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Central-Verein-Zeitung · 1936-03-12 · 11 (12.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
11 (12.3.1936)
Date
1936-03-12
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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1 ffiSSBPriB* öurxkriede zwischen den Generationen Von Heinz Berggrün , - . Die sie reden, Worte, sind von kalter Feindschaft der geschiedenen Lebensalter, Fahl und aufgezehrt . . . Doch auch uns sind Abende beschieden. An des Tisches hauserhabenem Frieden, Wo das Wirre schweigt . . . Und die leichte Hand zuckt nach der greisen, Und in einer wunderbaren, leisen' Rührung stürzt der Raum. (Franz Werfel: Vater und Sohn.) Das Spannungsverhältnis der Generationen, an unzähligen Beispielen in der Literatur dargestellt und erläutert, scheint in besonders gearteten Epochen zu schwinden, um einer gemeinsamen Front der Generationen für die Forderungen der Zeit Platz zu machen. In einer solchen Epoche leben wir jetzt. Angst um die Enge des Lebensraumes, Sorge um die Zukunft, Bedürfnis nach innerer Festigung haben der normalen, besser: üblichen Grundeinstellung junger Menschen zur Umwelt neue Prägung gegeben und auch die Haltung der Aelteren den Jüngeren gegenüber entscheidend verändert. Früher bestand die Auseinandersetzung junger Menschen mit den Dingen um sie her in erster Linie in einer Abrechnung mit der Generation, die durch ihr Tun und vor allem durch ihre Lebensformen die Geschehnisse und das Gesicht der Zeit bestimmten. In den seltensten Fällen waren die Jungen einverstanden und gewillt, diese Lebensformen kritiklos zu übernehmen. In jeder-Familie gab es von Zeit zu Zeit eine kleine Palastrevolution gegen das „unerträglich Konventionelle". Nach eigenen Gesetzen wollte man sich sein Leben bauen, nicht aber nach den Anweisungen und Vorschriften derer, die einen zu formen sich für berechtigt hielten. Es hieße den Sinn der Jugendbewegung umdeuten und verengen, wollte man, wie es so oft geschieht, sie lediglich als eine Erscheinung des 20. Jahrhunderts betrachten. Solange es junge Menschen gibt, gibt es Jugendbewegung als Pro - t e st gegen das U e b e r k o m m e n e. Was ist zum Beispiel der „Sturm und Drang" anderes als die literarische Ausdrucksform unmittelbarer und echtester Jugendbewegtheit? Wirkliche Jugendbewegung ist mehr als organisatorisches und hündisches Erfassen junger Menschen, wirkliche Jugendbewegung ist das Prinzip erwachender, kämpferischer Aktivität. Diese Aktivität hat nun, soweit sie Menschen jüdischer Herkunft betrifft, in unseren Tagen eine neue und entscheidende Richtung erhalten. Jüdische Jugendbewegung ist gegenwärtig nicht Protest gegen das Alte (und damit gegen das Alter), sie ist vielmehr Zusammenschluß einzelner aus der Erkenntnis, daß in der Gemeinschaft die gegenwärtigen Lebensbedingungen besser gestaltet, die künftigen besser vorbereitet werden können. Damit ist der Jugendbewegung als wesentliches Moment ihr Einsatz gegen die ältere Generation genommen. Die Mauern, die man zwischen sich und den Aelteren errichtet hatte, sind von den großen Bewegungen der Zeit, die stärker sind als das Bemühen einzelner Gruppen, zertrümmert worden. Vielleicht werden sie in einem ruhigeren Zeitabschnitt — denn der Konflikt Jugend—Alter ist immer symptomatisch für ruhige Zeiten — wieder errichtet werden. Jugend und Alter gehen in unseren Tagen nebeneinander und miteinander. Man hat begriffen, daß die Front nach außen zu groß ist, um noch gegeneinander die Fronten zu halten. Burgfriede herrscht. Aeltere und jüngere Menschen beraten, erwägen, handeln gemeinsam. Früher etwa war der Kamps revolutionierender Jugend gegen die starren Formen des Bürgerlichen alltägliche Erscheinung. Heute ist er unnötig geworden. Wer von den Alten würde noch zu leugnen wagen, daß der Traum von der Unbegrenztheit und steten Erneuerungssähigkeit des bürgerlichen Prinzips heute nur ein Traum ist? Die meisten von denen, die versuchen, in der radikalen Veränderung und Umformung unserer Zeit das zu erkennen, was vom jüdischen Standpunkt als positiv gewertet werden kann, finden es in der „Heimkehr" znm Judentum, in der jüdischen Erneuerung, ob religiöser oder völkischer. Sie verkennen, daß neben dieser jüdischen Erneuerung, die nicht selten etwas Erzwungenes, Gewalttätiges hat, sich ein anderes von vielleicht ebenso tragender Bedeutung gebildet hat: die allgemeine Aufrüttelung der Menschen. Der Begriff der Umwertung aller Werte ist aus dem Bereich geistiger Akrobatik in drängende Wirklichkeit gerückt. Die herkömmlichen Vorstellungen von Bildung, Familie, Lebensziel sind ins Wanken geraten. Das, was Generationen mühselig an „Lebenserfahrung" zusammengetragen haben, ist über Nacht außer Kurs gesetzt. Etwas Großartiges und zugleich beklemmend Gefährliches liegt darin. Es lockt die Auflösung aller Lebensformen, es lockt der Abgrund, die Anarchie. Wer spielerisch und resignierend das Gefühl des Zugrundegehens auskosten will, kann es nie so schrankenlos wie jetzt. Anderseits aber kann aus den Trümmern von Lebensformen, die —eben noch lebendige Gegenwart — inzwischen unwiederbringliche Vergangenheit geworden sind, eine neue Zukunft von einsatzbereiten Kräften errichtet werden. 'Was für eine Aufgabe, was für eine Möglichkeit! Und der Wille ist da. Nicht nur im Gang zum Lehrhaus, im Gang zur Synagoge tut er sich kund; schlagkräftig dokumentiert er sich etwa in den Unternehmen der Umschichtung. Mit Recht wird der Verzicht auf das Geistige, der Bildungsmangel, der eingesetzt hat, das Abrutschen in die proletarische Lebenshaltung festgestellt und bedauert. Aber besser ein Weniger an B i l d u n g als ein Zuwenig an Vitalität. Wenn die Zeiten geklärter sein werden, wird es auch wieder möglich sein, ein kräftiges Bildungsideal durchzusetzen. Zwölftausend Zeichnung Horst Mar atz;illllll!lll!lllllllllll!IIIIIIII!iIIIIIIIIIIIIimi!lllllllllllllll!!lllll!inil!ll!!rilllllllimniilllll!llilHI!l!llllllllll!lllllllllllll!H Wenn aber die Beharrlichkeit in der Vitalität jetzt nachlüßt, bedeutet das unerbittlich das Ende. In überraschend kurzer Zeit ist es gelun-' gen, junge Menschen aus saturierter Sphäre herauszureißen und in eine gänzlich anders geartete zu stellen. Die ältere Generation hat dies erkannt. Sie hat die Notwendigkeiten der Zeit aus dem eigenen Erlebnis begriffen, und deshalb bekundet sie Vertrauen und Verständnis für das, was die Jungen unternehmen, um dem Druck von außen nicht nur standzuhalten, sondern ihn durch Aktivierung der Kräfte zu überwinden. Aus tiefer Tragik rührt dies Verständnis her: Aus der erschütternden Erkenntnis, daß die Aufgabe der älteren Generation, den Jüngeren die Wege zu einer gefunden Zukunft zu erschließen, nicht mehr erfüllt werden kann. Und so beschränken sich die Aelteren daraust die Jungen da zu fördern und zu ermutigen, wo sie ihre eigenen Wege gehen. Die Jungen find dankbar dafür. Sie sehen in der älteren Generation nicht mehr den Antipoden ihrer eigenen Ideen und Ideale. Sie stehen mit ihr in g e m e i n s a m e r Front mit dem gemeinsamen Ziel nach neuen Lebensformen. 8ichere Fährte Von Arthur Silbergleit Dass Du unsrer Schmerzen Karawane Unter Deiner blauen Himmelsfahne Ueber noch so öde Wüsten lenkst, Macht Dich unsrer ewigen Liebe sicher, Und wir werden immer innerlicher Deiner würdig. Ja, Du hebst und senkst Unsre Wimpern und die Schicksalswage Unsrer Sehnsuchtsabende und -tage. — Wenn Du unsrer Demut ganz gedenkst, Schimmern auf die Himmel der Verklärung, Jauchzen Winde Allen Wunschgewährung, Die in Träumen Deine Throne tragen Und sich scheu zu Deinem Sternenwagen Stehlen, dass Du huldvoll sie empfängst, Wenn sie dar als neue Deichseln bieten Ihre Arme ihm und Du uns Mythen: Traummusik in jedem Zefyr schenkst. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Landesverband Berlin und Mark, veranstaltet aus Anlaß des Heldengedenktages am Sonntag, 15. März, 10.30 Uhr, in der Synagoge Oranienburger Straße 29 eine Heldengedenkfeier. Anschließend, 12.30 Uhr, Gedenkfeier der Kameraden auf dem Ehrensriedhof in Weißensee. Anläßlich der Heldengedenkfeier, die dev R e i ch s b u n d Jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Köln, in der Synagoge Rvonstraße veranstaltete, widmete der Vorsitzende, Albert S ü ß k i n d, dem Andenken der im Weltkrieg Gefallenen eindrucksvolle Worte. Gemeinderabbiner Dr. Kober mahnte in seiner Ansprache zu Einigkeit und Gottvertrauen und spendete durch die Stärke seiner sinnreichen, verinnerlichten Rede allen Beteiligten Trost. Die vollendeten Darbietungen der Indischen Chorvereinigung unter der Leitung von Kurt H e i n e m a n n, sowie der herrliche, gleichsam aus einer anderen Welt klingende Gesang des Oberkantors Hermann I. F l e i s ch m a n n (Brahms: O Tod) gaben der Feier ein besonders wertvolles Gepräge. Als Organist wirkte mit Sicherheit und Geschmack Aloys Kreuz. —yo— saal als künstlerische Persönlichkeit triumphiert. Die Trennung seines lyrischen und seines heldischen Registers vollzieht sich in einer mehr als einmal an Schaljapin mahnenden Vollkommenheit." * In der Pariser Oper findet die U r a u f - führung von „Oedipus", einer lyrischen Tragödie in vier Akten von Edmund F l e g (Musik von Georges Enesco) statt. * Nathan Milstein spielte an zwei Abenden das Violinkonzert von Tschaikowsky mit dem Orchester in St. Louis. * Am Londoner Adelphi-Theater fand die Cochran-Revue „Follow the Sun“ mit Irene Eisinger in der Hauptrolle großen Beifall. An dem Erfolg war Professor Ernst Stern als Leiter der Ausstattung besonders beteiligt. * Hilde Klestadt, eine junge Düsseldorfer Pianistin, spielte im Luxemburger Rundfunk Werke von Händel, Mozart und Chopin. Die Uebertragung ließ auch hier wieder das klavieristische Können der Künstlerin deutlich erkennen. * Die Wiener Staatsoper bereitet eine Neueinstudierung von Karl G o l d m a r k s „Königin von Saba" vor. In einer Neueinstudierung des „Bajazzo" wirkt Richard Tauber mit. Bruno Walter dirigiert demnächst dort Hugo Wolfs „Corregidor". Die englische Pianistin Myra H e ß spielt augenblicklich in den Vereinigten Staaten. * Szigeti war Solist in einem Sinfoniekonzert in Kauf a s Cit y. Er spielte das Vivlinkonzert von Brahms. * Georg Szell dirigierte Mahlers Erste Sinfonie in S t o ck h o l m. * Im Londoner Rundfunk kamen Schönb e r g s sinfonische Dichtung „Pelleas und Meli» sande" sowie die Suite für Streicher zur Sendung. Es wurde hier auch spezifisch jüdische Musik gebracht: M i l h a u d s „Hebräische Melodien". Außerdem sang Kantor Wolf L e w i u. a. Volkslieber. Franz Osborn war mit großem Erfolg in A m st e r d a m und im Haag Solist mit dem Concertgebouw-Orchester unter Bruno Walters Leitung. * „Pariser Leben", ein neuer Film nach der bekannten Operette von Jacques Offenbach, wird in der Inszenierung von Robert Siodmak am Olympiatheater in Paris zur Vorführung gelangen. * Eine englische Filmgesellschaft bereitet einen neuen Film „Pagliacci" („Der Bajazzo") nach Leoncavallos gleichnamiger Oper mit Richard Tauber in der Hauptrolle vor. * Die Polizeibehörde in Zagreb (Jugoslawien) hat die öffentliche Vorführung des Palästina- Films „Land der Verheißung" verboten. Uber ältere und neuere Musik Ueber Joseph Joachim und Felix Mwndelssohn finden sich in einem neuen (1935 erschienenen) Buch „I ch sch w ö r e mir ewige Ingen d" des durchaus nicht philosemitisch eingestellten Hofprediges Keßler, eines jüngeren Freundes und Anhängers Adolf Stöckers, ein paar auch uns interessierende Stellen. Auf Seite 66 heißt es: „Joseph Joachim, von dem Hermann Grimm gesagt hat, daß Joachim unmöglich je ein schlechtes Buch oder Bild behagen würde, aus allen Gebieten der Kunst würde nur das Gute bei ihm Widerhall finden, von dessen Geigenspiel und ganzem Wesen wir jungen Leute so begeistert waren, daß wir uns darum rissen, ihm den Geigenkasten nach Hause zu tragen." Weiter ist von ihm zu lesen: „Die Zeiten, wo Franz Liszt dort (in der Vatikanischen -Botschaft) spielte, waren vorüber; aber Joachim mit seiner Geige, Rubinstein am Klavier, die Primadonna der römischen Oper mit ihrem herrlichen Sopran waren kein schlechter Ersatz." (S. 110.) In Leipzig wird dem Erzähler die Erinnerung an Mendelssohn lebendig, und zwar „an tot altklassischen Stätte (Gewandhaus), wo uns Felix Mendelssohns und Robert Schumanns Geister umschwebten". (S. 46.) )n der Prager Musikzeitschrift „D er Auftakt" beschäftigt sich der bekannte Musiker Alexander Jemnitz in einem längeren Aufsatz (dem weitere folgen sollen) mit Gustav Mahler als königlich ungarischem Hosoperndirektvr. Ueber diesen Teil von Mahlers Lebensgeschichte gehen die Biographien zu llnrecht zu kurz hinweg, denn die aufbauende Kraft des Operndirektors Mahler, die sich dann vor allem in Wien auswirkte, offenbart sich schon in Budapest. Mahler übernahm einen künstlerisch aus vielen Gründen ruinierten Betrieb; aber „nach kaum drei Monaten des neuen Regimes begannen dessen Angelegenheiten Interesse zu erregen, ihren Platz unter den Tagesereignissen zu erobern und zu behaupten . . . Die Oper schaltete sich wieder in den Kreislauf des Kulturlebens ein: Spannung war erzeugt. Immer dichter füllten sich die Reihen des vor kurzem fast verödeten Zuschauerraums. Der künstlerische Aufstieg dokumentierte sich in der ungarischen Uraufführung von Wagners „Ring der Nibelungen". * Die englische Zeitschrift „Musical Times“ gibt eine Zusammenstellung über die musikalischen Ereignisse von 1836 und nennt u. a. die Ernennung von Halevy zum Mitglied der französischen Akademie, den Beginn des Gcigenstudiums des fünfjährigen I o a ch i m, die Uraufführung des „Paulus" von Mendelssohn in Düsseldorf, die Premiere von Meyerbeers „Hugenotten". * Bei Hug & Co., Zürich—Leipzig, erschien ein Büchlein von Ferdinand Küchler: Goethes Musikverständnis. Darin wird auch auf die Beziehungen zwischen Goethe und Mendelssohn eingegangen: „Erst Zelters Schüler Felix Mendelssohn hat mit jugendlicher Begeisterung die „Erste Walpurgisnacht" komponiert und damit einen Beweis seiner großen Begabung gegeben. Goethe ließ sich das geniale Stück wiederholt von Mendelssohn Vorspielen und war höchst befriedigt von der Komposition . . . Das erste Klavierquartett Mendelssohns ist Goethe gewidmet. Er berichtet an Zelter: „Felix produziert sein neues Quartett zum Erstaunen von jedermann. Diese persönlich hör- und vernehmbare Dedication hat mir sehr wohlgetan." Mendelssohn war mehrmals einige Tage Goethes Gast im Muse am Frauenplan . . . Goethe hatte volles Verständnis dafür, daß man reproduzierende Tonkünstler nicht beim Vortrag stören dürfe. Dies beweist ein Vorfall, über den Jenny von Gustedt geb. von Pappenheim berichtet: „Im Jahre 1830 spielte eines Nachmittags Felix Mendelssohn bei Ottilie, Goethes Schwiegertochter. Während Mendelssohn musizierte, kam ein Freund nach dem anderen herein, es wurde gesprochen und gelacht. Da ging die Tür auf, Goethe erschien und warf einen Blick so voll Zorn und Verachtung auf uns, daß unser Gewissen uns sofort mindestens zu Räubern und Mördern stempelte, ging ohne Gruß an uns vorüber auf Mendelssohn zu, und, ehe wir zur Besinnung gekommen waren, hatte er mit ihm das Zimmer verlassen." Führung von Pseudonymen Der Neichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland teilt mit: „Der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda (Reichskulturkammer) hat folgende Anordnung erlassen: ,Jch sehe mich veranlaßt, erneut darauf hinzuweisen, daß es den Mitgliedern des jüdischen Kulturbundes untersagt ist, sogenannte Künstlernamen (Pseudonyme) zu führen. Ich ersuche Sie, diese Anordnung Ihren Mitgliedern nochmals bekanntzugeben und weise gleichzeitig darauf hin, daß ein Zuwiderhandeln gegen diese Anordnung das sofortige Berufsverbot und den Ausschluß aus dem Neichsverband nach sich ziehen würde. Im Auftrag: gez.: Hinkel.' Wir bringen diese Anordnung n a ch d r ü ck - l i ch st zur Kenntnis aller aktiven Mitglieder des Reichsverbandes." Der Jüdische Kulturbund Berlin e.V. eröffnet am 15. März mit „A n t i g o n e" von Sophokles. Der Aufführung geht ein Kvnzertteil voran. Am 23. Mürz findet die Erstausführung von Saint- Saens „Samson und D a l i l a" statt. Jüdische Jugendbühne. Die Aufführungen von „Der eingebildete Kranke" finden zunächst am 1^- 16^ und 18 Uhr, in der Aula der Mittelschule, Große Hamburger Straße 27, und am 18. März, 10^ Uhr, im Schumann-Saal, Lützowstraße 76, statt. Näheres durch die Jüdisehen Schulen und Neligionsschulen. Einzelmeldüng von Schülern bis spätestens 16. Mürz an W. Hinzelmann, Berlin NW 87, Elberfelder Straße 17.

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