Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-02-13 · 7 (13.2.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
7 (13.2.1936)
Date
1936-02-13
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-9449481-9449243--10058-9448716
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

kaß alle Voraussetzungen für die Genehmigung einer regelrechten Neuerrichtung vorliegen. vr. E. R. Nach den Berechnungen der Forschungsstelle für den Handel übertrasen die Dezember- U.msätze desEinzelhandels den Vorjahrsstand um 10 Prozent. Berücksichtigt sind jedoch nur die Umsätze des Fachhandels, die der Warenhäuser liegen noch nicht vor. Im ganzen Jahr 19 3 5 lägen die Einzelhandelsumsätze um 3 Prozent (12,4 Prozent) über dem Vorjahr. Die Forschungsstelle veranschlagt den Gesamtumsatz des Einzelhandels mit 24,5 Milliarden. Das bedeutet gegenüber dem Tiefstand von 1933 einen Zuwachs um etwa 16 Prozent. * ■ Der Reichswirtschaftsminister hat in einem Runderlaß vom 17. Januar zu den Fällen Stellung genommen, in denen Apotheken den Vertrieb von Waren aufnehmen, die den Apotheken an sich nicht eigentümlich sind. Hinsichtlich der Neuaufnahme von Einzelhandelswaren in bereits bestehende Apotheken soll, wie die Tagespresse aus dem Erlaß berichtet, vor der Entscheidung nach dem Einzelhandelsschutzgesetz von den zuständigen Verwaltungsbehörden in jedem Einzelfall dem Reichswirtschaftsminister. berichtet werden Dieser wird dann mit dem Reichsinnenminister in Verbindung treten, um festzustellen, ob und in welchem Umfange die Hinzunahme solcher Waren im Interesse der Erhaltung der Apotheke und daher auch im Interesse der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln überhaupt erforderlich ist; bei dieser Entscheidung muß auf das Vorhandensein einer Uebersetzung im Einzelhandel Rücksicht genommen, werden. Soweit bei der Neuerrichtung von Apotheken von vornherein die Aufnahme von Waren beabsichtigt ist, die nicht den Apotheken eigentümlich ’ sind, wird der Reichsinnenminister dem Reichswirtschaftsminister entsprechende Mitteilung machen. Dieser wird sodann im Einzelfäll den Bericht der örtlichen Behörden einfordern. Nach einem gleichfalls in der Tagespresse miedergegebenen Runderlaß des Reichsinnenministers vom 24. Januar soll eine Neuerrichtung von Apotheken im allgemeinen nur dort erfolgen, wo ihre Lebensfähigkeit durch den Umsatz in Arzneimitteln, Drogen, Chemikalien und Verbandsstoffen sowie in den in Apotheken üblicherweise feilgehaltenen Waren, wie z. B. diätetischen Nährmitteln jeder Art, kosmetischen Artikeln, Gewürzen und gewissen Spirituosen und Weinen gewährleistet ist. # , Die Bezeichnung „Herrenaus st atter" Heginnt sich zurzeit in Deutschland als Bezeichnung für Herrenwäschegeschäfte zu entwickeln. Es besteht bereits eine Zeitschrift „Der Herrenausstatter". Auch verwenden verschiedene Geschäfte der Art bereits für Rechnungen, Preislisten, usw. das Wort „Herrenausstatter". Das Einigungsamt der Detailisten, Hamburg, ist — wie wir dem „Kurzberichterstatter" entnehmen —> der Auffassung, daß eine Bezeichnung von so allgemeiner, einen bestimmten Geschäftstyp kennzeichnenden Bedeutung nicht von einem einzelnen, weder der Gesamtheit der Kollegen, noch einzelnem Kollegen gegenüber, für seine geschäftlichen Zwecke ausschließlich in Anspruch genommen werden darf. Abnehmende Textil in Solvenzen Unter dieser Ueberfchrift ist eine Zuschrift in der „Frankfurter Zeitung" veröffentlicht, der zu entnehmen ist, daß sich die seit 1932 stark absteigende Kurve der Zahlungseinstellungen in der deutschen Textilwirtschaft 1935 weiter gesenkt hat. Die neu eröffneten Konkurse und Vergleichsverfahren in der Textilwirtschaft gingen nach der Höchstzahl von 3445 in 1932 zurück auf 1084 in 1933 und 633 in 1934, im vergangenen Jah^r waren es nur noch 58 7. Der Rückgangs im letzten Jahr gewinne noch an Bedeutung, weil die Jnsolvenzsälle in der gesamten Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr gestiegen seien ' von 3044 auf 3695. Der Textilanteil an der Gesamtheit der Fälle habe sich entsprechend verringert hon 23,2 Prozent in 1932, 22,4 Prozent in 1933 und 21,1 Prozent in 1934 auf nur 15,9 Prozent in 1935. Wenn auch heute noch der Prozentsatz ziemlich hoch sei — normal wären nach der Bedeutung der Textilwirtschaft nur etwa IO Prozent —, so zeige doch der ständige Rückgang die zunehmende Kräftigung des ganzen Wirtschaftszweiges. Dies um so mehr, als sich die Textilkonjunktur im letzten Halbjahr 1935 zweifellos verlangsamt habe. : Freilich sei zu bedenken, daß im Laufe der Jahre die absolute Zahl der Insolvenzen von selbst in dem Maße zurückgehen müsse, als der Anteil der schwachen Firmen jedesmal durch den Siebeprozeß der Vorjahrsinsolvenzen vermindert sei. Namentlich die Vergleichsverfahren hätten in der Textilwirtschaft sehr nachgelassen. Gerade sie seien früher außerordentlich hoch gewesen. So hätten sie 1932 fast die Hälfte der Fälle umfaßt, während sich ihr Anteil in der sonstigen Wirtschaft nur auf etwa ein Drittel stelle. 1935 seien von den 587 Textilinsolvenzen nur noch 174 auf Vergleichsverfahren gekommen, .also nur 30.Prozent. Die in der Textilwirtschaft, früher viel beklagte Tatsache, daß sich Schuldner durch einen rasch eingeleiteten Vergleich von ihren Verpflichtungen zu befreien suchten, seien somit, wohl auch unter Wirkung der verschärften Bestimmungen der Vergleichsordnung, sichtlich zurückgegangen. Weitaus der Hauptteil von den Textilinsolvenzen entfalle auch 1935 auf den Einzelhandel, der mit 385 Fällen (1934 mit 400) beteiligt sei. Auf den Großhandel kämen 32 (38) Fälle, auf die Industrie 170 (195) Fälle, von letzteren wieder 47 (73) auf die Textilindustrie und 122 (123) aus die Bekleidungsindustrie. Zugabeverbot und unlauterer Wettbewerb Das Einigungsamt für Wettbewerbs st rer tigkeiten beim rheinmainischen Industrie- und Handelstag hatte sich laut „Rhein-Mainischer Wirtschaftszeitung" mit dem Fall eines „offenen Kopplungsverkaufs" zu beschäftigen, bei denen neben dem Gesamtpreis auch der Preis des Nebenartikels ausgewiesen wird und bei denen ztvar rechtlich die Möglichkeit besteht, den Nebenartikel zu dem ausgewiesenen Preis auch allein zu erwerben, tatsächlich aber im Geschäftsverkehr von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht wird. Das Einigungsamt hat nach dem genannten Blatt dahin entschieden,; daß derartige Kopplungs- Verkäufe sowohl unter dem Gesichtspunkt des Zugabeverbots und als auch unter dem des unlauteren Wettbewerbs unzulässig seien. Hinzugefügt wird, daß diese Vertriebsart in neuerer Zeit besonders bei Verfandgeschäften aufgekommen sei. Beispielsweise werde mit einer Packung von Vi Pfund Kaffee (der Hauptware) zum Preis von 59 Pfennigen ein Sammelfchein ausgegeben; sechs Sammelscheine berechtigen zum Bezug einer Porzellantasse mit Untertasse (der Nebenware). Auf der Packung wird der Preis des Kaffees mit 59 Pfennigen, der Preis des Sammelscheins mit 6 Pfennigen und der Gesamtpreis mit 65 Pfennigen angegeben. Emil Netter Kaum 44 Jahre alt starb in Frankfurt a. M. Emil Netter, Mitinhaber der Eisengroßhandlung Wolf Netter & Jacobi, sowie der Wolf - Netter & Jacobi - Werke Komm.-Ges. auf Aktien, Berlin. Ein . großer Freundeskreis betrauert den Heimgang dieses als Mensch und Kaufmann gleich wertvollen Mannes. Er war als Nachfolger seines ebenfalls früh verstorbenen Vaters vor einigen Jahren als jüngster Teilhaber in die Firmen eingetreten, nachdem er schon längere' Zeit zuvor aus verantwortlichen Posten bei ihnen gearbeitet hatte. Sie besaßen in ihm einen Mitarbeiter von besonderen Qualitäten; sein Hauptrnterq esse galt dem Ausbau der Werke und den umfangreichen Produktionsstätten der Gruppe, die am Ende des Krieges durch die zwangsweise Aufgabe ihrer Straßburger Hauptniederlassung, eine böl»: lige Umstellung hatte vornehmen müssen. Er war ein immer lebenslustiger und aktiver Mensch/ dessen gegenwartszugewandter Sinn ihn auch in' dem Augenblick, in . dem es ihm notwendig.schien^ mit aller Kraft in die jüdische Arbeit him einführte. Obwohl er zuletzt der zionistischen Organisation angehörte, war er niemals Partei« mensch. In den letzten Jahren hat Emil Netter in den jüdischen Gremien Frankfurts, vor allem auch in der Gemeinde und in der Verwaltung des jüdischen Krankenhauses, eine von allen aner> kannte wertvolle Arbeit geleistet. Sein heiteres Wesen hat ihm hierbei und auch im geschäftlichen Leben vieles erleichtert. Wer einmal längere Zeit, wie der Verfasser dieser Zeilen, mit ihm zusammenarbeiten durfte, wird ihn nicht so schnell vergessen. Er war gerecht und voller. Interesse für die, die mit ihm oder unter ihm tätig warem Auch im Drange der Arbeit hatte er immer Verständnis für einen Scherz, und ein persönlich freundschaftliches Wort konnte oft schnell manche Mißstimmung beseitigen. Emil Netter hat nichts nachgetragen. Er war ein Vorgesetzter, wie man ihn selten findet und gerade deshalb auch für die jungen,, in der Ausbildung begrisfenen Menschen ein wertvoller Berater. So werden ihm alle, die jemals beruflich oder privat mit ihm zu tun hatten, ein herzliches, ja freundschaftliches Geben» ken bewahren. H. 3K—I. Am 11. Februar hätte der im November 1935 verstorbene Bankier Ernst Marck (Breslau) seinen 70. Geburtstag feiern können, wenn ihn nicht Krankheit vorzeitig abberufen hätte. Auf seinen Wunsch ist er still zu Grabe getragen worden. Die Lebensarbeit des Verstorbenen hat gemeinsam mit seinen Brüdern dem väterlichen Bankgeschäft Prinz & Marck jun. gegolten, das im Jahre 1818 gegründet worden war. Es hat zu den angesehensten Privatbankgeschäften Breslaus gehört und ist dem Züge der Entwicklung folgend im Jahre 1921 auf die Discvnto-Gesellschaft übergeleitet worden. Ernst Marck war in verschiedenen Gremien der Breslauer Banken und vor allem in der Breslauer Effektenbörse führend tätig. Daneben stellte er seine Hilfe den Werken jüdischer Nächstenliebe tatkräftig zur Verfügung; so ist er, u. a. um die Erhaltung des Breslauer Jüdischen Krankenhauses mit bemüht gewesen. Schw. Die Manufakturwaren- und Tcxtilienfirma R. Michaelis, Gransee (Nordbahn), begeht am 16. Februar ihr 100jähriges Geschästsjubiläum. HERREN-KONFEKTION iHerren- und iKnabenfKleider-ffabrik leumann ^Berlin C 2, üteue Sriedridutreuse 3 Gebr. Kurzwes G. m. b. H. * Berlin C 2 Stets grosses L a g e r ■ ■■■■■■■■■■■ ■j Hugo Herrmann & Co. B e r 1 i n Burgstrasse 21. ri i h ■ ■ iim gm. n. Rüben, Berlin - Bielefeld Spezialität: GabarcHnemSiiKel, Loden Leinenu. Trachtenjacken Gustav Katzenstein Herrenkleider-Fabrik W.« Elberfeld Hermann Anders Berren-1 Mi-MMilt Berlin C2 Kalser-Wllhelm-Strasse SO LIEGNITZ Herrenu. Knaben- Kleiderfabrik Spazlalabtellung r Kna benwaschkonf ektion ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimilit I Arnold Solomon f§ =j Mechanische Herrenkleiderfabrik. §5 | HAMBURG 36 1 — Caffainacherrellie 1—5 s ^lllllllllllHlllllIHlHIIIIIlllllllllllllllllllllll HF —Lederbekleidung — aller Art. Engros — Detail. Lederjacken ...'.ab Mk. 20.75, Lederwesten / Hosen / Mäntel billigst B. MOZ ES, eigene Fabrikation Bin. SW 19, Neue Jakobstr. 28 Katalog gratis Alex Hecht Herren-Kleiderfabrik BIELEFELD AHuU Kleiderfabrik, Lübbecke LW. GegrOndet 1807 Gustav Haas 6 - M - B - H Kleiderfabrik Aschaffenburg NATHAN RÜBEN KLEIDERFABRIK LÜBBECKE (WESTFALEN) Gebrüder Putzrath BERLIN C 2 P"Anton Keller & Co.”1 BERLIN C 2, Rosenstr. 16. Tel. Sa.- Nr. D 2 3533 | Fabrikation von Gummi- und Regenmänteln für Herren und Damen Die C.-V.-Zeit ung unterhält und unterrichtet! DAMEN-KONFEKTION / MÄNTEL KLEIBER BLUSEN — Gertrud Isenburg— Kronenstraße58 BERLIN W 8 Tel.Merkur 1122 Jugendliche Blusen / Modelle M. LOEWY Rosenberg & Krumbeck Jugendliche Damenmäntel Gegründet1871 Fabrikation von Regenkleidung für Damen und Herren BERLIN C 2, Kaiser-Wilhelm-Str. 49 KARL PRESCH Junior Berlin SW 19, krausenstr.37 * Tel.: A6 Merkur 3481 Damengürtelfabrikation Berlin W 8, Kronenstr. 23 Hugo Jacoby Berlin Wuppertal-Elberfeld Kronenstraße 24 ▼ Brausenwerth 13 Damen-Mäntel/ Kind er-Mäntel Gebr. Taus Pamenmintelfabrik Berlin W 8, Kronenstrasse 27 H. Meyer & Co. Baum t Lawinsky Damenmäntelfabrik Damenmäntel-Fabrik Berlin W8, Kronenstr. 30-31 Littauer-Nähmaschinen für Gewerbe und Haushalt Neu / gebraucht / Teilzahlung / Miete Höchste Strasse 39 Frisdenstrasse 14 Fernruf E 3 Königstadt 0517 SIEGMUND EPSTEIN Gebrüder W< agner Berlin W 8, Kronenstraße 23 Damenmäntelfabrik Das Haus der Je rsey kl ei der BERLIN W 8 Charlottenstr. 32 a Anzeigenwerbung — beste Werbung S/^äül Schütze Inh.:- Eugen Bocksch, M. d.j. G. Berlin, Nicderwallstn. IO Speziell f ür Konfektion vorrätig Geschäftsbücher, Drucksachen Musterkarten, Etiketten Arbeitszettel, Auftrags-Bücher Greiffenhagen i Bettsack Damenmäritelfabrik, Erfurt; Dakobowsky & Cohen Berlin W 8, Kronenstrasse 38—40 Damenmäntel 11. Jackenkleider GEORG HIRSCH MODISCHE KLEIDER Berlin W 8, Mohrenstrasse 25 Jenny Jacoby & Selly Haase Damenmäntelfabrik Berlin w 8. Kronenstr. 33 tei. a s. 0224 GRAUMANN & STERN DAMENMÄNTELFABRIK BERLIN W8 MOHREN STR. 36 FISCHBEIN&MENDEL DAMEN- UND MÄDCHENKLEIDER BERLIN W8 KRONENSTRASSE24 Gumpel, Rosenbach & Co. Damenmäntelfabrik BERLIN W.8, Kronenstr.30/31 J. Goldschmiedt&Co. Berlin W. 6, Charlottenstr. 28 Jugendl. Frauenmäntel u. Kostüme LACHMANN & MEYER Berlin W 56, Mohrenstrafie 34—35 Damenmäntel / Kostüme BERLIN W 8 Kronenstr. 28 TtLt A 6 ÖJ2Ö Cerfamäntel GEBR. CERF 294745

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.