Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 16 (16.4.1936)
- Date
- 1936-04-16
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kanada Die Zerstreuung der Juden über die Erde (XXXIII.) Nachdruck verboten. UgTIE 6 S‘t W//V/V/Pe<5|^ c I Die Geschichte der Juden auf dem nordamerikanischen Kontinent ist so alt — oder besser so jung — wie die der Eroberung und Kolonisation durch die Völker Europas. Kanada, das große Land im Norden Nordamerikas, ist britisches Dominion, es hat eine Fläche, die mehr als zwanzigmal größer ist als die des Deutschen Reiches. In diesem Territorium wohnen nach dem Stande der letzten Volkszählung von 1931 rund 10,4 Millionen Menschen, darunter gegenwärtig (1936) rund 160 000 Juden. Kanada ist ein Einwanderungsland parexcellence. In den ersten 30 Jahren dieses Jahrhunderts sind allein rund 130 000 Juden in das Land eingewandert, das sind etwa zivei Prozent der rund sechs Millionen Einwanderer dieser Zeitspanne. Bei diesem außerordentlichen Zustrom europäischer Menschen ist die Zahl der Eingeborenen immer mehr in den Hintergrund gedrängt worden, leben doch kaum noch mehr als 110 000 Indianer im Lande. Das Hauptkontingent der Weihen stellen die Kanadier englischer Volkszugehörigkeit (etwa 30 Prozent der gesamten kanadischen Bevölkerung), die Staatsan gehörigen französischer Abkunft umfassen rund 2,5 Millionen Menschen, nahebei, je 1,25 Millionen, liegt die Zahl der Kanadier irischer und schottischer Herkunft, bei 300 000 die Zahl der Deutschen. Zu diesen Schichten kommen eine große Anzahl weiterer europäischer und außereuropäischer Volksstämme. Das dichte Rassengemssch und damit auch die religiöse Variation hat schon frühzeitig eine eingehende amtliche Statistik entstehen lassen. In diesem Rahmen durfte die"Feststellung'von Interesse sein, daß der letzte Leiter der kanadische n Stattstik im Herbst 1935 von der englischen Mandatsregierung mit der Leitung des palästinensischen Statistischen Amtes betraut worden ist. Die kanadische Statistik weist die Zahl der Juden sowohl im Rahmen der Religionsst a t i st i k wie auch der R a s s e n st a t i st i k aus; unter den „europäischen Rassen" sind auch die Juden besonders ausgezählt. Hier ergab sich nach dem Census von 1931 eine Zahl von rund 156 700 Juden, nach der Konfessionsstatistik des gleichen Jahres jedoch nur eine Zahl von rund 155 600 Israeliten, so daß in Kanada etwa 1100 Personen aus der jüdischen Religionsgemeinschaft bereits ausgetreten bzw. als Angehörige anderer Religionen geboren sind. Das ist weniger als 1 Prozent der gesamten Judenheit Kanadas. Für die nachfolgende soziographische Darstellung wird von der Zahl der Juden nach der Konsessions statt st ik von rund 155 600 ausgegangen, die eine Quote von 1,5 Prozent der Bevölkerung des Landes darstellen. Der jüdische Bevölkerungsteil in Kanada ist damit etwa doppelt so groß wie in Deutschland Mitte des Jahres 1933. Die Statistik erlaubt es, in den letzten zwei Generationen das Anwachsen sowohl der absoluten wie der relativen Zahl der Juden in Kanada exakt zu verfolgen. Der Census von 1871, also vor 65 Jahren, ermittelt 1115 Juden im ganzen Lande. Das sind 3 unter 10 000 Einwohnern, eine Quote, die etwa der gegenwärtigen in Spanien und Portugal gleichkommt. Dreißig Jahre später, an der Jahrhundertwende, ist die jüdische Bevölkerung aus 16 400 Köpfe gestiegen, der Prozentsatz hat sich verzehnfacht: unter 1000 Einwohnern sind 3 Juden. Im ersten Dezennium des 20. Jahrhunderts steigt die Ziffer um etwa 60 000 auf rund 75 000, im folgenden Jahrzehnt um »weitere 50 000 auf 125 000, und im dritten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts steigt die Zahl -der Juden schließlich um weitere 30 000 bis zu der Zahl, die der Census von 1931 festgestellt hat. Seit der Jahrhundertwende ist die jüdische Quote in vas Fünffache gestiegen, die absolute Zahl hat sich im ersten knappen Drittel des 20. Jahrhunderts um 140 000 Menschen erhöht und beachtet man, daß die Einwanderung in der gleichen Zahl etwa 120 000 Menschen betrug, so ergibt sich für die Judenheit Kanadas ein nennenswerter Geburt e n ü b e r s ch u ß. Die Tatsache dieser großen Fruchtbarkeit erklärt sich damit, daß die Einwanderer überwiegend osteuropäische Juden waren, deren Fruchtbarkeit auch heute noch weit über derjenigen der anderen Gruppen der europäischen Juden liegt. Wie in allen Einwanderungsländern hat auch die jüdische Volksschicht in Kanada einen M ä n n e r ü b e r s ch u ß, der im Jahre 1931 die Größenordnung von etwa 3000 umfaßte. Diese Feststellung ist für jüdische Auswanderungsländer, zu denen gegenwärtig Deutschland im besonderen Maße gehört, keineswegs ohne praktische Bedeutung. Der kanadische Bundesstaat besteht aus neun Provinzen, in jeder Provinz leben mit den übrigen Kanadiern auch Juden. An erster Stelle steht die Provinz Ontario, wo 1931 über 62 600 Juden innerhalb einer Bevölkerung von 3,2 Millionen Menschen gezählt wurden. Die jüdische Quote in dieser volksreichsten und wirtschaftlich bestentwickelten Provinz Kanadas kommt damit nahe an 2 Prozent heran, sie liegt also über dem Landesdurchschnitt. Mehr als die Hälfte der Juden der Provinz Ontario leben in der Stadt Toronto, nämlich 34 500. Diese große jüdische Gemeinschaft unterhält eine größere Anzahl von Synagogen. Für die Herkunft der jüdischen Einwanderer dieses Landes ist es bezeichnend, daß sie in dem Namen ihrer Gotteshäuser die Geburtsorte geehrt haben, die oft auch die Ruhestätten vieler Glieder ihrer Vorfahrenkette sind. So gibt es in Toronto eine „Kiewer" Synagoge, einen „Minsker" Tempel usw. Ferner auch eine rumänische Synagoge neben einer Anzahl von Talmud- Tora-Schulen, von ausgedehnten charitativen Einrichtungen und einer großen Anzahl jüdischer Logen und sonstiger gesellschaftlicher Institutionen; auch in deren Namen kommt die Treue der'eingewanderten' Juden gegenüber ihren Herkunftsländern im Osten Europas zum Ausdruck. Außer Toronto sind nennenswerte jüdische Gemeinschaften noch in folgenden Städten der Provinz Ontario: in Hamilton und Ottawa leben rund 2500 bzw. 2800 Juden. In Windsor rund 1000, in dem kanadischen London etwa 700 Juden. "Außerdem gibt es noch 25 Städte mit mehr als 5000 Einwohnern in der Provinz Ontario, in denen sich jüdische Gemeinschaften befinden. In diesem Zusammenhangs fei erwähnt, daß in Niagara-Falls, dem Städtchen unmittelbar an den berühmten Niagarafällen, eine jüdische Gemeinde von etwa 100 Köpfen besteht. Sehr charakteristisch für die Konsolidierungsverhältnisse des jüdischen Volksteiles in der Provinz Ontario ist es, daß hier als dem einzigen Teile von Kanada die jüdische Volksschicht keinen Männerüberschuß, sondern bereits ein kleines Frauenplus aufweist. Nur etwas geringer als in der Provinz. Ontario ist die jüdische Volkszahl in der Provinz Quebec, wo rund 59 750 Juden leben. Da die Einwohnerschaft dieses Landesteils mit rund 2,5 Millionen erheblich niedriger liegt als in Ontario, so errechnet sich in Quebec eine noch höhere jüdische Dichte, und zwar von rund 2,4 Prozent. Die größte Stadt und der wichtigste Hafen ist Montreal, auf einer Insel zwischen dem St.- Lorenz-Strom und einem Mündungsarm des Flusses Ottawa gelegen. Montreal ist d i e alte st e jüdische Gemeinde Kanadas überhaupt, sie ist heute auch die größte jüdische Gemeinschaft des großen Bundeslandes. Es leben in Montreal fast 43 000 Juden, das ist mehr als ein Viertel der gesamten Judenheit von Kanada. Innerhalb der Stadtbevölkerung fällt jedoch die jüdische Quote nicht aus dem Nahmen der durch mitteleuropäische Großstadtverhältnisse gesteckt ist. Die Stadt hat nämlich insgesamt rund 1,1 Million Einwohner, so daß die jüdische Bevölkerung etwa 4,5 Prozent ausmacht. Dieser Prozentsatz ist niedriger als in der vorerwähnten Stadt Toronto, deren jüdische Bevölkerungsquote etwa 5 Prozent unter rund 700 000 Einwohnern darstellt. Für das jüdische Eigenleben in der Provinz Quebec wie überhaupt in Kanada, sei registriert, daß in Montreal zwei jüdische Zeitungen erscheinen, daß sich in dieser Stadt außerdem ein eigenes jüdisches Arbeitsamt befindet, ganz abgesehen von den jüdischen Einwanderungs-Hilfsgesellschaften, die nicht nur in den größeren Städten Kanadas, sondern auch in den kleineren und kleinsten eigene Büros unterhalten. . Auffällig ist, daß in der gleichnamigen Hauptstadt der Provinz Quebec, die etwa 135 000 Einwohner zählt, weniger als 400 Juden leben, also etwa nur ein Drittel Prozent der hauptstädtischen Bevölkerung. In der Größenordnung der kanadischen Provinzen, die durch die Zahl der angesiedelten Juden bestimmt wird, folgt, nach Ontario und Quebec die Provinz Manitoba mit rund 19 000 Juden, von denen allein über 14 000 in der Stadt Winnipeg leben. Da die Stadt 350 000 Einwohner hat, so macht der jüdische Anteil etwa 4 Prozent aus. Wie in den größeren jüdischen Gemeinschaften Kanadas überhaupt, besteht auch in Winnipeg eine sephardische neben einer askenasischen Gemeinde. Dabei sei bemerkt, daß die e r st e n jüdischen Einwanderer in Kanada Sephardim waren, die allerdings in den letzten 50 Jahren durch die o st e u r o P ä i s ch - askenasische Masseneinwanderung zahlenmäßig weit in den Hintergrund gedrängt worden sind. Ilm die geographisch-statistische Vollständigkeit zu sichern, werden nachstehend die Zahlen der jüdischen Volksteile in den 6 Provinzen Kanadas zusammengestellt, die in den vorstehenden Abschnitten noch nicht behandelt worden sind. Es lebten wach dem Zensus des Jahres 1931 in Saskatchewan rund 5000 Juden, in Alberta etwa 3700, in British Columbian 2700, in Nowa-Skotia knapp 2000, in New Brunswick rund 1250 und schließlich in Printe Eward Eiland nur etwa 20 Juden, wobei jedoch zu bemerken ist, daß die ganze Insel nur etwa 90 000 Einwohner hat, die allerdings in ganz besonderer, Dichte die Insel bevölkern. Der Vollständigkeit halber muß hinzugefügt werden, daß die beiden Territorien, die neben den 9 Provinzen unter kanadischer Negierungsgewalt stehen, ebenfalls einige Juden in der amtlichen Statistik ausweisen, die hier neben den eingeborenen Eskimos ihr Leben fristen. Es handelt sich um das Rordwest-Teritorium und um das Pükon-Territorium, das an Alaska und das Nördliche Eismeer grenzt. In diesen nördlichsten Landstrichen wohnen auch wenige Juden unter den Eingeborenen und Eingewanderten. Auch noch in anderer Richtung ist Kanada ein besonderes Beispiel für die ausgedehnte Zerstreuung der relativ wenigen Millionen Juden unter den mehr als 2 Milliarden Menschen der Erde über alle ihre bewohnten Teile. Die Fläche Kanadas ist nicht viel kleiner als die des gesamten Erdteiles Europa, aber an allen Stellen dieses gewaltigen Landkomplexes, im Osten und im Westen, im Norden und im Süden, da wo überhaupt Menschen den Kampf mit der Natur ausgenommen haben, leben auch jüdische Familien verstreut. Der Beweis dafür wird durch die amtliche kanadische Statistik, welche jüdische Bewohner nicht nur in den großen, sondern auch in den kleineren« nd klein st en Städten bzw. Dörfern sestgestellt hat. Ganz Kanada hat 109 Städte mit 5000 und mehr Einwohnern. Es ist eine einprägsame Tatsache, daß in 106 von diesen 109 Städten jüdische Menschen leben, nur in 3 kanadischen Städten von mehr als 5000 Einwohnern hat die Statistik keine Juden sestgestellt. Und zwar sind dies: North Vancouv er im Staate British Columbia, in Waterloo in der Provinz Ontario und schließlich in Stellarton in der Provinz New Brunswick. Und noch eine weitere einprägsame Tatsache illustriert die geographische Zersplitterung der kimülruimcller Vormarsch? Auf die jüngsten politischen Entwicklungen im vorderen Orient haben wir in diesen Blättern wiederholt hingewiesen. Die Tragweite des neuen Bündnissystems zwischen Saudien, Irak, Türkei, Iran und Afghanistan erwägt Karl Klinghardt in einem Aufsatz „Der neue vorderasiatische Block" („Volk im Werden", 4. Jahrg., Nr. 4). Wer zu der neuen Verbindung, die jetzt zur alten Beziehung Ankara—Teheran—Kabul noch Bagdad und Mekka fügt, den letzten Anstoß gegeben hat, ist — nach Klinghardts Ansicht — nicht entscheidend wichtig. Möglich (so meint er), daß es die Sowjets gewesen sind. Sicher ist es jedenfalls, daß diese fünf Staaten, zu denen als sechster westlichster Pfeiler noch Abessinien gehört, nicht nur durch gleichen Freiheitswillen und Zivilisationswunsch beherrscht werden, sondern daß sie sich auch ihrer geopolitischen Und strategischen Bedeutung bewußt sind, die sich aus einem gemeinsamen Defensivbündnis ergibt. Ob ein Freiheitskampf in Vorderasien, zu dem in Syrien wieder einmal ein Vorspiel gegeben wird, nahe bevorsteht, ist nicht abzusehen. Durch den Ausbau dieser Gebiete als Brückenland für Auto- und Luftverkehr, letzteren bis nach Indien und in die Südsee, und vor allem auch durch die 2000 Kilometer langen Rohrleitungen, die das französische, englische und amerikanische Mossul-Petroleum nach Haifa und Tripolis führen, hat Borderasien seine Bedeutung für die europäischen Mandatsstaaten gewaltig erhöht. Andererseits aber reizt diese Auswertung der Naturschätze durch die möderne Technik auch dienationale Begehrlichkeit der Vorderasiateu. Es dürfte heute in den Köpfen der führenden Politiker und Strategen in den genannten Hauptstädten Vorderasiens eine ständige Vorstellung sein, daß bei einem Freiheitskampf im syrisch-palästinensisch-mesopotamischen Gebiet die Flanken- bzw. Rückenstellung, die dabei sowohl Jbn Saud als Risa Schah und Kemal Atatürk innehat, eine entscheidende Bedrohung bedeuten muß für jede im besagten Mittelmeer- Zweistromlandraum operierende europäische Armee. Es wird — meint Klinghardt weiterhin — interessant sein zu beobachten, ob gegenüber dieser fite 66 Pjwity Ais 1. pdi ■ liefern wir die C.-V.-Zeitung, wenn uns der Bestellschein sofort eingeschickt wird. H elf en Sie uns werben. Geben Sie diesen Ab schnitt Ihren Freunden• Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 6 6 Pfennig für Mai, Juni zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die letzte Aprilnummer geht mir kostenlos zu. Name:--- Ort:.- Strasse: -- Datum:- Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert bis spätestens 23. April senden an: C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42. J 2, Oliva 8141. jüdischen Menschen. In Kanada befinden sich außer den vorher erwähnten 109 Städten mit mehr als je 6000 Einwohnern noch 105 typische Landstädte zwischen je 2000 und 2500 Gesamteinwohnern. In 82 von diesen 105 Landstädten leben jüdische Familien, in nur 23 hat die Volkszählung des Jahres 1931 keine jüdischen Bewohner festgestellt. So ausgezeichnet der Bevölkerungsbestand Kanadas in konfessioneller Richtung durch die amtliche Statistik erfaßt wird, so sehr fehlen leider Angaben über die Bevölkerungsbewegung oder über die Wirtschaftsstruktur der einzelnen Volksschichten. Der außerordentliche gebietliche Umfang des Landes und die noch geringe Dichte seiner Besiedlung machen eben eine verwaltungsmäßige Erfassung von Tatbeständen, die dem täglichen Wechsel unterliegen, außerordentlich schwer, wenn nicht unmöglich. Die besondere Konzentration der kanadischen Juden in den großen Städten des Landes deutet darauf hin, daß Industrie und Handel, die wesentlichsten Berufszweige ' jeder Großstadt, ihnen in erster Reihe Existenzmöglichkeit geben. Mehr als 1000 jüdische Familien leben jedoch von landwirtschaftlichen Berufen, sie gehören zu der großen Zahl von Farmern, die das Naturreiche Land allmählich erschließen. Nur die Agrarweltkrise der letzten Jahre und die damit eingetretene Arbeitslosigkeit in Kanada hat den Einwandererström gehemmt, der noch vor 4 oder 5 Jahren jährlich 150 000 Menschen ins Land brachte. Sobald die Agrarkrise in der Welt überwunden sein wird, dürfte das kanadische Einwanderungs- Ministerium die Tore des Landes wieder breit öffnen, und dann wird Kanada wiederum auch für die Juden Mittel- und Westeuropas ein wichtiges Einwanderungsgebiet werden, besonders für solche jüdischen Familien, die zu landwirtschaftlicher Siedlung unter schwierigen, aber hoffnungsvollen Verhältnissen fähig und gewillt sind. vr. E. R—z. unendlich bedeutsamen Blockbildung die abendländische Solidarität besser hervortritt als seither in diesen Gebieten. Sowjetrußland und Japan werden ihre Haltung in den westafiatischen Hauptstädten kaum ändern, hingegen scheint es, daß bie Vereinigten Staaten wenigstens in der Oelsphäre sich mit dem ewigen Gegner Royal-Dutch-Shell und Britische Außenpolitik zu versöhnen begonnen haben. Ein großes Spiel Englands deutet sich hier an, würdig der Gegenspieler in Moskau. F. F. Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat durch KL Nr. 51/36 DSt—tteot unter Aufhebung, des allgemeinen Erlasses 235/35 DSt eine neue Anordnung für die Behandlung von Anträgen aus Devisenerwerbs- oder - v e r w e n d u n g s ge neh m i g u n g e n für die Teilnahme an Kongressen im Ausland undfür Vortrags - und Studienreisen von Wissenschaftlern in das Ausland, sowie von Anträgen aus Ueberweisung von Teilnahmebeträgen an internationalen Kongressen und Mitgliedsbeitrügen an internationalen wissenschaftlichen Verbänden mit dem Sitz im Ausland herausgegeben. Wann und wo finden Sie Rat? Württemberg Stuttgart Friedriehstr. 54, II, täglich. (ausser Samstag und Sonntag) 11%—12% Uhr. In der Zeit vom 2 0. — 27. April ist ein Mitarbeiter der Berliner Hauptgeschäftsstelle anwesend. (Sprechzeit 10—13 Uhr, sonst nach Vereinbarung.) 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