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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-23 · 4 (23.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
4 (23.1.1936)
Date
1936-01-23
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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sich allgemein, welche Motive hinter dieser Feindseligleit stecken. Die Angriffe sind nur berechtigt, wenn man das Judentum als einen Annex des Zionismus und nicht etwa den Zionismus als einen engeren Sondersall jüdischer Gesinnung ansieht. Sie sind ferner berechtigt, wenn man einen in Deutschland jahrelang aus ein Zertifikat wartenden jungen Menschen Parteimäßig zionistischer Gesinnung für erstrebenswerter hält als einen Juden, der nicht nach Palästina wandern will und in kürzerer Frist sein Auswanderungsziel durchsetzen kann. Die Polemik der „Jüdischen Rundschau"' ist aber auch geeignet, in den Kreisen der nichtzionistischen Palästinafreunde lebhafte Zweifel an der Aufrichtigkeit der Argumente zu wecken, mit denen sie für Palästina geworben werden. Schon lange vor 1933 gab es einen beträchtlichen Menschenkreis, der innerjüdisch nichtzionistisch orientiert, den Palästinaaufbau als ein gesamtjüdisches Werk freudig unterstützte. Manche dieser Palästinafreunde mögen Zionisten geworden sein, sehr viele, vor allem die Menschen der älteren Generation, haben ihre Palästinafreundschaft bewährt, haben sie vertieft, sind aber ihrer Auffassung über Juden und Judentum nach Nichtzionisten geblieben. Auf der Anerkennung dieser Tatsache beruht auch beispielsweise die Jewish Agency. Diese geht entscheidend von dem Gesichtspunkte aus, daß Nichtzionisten mit Zionisten in der Palästina-Arbeit Zusammenwirken. Dieser Gedanke ist in immer wachsendem Umfange von maßgebenden Juden aus unseren Reihen gefördert worden. Wie will man diesen gegenüber rechtfertigen, daß ein gesamtjüdisches gutes Ziel, nämlich die zweckmäßige Vorbereitung junger Menschen für eine Auswanderung, aus po- 5= Übergebt EE | Hausverwaltungen | S au die Mrrna Sa ACKERMANN — I München Berlin W 9 sg Ritter v. Epp Platz 9 Tirpitz Ufer 22 =j Erste Referenzen! Beratung bei Immobilien-Verkäufen 5| litifch-egoistischen Gründen bekämpft wird . .. Man kann sich wirklich nicht gut vorstellen, welche Gründe im Kern eigentlich für diese unerfreulich Stellungnahme vorliegen. Fürchtet man etwa, daß der eine oder andere Betrag, der bisher für den Keren Hajessod gegeben wurde, nun etwa der -jüdischen Auswanderungsschule zufließen,-könnte? Oder fürchtet man, daß innerhalb des Millionenbetrages, der für die Auswanderungsfrage insgesamt aus allgemeinen jüdischen Mitteln aufgebracht werden muß, einige Teilbeträge auch für diesen Zweck abgezweigt werden könnten? . . . Dieses würde Zweifel an der Gesinnung bedeuten, mit der man von Nichtzionisten Förderung für den Aufbau Palästinas verlangt und mit der man am Palästinawerk aus unseren Reihen mitgearbeitet hat. Die Polemik gegen die Auswanderungsschule verbrämt die m E. wirklichen Beweggründe durch Besorgnisse, daß die jüdische Erziehung dieser Menschen unzureichend fei. Hier liegt allerdings eine sehr wesentliche Differenz vor. Die Polemik versteht unter jüdischer Erziehung zionistische Erziehung, und diese wird in der Auswanderungsschule nt ch t erteilt werden. Denn da die jungen Menschen in ihr nicht für ein jüdisches Gemeinwesen, sondern für ihre Wertigkeit innerhalb von Staaten erzogen werden sollen, die von ihnen Anteilnahme und Hingabe verlangen, wäre es ein Vergehen gegetr die Zukunft der jungen jüdischen Menßchen, sie von vornherein zur Fremdheit und Isoliertheit innerhalb ihrer neuen Heimatländer heranzubilden. Wir halten es für nicht angängig, den, speziellen durch die anderswo n i ch t vorhandenen Umstände geschaffenen Sonderfall des Zionismus, wie er hier in Deutschland seine Ausprägung gefunden hat, zur Lebensbasis für Menschen zu machen, die in völlig anders geartete politische Verhältnisse hineinwachsen sollen. Was aber die jüdische Erziehung an sich anlangt, gegen die sich die „Jüdische Rundschau" ausi Grund vorläufig nicht zur Veröffentlichung bestimmter und nur durch unfaire Indiskretionen ihr bekanntgewordener Materialien wendet, so kann, wie wir meinen, jeder, der, wenn er Judentum sagt, nicht sofort Zionismus meint, über die Absichten beruhigt sein, die die Schule verfolgt. In den Richtlinien für die Schule wird nämlich erklärt, daß die „charakterliche E r ziehung j um g e r j ü d i f ch e r M e n - schen durch ihre Verwurzelung im Indentuiti" bedingt ist. Je.weniger man diese in der Gegenwart durchweg voraussetzen darf, um so tiefer muß in die jungen Menschen das Bewußtsein gepflanzt Genf beginnt mit der Answanderungsfrage Der Völkerbundsrat, auf dessen Tagesordnung die Auswanderungsfrage steht, hat seine Beratungen am 20. Januar d. I. begonnen. Es scheint, als ob man einige hochpolitische Fragen noch nicht soweit vorbereitet fühlt, daß sie besprochen werden könnten. Denn man hat bereits in der ersten Sitzung den Bericht des Vertreters von Ekuador entgegengenommen, der zum Referenten der Expertenkommission des Völkerbundes für die Neuregelung der Auswanderungssürsorge bestimmt war. Gleichzeitig .wurden das Rücktrittsschreiben des bisherigen Oberkommissars für die Auswanderungsfrage, James MacDonald sowie dessen Denkschriften vorgelegt. Unsere Leser werden sich aus unseren Berichten erinnern, daß der Vorschlag der Expertenkommission anregte, provisorische Maßnahmen für die Zeit vom Januar bis September zu beschließen, wo bekanntlich die Völkerbundsversammlung zusammentritt, um dann über die zweite Gruppe der Vorschläge, die endgültigen Charakter tragen sollen, Beschluß zu fassen. Im Anschluß an seinen Bericht beantragte der Vertreter Ekuadors, eine Kommission einzusetzen, die zu den Vorschlägen der Expertenkommission entsprechende Resolutionen für den Völkerbundsrat ausarbeiten soll. Ferner erbat er die Benennung von Persönlichkeiten für die Leitung des Nansen-Amtes und die provisorische Führung der Angelegenheiten der Auswanderer aus Deutschland. Die Wahl der von dem Rapporteur vorgeschlagenen Kommission, der die Vertreter Englands, Frankreichs, Polens, der UDSSR, Dänemarks und Ecuadors angehören, soll in der Abendsitzung vom 20. Januar oder in der Vormittagssitzung vom 21. Januar vorgenommen werden. Es wird erwartet, daß Ende der Woche eine Debatte über die grundsätzliche Seite des Auswandererproblems stattsinden wird. Es werden also zwei Persönlichkeiten bestimmt werden müssen, der Präsident des Nansen-Amtes und der Oberkommissar. Während der Kandidat für das Nansen-Amt in der Person des Norwegers Professor Hansson ’scheinbar sestzustehen scheint,' wird um den neuen Oberkommissar noch viel herumgeraten. Die Kandidatur des früheren-. Generalsekretärs der Reparationskommission, Sir Arthur Salt er, wird neben anderen bekannten englischen Namen wie C h u r - ch t IX und Lord Cecil genannt. Neuerdings spricht man auch viel von einer. Kandidatur des früheren Außenministers Sir Samuel H o a re, der seine Qualität für derartige Arbeit bereits bei Gelegenheit der russischen Emigrantenhilfe unter Beweis gestellt hat. Mit Sicherheit ist jedoch anzunehmen, daß die Wahl' auf einen Engländer fallen wird. Die an der Frage interessierten privaten offiziellen Kreise sind übereinstimmend der Ansicht, daß ein Engländer für diesen Posten am geeignetsten wäre. Die Entscheidung über die Nationalität des Kandidaten wird vom Rat getroffen werden und die endgültige Ernennung dürfte einige Wochen nach der Ratstagung erfolgen. Vor Sonnabend kein Beschluss zu erwarten Bei Redaktionsschluß wird aus Genf gemeldet: In den Beratungen des Plenums des Völkerbundsrats wurde wegen des Todes Königs Georg am 21. Januar eine Verhandlungspause eingeschaltet. Nach Wiederaufnahme seiner Arbeiten am Mittwoch, dem 22. Januar, wird der Rat zur Wahl der Unterkommission schreiten, die die. Resolutionen zur Frage der Neuregelung der Auswanderersürsorge ausarbeiten soll. Die Beratungen werden vertraulich sein. Neben der Ausarbeitung der Resolutionen ist der Kommission auch die Ausgabe gestellt, Vorschläge über die Person des neuen Oberkommissars für die Auswanderer aus Deutschland zu machen. Oie englische Völkerbundsliga vertraut auf Völkerbundshilfe für die Auswandenmgsregelung Wie die ITA meldet, hat die Exekutive der englischen Völkerbundsliga nach Prüfung des Berichtes der Expertenkommission des Völkerbundes für die Neuregelung der Auswandererhilse eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Nach-sorgfältiger Prüfung des von der Völkerbundskommission für internationale Auswandererhilfe veröffentlichten Berichtes begrüßt die Exekutive den darin enthaltenen Vorschlag, daß eine Unter Völkerbundsaufsicht 'stehende internationale Behörde zur Förderung der Hilfsarbeit für Auswanderer aus Deutschland und deren Seßhastmachung bestehen bleiben soll, bedauert es jedoch, daß eine solche Vorkehrung nicht für die noch größere Zahl russischer und armenischer Flüchtlinge nach der für Ende 1938geplanten Liquidierung des für'chre Wohlfahrt'sorgenden internationalen Nansen-Amtes getroffen wurde. Die Exekutive vertraut darauf, daß der Völker-- bundsrat bezüglich der in dem Bericht empfohlenen provisorischen Maßnahmen beschließeuwird, daß die gePlcmtL-zwischenstaatliche. Konferenz sich mit dem Schutz aller Auswanderer und nicht nur den jenigen aus Deutschland befaßen soll. Die Konferenz sollte ermächtigt werden, eine Lösung , des . Auswandererproblems in seinem ganzen Umsang zu versuchen. Was die Vorschläge des Berichtes bezüglich einer später zu schaffenden Organisation anlangt, so empfiehlt die Exekutive, daß die Be« werden, daß sie Juden sind und in der Welt als Juden zu leben haben . . . Aus Grund lebendigen Verständnisses für das religiöse Fundament und die Lebenshaltung des Judentums soll der Jugendliche lernen, als Glied der jüdischen Gemeinschaft'sein jüdisches Schicksal zu begreifen. Dann nimmt er es aus sich als frei gewählte sittliche Leistung. Eine solche Bejahung des Judentums wird ihm, der Geburtsland, Sprach- und Kulturkreis aufgibt, den festen Halt geben, wohin das Leben ihn stellen und was es auch immer ihm bringen möge." Der in dieser Gesinnung erzogene junge Jude wird vor allen Dingen eins lernen, was die Polemik der „Jüdischen Rundschau" bedauerlicherweise vermissen läßt, nämlich: jüdisches Verantwortungsgefühl. Und nun zu positiver Arbeit für das wichtige Werk! Palästina wünscht Verteilung des jüdischen Auswanderungsstromes Unser Palästina - Berichterstatter meldet: Die verschiedenen Pläne für die Auswanderung deutscher Juden nach nichtpalästinensischen Ländern haben hier selbstverständlich große Beachtung gesunden. Nach dem deutsch-italienischen Transferabkommen und nach den Untersuchunben Dr. Ruppins über Ansiedlungsmöglichkeiten in Südamerika haben jetzt zwei englische Inden, die im Wirtschaftsleben eine führende Stellung einnehmen, Lord Bearstead /und Simon Marks, den (von uns berichteten. Die Schristleitung) Plan musgearbeitet, durch gemeinsame englisch-amerikanische Bemühungen 3 Mill. LP auszubringen, um den Transfer deutsch-jüdischen Vermögens zur Auswanderung nach Palästina und nach anderen Ländern' britischer Einflußsphären zu ermöglichen. Lord Bearstead ist der Vorsitzende des Shell Petroleumkonzerns und Sohn des Begründers dieser Gesellschaft, Sir Marcus Samuels. Simon Marks ist Vorsitzender des bekannten' englischen Einzelhandelskonzerns Marks und. Spencer. Während in manchen Kreisen die Befürchtung geäußert wird, daß durch eine solche Ablenkung d e-s jüdischen KapitalsvonPalästina das Tempo des Ausbaus verlangsamt und damit die Jnvestitionskonjunktur beeinträchtigt werden könnte, herrscht in maßgebendenKreis e n die Ansicht, daß man mit den gegebenen Tatsachen rechnen müsse; das heißt, da Palästina gegenwärtig nicht in der Lage ist, alle Juden, die aus Deutschland auswandern wollen oder müssen, in befriedigender Weise unterzubringen, müssen für den Re st anderweitige Existenzmöglichkeiten gefunden werden. Bei den großen Vorteilen, die das jüdische Land gegenüber allen anderen Auswanderungszielen bietet, ist mit Sicherheit zu erwarten, daß Palästina auch künftig seinen angemessenen Anteil an der Wanderung jüdischer Menschen und jüdischen Kapitals behaupten wird. W o h l a b e r k am n e i n e g r ö ß e r e Auswahl an Auswanderungszielen zu einer besseren natürlichen Aus lese der Palästina- Einwanderer führen. Alle diejenigen, die — durch Alter oder Ausbildung — von vornherein ungeeignet für Palästina waren und nur notgedrungen hierherkommen, die sich in ihrer inneren Einstellung und infolgedessen auch in ihren wirtschaftlichen Ueberlegungen den besonderen Bedürfnissen dieses Landes nicht anpassen können, werden bei Verwirklichung der erwähnten Projekte nicht mehr nach Palästina kommen, wo sie sich subjektiv nicht wohl fühlen und auch objektiv dem Lande nur wenig nützen. Auch vom Standpunkt Palästinas aus kann durch eine gewisse Verteilung des deutschen Auswandererstromes die Gefahr, die in der Einwanderung solcher Menschen liegt, gemildert werden. ratung darüber vertagt werden soll, bis die zlm« schenstaatliche Konferenz ihre Schlußfolgerungen gezogen haben wird. Keine Behinderung jüdischer Rechtsanwälte vor Gericht Von Rechtsuchenden wird mitunter irrigere weise angenommen, daß jüdische Rechtsanwälte nicht mehr in der Lage seien, vor den Zivilnutz Strafgerichten, den Verwaltungsgerichten und sonstigen Behörden die ihnen anvertrauten Interessen wahrzunehmen. Diese Ansicht steht mit den gesetzlichen Bestimmungen und der Praxis dev Gerichte und -Behörden im Widerspruch. Jeder Rechtsanwalt, der sein Amt behalten hat, wird vor Gericht und allen Behörden, bei denen die Zuziehung eines Amvalts geboten oder gestattet ist, unterschiedslos angehört und behandelt. Nach der „Judenverordnung" der Deutschen Rechtssront dürfen andererseits alle Amtswalter des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen und der Deutschen Rechtsfront sowie diejenigen Mitglieder der Reichssachgruppe Rechtsanwälte des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen, die zu Leitern von NS-Betreuungsstellen bestellt sind, auch insoweit, als sie der NSDAP nicht angehören-- bei Vermeidung ehrengerichtlicher Bestrafung vor Gericht oder vor anderen staatlichen oder privaten Stellen die Vertretung von Juden oder jüdischen Firmen gegenüber einem deutschen Volksgenossen oder einer deutschen Firma nicht übernehmen; ferner wird jeder Rechtsanwalt , aus der NSDAP ausgeschlossen, der vor Gericht oder vor anderen staatlichen oder privaten Stellen einen Juden gegenüber einem deutschen Volksgenossen — mag dieser Parteigenosse sein oder nicht — vertritt. Im übrigen lehnt es die Neichssührung -des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen und der Deutschen Nechtsfront grundsätzlich ab, für irgendein Mitglied einzutreten, das wegen einer aus eigener Entschließung und auf eigenes Risiko übernommenen Judenvertretung in der Oeffentlichkeit, in der Presse oder sonst angegriffen wird. Anträge auf Befassung im Notaramt In der „Deutschen Justiz" Nr. 3 vom 17. Januar 1936, Seite 105, wird eine allgemeine Verfügung des .Reichsjustizministers vom 16. Januar 1936 (Ia 63) veröffentlicht, betreffend Anträge von . Personen, die . nicht .Reichsbürgev sind, auf Belassüng in dem von ihnen bisher.bekleideten Notar-Amt. Danach soll die Bewilligung einer Befreiungnur in ganz besonders 'liegenden Ausnahmefällen' befürwortet werden, deren schwerwiegende" Gründe vom Gesichtspunkt "'der Allgemeinheit —-- nicht nur im Interesse des Me-, suchstellers: -- eine Abweichung von der Regelung nahelegen, die in . den Nürnberger Gesetzen ,al3 Grundlage für. den Aufbau von Volk und Staat geschaffen wurden. . .Die..Anträge aus Belassüng titt Amt sind bei den Landgerichtspräsidenten dm zubringen. Es soll darauf hingewirkt werdendaß die' Anträge bis spfttestenS ' zunt 1. Februar 1936 gestellt werden. - Verordnung über die Flaggenführung der Schiffe Der Reichsminister des Innern hat eine Ver^ ordnung über die Flaggenführung der Schiffe vom 17. Januar 1936 (RGBl. I, S, 15) erlassen. Danach haben alle deutschen Kauffahrteischiffe als Nationalflagge die Handelsflagge zu führen.- Kauffahrteischiffen, aus deren Eigentümer § 4 - des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und dev deutschen Ehre vom 15; September 1935 (RGBl: ß S. 1146) Anwendung findetalso Juden, kann dev Reichsverkehrsminister im Einvernehmen mit-dem Reichsminister des Innern und dem Stellvertreter des Führers das. Recht zum Führen der Handelsflagge entziehen. Binnenschiffe (ohne Rücksicht aus Größe, Bauart und Antriebsweise) dürfen als deutsche Nationalflagge nur die Hakenkreuzslagge führen. Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Binnenschiffe, deren Eigentümer nach 8 4 des Gesetzes zum Schutze des-deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935 die Reichs- und Nationalflagge nicht hissen dürfen. Das gleiche gilt, wenn eine Person, die die Reichst und Nationalflagge nicht hissen darf, das Schiss benutzt, es sei denn, daß sie sich aus einem Schisse des öffentlichen Verkehrs als Fahrgast befindet-. Die Verordnung tritt am 1. Februar 1936 in' Kraft. Reichsamtsleiter Dr. Streck über die Judenfrage In einer Massenversammlung des Kreises M ü n ch e n der NSDAP führte der Reichsamtsleiter im Hauptamt für Volksgesundheit Dr. Streck zur Judenfrage, wie die „Münchener Neuesten Nachrichten" berichten, - aus, der Haß gelte nicht dem Juden als Einzelperson, sondern dem Judentum als weltpolitischem Machtfaktor, das nur ein Ziel hat: , die Vernichtung der nordisch-arischen Rasse. Die Rassenfrage sei gleichbedeutend mit der Judenfrage. Die Rassenfrage sei die Schicksalsfrage des deutschen Volkes. Diese könne nicht gelöst werden von den Intellektuellen und den staatlich abgestempelten Wissenschaftlern, sondern von dem politischen Soldaten beiderlei Geschlechts,. letzten Endes von der Gesamtheit des deutschen Volkes selbst. Dr. Streck legte die Notwendigkeit des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes dar. von dessen Geist die deutsche Frau und das deutsche Mädchen durchdrungen sein müssen- '- ist Äainen iKivrcrue IN ALLEN fohrenden wäsche-geschäften KLAUDCK-WAjinC WÄSCHEFABRIK ROSA KLAUBER / MÜNCHEN KLAUBER-WÄSCHE

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