor. Die Leitung dieser Schule liegt in den Händen des Studienrats i. R. Curt Ofner. «Jüdische Gross-Organisationen helfen dem Elternhilfswerk Am 16. Juni veranstaltete das Elternhilfswerk für die jüdische Jugend zu Berlin eine Zusammenkunft mit Vertretern der jüdischen Groß-Organisationen. Nach einem Bericht über die Arbeit des Elternhilsswerks, die im engsten Einvernehmen mit den zuständigen amtlichen jüdischen sozialen Einrichtungen geleistet wird, wurde folgende Resolution gefaßt: „Die anwesenden Vertreter der dem Elternhilfswerk als Förderer angeschlvssenen Organisationen haben beschlossen, im Kreis ihrer Mitglieder dafür einzutreten, daß dem Elternhilfswerk in seinem Bestreben der Förderung besonderer Begabung in der Jugend die zur Erreichung seines Zieles erforderliche finanzielle Hilfe zuteil wird. Hierzu werden sie die Einzelmitgliedschaft beim Elternhilfswerk unter ihren Mitgliedern aufs nachdrücklichste anregen und in ihren Mitteilungsblättern regelmäßig aus die Tätigkeit des Elternhilsswerks Hinweisen. _ Da die bestehenden zentralen Sammlungen in erster Linie der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Förderung dienen, ist die Förderung dieser Selbsthilfeorganisation der Eltern zum besten des jüdischen Schulkindes durch Mitgliedschaft, Patenschaft und Spenden auf das dringendste geboten." Die Resolution ist gezeichnet vom Centralverein, vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, vom Handwerkerverband und vom Bildungsverein der Resormgemeinde, Aron Auerbach 75 Jahre alt Der langjährige Berliner Religionsschuldirigent Aron Auerbach, der dem C.-V. seit seiner Gründung (1893) angehört, wird in diesen Tagen 75 Jahre alt. Hunderte seiner ehemaligen Zöglinge — aber auch viele, viele akademisch oder seminaristisch gebildete Lehrer, die er an der Religionsschule in die praktische Pädagogik einführte — gedenken voll Dankbarkeit dieses gütigen, liebevollen, weisen Freundes. Auerbach stammt aus dem Posenschen. Sein Vater war einer der ersten jüdischen Lehrer, die Wann und wo finden Sie Rat? Unksrltein Köln Agrippinahaus, Breite Str. 92 bis 96, III, Zimmer 76—78, Montag—Freitag, 10—13 Uhr. Aachen Gemeindehaus, 16—1814 Uhr »m 14. und 28. Juli. Bonn Gemeindehaus, Tempelstrasse, 17 Yi—19ya Uhr am 6. und 20. Juli. Koblenz Hotel Continental, 15]A—1814 Uhr am 7. und 21. Juli. Kreuznach Gemeindehaus, Adolf - Hitler - Platz 11, 10—1214 Uhr am 8. und 22. Juli. Trier Im Büro von Rechtsanwalt Dr. Voremberg, Adolf-Hitler-Str. 9, 101/2—13 Uhr am 1. und 15. Juli. ihr Zeugnis der Unstellungsfähigkeit an einem staatlichen Seminar erwarben. Nach dem Besuch des Gymnasiums bis zur Prima absolvierte Aron Auerbach die Jüdische Lehrerbildungsanstalt in Berlin und trat — nach vorübergehender Tätigkeit in Paderborn — in den Schuldienst der Stadt Berlin; zugleich übernahm er Religionsstunden an höheren Schulen. Ostern 1901 betraute ihn die Ge- Meinde mit der Einrichtung und Leitung der 5. Religionsschnle (Rhkestraße), die er — bei einer Schülerzahl bis über 700 — zu hoher Blüte emporführte. Das _25jäfjrige Jubiläum der Anstalt wurde sür diesen fleißigen, energischen Dirigenten ein wahres Erntefest dankbarer Anerkennung, nicht zum wenigsten von seiten der Gemeindebehörden. Mußestunden bedeuteten für diesen echten Schulmann Stunden intensiver wissenschaftlicher Arbeit. Auerbachs ureigene Domäne ist Religionspädagogik, das heißt die Methodik und Didaktik des jüdischen Religionsunterrichts im Zusammenhänge mit der neuesten pädagogisch-wissenschaftlichen Forschung. Seine großartige religionspädagogische Bibliothek liefert ihm hierzu das erforderliche Rüstzeug. ,, Wenn er Erholung suchte, so fand er sie in eifriger Tätigkeit sür den C.-V., dessen Ortsgruppenversammlungen im Berliner Zentrum und Osten er mit großer Geschicklichkeit leitete. Er erwies sich aber auch als schlagfertiger, kenntnisreicher Debatten, der gern mit dem Gegner die Klinge kreuzte im Kampf der Meinungen. Möge sich dieser treffliche Mann noch ungezählte Jahre seiner ihm so liebgewordenen Arbeit freuen! Lugen Wölbe. Pliilatelistisches Wörterbuch 6. Absendei! Bendei! envoyeur, m. r^ipn Adresse addresa adressei, f. niyrn aufklebexi to affix voller (sur) Auswahl approval clioix, £, nTfn auswähleni to choose choisii; Tirn*? Beamte!* office j; agent, m. Tj?s Brief lettec lettre, f. Briefmarke zu postage-stamp at timbre poste ä ja Empfänger addressee destinataire, m. hipnn Fehler; fault defaut, m. roruv Hafen: harböur, port port, m. bn: gegenüber der Post opposite the Post Office vis-a-vis de la poste ‘mVTnVia Katalog catalogue catalogue, m. Laden shop magasin, m. nun notieren! to note noter D'nynV Preis prioe prix, m. Tn» Preisliste' price-list piix-courant, m. n»'L?n Postbeamter postal clerk' agent postal, m. Postgebäude postal huilding, post-office hotel de la poste, m. Postschließfach Post Office Box holte postal, f. nxirnin (abgekürzt:) P. 0. B. B. P. .*t .n sortieren to sort assortier •fnn^ teuer expensivö eher, che rö Umschlag envelope, wrapper enveloppe, m. NLV7» verteilen to distribute distribuer Vermischtes Abarten neuer deutscher Marken. Auf mehrfache Anfragen hin haben wir uns mit Spezialisten der neueren deutschen Freimarken in Verbindung gesetzt und von ihnen hinsichtlich der in der letzten Zeit erschienenen Abarten folgende Informationen zusammenstellen können: Verkehrtstehe'n'de Wasserzeichen kommen bei der Freimarke im Hindenburg-Medaillon- Musler zu 3 und 10 Reichspfennig vor, und zwar in beiden Fällen bei Drucken für Schalterbogen. Retuschen, d. h. Ausbesserungen schadhafter Stellen im Druckzylinder, sind bei den in R a s t e r t i e f i r u c k hergestellten Marken häufig. Bei der Daimler-Marke, 6 Reichspfennig grün, zeigt Feld 11 im Bogen „Daimter“, d. h. das „1“ ist zu kurz, das „e“ zu dünn; auf Feld 100 ist das. „w“ in „Kraftwagen retuschiert: der linke senkrechte Strich ist feiner und vom zweiten weiter abstehend als gewöhnlich. Als Erkennungs-Merkmal dieser Retuschen sei erwähnt, dass der sonst punktförmig gerasterte Untergrund an diesen Stellen stets vollfarbig ist. Die Retuschen' erscheinen auch nicht auf jedem Schalterbogen, da der Druckzylinder den Umfang von vier Hunderterbogen hat. Die Luftpostmarken für „LZ 129“ kommen beide mit spiegelverkehrtem (Wasserzeichen vor. Ausserdem fanden wir die kurze „7“ der 75-Reichspfennig-Wertstufe auf Feld 5 und 14, wahrscheinlich aber beide von verschiedenen Schalterbogen. Bei der Guericke-Geclenkmarke zu 6 Reichspfennig grün zeigt die Jahreszahl „1686“ zahlreiche Verschiedenheiten. Da die Anstriche der „6" oft vollkommen verschwinden, kann man statt „1686" zuweilen „1086", „1680“ oder „1080" lesen. Die Gemeinde-Kongress- Ausgabe kommt, wegen des Querformates, nur mit waagerechter Riffelung von Reue deutsche Gedenkmarken. Nach Mitteilung im Amtsblatt des Reichspostministeriums kommt aus Anlass des am 26. Juni in München- Riem stattfindenden Rennens um das Braune Band von Deutschland eine in Stahlstich nach einer Zeichnung von Professor Richard Klein, München, hergestellte Marke zu 42 Reichspfennig braun heraus. Sie wird in kleinen Bogen zu je einer Marke abgegeben, der Verkaufspreis beträgt 1,50 RM, auf dem Bogenrand befindet sich die Wz.-Inschrift „München-Riem 1936". Der Aufschlag von 1,06 RM. wird zur Ausgestaltung der Rennveranstaltungen in München-Riem und zur Hebung der deutschen Vollblutzucht verwendet. In Berlin werden diese Marken bei den Postämtern C 2, N 4, NW 7, W 8, SW 11, 0 17, und Berlin-Charlottenburg 2 ab 22. Juni zu haben sein. Die Postanstalten sind ausdrücklich angewiesen, die Marken sorgfältig abzustempeln. Am 30. Juni wird eine Erinnerungs-Ausgabe zu 6 und 15 Reichspfennig aus Anlass des vom 23. bis 30. Juli stattfindenden Weltkongresses für Freizeit und Erholung in Hamburg herausgegeben. Die Marken sind in Raster tief druck nach einer Zeichnung des Kunstmalers Sepp Semar, Berlin - Wilmersdorf, hergestellt worden. Bücherschau Siegfried Simon: Handbuch der Baden - Poststempel, -Ganzsachen, -Postscheine und Marken. Verlag Fritz Seifert, Leipzig 0 5. Lieferung 1 bis 6. Der bekannte Spezialforscher und Prüfer Siegfried Simon weiss hier auf Grund jahrzehntelanger Untersuchungen und Aktenstudien ein anscheinend geographisch und geschichtlich .eng umgrenztes Gebiet so eingehend durchzuarbeiten, dass es ihm möglich wird, die seit etwa 1720 benutzten vorphilatelistischen Stempel, die französischen Rayon- Stempel usw. nach Typen, Farben, Gebrauchszeiten, Unterarten u. a. ausserordentlich eingehend zu beschreiben und durch hunderte von Abbildungen dem Leser näher zu bringen. Hierbei ist es besonders interessant, die historische Entwicklung des badischen Postwesens mitzuerleben, was durch die Darstellung der Postkurse, Posttarife, Anführung der einzelnen Gesetze und Verfügungen sehr erleichtert wird. Diese geschichtlichen und grundsätzlichen Erörterungen über Typen, Stempelarten usw. nehmen die ersten drei Lieferungen in Anspruch, während die folgenden Lieferungen die von etwa 1802 bis zur Einführung der Freimarken benutzten Stempel in der Reihenfolge der Orte behandeln. Das Werk Simons ist von grundsätzlicher Bedeutung und kann als Muster für die Behandlung dieser Materie auch bei anderen Gebieten angesehen werden. Die nächste Brief marken-Ecke erscheint in ca. 4 Wochen. M kaufen gegen bar Bg 'iste liosACK Co. » gratis » ARKEN -SAMMLUNG und ARKEN KERLIN, Burgstr. 13 Ankauf — Verkauf 10 —14 Ohr und ab 6 Uhr LUDWIG METER Berlin W50, Eislebener Str. 6 / B4 5250 Ankauf — Verkauf Erledigung von Fehllisten. Frlte Lewln, Berlin W 35, Lützowstr. 91A. Ankauf osk«r weiss Verkauf Berlin W 9. Potsdamer Str. 12 / B 1 2901 Kaufe Holland 1 2Yjet s.- Briefmarken, gestempl. Neue Künstlerhilfe RM 6.— und Dreieck, Univ. Utrecht-Jubiläum RM 4.— bis 6.— pro hundert. Zahle sofort! L. LewandowskI,, Kassel, . Hohenzollernstrasse 78, II.

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