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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-16 · 3 (16.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
3 (16.1.1936)
Date
1936-01-16
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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James Rothstein Fot. Herbert Sonnenfeld „DaS diesjährige Konzert des bekannten Komponisten James Rothstein am 2 1. Ianuar im großen Logensaal in d e r K l e i st st r a ß e brrngt seine neuesten Werke (darunter eine Violin- Sonate und Lieder) und jüdische Volkslieder. Die Mitwirkenden, die sich ihm in liebenswürdigster Weise zur Verfügung gestellt haben, sind: S \^\a nne Landsberg-Svllaender (Sopran), T i n e t t e Pasch (Violine), M a x Mansfeld (Tenor), Kurt R a h m e r (Baß). . Zum Direktor -es Jüdischen Reformghmnasiums in Breslau wurde als Nachfolger des nach Palästina übersiedelnden Direktors Dr. F e u ch tw a n g e r der bisher an der Schule der Adaß Jisroel in Berlin tätig gewesene Dr. Harry A p t gewählt. ■iiiiiiiimiiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiniiiiiuiiiiiiiiiimiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiimiiiimiiimiiMiiimiiiii Louis Rosenberg, Aachen Mit Louis Rosenberg, der am 6. Januar in Aachen im 79. Lebensjahr starb, hat die Aachener Synagogengemeinde eine ihrer markantesten Persönlichkeiten und der C.-V. einen seiner treuesten Freunde verloren. Er war ein Kaufmann von überragender Sachkunde, den die Wertschätzung und Achtung seiner Mitbürger in die Handelskammer berief; er war der verantwortungsbewußte Jude, der sich keiner Arbeit für seine Glaubensgemeinschaft entzog, und er war der allen hilfsbereite Mensch, der mit seinem klugen Rat ebenso den Wohlfahrtsorganisationen wie den alleinstehenden Witwen und Waisen stets treu zur Seite stand. Seit der Gründung der Ortsgruppe des C.-V. bchörte er ihrem Vorstände an. Immer war er zu Mer Mitarbeit bereit. Wie kein anderer verstand er eZ auch, die Hilfsbereitschaft anderer für die Zwecke des C.-V. zu wecken. In Louis Rosenberg ist eine aufrechte, ausgeprägte Persönlichkeit, ein selbstbewußter, aber doch bescheidener, aller äußeren Anerkennung abgeneigter Mensch von uns gegangen, den wir me vergessen werden. k. l. Albert Joseph 70 Jahre Kommerzienrat Albert Joseph aus Landau i. Pf., Präsident des Verbandes der israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz, Mitglied des Präsidiums des Verbandes bayrischer israelitischer Gemeinden, Mitglied des Beirats der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und des Ausschusses des Landesverbandes Pfalz des Central- Vereins, vollendet am 20. Januar das 70. Lebensjahr. Seinen zielbewußten Bemühungen ist es zu danken, daß die Gemeinden der Pfalz vor nunmehr 19 Jahren unter Voranstellung der allgemeinjüdischen Interessen sich zu einem Verband zusammengeschlossen haben. Es ist ihm gelungen, die religiösen Angelegenheiten der Gemeinden aus das trefflichste zu fördern und die soziale und finanzielle Stellung der Beamten in bedeutsamer Weise zu heben. Mit ganzem Herzen hat er sich dafür eingesetzt, daß der Pfälzer Verband dem bayrischen Verband als Mitglied beitrat. Mit allem Nachdruck hat er die Bestrebungen zur Schaffung einer Reichs-Vertretung der deutschen Juden unterstützt. Es wird wenig Gemeinden in der Pfalz geben, die Kommerzrcnrat Joseph nicht besucht hat und deren Synagogen und Friedhöfe er nicht kennt und unter seinen Schutz genommen hat. Der temperamentvolle Manu, der stets rückhaltlos für seine Ideen eintritt, ist auch außerhalb seiner Heimat eine markante Erscheinung in den jüdischen Versammlungen geworden. In der pfälzischen Judenheit ist er seit langem eine populäre Persönlichkeit, allgemein geachtet und geehrt. Am 5. Januar fand im Rahmen der Winterhilfe ich Gemeindehaus der Synagoge zu E m d e n (Ostsriesland) eine Gedenkfeier zu Ehren des verstorbenen Lehrers und Predigers Lion Wolfs statt. Nach. einer kurzen Begrüßung durch Herrn S e l i g m a n n ergriff Louis Wolfs, Vorsteher der. Gemeinde, das Wort. Er gab eine kurze Schilderung von dem Wirken des Verstorbenen und ließ dann den Hingeschiedenen durch ein hinterlassenes Manuskript selbst zu den Zuhörern sprechen. * Mit dem ganzen Humor, der dem Verstorbenen zu eigen war, wußte er in seinen Erinnerungen: „Die Synagogengemeinde Emden vor 80 Jahren", die Verhältnisse der damaligen Kleingemeinde, das Leben im Cheder, die Schulgefährten usw., zu schildern. _ Aus den Familien Marianne Kahn geb. Donnerstag (Veitshöchheim, Unterfrankcn) begeht am 19. Januar ihren 80. Geburtstag. — Seligmann Pürkheimer (Hackenheim) wird am 24. Januar 78 Jahre alt. — Josef Schindler und Frau (Beuthen, O.-S.) feiern am 20. Januar ihre goldene Hochzeit. — Leo Lehmann (Hildesheim), der frühere Vorsitzende der Ortsgruppe Hildesheim des C.-V., ist am 3. Januar gestorben. Die Chewra Kadischa in Kreuz bürg, O.-S., beging kürzlich ihr 75jähriges Stiftungsfest mit einer Feier in der Friedhofshalle. Die Firma Martin Eichelgrlin u. Co., Feldbahnfabrik, Frankfurt a. M., früher Straßburg, konnte in diesen Tagen auf ein 2öjähriges Bestehen zurückblicken. Neubesetzung des Bezirksrabbinates Heilbronn am Neckar. Zum Nachfolger des verewigten Bezirksrabbmers Dr. M. B e e r m a n n wurde Rabbiner Dr. H. H e i m a n n (Augsburg) gewählt. Dr. Heimann, der sein Amt bereits zu Chanukka autrat, ist Absolvent der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Berlin. Achawa, Pensions- und Hilfskasse israelitischer Lehrer in Deutschland. Auf der Verwaltungsratssitzung der A ch a w a erstattete Oberlehrer E. Gut als erster Vorsitzender den Jahresbericht, dem zu entnehmen ist, daß der Verein trotz der schwierigen Zeitlage seine Existenz aufrecht zu erhalten gewillt ist, da er im ab gelaufenen Jahre manche Not in Lehrerkreisen mildern konnte. Einer Anregung der Herren I. B. Levy und Oberstudiendirektvr Driesen, eine gewisse Verbindung mit dem Emser Heim hcrzustellen, soll in der Weise entsprochen werden, daß in geeigneten Fällen Zuschüsse zu den Aufenthaltskosten gewährt werden. Wie früher haben auch in der Berichtszeit eine Anzahl Bezugsberechtigter zugunsten der wirtschaftlich Schwächeren auf ihre Quote verzichtet. Ihnen wurde besonderer Dank ausgesprochen. Bankier Herbert Frohmann als Kassenführcr erstattete den Finanzbericht, der zu dem Beschluß führte, einen Betrag von 3000 RM. zur Ausschüttung zu bringen. Am Schlüsse sprach Oberstudiendirektor Driesen dem Vorstände den Tank für seine Tätigkeit aus. Jm.Erholungsheim Lehnitz wird das Ferienkinderheim zu einem D a u e r k i n d e r h e i m ausgebaut. Neben einer intensiven Erholuugssürsorge können als Ausgleich für den fehlenden Schulbesuch die Kinder unterrichtet werden. Die pädagogische Leitung liegt in der Hand einer Fachlehrerin, die pflegerische Betreuung wird von einer Acrztin überwacht. Im Tagesplan sind sportliche Betätigung, Werkarbeit und Liegekuren vorgesehen. Ein K i n d e r w o ch e n e n d h e i m will den durch Hausarbeit überlasteten Müttern von Freitagmittag bis Sonntagabend die Sorge für ihre Kinder ahnehmen und gleichzeitig den Kindern ein freudiges und gesundes Wochenende unter verantwortungsvoller Aussicht bieten. Neben dem schon bestehenden und bewährten h a u s w i r t s ch a f t l i ch e n S ch u l u n g s - kursus für Heimgehilfinnen wird ein S o n d e r l e'h r g a n g für 1 3 - bis 14 jäh - rige Mädchen vorbereitet. Dieser Lehrgang ist auf die Psyche dieser schulentlassenen und noch nicht berussfähigen Kinder eingestellt und steht planmäßig körperliche Kräftigung, Vertiefung und Erweiterung des Schulwissens und Einführung in hauswirtschaftliche Arbeit vor. Diese Lerngemeinschaft soll den llebergang von der Schulbank ins Berufsleben bilden. Ein wesentlicher Bestandteil der im Nahmen des Erholungsheims Lehnitz geleisteten Erziehungsarbeit an der herantvachsenden Jugend ist die Vertiefung jüdischen Erlebens und jüdischen Wissens in froher Gemeinschaft. Erholungsheim Lehnitz bei Oranienburg, Telephon Oranienburg 2043, Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes, Telephon I. 7 (Hochmeister) 3746. Juristisch-svirtschaftliche Beratungsstelle des C.-V. in Mainz. Der Landesverband Hessen und Hessen-Nassau und die Ortsgruppe Mainz des C.-V. haben, um mit den rheinhessischen Mitgliedern eine besonders starke Verbindung zu bekommen, eine ständige Sprechstunde in Mainz eingerichtet. Diese findet werktäglich von 16 bis 18 Uhr in Mainz, Albinistraße 12, II statt. Telephon: Mainz 318 57. Uatßmeip!* Berlin: 18. Januar, 20. Uhr 15 Mi«.: Verein gesctzcstreuer jüdischer Lehrer. Vortrag Herr Symches „Hebräischpädagogische Literatur der Gegenwart." Konditorei Hansa, Flensburger Straße 18. 18. und 19. Januar, 20 Uhr: Kulturelle Veranstaltungen bei Weil, Fasanenstraße 5. Obcrkantor Richard Cohn ans Gleiwitz (Bariton), Leo Taubmann (ara Flügel). 18. Januar: „Winterreise" von Schubert; 18. Januar: Rezitation: Johanna Meyer. 20. Januar, 20 Ahr: Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Dr. Abraham Weiß aus Warschau „lieber das Wesen des Talmuds." Aula der Lehranstalt, Ar» tilleriestraße 14. 21. Januar, 20 Uhr: Kulturelle Veranstaltung bei Weil, Fasancnstraße 5. Edith Bock (Koloratursopran), Lili Ellreich (Klavier), Alfred Lichteustein (Flöte) und das Blüserenfemble des Kulturbundes. 21. Januar, 20 Uhr 15 Min.: Jüdischer Muscumsvercin Berlin. Dr. Irmgard Schüler „Sabbat im Spiegel der jüdischen Kunst". Jüdisches Museum, Oranienburger Straße 31. 22. Januar, 20 Uhr: Vereinigung jüd. Frauen Groß- Berlins. Kurt Kelman „Gibt es eine jüdische Kunst?" Klubhcim, Marburgcr Straße 5, I. 25. Januar, 20 Ahr 15 Min.: Hauskonzcrt Wachsmonn, Brandenbnrgische Straße 16, II. Nina Schröder-Grünbaum (Klavier), Elsa Wachsmann (Alt), Walther Äirschberg (am Flügel). 25. Januar, 20 Uhr 15 Min.: Damenkomitec der Kiinstlcrhilfe der Jüdischen Gemeinde. Dr. Anneliese Landau „Gesungene und getanzte Tänze". Lilli Äeinemann (Sopran), Max Kuttner (Tenor), Eugcnie Pariser (Tanz). Kurt Hirsch (am Flügel). Im Haus von Dr. Wongtschowsky, Kurfürstendamm 182. 25. Januar, 20 Uhr: Verband polnischer Juden „Mcndcle- Abcnd." Dr. Jakob Mcitlis „Mendcle Mocher Sforim, seine Zeit und seine Werke". Leo Kirsch „Mendele im Rahmen der Weltliteratur". Mascha Bensakowska: Rezitation. Aula der Knabenschule, Kaiscrstr. 29130. 25. Januar, 20 Uhr 30 Min.: Synagogenverband Berlin, Gruppe Rykestraßc R. Rabbinatskandidat Kurt Klappholz „Der Sinn der religiösen Gebräuche". Obcrkantor Leo Ahlbeck, Hermann Schwarz (Harmoniumbegleitung). Synagoge Rykestraßc. 28. Januar, 20 Ahr 15 Min.: Elternhilfswcrk für die jüdische Jugend. Paula Salomon-Lindberg (Gesang), Michael Wittels (Klavier). Logcnhaus, Kleiststr. 10. Breslau: 20. Januar, 20 Uhr: Jüdisches Lchrhaus. Eröffnung. Professor Dr. Moriß Löwi „Körperbau und Charakter. Probleme und Scheinprobleme." Agnesstraße 5, 1. Blisin-Kulrr: Jüdischer Kulturbund. Dr. Kurt Singer „Aufbau und Ausbau der jüdischen Kulturarbeit in Deutschland": Köln: 18. und 20. Januar, 20 Uhr 15 Min., Gemeindehaus, Cäcilienstraße; Krefeld: 21. Januar, 20 Uhr 30 Min., Synagoge; Essen: 23. Januar, 20 Ahr 30 Min.: Jugendheim; Dortmund: 25. und 26. Januar, 20 Uhr 30 Min.: mcindehaus. Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter trt Deutschland, Ortsgruppe Berlin. Die Monats- Versammlung auf den 21. Januar verlegt, findet im Hause der Indischen Reformgemeinde, Berlin N 24, Johannisstraße 16, 19.30 Uhr. statt. Max Abraham: „Körperbehinderte und Sport." Sprechstunden: Jeden Montag, 11 bis 13 Uhr, oder nach telephonischer Vereinbarung (6 9, Tiergarten 1305) bei Hans I. Heymann, Berlin NW 87, Tile- Wardenberg-Straße 10, parterre. 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