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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-06 · 6 (6.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
6 (6.2.1936)
Date
1936-02-06
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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6. Februar 1936 Kr 6 2. Beiblatt r7^y.,r ■C5&, '.KWMWOLL'AM 4i??^ if/^1V ■ v*'' i fl . rf!.-7v;r‘*'-i'-5:.1%l^ .y-v.»:! 'ÄL'V.'r! S&?£***. a $ i>35?A V. HWMrW -ÄnE töt-V?: ^•.v*Vi^* UND I H Das „Buch der Frommen" und seine Verfasser Von Jakob Meltlis Die Zeit, in der das „Buch der Frommen" entstanden ist, gehört zu den schicksalsschwersten Zeiten der Judenheit im mittelalterlich-europäischen Lebensbezirk. Sie zeichnete sich besonders durch die übermenschlichen Leiden und Nöte, durch die harten Prüfungen und Sorgen aus, denen das Judentum im 12. Jahrhundert, in der Epoche der Kreuzzüge ausgesetzt war. Der blutige Auftakt setzte bereits mit dem großen Massensterben Des Jahres 1096 ein. Die bis dahin in einer säst naiven Sorglosigkeit an den Usern des Rheins lebenden Juden wurden plötzlich und jäh durch den unerwarteten wilden Ausbruch der Volksleidenschast ausgeschreckt, und als Folge brach unsagbares Unglück über sie herein. Groß war die Zahl der Opfer, die den blutigen Weg der Kreuzritter bedeckt haben, erschreckend die Not und das Elend. Einst ruhmreiche und blühende Gemeinden wurden vernichtet und dem Erdboden gleichgemacht. Tiefe Trauer und düstere Stimmung ergriff die Judenheit überallher. Machtlos, einzig mit dem Willen zum Sterben, standen sie der entfesselten Volkswut gegenüber. Es war in der Tat ein ungleiches Spiel der Kräfte. Auf der einen Seite stand die rohe und vernichtende Gewalt des religiösen Fanatismus und auf der anderen Seite eine schwache, gequälte Gemeinschaft, deren einzige Stärke ihre Glaubenstreue war, die bereit war, unter Hingabe von Gut und Leben, das Teuerste, was sie besaß, ihr Volkstum und die Lehre zu verteidigen. In dieser Leidensepoche hat das Judentum sich vielfach bewährt und die ihm auferlegte schwere Prüfung mit übernatürlichem Heldenmut überstanden. Selten kennt die Geschichte eines Volkes ein derartiges Schauspiel eines Massen-Martyriums wie das jüdische jener Zeit. In dieser aufgewühlten Zeit, wo jeder Jude bereit sein Mußte, die Krone des Märtyrers auf fein Haupt zu setzen und für die Reinheit und Unverfälscht!) eit seines Glaubens den „Tod eines Heiligen" zu sterben, in einer Zeit, in der es galt, mit der ganzen Inbrunst einer gläubigen Seele die Not des Tages zu überwinden und den Verlockungen einer Außenwelt zu trotzen, da mußte das religiöse Erleben von ganz anderen potenzierten Kräften getragen sein als in der porangegangenen Epoche einer verhältnismäßigen Stabilität und Ruhe. Der Mann aus dem Volkes mußte ganz in seinem Glauben sein, erhaben über jeden Zweifel, innerlich gefestigt, treu, unnachgiebig und zur Verteidigung seiner heiligsten Volksgüter einsatzbereit. Es galt daher, den Geist der Einzelpersönlichkeit wie der Gemeinschaft zu stählen, sie gegen alle Qual und Leiden eines schweren Schicksals widerstandsfähig zu machen. Dazu bedurfte es einer starken, innerlich gefestigten p ersö nli che n Moral, eines inbrünstigen und enthusiastischen Glaubens. Allein die bis dahin weit verbreitete und überkultivierte Methode des rationalen, einseitig betonten talmudischen „Lernens", das mehr zum Verstände als zum Gefühl sprach, Mar dazu nicht annähernd imstande. Heilige Begeisterung, mystische Ekstase, verbunden mit dem Willen zu restloser Hingabe und zum Einsatz des eigenen Lebens, konnte auf dem Boden einer trockenen Wissenfchaft nicht entstehen. Was notwendig war, um dem Menschen diese Kraft zu verleihen, ihn von Gedanken einer reinen und zugleich warmen Gläubigkeit zu erfüllen, lag im Bereich des Irrationalen, des mystischen und spekulativen Denkens. So entstand die didaktische Volksliteratur mit einem stark fpekulativ-theosophischen Einschlag, die für die geistige Gesamthaltung der Zeit ziel- und richtunggebend geworden ist. Ihr stärkster Exponent wurde das „Sefer Chassidim", das „Buch der Frommen", das nls Volksbuch bis auf den heutigen Tag größte Popularität besitzt, aus dem der Chassidismus des 18. Jahrhunderts vieles geschöpft und zu seinen Grundlagen gemacht hat. Es ist nicht die Aufgabe, in diesem Rahmen auf verwandte Erscheinungen in der abendländisch-christlichen Geisteswelt, *$$$$?* «fei * V *?2*r*r2* \m >s«esr m » O'TDn ISO o'T''iynD'Tom bah ipx-n -ronniow W21 pnpn ®b»*|3ij>5i*si hmophjw® Jetoir SlJii C7jp >io b o» or'pa»/>i>sDip\» s!Ji, ’*t>dpp '»'J wi'f’to'fnus o'ujpi spjisi ivw 0371 oi »ppcpi ’n rt>p 'tj ob <3 ipift>:s iwrf e*»t J'i rp 3 7® j\i«J'»7'D»p iecr> >ii>5 »voion i9ippi* in ,»i croop J® sc« <j*w5 pn’onsi?öi>? pvjv 71n> ijiuw 9i>jtup poieil'1199 ioipp oiiwippiiin *;i'j> cd .rta>J|'f,*.ri!9PJ ibpibp-jBipw>5jni ’ioib p'opji orpjsrppjniiojppi fvl p«9ii® jP9Pj'>wfr 9nf>iAii jrol hupi PPld 3W' b JUDO JllJItb IJ-JIPI »iw 9>P dopipipp 0®M PJlb ®1H | <PP9) 9»11lf»1i1 1»W9|>3I ftx?>fr» bi ®no Sb> 1b 9339 091 »n 0PI11 O’JC >0 9171 OD’Sld tfa m ih l’l 9>p'k» pifijipj 09>pipjm6p iJDIIJ ^091191 StoJ PPHPOP iliol iriD i® 91DIP9 91191 irfl 09i ®3®1>l v>97» bi> I1*te P»d 10*9 <jn>PI 999991 01*79 pCJ> ilP pjjvoi >r,p> OPI’73 t® 0>119» pS(1 I3>1P tippi 9 ,1®>9'7P9P11 P'7t7'i69>3 9C/> jb'PI 6ijfP9 11, bl 0D1 BT9P7TI 9P1P*;'»il9 *p17üiiPOTP oitlT, li’prj»»r®51UV3»V> lippppiri JlipP9 9'9P-1l59 0!/** 9 9b', t11fipi|>in9P9CB1C'7'r3»9l7l7 igjß -VÄ®i’tP D'3’3-»ru; s*?9 ,'.»«1P«S J. |»P7 BTJpjir 9S p ci j crp:l3 : uSm JN9IV DI971 LS v*.&&&« .. 4S*$ »00 m Mb m ÄA« m W UZ« Sefer Chassidim (Buch der Frommen), Frankfurt a.M. Archiv Sonnenfeld wie sie etwa ihren Niederschlag in den bekannten, mystrschtheosophischen Strömungen gesunden haben, ernzugehen. Derartige Zusammenhänge auszuzeigen und Parallelen zu ziehen, kann nicht der Sinn unseres enggefaßten Themas sein. Was für uns von Bedeutung ist und worüber rn aller Kürze referiert werden soll, ist die Frage der Entstehung und des Verfassers des „Buches der Frommen", dessen Standort und geistige Haltung. ‘ . 0 Eine Zeitlang galt das „Buch der Frommen ' als das Werk eines Mannes, und zwar nannte man als fernen Verfasser den im Mittelalter hochangesehenen Gelehrten, und Mystiker R. Jehuda b. Samuel aus Speyer, der wegen seiner außerordentlichen Charaktereigenschaften den Beinamen „h e - C h a s s i d", der Fromme, erhielt. Erst der Forschung der letzten Jahrzehnte ist der Nachweis gelungen, daß das „Buch der Frommen" in seiner gegenwärtrgen Fassung nicht' von einem Einzelautor herrühre, daß es vielmehr das Ergebnis eines kollektiven Schaffensprozesses sei, an dem Vertreter dreier Generationen seit der Mitte des 12. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts gearbeitet haben. Es ist, um es kurz zu sagen, eine Art Sammlung von Exzerpten verschiedener Werke und Autoren, an denen sich in der H aup tsa ch e aber R. Ieh u d a der Fromme, in ähnlich hervorragender Weise aber noch dessen Vater R. S a m u e l, der Fromme, und R. E l e a - s a r b. I e h u d a „R o k e a ch" aus Worms beteiligt haben. Das Buch als solches ist erst nach dem Tode R. Jehudas, gegen Ende des 13. Jahrhunderts von einem Kompilator zusammengesetzt und abgeschlossen worden. Beide, Vater und Sohn, gehörten zweifellos zu den hervorragendsten Gelehrten ihrer Zeit und standen der Tosasistenschule sehr nahe. Daneben zeichneten sie sich noch durch ihren Hang zum mystischen und spekulativen Denken besonders aus. Im Gegensatz aber zu ihren Zeitgenossen, die ausschließlich sich mit hafachischen Studien beschäftigten und in der abstrakten Talmudwissenschast Sinn und Zweck ihrer Aufgabe sahen, betonte sowohl R. Samuel wie sein Sohn R. Jehuda das Primat der Ethik im Leben des Menschen, die gefestigte Charakterbildung, die reine, unverfälschte zur Ekstase neigende Gläubigkeit, das inbrünstige und begeisterungsfähige Gebet und den lauteren Lebenswandel. Dieses Ideal der sittlichen Vollkommenheit, das ihnen vorgeschwebt hat, suchten sie überall, in ihrem persönlichen wie im täglichen Leben zu verwirklichen, und das Volk nannte sie, in Anerkennung ihres frommen und geheiligten Lebens, die „Chassidim", die Frommen. Da sie von der rationalen Methode des „Lernens" nicht restlos befriedigt und erfüllt waren, wandten sie sich einer anderen Welt zu. Es war eine Welt der Kontemplation und der stillen Versenkung in das Wesen Gottes. Sie stellten Betrachtungen an über die Sphäre des Kreatürlichen und des Geistes, ersehnten die Gottesnähe und sprachen in höchsten Tönen von der Kraft und der Größe der Liebe des Menschen zu seinem Gotte. Sie waren dabei bemüht, die innigste Wechselwirkung zwischen Himmel und Erde auszuzeigen, und sahen im Geiste ihrer Zeit den Weltenraum von Dämonen, Geistern und» Engeln ausgesüllt. Die Werke, die sie verfaßt haben, und in erster Linie das „Buch der Frommen", sind von diesen Gedankengängen getragen. Sie sind, wie es an einer Stelle der Ver- Konzerte und Vorträge in Berlin und im Reich Berthold Sander, der vier der Februar- Konzerte des Berliner Kulturbundes dirigiert, geht in seinen Interpretationen durchweg vom Klanglich-Sinnlichen aus und packt instinktsicher alle jene Musik an, bei der Klangfarbe Wert und Eigenwert hat, während er meines Erachtens den Stil älterer Instrumentalmusik weniger trifft, weil hier neben dem musikantischen Feuer das historisch Treue hätte stärker berücksichtigt werden sollen (überspitzte Dynamik bei Rosenmüller). Sanders Gesten zeigen, daß ihm an einer liebevollen Ausarbeitung des Details viel liegt, man merkt das an der Art seines Ausdirigierens, des plastischen Nachzeichnens der linken Hand. Trotzdem war der Klang gelegentlich zu kompakt und robust, wodurch dem Bach (Viertes Brandenburgisches Konzert) letzte Klarheit und Durchsichtigkeit abging. Das „Ovnosrtlno", die Solopartien, spielten Konzertmeister Frey und die beiden Flötisten Schleyer und Hecht. Namentlich Schleyer hat einen ausdrucksvollen Ton. In der abschließenden Militärsinfonie von Haydn entfalteten sich Sanders Vorzüge und Können am stärksten, es gelang ihm eine schöne Wiedergabe, bei der sich der Charakter des Werks mit seiner Ausdeutung deckte; denn es wurde neben dem Militanten, Fansarenhaften auch die schalkhafte Grazie, die sprühende Unbeschwertheit des letzten Satzes gut getroffen. Nur den zweiten wünschte man sich etwas gehaltener im Tempo. Eine Konzertarie von Mozart sang Rita Atlasz der virtuosen Haltung der Musik entsprechend und mit sicherer technischer Beherrschung. L. A. Für ihre Vortragsmatinee hatte sich Laura P e l t e s o h n ein etwas buntes und ungleichwertiges Programm aus ekstatischen Dichtungen, Kindererzählungen und Märchen zusammengestellt. Das Talent der Vortragenden zeigt noch keine individuell geprägte Ausdrucksform: es schwankt zwischen Leidenschaft und Nüchternheit, zwischen dem Bemühen, einen Stoff geistig zu durchdringen und Ansätzen zu einer Kunst der verwirklichenden, differenzierenden Charakteristik. Verhältnismäßig am besten gelang ihr die Wiedergabe von zwei Berliner Kindergeschichten, einer tragischen von Clara Viebig, und einer heiteren von Manuel Schnitzer; dagegen vermochte sie Ernst Lissauers „unwägbare Musik um die Worte" weder in einem Gedicht „Heimkunft", einem prachtvollen Stück barocker Lyrik, noch in dem gottnahen „Lobgesang" zu reiner Klangwirkung zu bringen. L,. Der Riesenraum der Synagoge Oranienburger Straße war durch Mitarbeiter der Winterhilfe, denen zum Dank für ihre freudige Arbeitsbereitschaft die Berliner Gemeinde hier ein Konzert veranstaltete, bis auf den letzten Platz in der zweiten Empore besetzt. Dem schönen ^lnlaß hatten sich einige unserer Besten zur Verfügung gestellt, so daß der Dank in würdig-festlicher Form erstattet werden konnte. Nach kurzer herzlicher Ansprache überließ der Gemeindevorsitzende Heinrich S t a h l den Mitwirkenden das Wort, die mit sichtlich freudigem Eifer in einem reichhaltigen Programm ihre Kräfte einsetzten. Vor allem erfreulich und erstaunlich war die technische Vervollkommnung der Jüdischen Chor- und Orchestervereinigung, die unter ihrem Leiter Leo Kopf wesentlich weitergekommen ist. Noch sind zwar im Orchester Klangfülle und dynamische Feinheiten nicht zu erreichen, aber unverkennbar ist das Bemühen um Sauberkeit und sorgliche Abstimmung, die in der Begleitung besonders schön in Erscheinung tritt. Professor Alfred Wittenberg spielte das Andante aus dem Mendelssohn-Konzert mit weitschwingendem Ton, der unmittelbar vom Instrument genommen wird, mit meisterlichem del canto sang Hermann S ch e y eine Konzertarie von Mozart; beide Künstler wurden vom Orchester gut unterstützt. Auch der Chor hat in bezug auf disziplinierte Klangschattierung viel gewonnen, was Kopf in einem Fragment aus dem „Elias" hervorragend aufzeigte; die leidenschaftliche Größe des „Heilig, heilig, heilig" ergab nach ausgezeichneten solistischen Leistungen (Alice Hannes-Cassirer, Hermann Schey und Lucie Glaser, Else Loewenberg, Hertha Gro th) einen wuchtigen, prachtvollen Abschluß. Kai. In einem demselben dankenswerten ' Zweck dienenden zweiten Konzert, das in der überfüllten Synagoge Fasanenstraße stattfand, wirkten bekannte und bewährte Berliner Künstler mit: die Sängerinnen Paula Liudberg-Salomon und Frida Weber-Fl e ßbur g, die Jüdis chen Sängerknaben unter Erwin Iospe, Chemja Wina wer und seine 30 Sänger, Erna Klein (Klavier), Charlotte Rosen- S a l o m o n s k i (Violine), Godfried Z e e l a n - der (Violoncello), Alfred Schlesinger (Viola) und Rudolf L e w y (Kontrabaß). Das Programm war reichhaltig und vielgestaltig. Nicht alle gebotenen Werke kamen infolge der besonderen Akustik des Raumes voll zur Geltung. Dies beeinträchtigte aber keineswegs die Wirkung der Feierstunde, die von Direktor Heinrich Stahl mit einer kurzen Begrüßungsansprache eingeleitet wurde. E. G. L. Ein Konzert für die Winterhilfe wurde durch Negersche Orgelwerke eingeleitet und beendet, die Hans Samuel mit beachtenswerter Technik bot. Hilde Marx sprach eindrucksvoll einiges Ernste aus eigenen Gedichten. Paula G u t t - mann hat eine gutsitzende und darum tragfähige Stimme, der das ruhig Ariose offenbar besonders liegt; hier kam vor allem die Kunst unmerklichen Registerwechsels zur Geltung. Es begleitete Oskar G u t t m a n n, der mit Kurt Oppenheimer eine Mozart-Sonate spielte. Das Zusammenspiel war gut, nur im Piano dominierte stellenweise das Klavier zu sehr. Guttmann gelang das für Mozart erforderliche perlende Spiel. In Beethovens „kleinem" b-ckur- Trio steuerte Wolfgang Bretschneider den Cellopart bei. Lily D y m o n t hatte ebenfalls ihre große, anerkannte Kunst in den Dienst der Sache gestellt: sie mißbraucht ihren Chopin nie zum reinen Virtuosenstück, gibt ihm aber doch alle Brillanz und Farbigkeit (am schönsten in der „Berceuse"). Rechtsanwalt Kozower hielt eine Ansprache, vom Thoraabschnitt des Sabbaths ausgehend. Heinz Fischer spielte bei Weil zwei moderne Stücke von Juden, eine Fuge von Jacob Schönberg, die in ihrer reichen Stimmigkeit, ihren Terzen und Sextengängen, ihrer klar Harmonik wirksam gesteigert ist, dann eine Sonate von Wolfgang Jacoby. Hier ist vor allem ein sehr schöner langsamer Satz eindrucksvoll, der von zwei spielerisch bewegten und belebten Teilen umschlossen wird. Für die Wiedergabe dieser Werke haben wir Fischer zu danken. Im übrigen wirkte sein Spiel ziemlich matt, da seiner Bach-Auffassung Klarheit, Ruhe und ein stilgerechter Aufbau fehlten. Godfried Zeelander spielte eine Bachsche Cello-Sonate und den „Kaddisch" des Nichtjuden Ravel, wie immer vornehm, dabei beteiligt und beseelt. h. A. Der dritte Lichte Nachmittag der Berliner Jüdischen Reformgemeinde zeichnete sich ebenso wie die ersten durch kluge und geschmackvolle Programmwahl und bemerkenswerte künstlerische Leistungen aus. Das als Motto voran- ’Jck-i m'jjcii i’j aMe! Unsere Vermählungsanzeige steht in der weitverbreiteten vielgelesenen C.-V.-Zeitung ScUaCÄAck fit AH. tfäc QCM. (?u H£, C.~V,~Z&i4uHgt BvlCCh, W.1S, Smjci $h£2

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