Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 24 (11.6.1936)
- Date
- 1936-06-11
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Hakoah Berlin für sich entscheiden müssen, nicht zuletzt durch seinen überragenden Mittelläufer Herrsch/ der das ganze Spiel beherrschte. Aber, mehrere:%vrchancen wurden durch „Schuß auf den Mann" verüben. In der zweiten Halbzeit wilrde Berlin sichtlich besser Beide Mannschaften drängten mit allen Kräften, um eine Entscheidung herbeizuführen. Sie. kamen aber durch die ans beiden/Setten ausgezeichnete Verteidigung fast nicht durch, außerdem hielten die Torleute vortrefflich. Erst, in der siebenten Minute der Verlängerung fiel ,-diä Entscheidung. Walter Erünebaum (Bar Kochba Frankfurt a. M.) schießt durch Flankenwechsel das siegbrjngende Tor, in demselben Augenblick schon hüben die jubelnden Zuschauer trotz Regen,. Pfützen und Schmutz das Spielfeld restlos überflutet. h. B. W e i t e r e Er gebnisse: Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. II—RjF Stuttgart II 4 :1 (1 : 1); Schild Frankfurt a. M. Frauen B—Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen 4:0 (3 :0). Handball in Wiesbaden Schild Frankfurt a. M. I/II komb. trat gegen RjF Wiesbaden I/II komb. an. Der durch den Regen aufgeweichte Sportplatz Wiesbaden bewirkte ein Kombinationsspiel, das Einzelhandlungen Nicht zuließ. Die bessere Mannschaftsleitung mußte daher das Spiel entscheiden. Die Frankfurter, die in der ersten Halbzeit zwei Tore anbringen konnten, vermochten den Vorsprung in der zweiten Hälfte des Spieles nicht zu halten. Drei Tore, von Rosenthal geschossen, waren der Erfolg des flüssigen Wiesbadener Zusammenspiels. E r g e b - n i s : 3:2 (0 :2) für Wiesbaden. 'R—1 Voraussetzungen moderner Sportpädagogik Von Sportlehrer Edwin Halle, Stuttgart Mitteldeutschland Bar Kochba Hakoah Berlin Makkabi-Handballmeister Im Endspiel um die Handballmeisterschaft des Deutschen Makkabikreises, standen sich inLeipzig vor einer ansehnlichen Zuschauermenge Bar K och b aLe i p z i g und B arK ochbaHakoah Berlin gegenüber. Die Berliner Elf errang einen verdienten Sieg, besonders deshalb, weil sie in den letzten 15 Minuten über das bessere Stehvermögen und nicht nur über die wurskrästigeren Stürmer, sondern auch über die bessere Hintermannschaft verfügte. Die ersten zwei Drittel des Spieles waren vollkommen offen und zeigten, daß auch in der Leipziger Mannschaft gutes Können, verbunden mit großem Kampfgeist vorhanden waren, aber es sind doch einige zu schwache Punkte darin, die es unmöglich machten, den Berliner Endsieg zu verhindern. Als bester Mannschaftsteil erwies sich ihre Stürmerreihe, die vor allem in Czschopi.k einen wurfkräftigen Spieler zur Stelle hatte. Auch in der Berliner Mannschaft klappte zunächst nicht alles nach Wunsch; erst im letzten Spieldrittel, als der . Sieg nahezu gesichert war, zeigten sie die Leistungen, die man von ihnen erwartet hatte. Die Stützen der Elf waren Torwart Kober, der einige sehr schwierige Bälle famos abwehrte, der Verteidiger Simon, Mittelläufer Sommerfeld und Werner Spandan inr Sturm. Das Ergebnis lautete nach einem 3 :'3-Hälbzeitstand 9 :5 für die Berliner. Das Spiel, wurde in erfreulich ritterlicher. Weife ausgeträgen und hatte in Freund (Kassel) einen vorzüglichen Schiedsrichter. H.V. P. Schild Leipzig II—RjF Sportgruppe Jena I 4:7. Dresden und Leipzig von Breslau geschlagen Schild Dresden hatte am 7. Juni die F u ß - ball Mannschaften der RjF-Vereine aus L e i p - Z i g und Breslau zu Gast. Zu Beginn trat der Gastgeber gegen Schild Breslau an. Die Dresdener Mannschaft spielte diesmal einen schönen Kombinationsfußball, so daß sie nach 15 Minuten zwei Tore erzielte. Breslau konnte indes, hauptsächlich infolge Versagens des Dresdener Ersatztormannes, vier Tore ausholen. In der 2. Hälfte , kam Breslau, nachdem den - Dresdenern wiedersihr Stammtorwächter zur Verfügung stand, nur noch-zu einem'Tor. Ergebnis: 5:2 (4:2). für' RjF-Breslau. ° Der^ zweite Kampf fand zwischen Schild Breslau und Schild Leipzig statt.' Leipzig kam, trotzdem es mit mehrfachem Ersatz antrat, bald in Führung, woran sich bis zur Pause nichts änderte. In der 2. Halbzeit wurde das Spiel sehr hart. Ein Spieler der Breslauer mußte herausgestellt werden. Die Es wird in jüdischen Kreisen noch heute vielfach nicht das rechte Verständnis für die Leibesübungen aufgebracht. Sport wird häufig nur als Spiel, höchstenfalls als schöne Unterhaltung angesehen, und dementsprechend wird auch der Sportlehrer bewertet. Während heute allgemein an den Turn- und Sportlehrer die höchsten Ansprüche gestellt werden, weil man den hohen Wert eines geschulten, gesunden Körpers erkannt hat, nimmt man in jüdischen Kreisen den Sportpädagogen zuweilen nicht ernst genug. . Erst in den letzten Jahrzehnten besann man sich allgemein darauf, daß es nicht allein damit getan sei, sich in der Jugend zu „tummeln", sondern daß man darüber hinaus leibliche Uebungen planmäßig durchführen mußte, wollte man den Wert daraus schöpfen. Wir schulen unseren Körper zum Kampf um das alltägliche Leben, zum Krästeeinsätz für unsere Beschäftigung, mag sie körperlicher oder geistiger Art sein. Hat sich erst einmal die Erkenntnis durchgerungen, daß nur ein gesunder Körper Höchstleistungen vollbringen kann, so strebt man danach, seinen Körper systematisch gesund zu erhalten. Und wie man zu seiner geistigen Fortbildung eines guten Lehrers bedarf, so braucht man auch einen Lehrer da, wo es um die Gesunderhaltung und Ertüchtigung des Körpers geht. War^n früher die Körpererzieher meist Menschen, die gleichzeitig den Wafsengebrauch einübten, so sonderten sich mit der Zeit Spezialisten ab, die sich daraus beschränkten, reine Uebungen für „ die Körperbewegung zu lehren. Und so schoß man auch hier zunächst über das Ziel hinaus. Es entstanden Systeme und Systemchen, Stilarten, Bewegungsformen, Bewegungsnormen. Alle hatten aber doch nur die eine G r u n d l e h r e als Ausgangspunkt und Ziel: den natürlichen Bewegungsablauf des Körpers zu erfassen und ihn in die von der Natur vorgezeichneten Bahnen zu lenken. Das A und O jeder neuzeitlichen Sporterziehung ist die Kenntnis des Körpers: Anatomie, die Kenntnis der Seele: Psychologie und die Kenntnis der Lebenserscheinungen: Physiologie. Das alles bezieht sich auf das Objekt. Dem Sportlehrer ist wie dem Arzt das Objekt, der Mensch, in die Hand gegeben. Der Arzt kann nicht nach Gutdünken eine Medizin verabreichen. Er muß aus der Kenntnis des Körpers und aus den Zusammenhängen der körperlichen Funktionen die Diagnose stellen und danach die Therapie einrichten. .Genau so kanu der Sportlehrer nicht seinen Schüler schlechthin laufen, stoßen, springen oder sonstige Bewegungen ausführen lassen, er muß vielmehr sein Objekt kennen, wenn er aus seiner Arbeit Nutzen ziehen will. Grundbedingung ist deshalb, daß jeder Sportlehrer mit dem Körperbau, den körperlichen Funktionen, besonders der Knochen- und Muskellehre, dem Blutkreislauf, den Atmungsvorgängen u. a. m. durchaus..vertraut ist. Hier setzt die Physiologie ein, die die einzelnen Vorgänge erfaßt, die mit der Bewegung verbunden sind. Letzte Entfaltung einer Bewegung kann man aber nur erreichen, wenn man das Objekt, also den Menschen, den man vor sich hat, psychisch erfaßt. Man soll dieses seelische Verständnis im Sport nicht oberflächlich nehmen. Gerade die „Stimmung" ist, wie so oft im Leben, auch bei der Leibesübung ausschlaggebend. Ist nun . der Sportlehrer in der Lage, richtig und im gegebenen Augenblick, einzugreifen, dann kommt er seinem Ziele bedeutend näher.-. Dieses Sich- Hineindenken spielt hinüber in die Musik, in die Lehre der H a r m o n i e. Gleichklang zwischen Lehrer und Schüler, Gleichklang in der Bewegung, das ist das Ebenmaß, die Harmonie des Sportlehrers. Hieraus ergibt sich der Rhythmus in der Bewegung des Laufes, in der Bewegung des Sprunges, des Stoßes, und letztlich in der Bewegung des Tanzes. Der Sportlehrer von heute kann nicht achtlos an den Gesetzen der M u s i k vorübergehen. Bewegungsablauf — Bewegung: Begriffe der Physik. Ist unser Körper denn nicht eingeordnet in die großen Gesetze der Physik? Da ist das Gesetz der Schwerkraft, das bei unserem aufrechten Gang eine ausschlaggebende Rolle spielt. Da ist das Trägheitsgesetz, das in Gemeinschaft mit der Verlagerung der Schwerkraft die Bewegungen des Körpers bestimmend beeinflußt. Da ist die Adhäsion, die es in Kurven zu überwinden gilt. Da ist die Gesetzmäßigkeit der Geschwindigkeit, die „Kraft" der Muskeln, das Parallelograunn. der Kräfte, das Hebelgesetz,' alles Dinge, in denen ein neuzeitlicher Sportlehrer bewandert sein muß. Nur in richtiger Erkenntnis dieser physikalischen Gesetze ist der Sportlehrer in der Lage, die zur Verfügung stehenden Kräfte eines Menschen verlustarm in Bewegungen umzusetzen. Wasserwandern Im Kanu, Kajak, Paddel- und Faltboot Im Gegensatz zum Mannschaftssport, dem Rudern, ist der weitverbreitete Kanu- und Faltbootsport ein individueller Sport. Er verbindet die Leibesübung mit der Erholung, der Entspannung und Ausnutzung der Freizeit. Er spielt sich abseits der großen Oeffentlichkeit ab. Allein der Wassersportverband im Sportbund des RjF gibt dem jüdischen Kanusport mit seinen Ausschreibungen den Rahmen. Die Punkt w a n d e r u n g e n geben die Anregung, Fahrten zu unternehmen, die Sternfahrten bieten hierzu bestimmte Ziele, während der Kilometerwettbewerb zur sportlichen Leistung anregt. Schon in den beiden letzten Jahrem wurden ausgedehnte Wan.der- und Ferienfahrten auf vielen deutschen Flüssen,, auch auf der Ostsee, unternommen. Wie in den Vorjahren werden auch in diesem Jahre Regatten Anlaß zu kampssportlicher Betätigung bieten. Es wäre hier dankenswerte Aufgabe des jungen jüdischen Kanusportes, Sportler, über die der Ruderer gern die Achsel zuckt, für den sportlichen Gedanken zu gewinnen. Damit ist nicht gleich der Rekord gemeint. Der Paddler soll sportliche Disziplin wahren und die sportliche Fahrtechnik beherrschen. G. H. G. zu erwähnen ist. In der Herrenunterstufe siegte Schweitzer vor Silber (Essen) und bei der männlichen Jugend Rosendahl vor Rollmann. M. R. RjF Münster verliert in Bielefeld Am 7. Juni standen sich in-Bielefeld die Tennisabteilungen vom RjF Bielefeld und RjF Münster i. W. gegenüber. Der Klubkamps endete mit einem in dieser Höhe nicht ganz verdienten Sieg des Gastgebers von 10 : 3 Punkten. Für Münster konnten nur die Damen zwei Einzel gewinnen, der Sieg im Gemischten Doppel brachte den 3. Punkt. R.’B. Tischtennis-Meisterschaften in Dortmund Am 7. Juni ermittelte der Westdeutsche Landesverband im RjF-Sportbund zum erstenmal seinen Tischtennismannschastsmeister. Der Favorit, JTD 02 Köln, hatte das Glück/ kampflos in die Endrunde zu kommen, während sich RjF Herne und RjF Meschede, die Meister der Bezirke Industrie und Westfalen, in der Ausscheidung aufrieben. Herne gelangte mit. 7 : 7 und dem besserem Satzverhältnis von 16 :14 ins Schlußspiel, in dem es vom Mittelrheinmeister hoch und eindeutig geschlagen wurde. R. B, Gesamtergebnis: 7:2 Punkte, 15:6 Sätze, 119:93 Spiele für „Grunewald". Einzeler gebnisse („Grunewald" zuerst genannt): Wolfs—Jauch 6:0, 6:0; Levin Goldschmidt—Sachs 5:7, 3:6, Gumpel—Friedrichs 4:6, 6:4, 6:3; A. Meyer—Fuchs 6:3, 1:6, 6:2; Simon—Schäfer 7:5, 6:3; Gans—Löwenthal 9:7, 7:5; Wolfs/Levin Goldschmidt—Kallmann/Löwenthal 6:4, 6:4; Gumpel/Meyer—Schäfer/Fuchs 1:6, 12 :10, 4 : 6; Simon/ Gans—Friedrichs/Sachs 6:4, 6:2.. Einen weiteren, ähnlich interessanten, weil ausgeglichenen Kampf lieferten sich zur gleichen Zeit die Herrenmannschaften des Tennisclubs Bar K och b a und des Tennisclubs „Kaiseralle e". Bar Kochba gewann mit 6 : 3 Punkten, 15 :8 Sätzen und,116 : Y6 Spielen dem Resultat nach glatt, hatte jedoch ebenfalls in allen Spielen gegen die namentlich in den Doppelspielen erfolgreichen „Kaiserallee"-Vertreter starken Widerstand zu brechen, ehe dieses Resultat feststand. Weitere Ergebnisse: Tennisklub „Grune- Guttmann (11,8) und der kraftvolle 200-Meter-Lauf (25!) von Rudi Lehmann genannt. Nicht unerwähnt soll aber auch bleiben, daß im 100-Meter-Lauf, Hochsprung und Kugelstoßen der 50jährige Max Lehmann unter den Besten war. Bei den Jugendlichen zeichneten sich Walter Guttmann, Günter Markwald, Leo Kalwariski und Rolf Feibusch als Mehrkämpfer aus. Die Frauen gruppe, aus der die Teilnahme an den Wettbewerben erfreulich stark war, stellte mit Ilse Arndt im Dreikampf und 100-Meter-Lauf, mit Hanna Viktor im Kugelstoßen und Speerwerfen und Ethel Lehmann im Hoch- und Weitsprung talentvolle Siegerinnen. Nach Beendigung der Wettkämpfe zeigten 22 Kinder im Älter von-8 bis- 12 .Jahren ihre tu.r-, nerischen Künste in einer Reihe lustiger Wettbewerbe.. Noch einmal traten die Leichtathleten.in Aktion; die Männer trugen eine 4X100-Meter-Stasfel gegen eine von der Sportgruppe Löbitten gestellte, Mannschaft aus, und die Mädchen liefen ebenfalls' 4X100 Meter gegen eine Knabenmannschaft. > Den Abschluß des Sportfestes bildete ein Fußball- Wettspiel gegen Löbitten, das von der Königsberger Mannschaft mit 3 :0 gewonnen wurde. H.-W. Wir brachten in den letzten Nummern des ,J5portblatts“ u. a.: Beiträge zur Frage der Sporterziehung der jüdischen Jugend, Sportprogramme für 19369 sportpolitische Bemerkungen, Trainings - Reportagen jüdischer Meister, Uebersichten über die Organisation des jüdischen Sports, eine Kurzartikel-Serie „Was bedeut et?“, ausführliche Berichte aus allen Sportgebieten und kurze Sportnotizen aus aller Welt, Wir bringen demnächst u. a. i „Wer sind die Besten?“, „Jüdische Sportverhältnisse in England“, Vorschläge zur weiteren Ausgestaltung des jüdischen Sportbetriebes uttd setzen unsere umfassende aktuelle Sportberichterslattung in erweitertem Umfang fort« Wer noch nicht Leser des „Sportblatts“ ist,? bestelle die C.-V.rZeitung mit dem Bestellzettel auf dieser Seite bzw, auf der beigefügten Bestellkarte, Schwächung der Breslauer Mannschaft , konnte aber nicht hindern, daß sich ihre Ueberlegenheit immer mehr zeigte. Sie erzielte schließlich den Ausgleich und kam kurz vor dem Abpfiff zum verdienten Siegestreffer, Mit dem Ergebnis 2:1 (0:1) war Breslau, das zum ersten Male in Dresden spielte, der Doppelgewinner des Tages geworden. G. J. Wald" 1. Damen—Tennisclub „Kaiserallee" 1. Damen 9 : 0 Punkte, 18 :1 Sätze. 118 : 61 Spiele; Tennisclub Bar Kochba 2. Damen—JSK 1. Damen 6 :3 Punkte, 14 :7 Sätze, 113:70 Spiele; Tennisklüb „Grunewald" 3. Herren—Tennisclub Bar Kochba 3. Herren 6 : 3 Punkte, 15 : 8 Sätze, 119 : 95 Spiele. M. F. Berlin „Grunewald“ schlägt ISG 33 im Tennis Am 7. Juni standen sich im Rahmen der Ruudenkämpfe im Tennis die 1. Herrenmannschaften der ISG 33 und des Tennisklubs „Grunewald" gegenüber. Die JSG-Herren, die in dieser Saison schon oft ihre erheblich verbesserte Spielstärke Unter Beweis gestellt hätten, wußten auch in dieser Begegnung sehr zu gefallen; denn sie zwangen die „Grunewald"-Mannschaft zu vollem Ausspielen und hätten das Endresultat mit etwas Glück weit günstiger gestalten können. Die überraschenden Ergebnisse der Kämpfe waren der 6:0-6 :0-Sieg, den sich Wolfs („Grunewald"'» gegen Jauch (ISG 33) innerhalb von 15 Minuten erspielte, und der 7 :5-6 :3-Erfolg des JSGertz Sachs über Levin Gvldschmidt, der nach längerer Pause nur streckenweise Proben seines sonstigen Könnens zu geben vermochte.. Ostpreussen Frühjahrssportfest in Königsberg Im Mittelpunkt des Frühjahrssportfestes der Körngsberger Sportgruppe des RjF am 7. Juni standen die Kämpfe um die Vereinsmeisterschast, den Rahmen bildeten eine für alle Aktiven ausgeschriebene' leichtathletische Leistungsprüfung so> wie turnerische und sportliche Vorführungen. Pausenlos wickelte sich ein vielseitiges Programm ab, das Pen zahlreichen. Zuschauern einen güten Einblick in die Erziehungsarbeit der RjF-Sportgruppe bot. 70 Sportler eröffneten mit einer Ehrenrunde die Darbietungen. Hieran schloß sich eine wirkungsvolle Vorführung von Zweckghmnastik aus dem Stegreif. . In den leichtathletischen Kämpfen überragte der alterprobte Martin Lew in (Tilsit), der nicht nur den Sechskampf mit großem Voxsprung gewann, sondern auch Einzelsieger im Kugelstoßen (11,78 Meter), Diskuswerfen (32,80 Meter) und Hochsprung (s,62 Meter) wurde. Von den sonstigen Leistungen seien noch der technisch gute 100Meter-Laus von Georg Rheinland-Westfalen Makkabi-Boxkämpfe in Köln Eine großartige Boxveranstaltung hatte der Boxklub Makkabi Köln aufgezogen. Sämtliche Kämpfe wurden erbittert und fair.durchgeführt und fast sämtliche Treffen nur nach Punkten gewonnen. Leider konnte auch diesmal wieder: der Ringrichter absolut nicht gefallen; 7 beim Hauptkampf Haymann (Essen) gegen den deutschen MakkahiMeister Barterer (Köln) leistete .erstich in der zweiten Runde, nachdem der Kampf bis' dahin ausgeglichen war, eine derart unmögliche Entscheidung, daß das stürmisch protestierende Publikum erst dann beruhigt werden konnte, als bekannt wurde, daß der Kampf ohne Entscheidung geführt wird. Der technisch ganz ausgezeichnete Haymann erhielt stürmischen Beifall. '.Pflanzer (Köln) lieferte dem tapferen.Düsseldorfer Klinger einen „blutigen" Kamps mit. Schlag- Wechsel, die man auch im Kampf Hauser (Essen) gegen Lauser (Köln) und Waag (Essen) gegen. Klinger (.Köln) begeistert applaudierte. Äelfer (Essen) und Schindler (Köln) lieferten sich gleichfalls einen hervorragenden Kampf. Was der Essener an .Körperübergewicht hatte, hatte dev clevere Schindler an weit größerer Boxroutine vor, so daß dieser Kampf unentschieden endete, ein Erfolg immerhin für den noch sehr jungen Belfer. Viel Beifall erhielt auch der kleine Ohnhaus, der seinem 20 Pfund schwereren Gegner Beer mit seiner tadellosen Linken viel zusetzte. ' . # d M. R. Makkabi-Turnen in Essen Vor eine sehr zahlreichen' und sachverständigen Zuschauerzahl trugen Hakoah Essen und Makkabi Düsseldorf einen Turnklubkampf aus, den die bedeutend sicherer und straffer turnenden Gastgeber eindeutig mit 833 Punkten gegen 739 Punkte für Düsseldorf zu gewinnen vermochten. Innerhalb dieses hochinteressanten Klubkampfes wurde auch eine Einzelwertung vorgenommen, wobei Unter 50 Teilnehmern hervorragende Einzelleistungen geboten wurden. Mit ganz besonderer Spannung erwartete man das abermalige Zusammentreffen der 2. und 3. Sieger aus der deutschen Meisterschaft, Hecht (Düsseldorf) und Klaber (Essen), die sich jedoch diesmal gleich mit je 57 Punkten trennten, wobei Kl'aber für seine fabelhaft geturnte Reckübung als Einziger die volle Punktzahl erhielt. Dritter wurde Joskowitz (Essen). Bei den Damen war A. Cahn (Essen) diesmal besser als H. Mager (Essen) und L. Horowitz (Düsseldorfs während bei den Ältersturnern die überragende Haltung des 67jährigen Siegers Lust (Essen) besonders Nordwestdeutschland Jugendtag in Hamburg Leider hatte der vom Hamburger Schild veranstaltete Jugendtag^ infolge des unfreundlichen Wetters nicht den Besuch, den er verdient hätte; dennXwas den Zuschauern in wenigen Stunden von etwa 150 Jugendlichen gezeigt wurde, legte gutes Zeugnis von der Jugendarbeit der Sportgruppe und ihres tüchtigen Abteilungsleiters Gustav Nachmann ab. In schneller Folge wurden einige Mannschaftsspiele vorgeführt, die auch bei dem jüngsten Jahrgang gutes Niveau boten. Handball, Faustball, Völkerball und leichtathletische Uebungen wechselten sich ab, besonders bemerkenswert ein Fußball-„Blitzturnier". Die Veranstaltung, die ursprünglich als letzte Prüfung für die am 14. Juni in Hamburg stattfindenden nordwestdeutschen Leichtahtletikmeisterschaften gedacht war, wurde über diesen Zweck hinaus zu einer eindrucksvollen, Werbung für den gesamten jüdischen Jügendsport in Hamburg. . R, H. Ergebnisse vom 31. Mai: Handball: Bar Kochba Hamburg—Bar Kochba Leipzig ^: 2 (2:2). : ... . Auslandstournee des Tennisclubs Bar Kochba Eine Mannschaft des Tennisclubs Bar Kochba Berlin, bestehend aus den auswärtigen Mitgliedern dieses Klubs, Frau Friedleben (Frankfurt am Main), Buchwalter (Breslau), Kahn (Bamberg) und dem Tennisobmann des Deutschen Makkabikreis^',. Dreyfuß (Berlin), befindet befindet sich gegenwärtig auf einer Wettspielreisej Nach einem Sieg gegen eine Vertretung des VAC (Budapest) nahmen die Berliner an . den Kämpfen um einen Pokal des tschechischen Makkabi teil. Sie schlugen in der Vorrunde Makkabi Hradisti mit 7:0 Punkten, verloren allerdings im Endspiel gegen Makkabäa (Preßburg) knapp mit 3 :4 Punkten. Für die Preßburger spielte Fräulein Fischer, die sich diesmal von Frau Friedleben mit 3:6, 5:7 schlagen ließ, Danzig, Klein und Adler. , Tue 9 9 Pjemuf Ms l.Obtoiu liefern wir die C.-V.-Zeitung, wenn uns der Bestellschein sofort eingeschickt wird. Helfen Sie uns werben. Geben Sie diesen Abschnitt Ihren Freunden. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 99 Pfennig für Juli, August September zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die beiden letzten Juninummern gehen mir kostenlos zu. Name: Ort: — Strasse: Datum;- Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert bis spätestens 23. Juni senden an: C.-V.. 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