Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 21 (22.5.1936)
- Date
- 1936-05-22
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2277379-9449481-9449364--10382-9449026- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Sokolow Mitten in einer Zeit schwerer Besorgnis um das jüdische Aufbauwerk in Palästina erreicht uns die Nachricht vom Tode eines seiner größten Vorkämpfer: Nahum Sokolow ist gestorben. Als wir ihm an dieser Stelle vor wenigen Monaten unsere Glückwünsche zu seinem 75. Geburtstag aussprachen, war unsere Hoffnung noch unerschüttert, daß diese starke Persönlichkeit ihrem Werke noch lange würde dienen können. Vielen ungetanen Taten jugendfrisch entgegenschreitend, stand er damals noch mitten im Leben. Nun ist er für immer sortgegangen, ohne daß Krankheit ihn vorher von der Höhe seines Wirkens und Plauens hinuntergesüßrt hätte,;; Nahum Sokolow war eine zentrale Gestalt der zionistischen Bewegung. Wie er aus dem kleinen polnischen Dorf Wyszogrod in Polen,, von wo er ausging, seinen Weg in die große Welt nahm, wie er Europäer wurde und Jude blieb, europäischer Diplomat, der auf allen Kontinenten und in allen Sprachen zu Hause war und doch Jude mit dem brennenden Herzen für die Nöte seiner jüdischen Brüder — das war nicht der Weg eines einzelnen Menschen, sondern das Symbol einer Epoche. Sokolow, den tief im jüdischen Milieu verwurzelten Menschen des Ostens prägte die Begegnung mit der europäischen Geisteswelt zum Zionisten. Innerhalb der zionisti-. schen Hierarchie dient er sich empor, kommt früh zu führenden Aemtern, bereichert die Bewegung durch literarische Arbeiten, durchkämpft unzählige Tagungen und Kongresse, verhandelt mit Staatsmännern und Regierungschefs. Als er mit Weizmann im Jahre 1917 die Siegesfahne der Balsour-Deklaration einholt, bereitet er seiner Idee die schicksalhaft entscheidende Wendung zur Wirklichkeit. Seit jener Zeit ist. seine Wirksamkeit mit der Weizmanns so eng verbunden, daß Weizmann anderthalb Jahrzehnte später, 1931, das seither viel zitierte Wort von ihm sagen mußte: „Wenn ich von ihm spreche, ist es mir beinahe, als spräche ich von mir selbst." Im gleichen Jahre gewinnt diese fast mystische. Identität politische Bedeutung, als aus dem. Baseler Zionistenkongreß Weizmanns Wiederwahl zum Präsidenten der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency nicht durchgesetzt werden kann. Damals tritt der 79jährige Sokolow unter überaus schwierigen Verhältnissen an seine Stelle: nicht als Exponent einer anderen.politischen Richtung, sondern als der enge Freund, dem nur die Vielzahl seiner Lebensjahre einen Vorsprung an Unumstrittenheit gibt. Das Opfer dieser Platzhalterschaft findet nach sechs Jahren seinen Lohn darin, daß Weizmann wiederkehrt. Seither bekleidete Sokolow das Amt des Ehrenpräsidenten der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation, des Präsidenten des Keren Hajessoö und des obersten Leiters der gesamten zionistischen Kulturarbeit. Wie wenig er. diese Würden als nur dekorative „Alterserscheinungen" aussaßte, beweist sein Vorhaben, im Juni dieses Jahres eine Reise für den Keren Hajessod nach Argentinien anzutreten. Erst der Tod hat seiner unermüdlichen Arbeit ein Ziel gesetzt. Der Tod hat in den letzten Jahren unter den alten Vorkämpfern des Zionismus reiche Ernte gehalten. Bialik, Motzkin, Schmarja Lewin gingen in kurzer Folge dahin, und nun folgt Sokolow in diesen mit Palästinasorgen besonders beschwerten. Tagen. Eine Epoche, die in diesen Männern Gestalt gewonnen hatte, scheint sich ihrem Ende zuzuneigen. Es war eine Epoche, die im jüdischen Osten ausbrach und über Westeuropa nach Palästina führte, und die aus diesem Wege nicht nur Räume, sondern auch Zeiten durchschritten und ihre Gegensätze zu einheitlichen Ergebnissen geformt hat. So ist diese zionistische Generation und ganz besonders Sokolow, um den wir über alle Standortsunterschiede hinweg heute trauern, fast wider Willen zum Symbol jüdischer Weltofsenheit geworden. Indem sie den Zionismus als ein Geschenk Europas an das Judentum der Jahrhundertwende entgegennehmen, verpflichteten sie sich für immer einer Idee, deren Ursprung zwingende Forderungen auch für die Gestaltung der jüdischen Zukunft einschließt. h vr. Uv» Reichnunm-Jungmaiui Der Schriftsteller Sokolow Nahum Sokolows Bedeutung für die jüdische Literatur ist noch gar nicht abzuschätzen. Sokolow war bis zu seinem Tode ein ungemein fruchtbarer Schriftsteller, er schrieb, wenn man seine kleineren Arbeiten mitzählt, sicherlich mehr als hundert Bände. Noch bis zuletzt lieferte er verschiedenen jüdischen Zeitungen allwöchentlich einen großen politischen Artikel, und wenn man bedenkt, welche organisatorischen und gesellschaftlichen Pflichten er ständig erfüllte, so ist seine Arbeitsfähigkeit einfach unvergleichlich. Dabei schrieb er nie leicht und leichthin, er hatte immer etwas zu sagen, er brachte, allerdings in breiter, zuweilen weitschweifiger Form, Wesentliches) Sachliches vor. Der Schriftsteller Sokolow war ein Maskil, ein Mann der Aufklärung im besten Sinne des Wortes. Wissen war seine Macht, sein Arbeitsgebiet umfaßte das Historische wie' das geographische, Naturwissenschaften und Philosophie, Literatur und Politik. Er .schrieb ein vorzügliches Hebräisch, und seine zahlreichen jiddischen Werke sind sprachlich nicht minder vollkommen. Daneben Fot. Herbert Sonnenfeld, Berlin hat Sokolow verschiedene Bücher und kleinere Aufsätze in deutscher, englischer und französischer Sprache verfaßt. Seine bekanntesten hebräischen Bücher sind eine Geschichte des Antisemitismus, die vor mehr als fünfzig Jahren in Warschau erschien, eine Geographie Palästinas, ein lexikalisches Werk mit Biographien zeitgenössischer jüdischer Autoren, ein Spinoza-Buch und zuletzt, voriges Jahr inTel-Aviv erschienen, das dreibändige Werk „I s ch i m" (Männer), worin Sokolow sich mit den Ideen bedeutender Zeitgenossen auseinandersetzt und u. a. Persönlichkeiten wie Georg Brandes, Walther Rathenau, Hermann Cohen darstellt. Seine Geschichte des Zionismus, die englisch mit einer Vorrede von Lord Balfoyr erschien, ist wohl am weitesten verbreitet worden. Sie ist ein großangelegtes Werk, besonders zu schützen, weil darin vor allem die Vvxgeschichte des Zionismus ausführlich dargestellt ist; Sokolow versteht unter Zionismus hier alle jüdischen und nichtjüdischen (besonders die englischen) Bemühungen um Palästina etwa seit der christlichen Zeitrechnung. Was er auch schrieb, er war immer interessant und lesenswert. Sokolow hatte eine so ungeheure Personenkenntnis — es gab tatsächlich kaum einen bedeutenden Juden oder für das Judentum bedeutenden Mann in den letzten fünfzig Jahren, den er nicht kannte —, er hatte ein so unheimliches Gedächtnis, eine so große Assoziationssähigkeit, daß er mit all diesen Vorzügen alles ausglich, was etwa an seinem Stil — vielleicht durch seine ungewöhnliche Vielsprachigkeit — unpersönlich und trocken sein mochte. Er hat auch Novellistisches verfaßt, aber er war niemals ein Dichter, niemals ein flammender Schriftsteller, jedoch, was seiner Zeit, den jüdischen Literaturen in allen Sprachen und besonders den hebräischen und jiddischen Lesern mehr not tat: ein gescheiter, sachlicher, vielseitiger, rechtschaffener, bis ins Greisenalter natürlich offener Kopf und ein Schriftsteller mit Herz. L. H. Die Beisetzung des verstorbenen Ehrenpräsidenten der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation, Nahum Sokolow, fand Mittwoch, den 20. Mai, statt. Der Trauerzug ging vom Hause Sokolows um 11 Uhr 30 Minuten vormittags ab. Bei der Beisetzung auf dem Willesten- Friedhvf hielt der Chief Rabbi des Britischen Reiches, Dr. I. H. Hertz, die Trauerrede. Am Abend fand in der Großen Synagoge eine Trauerseier für Sokolöw statt. Sir Arthur Wauchope an die Jewish Agency „Mit tiefstem Bedauern habe ich von dem Tode Nahum Sokolows erfahren. Ich verstehe, welch schrecklicher Verlust dies für Sie sein wird. Ich sah in ihm stets einen wahren Gentleman und echten Freund." Der Vorsitzende des Central-Vereins hat der Jewish Agency, der Zionistischen Weltorganisation und der Zionistischen Vereinigung für Deutschland das Beileid des Central-Vereins ausgesprochen. Die Gleichberechtigung Eine Erklärung des litauischen Innenministers Der litauische Innenminister, - General Julius C a p l i k a s , hat der Jüdischen Telegraphen- Agentur eine ausführliche Erklärung über die Politik der litauischen Regierung gegenüber den jüdischen Einwohnern Litauens übergeben. Veranlassung zu dieser Erklärung bot ein in der englichen Presse stark verbreiteter Bericht, demzufolge die litauische Regierung den Juden „den Krieg erklärt" haben sollte. Innenminister Caplikas begnügt sich nicht nur damit, dieser Meldung aufs entschiedenste entgegenzutreten, sondern gibt darüber hinaus auch noch bekannt, daß die litauische Regierung bereit sei, vor kurzem getroffene Maßnahmen, die sich für die wirtschaftliche Lage der Inden Litauens schädlich ausNurken, r ü ck - gängig zu machen. Das Interview, das in der gesamten litauischen Presse wiedergegeben wurde, hat bei den litauischen Juden große Genugtuung ausgelöst. : Keine Gefährdung jüdischer Existenzen durch die Handwerksgesetzgebung Die im Ausland verbreiteten Befürchtungen — so heißt es in der Erklärung des Innenministers —, daß die Einführung des Prüfungszwanges für Handwerker die Lage der jüdischen Handwerker des Landes schwer beeinträchtigen könnte, sind völlig unbegründet; die Regierung hat ihren Standpunkt in dieser Frage geändert, das Gesetzesprojekt hat keine wirkliche Bedeutung mehr. Das ganze komplizierte Problem des litauischen Handwerkerstandes wird endgültig von der demnächst zu gründenden Handwerkerkammer behandelt werden. Die Entscheidungen dieser Kammer werden auf die Interessen aller Handwerker des Landes abgestimmt sein. Auch die jüdischen Handwerker werden bei der Formulierung des Gesetzes von der Negierung zu Rate gezogen werden. Die jüdischen Lehrer, so führte der Minister weiter aus, haben ebenfalls keinen Grund zur Sorge. Wohl werden sie in Zukunft ihre allgemeine Ausbildung in litauischen Lehrerseminaren erhalten, doch hat die Negierung nicht die Absicht, Ausbildungskurse für die Spezialisierung jüdischer Lehrer in jüdischen Gegenständen zu verbieten. Innere Autonomie der jüdischen Gemeinschaft Was die Frage der religiösen Vertretung betrifft, so beabsichtigt die Negierung nicht, ihre Pläne den Juden aufzuzwingen. Die Regierung hat eine Verordnung erlassen, durch die der Nabbinerverband ausschließlich als Berussverband dudenfeindliehe In Bnska (Ostgalizien) kam es zu schweren judenieiudtichen Ausschreitungen, als sich das Gerücht verbreitete, ein Jude habe gegen eine religiöse Prozession einen Stein geschleudert. In den jüdischen Häusern wurden die Fenster eingeschlagen und viele Juden wurden schwer mißhandelt. Die Polizei stellte fest, daß der Stein von einem Zigeuner geworfen worden war. In Proposzna haben unbekannte Täter den jüdischen Friedhof geschändet und mehrere Grabmäler zerstört. In Rembilic-Szlachecki, Kreis Czenstochau, wurde die Wirtschaft des Juden Meir Binantal niedergebrannt. Das Wohnhaus, ein Laden mit der gesamten Ware und die Getreidespeicher wurden vernichtet. Während des Brandes wurden viele Gegenstände, die der Eigentümer zu retten versuchte, von Bauern geraubt. Nur die Thorarolle konnte Binantal aus dem brennenden Hause retten. Auf der Kleinbahn zwischen Warschau und Gora- Kalwarja wurden der Sohn des „Gerer Rebbe", Israel Alter und seine Begleiter mißhandelt. Die Ueberfallenen wurden gewaltsam daran gehindert, die Notbremse zu ziehen. In Wilna wurde der junge Chaluz Jakob Feldman, als er mit Bekannten eine Straße in Wilna Passierte, von zwei Nationaldemokraten überfallen, die mit Eisengewichten aus ihn losschlugen und mit Messern auf ihn einstachen. Sterbend wurde er ins Hospital übergeführt. Die Mörder Feldmans konnten verhaftet werden. Die Polizei entdeckte in Warschau eine Jnstruktionsschule für antisemitische Terroristen, die von der nationalradikalen Organisation (Nara) vor etwa einem Monat eingerichtet wurde. Die „Schüler", von denen ein Teil aus der Provinz stammt, wurden in der Ausführung von Terrorakten gegen die Juden systematisch geschult. Geleitet wurde die Schule von Ingenieur Taddeusz Pieskiewicz und dem Studenten Victor Domanski. Die Polizei verhaftete 21 Personen, davon sechs aus Warschau und 15 aus den Distrikten Lublin und Bialystok. In Warschau wurde der jüdische Friedhof geschändet. Die Grabhütten der berühmten Rabbis von Radzin und Amszinow wurden niedergerissen, mehrere Grabsteine wurden zertrümmert. Der jüdische Arbeiter Chaim Radziminski wurde niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Auf dem Muranow-Platz, im Zentrum des Warschauer jüdischen Nalewki-Viertels, wurden jüdische Passanten niedergestochen. Im Eisenbahnzug Warschau—Otwock wurde der junge Rabbiner Melech Aszkenasi, Sohn des „Kobjeler Rebbe" überfallen und mißhandelt. Die Ueberfülle auf Juden in der Gegend von Otwock hören nicht auf. In Otwock selbst wurde der Sohn des Oberrabbiners Elia Sehman durch Huligans überfallen und erheblich verletzt. Die der litauischen Juden anerkannt wird; dies geschah aus Gründen formeller Art, die sich aus dem gegenwärtigen Statut des Rabbinerverbandes ergeben. Infolge dieser Entscheidung unterliegt der Rabbinerverband nicht der Autorität des Bildungsministeriums und kann darmn keine' offiziellen Schritte mr Namen der jüdischen Gemeinschaft unternehmen. Unrichtig ist ferner die Behauptung, daß die Juden in Litauen nicht das Recht aus höhere Bil- Magister Kirsch dergutfe Likör, Magister München VII düng und Eintritt in den Staatsdienst haben. Der Prozentsatz der Juden in den freien Berufen ist sehr hoch und was den 'Staatsdienst betrifft, so scheinen sie nicht viel Interesse dafür zu haben, diesen Beruf .zu wählen. Immerhin. giö't eß viele Juden in der Polizei und anderen Zweigen des Staatsdienstes; manche Juden bekleiden sogar außerordentlich verantwortungsvolle Regierungsstellen. Keine Beschränkungen für Juden auf wirtschaftlichem Gebiet Was das wirtschaftliche Gebiet betrifft •— bemerkt General Caplikas —, so muß betont werden, daß die Negierung gegen den Grundsatz des freien Wettbewerbes nicht verstößt; es ist darum unrichtig, von irgendwelchen Verfolgungen und Einschränkungen gegenüber den Juden zu sprechen. Sogar beim Flachsmonopol hat die litauische Negierung darauf geachtet, daß die jüdischen Handelsunternehmungen nicht daran gehindert werden, mit der staatlichen Kooperativgesellschast erfolgreich in Wettbewerb zu treten; cks facto haben die Juden beträchtliche Erfolge bei der Konkurrenz im Flachshandel. In bezug auf das allgemeine Politische Leben des Landes werden die jüdischen Interessen in dem neuen Parlament, das in Kürze einberufen werden wird, sorgfältig berücksichtigt werden. Von fünfzig Sitzen werden zwei jüdischen Vertretern zufallen. Aus all dem ist zu ersehendaß an den Berichten, die von einer Verfolgung der Juden in Litauen sprechen, nichts Wahres ist. Die litauische Regierung hat zu wiederholten Malen ihre objektive Haltung gegenüber allen Bürgern ohne Unterschied der Nationalität und, des Glaubens kundgegeben. An diesen Grundsätzen hat die litauische Regierung in der Vergangenheit stets ehrlich fest> gehalten, und sie ist entschlossen, sie auch in Zu-< kunst gewissenhaft zu beachten. Exzesse in Polen antisemitische. Presse, voran „Warszawski Dziennik Narodowi", äußert ihre Genugtuung über diese Ueberfälle, die dazu angetan sind, die Juden von dem Warschauer Sommersrischengebiet fernzuhalten. In dem Städtchen Karsznik bei Warschau wurden jüdische Einwohner schwer mißhandelt, die beiden jüdischen Arbeiter Henech Orale und Israel Sukman wurden durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Jüdische Schüler aus Lodz, die nach Warschau gekommen waren, um im Belvedere-Schloß das Andenken des Marschall Pilsudski zu ehren, wurden durch'Nationaldemokraten überfallen Und zum Teil erheblich verletzt. Aus der CV- Arbeit Ostpreussen Die Ortsgruppe Königsberg des C. D. hielt am 12. Mai in der Aula der Hindenburg- Oberrealschule eine L u d w i g - H o l l ü n d e r - Gedenkfeier ab, zu der die Mitglieder der Synagogengemeinde geladen waren. In seiner Gedenkrede zeichnete Syndikus Dr. Hans Reichm a n n (Berlin) Ludwig Holländer als den. Mitschöpfer der weltanschaulichen Synthese von Glaube und Heinrat und als das von freudigem, jüdischbewußten Verantwortungsgefühl durchglühte Vorbild des Juden in Deutschland. Die von einprägsamen Zitaten dnrchwirkte Rede fand ungeteilte Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung wurde, durch das Adagio maesto aus dem „Horn "-Trio von Brahms eingeleitet, das von den Herren Dr. Walter Klein (Klavier), Dr. Robert L e v y (Violine), Walter Magnus (Cello) mit Wärme vorgetragen wurde. Am 11. Mai sprach Dr. Hans Reichnrann (Berlin) vor den Mitgliedern der Synagogengemeinde Elbing über „Gegenwartsaufgaben". Grenzmark Aus Anlaß eines Abendgottesdienstes in Jastrow, auf dem Rabbiner Dr. Jospe Predigte, nahm der Syndikus des C.-V. für den Landesverband Grenzmark, Ludwig Rosenthal, mit den Mitgliedern unserer dortigen Ortsgruppe Rücksprache. Mitteldeutschland Am 13. Mai fand unter Leitung des Ortsgruppenvorsitzenden, Ernst C. a l m, eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung im Bernburg e r Gemeindesaal statt, aus der der Syndikus Kurt S a b a tz k h, Leipzig, über „Jüdisches Schicksal, jüdische Aufgaben" sprach. Mit dem ÜHldSCllUlllGilll Florenz: Ferien an der italienischen Riviera 1. VII. bis 30. IX. in Forte dei Mar ms, breiter Sandstrand, nahes Gebirge, Pinienwälder, Wohngelegenheit für Eltern im Ort lagespreis tut rerieriKinaer 4/0 K/Vl inkl. wahlfreiem Unterricht und Sprachkursen Auskunft durch das Landschulheim Florenz, Pian dei Giullari, Villa Pazzi. HHUHBHnMü