Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 25 (18.6.1936)
- Date
- 1936-06-18
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Juristisch - 'Wirtschaftliche Beratungsstelle in der Hauptgeschäftsstelle des Central- Vereins, Berlin W 15, Emser Strasse 42 (Tel.: J 2 Oliva 8141 bis 8145). Sprechstunden täglich 12—14 Uhr (ausser Sonnabend und Sonntag), für Mitglieder ausserdem jederzeit nach vorheriger Anmeldung ( ausser Sonnabend und Sonntag). Wann und wo finden Sie Rat? No rdwestdeutschland Hamburg- Altona Hess.-Nassau und Hessen Frankfurt a. 51. Mainz 1- Friedberg i. Hessen Worms Beneckestr. 2, ptr. rechts. Zimmer 7/8 (Tel.: 445071), Montag bis Freitag 11—13 Uhr, durch Dr. Ludwig Freudenthal. •Steinweg 9, Zimmer 75—77 (Tel.: 254 03), Montags, Mittwochs, Freitags 11—13 Uhr. Älbinistr, 12, II (Tel.: 318 57), Montag—Freitag, 16—18 Uhr. Gemeindehaus, 24. Juni, IO1/* * bis 12 Uhr. Gemeindehaus, 25. Juni. 15 bis 17 Uhr. Vor kurzem sprach im C.-V. Danzig Syndikus Dr. Hans Reichmann (Berlin) über „Jüdische Zeitprobleme". Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden Dr. Herr Mann gab der Neserent einen Ueberblick über die wirtschaftliche Lage der Juden und behandelte dann ausführlich das Problem'der Berufsumschichtung und der Auswanderung. Aron Friedmann Am 9. Juni starb in Berlin Oberkantor Aron Friedmann. Noch vor einem knappen Jahre konnten wir seiner anläßlich seines 80. Geburtstages ehrend gedenken. Friedmann, aus -Litauen stammend, in. Berlin musikalisch groß geworden, ragt noch in jene Zeit zurück» in der das Reformwerk eines Lewandowski neu und unmittelbar wirkte. Im fühlte sich Friedmann bis in seine letzte Zeit eng verbunden, persönlich wie künstlerisch. So lebt in seinen vielen liturgischen Kompositionen (Friedmanns Hauptwerk 'ist ein umfangreiches Kompendium für das Kantorat „Schir lisch stomo) der einfache Liedstil der romantischen Gebrauchskunst. Bekannt sind seine zahlreichen Vertonungen der Keduschah, die häufig noch erklingen; die Melodie lebt, aber den Verfasser kennt man in der andächtigen Gemeinde kaum. Das ist für den Scheliach zibbur rechtes Symbol und Lohn zugleich. Aus den Gemeinden In W i esbaden wurde eine neue jüdische Schule eröffnet. Mit der Leitung wurde von der Israelitischen Kultusgemeinde Professor Dr. Ludwig Marx aus Karlsruhe beauftragt.. Dem Lehrkörper gehören ferner hauptamtlich N. Fruchter, Schweich a. d. Mosel und Ruth Lehmann, Frankfurt a. M., an. Der Religionsunterricht liegt in Händen des Stadt- und Bezirksrabbiners Dr. Paul Lazarus sowie der Herren E. Capell und S. L i l i e n t h a l. Neuhebräisch unterrichtet der am Lehrhaus wirkende hebräische Lehrer P a n u s ch. Mit dem Turnunterricht wurde Lolo B a e r (Wiesbaden-Frankfurt), mit dem Zeichenunterricht Frau R o ß m a n n Fot. Glücksohil, Berlin (Frankfurt) betraut. In den Lehrplan sind Englisch und Neuhebräisch als obligatorische Fächer ausgenommen. Die Zahl der Schüler beträgt bereits 156. Auf einem Dresdner Gemeindeabend sprach Dr. Friedrich B r o d n i tz von der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Berlin, über die Arbeit der Reichsvertretung und das Werk von Hilfe und Aufbau, und zwar im einzelnen über die jüdische Wohlsahrtsarbeit, das jüdische Schulwerk, das heute in allen Kreisen als wichtiger Faktor gewertet wird, über die Leistungen der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe namentlich auf dem Gebiet der Kreditwirtschaft, über das Arbeitsnachweiswesen und die Berufsumschichtung, die jetzt zu einer Umschichtung der Berufsstruktur geworden ist. Hierbei erwähnte Dr. Brodnitz das den Lesern der C.-V.-Zeitung hinreichend bekannte jüdische Auswandererlehrgut in Groß-Breesen (Schlesien). Bei der Betrachtung der Wanderungsarbeit, die zusammen mit dem Palästinaamt und dem Hilssverein der Juden in Deutschland geleistet wird, betonte der Redner die wesentliche Rolle, die Palästina für die Auswanderung spielt, und erörterte die verschiedenen Möglichkeiten und Pläne der Ueberseewanderung. Im Anschluß an die mit dankbarem Beifall aufgenommenen Ausführungen von Dr. Brodnitz gab der Geschäftsführende Vorsteher der Gemeinde, Mar Lesser, einen Ueberblick über die lokale Arbeit in Dresden. Er sprach vom Ergebnis der Sammlungen, von den Leistungen für Umschichtung, Wirtschaftsbeihilfen, Unterstützungen usw. E. B. * Schachaufgabe Nr. 68. von A. Schissmann (Berlin) §_mm. I. Matt in zwei Zügen Weiss: Kf7, Taö, Tf3, Se6, 8k2. Bb6, eö, f4, h5 (9) Schwarz: Kf5, Lf8, 8c2, Ba6, b7, h6 (6) V Schachaufgabe Nr. SS von Paul Rosenblatt (Berlin) (Schachwart 1927) Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika 22. 6. ab Berlin; 22. 6. ab Hamburg 19 Uhr 29. 6. an New-York 2. 7. 2. 7. „ a) Seeweg („Bremen“ 23. 6. ab Bremen) 23.6. „ „; 24.6. „ „ 8 Uhr („Hansa“ 24.6. „ Bremen) 24.6. „ „; 24.6. „ „ 19 Uhr („Ile de France“ 26.6. „ Le Havre) b) Luftweg 19.6. ab Berlin 11 Uhr; ab FrankfurtlMain 18 Uhr Luftschiff „Hindenburg“; 23.6. an New-York 23. 6. ab Berlin; 24. 6. ab Köhi (Flughafen) 10 Uhr; 24. 6. ab Cherbourg (Schiff); 29. 6. „ „ (Zuschlag auf Auslandsporto bei Luftschiff 50 Pf. für je 5 g, bei N achbringeflug 15 Pf. für je 20 g) Südamerika a) Seeweg 20.6. ab Berlin; 21.6. ab Hamburg 8 Uhr (Schiff 24. 6. ab Lissabon); 6.7. an Rio; 10.7. an Buenos Aires 24. 6. „; 25.6. „ „ 19 Uhr (Schiff 27. 6. „ Cherbourg); 13.7. „ „; 17. 7. „ „ b) Luftweg 20.6. ab Berlin 9 Uhr; 20.6. ab Frankfurt/Main 13 Uhr (Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage 24.6. „ „ 21 Uhr; 24.6. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost), „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 23. 6. ab Berlin; 24. 6. ab Köln 21 Uhr; 26. 6. ab Southampton (Schiff), Laufzeit 15—17 Tage b) Luftweg 20. 6. ab Berlin 10 Uhr 15 Min.; ab München (P»ahnp. Amt 1) 13 Uhr, Laufzeit 8—9 Tage 24.6. „ „ 10 Uhr 15 Min.; „ „ (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina 20. 6. ab Berlin; 23.6. ., ..; 27.6.; 21.8. ab München 9 Uhr 24.6. „ München 9 Uhr 28.6. „ München 9 Uhr 19. 6. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr a) Seeweg (Schiff 23. 6. ab Piräus): (Schiff 25.6. Brindisi); (Schiff 30. 6. „ Piräus); b) Luftweg 20. 6. 21. 6. 23. 6. 24. 6. 35. 6. Berlin 6 Uhr; 13. 6. ab München 18 Uhr, Berlin 10 Uhr München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr Berlin 6 Uhr Berlin 10 Uhr; 25. 6. ab München 18 Uhr, 25. 6. an Haifa 29.6. „ Jaffa 3.7. „ Jaffa Laufzeit bis Jaffa 2 Tage „ „ Jaffa 2 „ „ „ Jaffa 2 .. .. » Jaffa 2 .. „ „ Jaffa 2 ,. Jaffa 2 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) In Berlin befinden sich besondere Luftpostbriefkästen an folgenden Stellen: Zentralflughafen (Postamt), Spandauer Strasse 13 (Postamt C 2), Spittelmarkt 16/17, Linden- Ecke Ritterstrasse (Postamt SW 68), Hallesches Tor (Belle-Alliance-Platz 23), Saarlandstrasse 74, Leipziger Platz (Torgebäude), Potsdamer Strasse 33 Ecke Lützowstrasse, Gontardstrasse am Bahnhof Alexanderplatz, Bahnhof Friedriehstrasse (Bahnunterführung), Unter den Linden 6 (Hotel Bristol), Alt-Moabit 120 Ecke Paulstrasse, Stettiner Bahnhof (Vorplatz, Postamt N 4), Weinbergsweg 1. Alle Luftpostsendungen müssen den deutlichen und rot unterstrichenen Vermerk „Mit Luftpost“ tragen oder mit den hellblauen Luftpost-Klebezetteln versehen sein, die an den Schaltern unentgeltlich abgegeben werden. ZwT'w^m ' i«S J - mm m ü M Matt in drei Zügen Weiss: Kd2, Dh7, Tgl, Tg8, Lh4, Bc3, 67. f6. g4 (9) Schwarz: Kf3, Sa6, Bb3, c4, c5, e6, f4 h6 . ■ (8) * Lösung der Aufgabe Nr. 66: 1. Te3—a3, (drohend Tg3—g4 matt) . . . Df6—e6+, 2. Tgä—b3 matt . . . Kf4Xe5, 2 Tg3—63 mat . . . Df6Xg6, 2. Tg3—e3 matt . . . Df6Xe5, 2. Ta3—e3 matt. Mattwechsel mit Bahnung! Das aus das Schach der schwarzen Dame auf e6 bereitliegende Matt Sg5Xe6 kommt in der Lösung nicht vor. 1. Dd8—b6 scheitert an Df6Xg6! Lösung der Aufgabe Nr. 67: 1. Ld4—e3 (Zugzwang). . . . DeoXföf 2. Le3—g5 matt . . . 8h7—go 2. Sf5—64 matt . . . Lg8—f7f 2. Db7Xf7 matt i, . . 66—65 2. Db7—67 matt . . . Deö—65 2. Db7-re7 matt k . . De5Xe3 2. TelXeS matt etc. 1. Db7—c7 scheitert an Ke6—dö! Richtige Lösungen der Aufgaben Nr. 66 und 67 gingen ein von: Max Pniower (Hindenburg), Lothar Schönthal (Nürnberg), Dr. Meyerhoff (Rotenfels), Dr. Oster (München), Karl Nußbaum (Rheydt), S. Rosenmann (Altenburg), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Dr. Ernst Boehm (Brieg), Tierarzt Max Koschminski Frau Tilde Adler (Landsberg), Hans Cohn, Willy Michaelis, Sanitätsrat Dr. S. Domke, Heinz-Günther Eisenhardt (Berlin). Hermann Speyer (Frankfurt a. M.). Von Nr. 66: Fritz Zickel (München); ferner von Nr. 67 von: Dr. med. Schumacher (Hamburg), Kantor D. Cohn (Koblenz), Gerda Lewkowitz (Konstadt), Louis Lewinsohn (Berlin-Neukölln), Karl Bechhöfer (Nürnberg), Hans Steinberger (Bayreuth), Siegmund Austerlitz (Gießen), Jacob Baumann (Köln), Michael Levy (Krefeld). unterstützt, als Nezitatorinnen jüdischer Werke, ernteten Edith Herrn st ädt-Oettin gen, Berlin, und Lotte Levy-Baer, Wiesbaden, reichen Beifall. In Vokal- und Jnstrumentalkonzerten betätigten sich mit großem Erfolg die Sängerinnen Paula Salomon (Lindberg), Berlin, mit Professor Michael Wittels, Köln, am Flügel, Erika Samson (Sturm), Berlin, sowie Alexander Kipnis und Hans A s s e n h e i m, Frankfurt a. M. Die drei zuletzt Genannten begleitete Erika Schleyer, Wiesbaden, während Wilhelm Guttmann, Berlin, von Dr. Willy Salomon, Frankfurt a. M., begleitet wurde. Schließlich hörte man den hervorragenden Geiger Boris Schwarz, Berlin, mit seinem Vater, dem Pianisten Josef Schwarz. Ausgezeichnet gefiel auch Beatrice Fre ude nt h a l -Waghalter, Leipzig, mit ihren „Bunten und jüdischen Liedern" (am Flügel: Leo Schön- ■ backst. Mit einem wohlgelungenen „Wiesbadener , Abend" fanden die Veranstaltungen einen würdigen Abschluß. Es wirkten mit die Sopranistin Hertha Hirsch-Bramssen, Wiesbaden (am Flügel Erika Schleyer, Wiesbaden), die Vortragskünstlerin Lotte Levy-Baer, Wiesbaden, sowie als Gast die ausgezeichnete Frankfurter Koloratursoubrette Edith Eisenheime r (Elmer), begleitet von Siegfried Wohlgemut h, Wiesbaden. Ein aus einheimischen Musikern gebildetes Kammer- (Streich-) Orchester stellte sich unter der ■ Leitung von Edvard Moritz erstmalig dem Hamburger jüdischen Publikum vor. Mit großem Ernst und Können ist Moritz an seine Ausgabe gegangen; das Ergebnis rechtfertigt die besten Ausblicke. Unter seiner sicheren musikalischen Führung gelang eine vorzügliche Wiedergabe des Händelschen Concerto grosso in A-moll. Auch Tschaikowskhs Serenade gefiel außerordentlich. Sehr zu loben sind das gute Zusammenspiel des Orchesters und die dynamische Ausgeglichenheit des Musizierens. Als Solisten hatten Boris Kroyt, der Bachs Violinkonzert in A-moll klangschön und technisch überlegen spielte, sowie Walter O l i tz ki, der Liedern von Edvard Moritz zu herzlicher Anerkennung verhals, starken Beifall. Dela L i p i n s k a j a bewies erneut ihre starke Anziehungskraft. Wieder weckte sie mit ihren Vorträgen Begeisterung und riß. zu Beifallsstürmen hin. Walter Lajtai begleitete am Flügel vorzüglich; er hatte mit seinen solistischen Darbietungen moderner Klaviermusik einen Sondererfolg. A. Der ungewöhnliche Reiz, den die Vortragskunst Otto Bernsteins ausstrahlt, liegt in der schwingenden, modulationssähigen Stimme, in dem gebändigten Temperament und dem hohen geistigen Anspruch an sich und an das literarische Objekt. Große Bruchstücke aus Arbeiten von Thomas Mann, Franz Werfel und Martin Buber erhielten edelsten Schliff. Die Hörerschaft der „Gesellschaft für jüdische Volksbildung", Frankfurt a. M., überließ sich willig dem Eindruck dieser feierlich gesteigerten Kunstleistung. Theater, Musik, Film Andre Maurois, der bekannte Romancier, tritt zum ersten Male als Dramatiker in die Erscheinung. Er hat soeben nach dem Roman des amerikanischen Schriftstellers Housemann ein Drama vollendet, das das Leben der Königin Victoria zum Gegenstand hat. v Henry B e r n st e i n s neues Schauspiel „Das Herz" („Le coeur") ging am Theatre Gymnase in Paris mit unverminderter Zugkraft zum 250. Male in Szene. V Das Pariser Theatre .Gymnase hat ein neues Stück des erfolgreichen Dramatikers Henry B e r n st e i n, „La Fievre" betitelt, zür Uranss ü h r u ng erworben. ff. InWien wird Hugo v. H o s m a n n s t h a l s „Jedermann" am 24. Juni zum ersten Male als Freilichtaufführung im Heiligenkreuzerhos in Szene gehen. P An einem Empfang, den aus Anlaß der Wiener Festwochen der Direktor des Burgstheaters, Röbbeling, gab, nahmen unter zahlreichen Vertretern der Kunst, Diplomatie und Wissenschaft auch Auch Alma Mahler-Werfel, Carl Zuckmaher, Bruno Walter,Paul 3 s o l n a y, Enterich Kalman, Alfred Adler teil. V Das 14. Musikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, das in Barcelona stattfand, ist beendet und wird allgemein als ein besonders großer Erfolg angesehen, da man aus dem Stadium des Experimentierens und der Konstruktionen herausgekommen sei. Die „Schweizerische Musikzeitung" nennt die dort gebrachten „Fünf Sonette für Sopran und Streichquartett" von Egon W e l l e s z „ein ganz besonders reifes und klangschönes Werk". Ernst K r e n e k kam mit Bruchstücken seiner Oper „Karl der Fünfte" zu Gehör. Unter den Aussührenden war der Geiger Stefan Frenkel (übrigens ein Spezialist für moderne Musik), der das zweite, sehr virtuose Violinkonzert von Karol Szhmanowski spielte. * Nach dreijähriger Pause trafen sich die Musikwissenschaftler in Barcelona zu einer international besuchten Tagung. Es sprach u. a. Curt Sachs, „der eigentliche Prähistoriker unter den Musikforschern". Sachs stellte die Möglichkeiten dar, die Musikgeschichte, die Instrumente, die Melodik bis in die Metallzeit zurückzuverfolgen. Der Komponist Egon W e l l e s z, auch chs Wissenschaftler bedeutend, sprach über Verbindungen der byzantinischen Musik (bekanntlich eines seiner Spezialgebiete) zur osteuropäischen Musik. * Nach dem „Don Juan" (in der Salzburger Einrichtung) leitete Bruno Walter an der Großen Oper in Paris auch erne Aufführung von „Fidelio", in der Lotte Scho ene die Marcelline sang. Nach dem Vortrag der dritten Leonoren-Ouvertüre ' wurden Walter besondere Ovationen gebracht. Bruno Walter begleitete Lotte Lehmann an einem Liederabend, den die Künstlerin vor übervollem Saal in Paris gab. Die englischen Mozart-Festspiele, die in diesem Jahre nun zum zweiten Male in G l y n d e - bourne bei London auf dem Landsitz John Christies stattfinden, standen unter der künstlerischen Leitung von Karl Ebert und der musikalischen Leitung von Fritz Busch („Don Giovanni") und Hans Oppenheim („Zauberslöte"). Als Sänger wirkte u. a. Alexander Kipnis mit. Bruno Walter wurde bei seinem ersten Erscheinen in Winterthur bejubelt. Das Konzert, das neben Mozart und Wagner auch die erste Sinfonie von Mahler brachte, wird als „eines der größten Ereignisse seit Jahren" bezeichnet. P Das L e n e r - Q u a r t e t t hält dieses Jahr einen Meisterkurs für Kammermusik in England (Bexhill-on-Sea) ab. Das letzte der von Oswald Kabasta geleiteten Wiener Sinsoniekonzerte brachte u. a. das Tripelkonzert von Beethoven, gespielt von Adolf und Hermann Busch und Rudolf S e r k i n (Klavier). V Soeben erschien die Vorankündigung für die nächste Saison des New-Yorker Philharmonischen Orchesters. Das Programm sieht u. a. die Wiedergabe von Honeggers sinfonischem Psalm „König David" vor. Solisten sind u. a. die Pianisten Wladimir H o r o v i tz, Myra Heß, Rudolf S e r k i n, Artur Schnabel, die Geiger Jascha H e i f e tz , Samuel D u s h k i n (unter Strawinski), der Cellist Joses Schuster. # In Chicago hat sich die amerikanische Pianistin Cara Verson besonders der modernen Musik Zugewandt. Ihr letztes Programm enthielt eine Sonate von Caste I nuo v o-Te des c o, die zwei als „Blues" gekennzeichnete Sätze enthält und trotz moderner Faktur leicht verständlich ist. Außerdem spielte die Künstlerin eine Reihe Variationen von Aaron Copland. * Dukas' sinfonische Dichtung „Der Zauberlehrling" wurde vom Philharmonischen Orchester Havanna aufgeführt. ip Für die kommende Saison der Sinfoniekonzerte in Cincinnati sind der Cellist P i a t i g o r - skh und Huberman verpflichtet worden. E. W. Korngold wurde von Warner- Brothers eingeladen, nach Hollywood zu kommen, um für die Reinhardt- Regie des „Danton" eine Originalmusik zu schreiben und Mendelssohns Musik für einen „Sommernachtstraum"- Film einzurichten. * Der frühere Dirigent an der Charlottenburger Oper, Max Reiter, veranstaltete am 23. Mai in P i a c e n z a ein Klavierkonzert, bei dem der junge Bassist Friß O l l e n d o r f f aus Darmstadt als Solist mitwirkte. Die Veranstaltung, der auch der Divisionskommandeur beiwohnte, brachte dem Künstler lebhafte Anerkennung. & Richard Tauber hat sich in diesen Tagen in London mit der Mmschauspielerin Diana Napir vermählt.