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Central-Verein-Zeitung · 1936-04-09 · 15 (9.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
15 (9.4.1936)
Date
1936-04-09
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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II. Norwegen 5» Harry M. H. Koritzinsky: Joderiies historie i Norge. Kirchhain NI. 1922. III. Dänemark!• A. D. Cohen: De mosaiske Troesbekjenderes Stilling in Danmark forheen og nu. (1651— 1837) Odense (1837). 2. M. L. Nathanson: Historisk Fremstilling af Jödernes Forhold og Stilling i Danmark. : Kobenhavn 1860. 3. Simon Altschul: Di gesikt« fun di juden in ' Deiiemarq. Kobenhavn 1921. IV. Holland A. Henri Cross: Gallia Judaica. (Diction. geograph. de la France d'apres les soucres rabbiniques.) Paris 1897. 2. H. J. Koenen: Geschiedenis der Joden in Nederland. Utrecht 1843. §. L. G. Visscher: Chronolog. tatet voor de geechiedenis der Israeliten in Nederland. Utrecht 1850. A. Sommershausen: Geschichte der Niederlassung der Juden in Holland. (= M.G.W.J. 1853 8. 121 ff.) 5. Sluys and Hooflen: Handboek voor de geschiedenis der Joden. Amsterdam 1873. 6. Samuel Back: Die Entstehungsgeschichte der portugiesischen Gemeinde in Amsterdam und Rabbi Menasse ben Israel. Frankfurt/Main 1883. J. E. Italie: Geschiedenis der Israelitische Gemeente te Rotterdam. Rotterdam 1907. tz. 8. Seeligmann: Die Juden in Holland (in: Festschrift für D. Simonsen). Kopenhagen 1923. 9. J. S. Da Rosa Silva: Geschiedenis der portugeesche Joden te Amsterdam. (1593—1925) Amsterdam 1925. V. Belgien 1. Henri Gross: Gallia Judaica. Paris 1897. 2. Charles Rahlenheck: Les juifs a Anvers. Brüssel 1871. 0. Emile Ouverleaux: Notes et doeuments sur les Juifs de Belgique sous l’ancien regime. Paris 1885. A. S. Ullmann: Studien zur Geschichte der Juden in Belgien bis zum 18. Jahrhundert. Antwerpen 1909. k. 8. Ullmann: Histoire des juifs en Belgique jusqu’au l8ieme si&cle. Anvers 1927. tz. Ernest Ginsburger (Grand rabbin): Les juifs de Belgique au 18ieme siede. Paris 1932. 5T. 8. Ullmann: Histoire de Juifs en Belgique jusqu’au 19ieme si&cle. Notes et doeuments. 1700—1830) La Haye 1934. YL England J. I. Jacobs and Luden Wolf: Bibliotheca anglojudaica. (A bibliographical guide to Anglo- - Jewish history.) London 1888. 2. D’Blossiers Tovey: Anglia Judaica or the History and Antiquities of the Jews in England collected from our historians. Oxford 1738. 3. Blunt: History of the Jews in England. London 1830. % Die Emanzipation der Juden. Verhandlungen des britischen Parlaments über diesen Gegenstand im Jahre 1830. Wien 1830. 5. Verhandlungen des englischen Parlaments im Jahre 1880. Ueber die Emanzipation der Juden. (Sonderabdruck aus G. Riessers Zeitschrift „Der Jude“.) Altona 1833. 6. Macaulay: Rede für die Emanzipation der Juden (17. April 1833). Frankfurt/Main 1881. 7. Verhandlungen des englischen Unterhauses. Ueber die Emanzipation der Juden. 1847. (Nach den Berichten der Times). Berlin 1848. 8. Macaulay: Ueber die Judenfrage. Aus dem Englischen übersetzt. Hamburg 1862. 9. 8. Goldschmidt: Geschichte der Juden in England von den ältesten Zeiten bis zu ihrer Verbannung. Teil I (11. u. 12. Jahrhdt.) Berlin 1886. 10. Luden Wolf: Cromwell’s Intelligencers. London 1892. 11. J. Jacobs: The Jews of Angevin England. London 1893. ' 12. L. Wolf: The Queen’s Jewry. (1837—1897) London 1898. 13. B. L. Abrahams: The expulsion of the Jews from England in 1290. Oxford 1895. 14. Karl H. Schaible: Die Juden in England vom 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Karlsruhe 1900. 15. Georg Halpern: Die jüdischen Arbeiter in London. Stuttgart 1903. 16. Herrn. Adler; Chief Rabbi: Anglo Jewish Memories and other sermons. London 1909. 17. Charles H. L. Emanuel: A Century and a Half of Jewish History. London 1910. 18. H. P. Stokes: Studies on Anglo Jewish History. London 1913. 19. Paul Goodmann: Moses Montefiore. Philadelphia 1925. 20. Albert M. Hyamson: A History of the Jews in England. London 1928. 21. E. N. Adler: London. Philadelphia 1930. 22. M. Adler: The Medieval Jews of Exeter (o. O.) 1931. 23. Alfr. Rubens: Anglo Jewish Portraits. (London 1985.) VII. Frankreich 1. Henri Gross; Gallia Judaica. (Dictinaire geographique . ...) Paris 1897. 2. Isaak Berr: Reflexions sur la regeneration complete des Juifs en France. Paris 1806. 3. Michael Levy: Coup d’oeil historique sur l’etat des Israelites en France. Strasbourg 1836. 4. Theophile Hallez: Des Juifs en France, (de leur etat moral et politique . . .) Paris 1845. 5. A. E. Halphen; Recueil des lois concernant les Israelites depuis 1789. Paris 1851. 6. Theoph. Malvezin: Histoires des Juifs a Bordeaux. Bordeaux 1873. 7. Emil Cahen: Les Juifs a Reims au moyen — age —. 1879. 8. Leon Kahn: Les Juifs ä Paris depuis le Oieme siede. Paris 1889. 9. derselbe: Les Juifs de Paris sous Louis XV. (1721—1760). Paris 1892. 10. derselbe: Les Juifs de Paris au 18ieme siede. Paris 1894. 11. derselbe: Les Juifs de Paris pendant la revolution. Paris 1898. 12. Henri Lucien-Brun: La condition des Juifs en France depuis 1789. Lyon 1900. 13. Albert Lemoine: Napoleon I et les Juifs. Paris 1900. 14. Mainfroy Maignial: La question juife en France 1789. Paris 1903. Fortsetzung folgt Darstellungen verwendet •— in langwieriger sorgsamer Arbeit vorbereitet war. Du Hast dich wie um die geschichtliche Erfassung des Judenrechts auch um die durch die Zeitverhältnisse geforderten Aenderungen, namentlich des preußischen Gesetzes von 1847 und um eine Gesamtorganisation der Juden in Deutschland bemüht, aber alle Anstrengungen scheiterten an dem auf die Spitze getriebenen Gegensatz der jüdischen Parteien; er hat schließlich deine Kraft der Verwaltung entzogen, dafür aber, für die wissenschaftliche Arbeit sreigemacht. Vor zehn Jahren kreuzte meine Familie unbewußt deinen Weg am Weißen Hirsch, wohin budich zu deinem Geburtstage zurückgezogen hattest. Wir sind rechtzeitig wieder verschwunden und haben - nur gute Wünsche zurückgelassen. Diese Wünsche haben sich erfüllt. Ein lästiges Leiden, das dich damals quälte und störte, hat sich zu unser aller Freude verloren, und du stehst heute' mit der Frische und Arbeitskraft der Jugend vor uns. Es ist der herzliche Wunsch aller deiner Freunde, daß dir diese erhalten bleiben und zum Segen der jüdischen Gesamtheit Verwendung finden! Chasak weemaz! Der schöpferische Mensch Diesem Glückwunsch des Freundes wird man sich in allen Kreisen des Judentums in großer Herzlichkeit anschließen, wenn. es auch gerade für die Bedeutung des Jubilars sprechen mag, daß sein Charakterbild in der jüdischen Gegenwartsgeschichte schwankt, so daß je nach ihrer Frontstellung die einen ihn loben, die anderen von Kritik erfüllt sind. Außerhalb subjektiver Bewertung ist jedoch die Laufbahn und die Leistung des Mannes, und deswegen sollen nüchtern die Fakten seines Lebensganges ausgeführt werden. Im Jahre 1902 wurde Dr. Freund von der Berliner Gemeinde in seiner Doppeleigenschaft als Jurist und Theologe in die Gemeindeverwaltung berufen, . wo er viele Jahre hindurch insbesondere auch die Arbeiten der Schulverwaltung geleitet und dann das Dezernat für Gemeindepolitik innegehabt hat. Als nach dem Kriege die Gemeinde sich unter den veränderten staatskirchenrechtlichen Verhältnissen und infolge der auftauchenden wirtschaftlichen und kulturellen Probleme vor schwierigste neue Aufgaben gestellt sah, schuf ■ sie dafür zwei selbständige Dezernate und übertrug diese Dr. Freund unter gleichzeitiger Wahl zum hauptamtlichen Dezernenten des Vorstandes. 30 Jahre lang wirkte Dr. Freund in einer über den Kreis der Berliner Gemeinde hinausgehenven Tätigkeit in seinen zahlreichen Aemtern in eminent schöpferischer Weise. Es ist nicht möglich, eine auch nur irgendwie erschöpfende Darstellung dieser Tätigkeit zu geben, die eine Fülle bedeutsamster organisatorischer, gesetzgeberischer, finanzpolitischer, juristischer und historischer Arbeiten in sich schließt. In seinen Bemühungen um die Schaffung einer Gesamt- Organisation der Juden in D e u t s ch - l a n d hat er sich bleibende Verdienste erworben. Schon 1920 wurde er vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund mit der Schaffung der Verfassung einer öffentlich - rechtlichen Gesamtorganisation des deutschen Judentums betraut, die er 1921 auf dem 15. Gemeindetag zur säst einstimmigen Annahme brachte. Als die Erlangung der staatlichen Anerkennung für diesen Neichsverband auf Schwierigkeiten stieß, rief er, indem er den Vorstand der Berliner Gemeinde für diesen Plan gewann, den Preußischen Landesverband jüdischer G e m e i n d e n als öffentlich-rechtlichen Zusammenschluß von fast 700 Synagogengemeinden ins Leben. Er hat nicht nur diesen Verband geplant, seine Verfassung entworfen, ihn durchgesetzt und aufgebaut, sondern er hat auch jahrelang, zunächst im Auftrag der Berliner Jüdischen Gemeinde, dann als geschäftssührendes Mitglied des Engeren Rates dessen Geschäfte geführt. Hunderte von Kleingemeinden sind in der Nachkriegszeit durch den Verband vor dem Untergang bewahrt worden. Der persönlichen Leistung von Dr. Freund sind zahlreiche wichtigste gesetzgeberische und verwaltungsrechtliche Maßnahmen zu danken, die für den finanzpolitischen Bestand der jüdischen Gemeinden von hervorragender Bedeutung waren und insbesondere in der Inflationszeit, ihren Zusammenbruch verhütet haben. Hier äst nicht zuletzt die Erwirkung von Staatsbeihilsen seitens des Preußischen Staates für die leistungsschwachen Synagogengemeinden zu nennen. Neben seiner Verwaltungs- und politischen Tätigkeit hat Dr. Freund eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit entfaltet. Seit 1905 wirkt er als Dozent für Staatskirchenrecht und Rechtsgeschichte der Juden an der „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums". Seitdem sind ihm auch große einschlägige Arbeiten der ofsiziellen Stellen der Juden in Deutschland übertragen worden, so die Abfassung einer großen wissenschaftlichen Arbeit über die Rechtsstellung der Juden im preußischen Volksschulrecht und aus Anlaß der Jahrhundertfeier der Emanzipation die Abfassung eines Zweibändigen wissenschaftlichen Säkular-Werkes. Hunderte von Aussätzen und Schriften zeigen ihn als autoritativen Kenner der staatskirchlichen Stellung der Juden in Deutschland, dessen Ansichten von höchsten Gerichten, u. a. vom Reichsgericht, anerkannt und gebilligt worden sind. Als Historiker der Emanzipation der Juden in Deutschland sind ihm bleibende Erkenntnisse und Forschungen zu verdanken. Seit 1931 hat Dr. Freund sich vom öffentlichen jüdischen Leben zurückgezogen, um sich einer Reihe großer wissenschaftlicher Arbeiten zu widmen, für die er seit 30 Jahren in den verschiedenen staatlichen Archiven Forschungen getrieben hat. Wie wir wissen, sind seine Arbeiten so weit gediehen, daß ein großes staatskirchenrechtliches Werk „Quellen, Geschichte und systematische Darstellung der Rechtsstellung der Juden und des Judentums in Deutschland und den einzelnen deutschen Ländern" dem Abschluß entgegengehr, dessen Herausgabe im Umfange von zunächst fünf Bänden von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, zusammen mit anderen zentralen jüdischen Stellen, geplant ist. Daneben arbeitet Dr. Freund an der Fertigstellung einer mehrbändigen Rechtsgeschichte der Juden in Deutschland, insbesondere des 19. Jahrhunderts aus Grund archivaler Quellen. Ein gleichfalls aus mehrere Bände berechnetes Werk über die Judensrage in der deutschen Literatur seit dem 17. Jahrhundert in ihrer Rückwirkung ans. Geschichte und Politik, ist im.wesentlichen abgeschlossen. Wir hoffen und wünschen, daß es Jsmar Freund vergönnt sein wird, seine Pläne zu verwirklichen. * Dem Centralverein gehört Jsmar Freund seit anderthalb Jahrzehnten als Hauptv o r st a n d s m i t g l i e d an. Den regelmäßigen Besuchern der früheren sogenannten großen Hauptvorstandssitzungen wird noch m Erinnerung sein, in wie vorausschauend zutreffender Weise er die.Bedeutung der Gemeindestuben und die Richtung der Entwicklung der jüdischen Gemeinden erkannt hatte. Die C. - V. - Z e i t u n g darf ihn als Mitarbeiter bezeichnen, dessen Feder bedeutsame kultur- und rechtshistvrische Aufsätze entstammen. Der Kreis der C.-V.-Mttglieder, die in vielen Dutzend Versammlungen früher Hörer Freunds gewesen sind, ist unendlich groß. musikalische Feinkost. Für das ausgezeichnete Zusammenspiel verdienen trotz anfänglicher Nervosität Irene Tintners und des ihr überlegenen Vortrags von Joseph Schwarz beide Künstler hohe Anerkennung. Einen besonderen Erfolg errang Mozarts Konzert es-dur für zwei Klaviere und Orchester. G. P. Das Kulturbundorchester Rhein-Main unter Hans Wilhelm Steinberg beschloß die Spielzeit in Mainz mit einem wohlgelungenen Konzert, dessen Programm die Rosamunde-Ouvertüre von Schubert, das Violinkonzert D-dur von Brahms und die „Eroika" aufwies. Annie Steiger spielte mit großer Virtuosität den Solopart des Brahmsschen Konzerts. Den Künstlern wurde große Anerkennung zuteil. m—1. Der Ruf der Jüdischen Winterhilfe Frankfurt ft. M., dem der Vorsitzende, Sanitätsrat E t t l i n - g e r, durch seine Anprache noch besonderen Nachdruck verlieh, hatte viele in den „Großen Frankfurter Saalbau" geführt. Eine Wiederholung von Schuberts „Miriams Siegesgefang", diesmal unter Mitwirkung des Kulturbundorchester s, brachte der von Nathan Ehrenreich schlagfertig geführten I ü d i s che n CH erbe rein igung und dem Kamme rchor, die beide in bester Form waren, berechtigte Anerkennung. Der „Eroica" von Beethoven, mit dem Trauermarsch als Höhepunkt, verhalf Hans Wilhelm Steinberg zu einer spannungsreichen, eindrucksvollen Darstellung. Mit prachtvollem, dramatischem Akzent sang Wilhelm G nttmann die Arie des Renee aus dem „Maskenball" von Verdi. Auch als Lieder- und Balladensänger überzeugte der Baritonist von der Wandlungsfähigkeit und der Schlagkraft feines großen Könnens. Irma Stern führte mit gepflegter Stimme geschmackvoll das Solo des Chorwerks und den Sopranpart eines Duetts aus der Zauberflöte" durch. A. H—e. In Hamburg war das Konzert des Frankfurter Kulturbundorchesters unter H. W. Steinberg in den Tempel verlegt worden. Befürchtungen, die dabei hinsichtlich der Akustik bestanden, erwiesen sich als grundlos. Eine Suite von Müller-Hartmann, fesselnd durch ihren melodischen Gehalt wie durch die innere Geschlossenheit ihrer drei Sätze, erfuhr eine klare, durchsichtige Wiedergabe. Den Abschluß des Abends bildete die Aufführung von Tschaikowskhs 6. Sinfonie, die ämtet der meisterhaften und temperamentvollen führnng Steinbergs ein Erlebnis wurde. wischen beiden Werken stand das Beethovenfche Violinkonzert, von Hertha Kahn in klassischer Interpretation und souveräner Beherrschung des Technischen gespielt. Das Publikum bezeigte Ergriffenheit und Dank durch Erheben von den Plätzen. A. Im Kulturbund Mecklenburg-Schwerin und im Lübecker Kulturbund sang Max Untermaher (Raymer) mit schöner Stimme und gutem Stilgefühl Lieder und Arien. Dadurch, daß er sich am Flügel selbst begleitete, wurde eine besonders harmonische Leistung erzielt. Er wurde mit reichem Beifall belohnt. In Rostock hatte Margot Köster die Begleitung übernommen. Zugunsten der Jüdischen Winterhilfe Rathenow brachte Monika H e r rn s e l d (Berlin), die Tochter von Donat Herrnfeld, ernste und heitere Chansons. Durch die Reise ihrer Kunst und ihr hinreißendes Temperament entzückte sie ihre Zuhörerschaft. Erna Fenchel (Berlin) begleitete am Flügel mit großem Verständnis. Theater, Musik, Film Das Akademie-Theater in Wien, die Filiale des Burgtheaters, brachte das Lustspiel „Hauptrolle neu besetzt" („Accent of Jouth“) von S. Raphaelson, deutsch von Geza Herczeg zur deutschen Uraufführung. Im Zyklus „Stimmen der Völker im Drama" bringt das Burgtheater in Wien demnächst das tschechoslowakische Drama „Der Volkskönig" von Arno Dvorak, deutsch von Max Brod, heraus. * Das vorjährige Brucknersest in Linz hatte einen so großen Erfolg, daß das diesjährige in größerem Rahmen stattfinden soll. Das Programm des im Juli angesetzten Festes sieht unter anderem Aufführungen Brucknerscher Vokalwerke, darunter Vertonungen des 112. und 150. Psalmes vor, ferner an großen Sinfonien die Siebente und Achte, die beide von Bruno Walter dirigiert werden. | * Bruno Walter beabsichtigt zur Erinnerung an den 25. Todestag Gustav Mah l ers, der in den Mai dieses Jahres fällt, ein persönlich gehaltenes Buch über Mahler herauszugeben. Die Wiener Staatsoper brachte „Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach und „Tiefland" mit Richard Tauber als Gast. Ein Bericht sagt: „Hier wie in mancher anderen Oper riß Richard Tauber Kenner und Laien zu höchster Bewunderung hin, ein Sänger und Darsteller, der heute kaum seinesgleichen hat — dabei den Vorzug, daß er auch für ein Theater so nötige Zugkraft auszuüben vermag." v Bronislav H u b e r m a n n wird nach seiner Rückkehr aus Amerika am 8. Mai d. I. in W i e n konzertieren. Beim Abschiedskonzert, das Toscanini am 29. April als Dirigent des Philharmonischen Sinfonie-Orchesters in New-Pork veranstaltet, wird Jascha H eifetz als Solist Mitwirken und Beethovens Violinkonzert zu Gehör bringen. * Emanuel List gab in der Town Hall in N e w - P o r k einen Liederabend, an dem er unter anderem Lieder von Franz Schubert sowie die „Vier ernsten Gesänge" von Joh. Brahms zu Gehör brachte. * Der junge Pianist Stefan A n t a l konzertierte im Großen Redoutensaal in B u d a p e st mit einem gehaltvollen Programm. Die Presse rühmt seinem Spiel klassischen Ernst und ein eminentes technisches Können nach. * Leopold Stokowski wird die Leitung des von ihm zu weltberühmter Höhe gebrachten Sinfonieorchesters in Philadelphia zum Teil niederlegen. Neben ihm wird Eugene Ormandy, der bisherige Dirigent des Orchesters von Minneapolis, wirken. * Der berühmte italienische Dirigent Molinari brachte in BudaPest Honeggers „K ö n i g David" heraus. Jssah Dobrowen dirigierte hier ein Sinfoniekonzert, außerdem spielte H o - r o w i tz mit besonderem Erfolg. Der Geiger S z i g e t i vereinte sich mit Bela Bartok zu einem Sonatenabend. Die Oper brachte Halevhs „Die Jüdin". * Hans Lange gab mit den New-Dorker Philharmonikern ein Konzert, dessen Programm Mendelssohns Ouvertüre „Die Hebriden", S a m i n s k y s Tongedicht „Drei Schatten" enthielt. Solist war Gregor Piatigorsky, der das Cellokonzert von Saint-Saens in- A-moll spielte. Der „Musical Leader“, Chicago hebt das „starke Empfinden und die reiche dynamische Palette" hervor. * Mischa Elman spielte im zweiten seiner New-Porker Konzerte (in der Reihe historischer Violinabende) Konzerte von Spohr, Paganim und Mendelssohn. * Hertha Glückmann kehrte von einer erfolgreichen Amerika-Tourns zurück und ist zusammen mit der bekannten Cembalistin Alice Ehlers für einen Abend „Alte Musik mit Streichquartett" für London verpflichtet worden. * „His Masters Voice“ bringt sämtliche Diolinsonaten Beethovens, gespielt von Fritz Kreisler und Franz Rupp, heraus. * Max Reinhardt, der von Warner Brothers für drei Jahre verpflichtet ist, wird als nächste Filme „Hofsmanns Erzählungen" und Shakespeares „Was ihr wollt" inszenieren. * Samuel Goldwyn hat Elisabeth B e r g n e r und Paul C z i n n e r für United Artists auf fünf Jahre verpflichtet. Bisher wurden drei Projekte zur Verfilmung erworben: „The Boy David“, das Bühnenstück, das Sir James Barrie für Elisabeth Bergner schrieb und dessen Aufführung durch ihre Erkrankung verschoben werden mußte, „Die heilige Johanna" von Bernard Shaw und Jack Londons „The little lady of the big house“. Veatrice Waghalter-Freudenthal tritt am 19. April mit einem Abend „Bunte Lieder" im Schumann-Saal erstmalig vor das Berliner jüdische Publikum. Alexander Kipnis gibt am 25. April einen Lieder- und Arienabend im Berliner Bach-Saal. Der Kulturbund, Berlin, macht darauf aufmerksam, daß die Theatervorstellung am Sonntag, 12. April, a u s n a h ins weise erst um 8% Uhr beginnt (nicht 8Vi Uhr).

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