Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 18 (30.4.1936)
- Date
- 1936-04-30
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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\ KALENDER Mai 1936 liiar 5696 9. Sonnabend 10. Sonntag 16. Sonnabend 10. Wochenabschnitt: Achare Kedoschitn 3. B. M. 16—20 Haftara: Amos 9,7—15 Pirke Awoth III 17. Wochenabschnitt: Emor 3. B. M. 21—24 Haftara Ez. 44,15—31 Pirke Awoth IV 18. Lag baomer 24. Wochenabschnitt: Behar Bechuckotai 3. B. M. 25—27 Haftara: Jer. 16,19-17, Neumondweihe Pirke Awoth V 21. Donnerstag 29. Jom Kippur Katan Ssiwan 5696 22. Freitag 1. Rosch Chodesch 23. Sonnabend 2. Wochenabschnitt: Bamidbar 4. B. M. 1—4,29 Haftara: Hosea 2,1-22 Pirke Awoth VI 26. Dienstag 5. Erew Schawuoth 27. Mittwoch 6. 1. Tag Schawuoth 28. Donnerstag 7. 2. Tag Schawuoth. — Megillath Ruth 30. Sonnabend 9. Wochenabschnitt. Nasso 4.B.M. 4,21-7.89 Haftara: Richter 13,2-25 . . Pirke Awoth I jüdischen Gemeinden unter sämtlichen deutschen Gebieten. Die meisten dieser jüdischen Gemeinden sind Klein- oder Zwerggemeinden. Diese Tatsachen machten schon bei der Begründung des Landesverbandes weitgehende Untervrgantsativnen zum Zwecke bezirklicher Zusammenfassung erforderlich, weil einzelne Gemeinden weder imstande waren, Gemeiudegottesdienste zu veranstalten, noch den Jugendunterricht durchzuführen. Als dann in den letzten Jahren die unerwarteten Sozialaufgaben hinzutraten, wuchsen gerade aus der Sonderlage der jüdischen Gemeinden Hessens die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, ins Ungemessene. Wenn heute das Gebiet des Hessischen Landesverbandes von allen jüdischen Instanzen als Notstandsgebiet höchsten Grades anerkannt wird, so spricht dies für die geschilderte Lage. Als der schon im Herbst 1922 eingeleitete Versuch, einen „Verband der israelitischen N e l i g i o n s g e m e i n d e n R h e i n h e s s e n §" zu gründen, gescheitert war, gingen die Verhandlungen und Versuche, einen Gesamtverband der jüdischen Gemeinden Hessens zu schassen, weiter. Zwar dauerten diese Verhandlungen noch fast vier Jahre, bis ein Erfolg zu verzeichnen war. Aber auch jetzt gelang es noch, nicht, sämtliche Gemeinden in einen einheitlichen" Verband einzubeziehen. Nvch heute besteht neben dem allgemeinen Landesverband ein Landesverband gesetzestreuer Shnagogengemeinden, dessen Mitgliedergemeinden zwar nur eine kleine Zahl von jüdischen Seelen ausweist; es gibt auch nvch einige Gemeinden, die keinem der beiden Verbände angehören. Die Einheitlichkeit der Verwaltungsarbeit wies auch aus diesem Grunde Unzulänglichkeiten auf. Der Landesverband israelitischer Religionsgeineinden Hessens hat trotzdeni 137 Gemeinden mit etwa 16 500 Seelen (nach dem Stand vom 15. Juni 1925) zusammenzufassen vermocht; die Gesamtzahl der in Hessen lebenden Juden betrug am 15. Juni 1925 20 400 Seelen. . Der Landesverband hatte seine Begründung von Anfang an unter Bezugnahme aus den Artikel 137, Abs. 5, Satz 3 der Reichsverfassuna vollzogen, seine Anerkennung als Körperschaft des .öffentlichen Rechts ist durch die Staatsleitung am ,22. Oktober 1931 zu Nr. STM II 8041 erfolgt. Der Berwaltnngssitz des Landesverbandes befand sich seit Gründung des Landesverbandes und während seines zehnjährigen Bestehens in Mainz als der größten jüdischen Gemeinde des Verbandsgebietes. Schon ein Monat nach der Begründung erschien die erste Nummer des M i t t e i lu n g s b l a t t e s, welches seinen Redaktionssitz ebenfalls in Mainz .hatte. Neuerdings wird dieses monatlich erscheinende Mitteilungsblatt in Frankfurt a. M. gedruckt. Dieses Organ des Landesverbandes hat sich die Aufgabe gestellt, eine Verbindung unter der Jndenheit Hessens zu schaffen, über die Arbeiten des Landesverbandes Rechenschaft zu geben, das jüdische Wissen zu mehren, jüdisches Fühlen zu wecken, das jüdische Gewissen zu stärken und jüdische Tat zu beleben. Diese Aufgabe hat das Mitteilungsblatt unter schwierigen finanziellen Verhältnissen erfüllt. Die für die unverhältnismäßig großen Gemeinschaftsaufgäben erforderlichen Mittel wurden von den Inden Hessens bziv. von den jüdischen Gemeinden des Verbandes unter großen Opfern aufgebracht. Die Zeit muß darüber entscheiden, ob dies auch in Zukunft möglich sein wird und ob insbesondere dlirch eine straffe Gesamtorganisation der jüdischen Gemeinden Deutschlands nicht wesentliche Ersparungen gemacht werden könnten. Gemäß der Verfassung des Landesverbandes wird die Verwaltungsarbeit von einem 15-gliedrigen Oberrat mit ebensoviel Stellvertretern geleitet, der je nach Bedarf zusammentritt; der Gemeinde tag, der den genannten Oberrat und die erforderlichen Kommissionen wählt und die Rechenschaftsaufsicht ausübt, trat bisher alle zwei Jahre zusammen. Wenn nicht alle Pläne des Landesverbandes in vollem Ausmaß zu verwirklichen waren und wenn insbesondere durch die Entwicklung der Zeit die Organisation des Landesverbandes sich immer wieder auf neue Probleme einstellen mußte, so ist doch die erreichte Leistung ein Stück Geschichte. In keinem Augenblick seines Bestehens erhielt der Landesverband Staatszuschüsse; die Aufwendungen für den israelitischen Kultus, für die Einsetzung von W a n d e r l e h r e r n in Kleingemeinden, die F ö r d e r u n g der jüdischen Jugend auf den verschiedensten Gebieten, die Erhaltung oder Instandsetzung von Synagogen und Friedhöfen, die Versorgung der Gemeinden mit H i l s s v o r b e t e r n, die Förderung aller r i t u e l l e n Einrichtungen, die Durchführung von Fortbildungskursen für Rabbiner und Lehrer und ein wesentlicher Teil der sozialen H i l f s t ä t i g k e i t war dem eigenen Willen und der eigenen Kraft der Verbandsgemeinden überantwortet. Ohne die Arbeit des Landesverbandes wäre manche Gemeinde und manche Familie aus inneren Gründen in ausweglose Zustände gekommen. Wenn darum der Landesverband ans das abgelaufene Jahrzehnt zurückblickt, fo darf er doch mit gläubigem Vertrauen und im Bewußtsein seiner Bedeutung der kommenden Zeit entgegenschaucn. vr. 8. L. Aus den Gemeinden Die Schülerzahl der Jüdischen Volksschule in München ist so stark angewachsen, daß die bisherigen Räume im Schulhaus der Israelitischen Kultusgemeinde nicht mehr ausreicheu. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen der Stadt und der Kultusgemeinde München sind im städtischen Schulhaus an der Gabelsbergerstraße Unterrichtsräume der Jüdischen Volksschule zur Verfügung gestellt worden, in denen die vier Oberklassen (5. bis 8. Schülerjahrgang) unterrichtet werden. Aehnliche Regelungen sind in anderen bayerischen Städten bereits getroffen worden oder stehen dort bevor. Die Gemeinde E i ch (Kreis Worms), die noch vor ganz kurzer Zeit aus 34 Seelen bestand^zählt seit einigen Wochen nach Wegzug von 19 Seelen nach anderen Städten und Auswanderung nach den Vereinigten Staaten nur noch vier Seelen, die auch nur noch für kurze Zeit in Eich verbleiben, Die Gemeinde, die bis vor drei Wochen noch jeden Sabbat ihren Gottesdienst versah, hat nun beschlossen, die vier Sefer Toras nach Palästina zu schicken und die , im Jahre 1890 neu erbaute Synagoge, die damals unter großer Beteiligung der Nachbargemeinden eingeweiht wurde, zu veräußern und den Erlös für die Synagoge nebst angrenzendem Wohnhaus zu wohltätigen Zwecken zu verwenden. V In Hamburg fand die feierliche Amtseinführung des neuen Oberrabbiners Dr. Joseph C a r l e b a ch, bisher Oberrabbiner von Altona, durch den ersten Vorsitzenden des Deutsch-Israelitischen Synagogenverbandes, Dr. Hugo Z u n tz, statt. Rabbiner Dr. H o f f m a n n (Frankfurt am Main) überbrachte die Glückwünsche der zentralen Körperschaften. * In L e i p z i g wurde kürzlich Rabbiner Dr. Ochs, der bisher als konservativer Rabbiner in Königsberg i. Pr. gewirkt hat, in sein neues Amt als orthodoxer Gemeinderabbiner in der Ez- Chaim-Synagoge eingeführt, wobei Gemeindevorsteher Karl G o l d s ch m i d t eine herzliche Begrüßungsansprache hielt. Danach hielt Dr. O ch s seine Antrittspredigt, in der er seinen Aufgabenkreis als Gemeinderabbiner umriß. In der Synagoge Gottschedstraße sprach bei einem Gemeindeabend Rechtsanwalt Heinrich Stern (Berlin) über „Jüdische Arbeit in heutiger Zeit". I leppicke / Möbelstoffe / Gardinen BLUMENFELD, Nürnberg, Adlerstrasse 36 Briefmarkentauschadressen Dr. meb. Ernst Boronow, Zahnarzt, Breslau 5, Gartenstraße 48; m. S.; Dt. R., bes. ungebr. Diererblocks u. Abarten; BM.; Kdt. Erstsdg. erb. 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Nordamerika a) Seeweg 1.5. ab Berlin; 1.5. ab Hamburg 19 Uhr („Bremen“ . 2.5. ab Bremen) 8.5. an New-York 4.5. h „ („Normandie“ 6.5. „ Le Havre) 11.5. „ „ 5.5. „ „ 5.5. „ „ 17 „ („Manhattan“ 6.5. „ Hamburg) 14.5. „ „ 6.5. „ „ 6.5. „ „ 8 „ („Deutschland“ 7.5, „ Cuxhaven) 15.5. „ » b) Luftweg 2.5. ab Berlin 22 Uhr; 3.5. ab Köln 10 Uhr; 3.5. ab Cherbourg (Schiff); 8.5. an New-York. (Zuschlag auf Auslandstarif 15 Pf. für je 20 g) Südamerika a) Seeweg 1. 5. ab Berlin; (Schiff 5. 5, ab Lissabon) 18. 5. an Rio; 22. 5. an Buenos Aires 2.5. „ „ ( „ 5.5. „ Marseille) 23.5. „ „; 27.5. „ „ „ 6.5; „ „ ( „ 9.5. „ Boulogne) 25.5. „ „; 29.5. „ „ „ 10.5. „ „ ( „ 13.5. „ Lissabon) 25.5. „ „; 29.5. „ „ „ b) Luftweg 6.5. ab Berlin (Deutsche Luftpost) 21 Uhr, Laufzeit 3 Tage 6.5. ab Fränkfurt/Maln (Deutsche Luftpost) 24 Uhr, „ 3 „ 9.5. ab Berlin (Französische Luftpost) 9 Uhr, „ 5 „ 9.5. ab FrUnkkurt/Mnin (Französische Luftpost), „ 5 „ (Zutchlag zum Auslandstarif nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 7. 5. ab Köln; 8.5. ab Southampton (Schiff). Laufzeit ca. 15 Tage. b) Luftweg 6.5. ab Berlin 19 Uhr 15, Laufzeit 8 bis 9 Tage, 9.5. ab Berlin 10 Uhr 15, Laufzeit 8 bis 9 Tage. (Zuschlag auf Auslandsiarif 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 3. 5. ab München 9 Uhr; 1. 5. abends ab Berlin (Schiff 5. 5. ab Piräus), 9. 5. an Jaffa 6.5. „ ,, 9 „; 4.5. „ „ „ „ 7.5. ,, Brindisi), 11.5. ,, „ b) Luftweg (bis Jaffa) 2.5. ab Berlin 6 Uhr, Laufzeit 2 Tage 3.5. „ „ 10 „ 15, „ 2 „ 6.5. „ „ 8 2 „ 7.5. „ „ 10 „ 15, „ 2 „ (Zuschlag auf Auslandsiarif 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) Ein neuer jüdischer Komponist Es gilt heute aus einen bedeutenden, bisher wenig, zu wenig bekannten Komponisten hinzuweisen, ans Dr. Jacob S ch ö n b e r g, dem ein Abend bei Weil gewidmet ist. Wenn Schöpferisch-sein bedeutet, daß neue Wege und Stile instinktiv und nicht konstruktiv gefttnden werden, so gebührt Schönberg dieser Ehrentitel eines Schöpfers in vollem Maße. Moderner Musik gegenüber verhält man sich so: was klanglich befremdend und mtverständlich ist, nennt man „interessant", womit man zugleich den Schein des Eingeweihten und Fortschrittlichen wahrt. Da auch Schönberg dieser Charakteristik nicht entgehen wird, sei mit besonderem Nachdruck gesagt, daß diese Musik über die interessante Küroisität und tastende Versuche weit hinausgeht, daß hier zwar nichts Abgeschlossenes, aber in sich Vollendetes vorliegt. Es ist wichtig, daß sich Schönberg im Gegensatz zu vielen Modernen theoretisch nicht festgelegt hat, daß er nicht einfach linear oder harmonisch schreibt, sondern alle musikalischen Mittel verwertet. Dadurch erhält eine wertvolle Klaviersonate eine reiche Fülle und Vielfalt der Klangbilder, die bei aller Herbheit selbst impressionistische und virtuose Züge umgreift. Die Themen sind rein instrumental, in unsanglichcn Intervallen erfunden. Zum andern ist Schönbergs Werk auch von der klaren Melodielinie her befruchtet. Der Komponist ist nicht nur einer der besten Sammler Palästinensischer Volkslieder, er hat seine Kenntnisse auch künstlerisch in Liedbearbeitungen wirksam gemacht. Hier ist das Jüdische nicht Zusatz und Tünche, sondern hier liegen lebendige Quellen, die eine vitale jüdische Musik ausgesprochen orientalischer Pimgm^ entstehen lassen. Das alles ist nicht leicht zu hören und noch schwerer richtig zu interpretieren; so werden wenige Pianisten, wie der vortreffliche Gustav Sabel, bereit und imstande sein, die Klaviersonate zu spielen. Einfacher. sind die Wieder, deren teilweise sehr hohe Lage Hildegnrdt Li p Psta dt mit Intelligenz meisterte, während Hiegbert Steinfeld einige, ältere Bearbeitungen ansprechend brachte. Ein etwas früher geschriebenes Streichquartett, das mir Persönlich weniger sagte, wurde von Werner L h w e n, Hermann Graf f, Alfred Schlesinger und Paul B l u m e n f e l d aufgeführt. Ludwig Altmaim. Theater, Musik, Film Nach dem anhaltenden Erfolg, den „Na t h an der Weise" in der Neueinstudierung von Direktor Dr. Ernst Lothar am Theater in der Jvsefstadt in Wien mit Albert Bafsermann in der Titelrolle erzielt hat, wird das Werk auf einer Tournee an - einigen größeren Bühnen Oesterreichs und Ungarns gespielt werden. Am Bürgertheater Wien . gelangt das Vvlksstück „Die Zuwag" von A. Friedmann und Karl Breuer zur Uraufführung. - Am Theatre des Arts in Paris ging ein dreiaktiges Drama der amerikanischen Schriftstellerin Liliau H e l l m a n n, „Die Unschuldigen" („Los Inliocentes'ft, für die französische Bühne bearbeitet von Andre B e r n h e i m, erstmalig in Szene. * Im Bronsville Labour Lyceum N e w - Hork wurde Perez H i r s ch b e i n s „Puste Krctschme", ins Englische übersetzt von Jack Eherek, uraufgeführt. Das Federal Municipal Theatre, New-Hork, dem 21 jüdische Theatergruppen angcschlvfsen find, hat den „Jüdischen König Lear" in seinen Spielplan übernommen. * An der Wiener Staatsoper ging als Fest- Vorstellung neueinstudiert Hugo Wolfs Oper „Der Corregidor" unter musikalischer Leitung von Bruno Walter und unter der Regie von Lothar W a l l e r st e i n in Szene. * Alexander Kipnis gab unlängst in Warschau einen Liederabend, bei dem er mit außerordentlichem Erfolge Arien, Romanzen und Lieder zu Gehör brachte. 1t Nach längerer Pause gibt Artur Schnabel in Paris wieder einen Klavierabend mit einem ausschließlich Beethoven gewidmeten Programm. Arthur Schnabel und Bronislaw Huberm a n n gaben in N e w - 5) o t f ein Konzert mit Sonaten von Beethoven, Brahms und Mozart. * In Wien fand ein synagogales Konzert statt, bei dem Oberkantvr Karl N e u m a n n, Berlin, sowie das Männersextett und der KnabeNchor des Stadttempels unter Leitung des Kapellmeisters Karl Fuchsgelb mitwirkten. * Das bekannte Oratorium „König David" von Arthur Honeyger wurde vom Philadelphia- Orchester unter Leitung des ehemaligen Dresdener Generalmusikdirektors Fritz Reiner gespielt. » Die Warschauer Pianistin Rosa E t k i n, Schülerin von Professor Mayer-Mahr, konzertierte mit starkem Erfolg erstmalig in Paris. Die Pariser Presse hebt rühmend die eindringliche Wiedergabe Bachscher, Mozartscher und Brahmsscher Werke hervor. * In der Wiener „Scala" ging zum 20. Male S. M. Crawfords und Karl Farkas^ Lustspiel „Hofloge" mit Otto Wallburg und Oscar K a r l w e i ß in Szene. * In der Volksoper Wien konnte die Revueoperette „Der gütige Antonius" in der deutschen Bearbeitung von Beda und Hugo Wiener, Musik von Jaro Benesch, das seltene Jubiläum der 150. Aufführung feiern. * Alexander K ordas neuer Film „Die Welt in 100 Jahren", der kürzlich seine Uraufführung in Wien erlebte, hat von der Filmprüfstelle des Bundesministeriums das Prädikat „künstlerisch wertvoll" erhalten. Die Paramount hat Marlene Dietrich für die nächste Saison wiederum für drei Filme verpflichtet, von denen zwei unter der Regie Ernst Lub its ch s gedreht werden sollen. In einer neuen amerikanischen Verfilmung von Dostojewskis „Schuld und Sühne" spielt Peter Lorre die Hauptrolle des Raskolnikow. 4P Gregory Rabinowitsh, der ehemalige Produzent der deutschen Kiepurä-Filme, wurde von der Universal für die Produktion des Tonfilmes „Das Phantom der Otzer" verpflichtet. Paul G r a e tz wurde von Warner Brothers für den Zirkusfilm „Bengal Killer" für Hollywood engagiert. Robert Neu mann hat in Gemeinschaft mit Friedrich K o h n e r das Drehbuch über das Leben Alfred Nobels, den Stifter des Nobelpreises, beendet. Der Film wird von einer der größten englischen Firmen produziert werden. Bronislaw Kaper und Walter Jurmann wurden von Metro Goldwhn Mayr als, Komponisten für den Clark Gable-Jenatte MacDonald- Tonfilm „San Francisco" engagiert. * Die Filmschauspielerin Sylvia S i d n e h hat sich von ihrem Mann, einem New-Norker Zeitungsverleger, scheiden lassen, weil er mit ihrer weiteren Filmtätigkeit nicht einverstanden war. Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung Voraussichtlich werden im Oktober 1936, wie im „Neichsanzeiger" bekanntgemacht wird, zwei Stipendien der Felix Mendelssohn-Bartholdyschen Stiftung für befähigte und strebsame Musiker in Höhe von je 1500 RM ganz oder geteilt verliehen. Das eine ist für Komponisten, das andere für ausübende Tonkünstler bestimmt. Bewerbungsfühig sind nur Schüler der in Deutschland vom Staate unterstützten Ausbildungsinstitute nach Zurücklegung eines mindestens halbjährigen Studiums an einer solchen Anstalt. Bewerbungen sind bis 1. Juli 1936 einzureichen. Zu statistischen Zwecken, wie es in der Mitteilung heißt, ist Angabe der Nationalität und Abstammung erforderlich. (Näheres durch die Hochschule für Musik in Berlin- Charlottenburg, Fasanenstraße.) * Wie die „Bühne", Zeitschrift für die Gestaltung des deutschen Theaters, in ihrem ersten Aprilheft 1936 mitteilt, hat die Vereinigung der Bühnenverleger (Fachverband der Neichstheaterkammer) festgestellt, daß einige arische Verlage irrtümlicherweise in dem „Musikalischen Juden- ABC", das im Hans Brückner-Verlag, München, erschienen ist, aufgeführt sind. Folgende Bühnen- Verlage sind nicht jüdisch, sondern in rein arischem Besitz: Felix Bloch Erben, Ed. Bote u. G. Bock G.m.b.H., Adolph Fürstner, Russischer Musikverlag.