Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 2 (9.1.1936)
- Date
- 1936-01-09
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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¥ 4 Handball in Offenbach Der noch junge Bar Kochba Offenbach unterlag mit feiner 1. Herrenelf mit 4:3 (2:1) Toren, alfo recht knapp, gegen Schild Frankfurt a. M. III. Die Offenbacher waren zwar im Zusammenspiel' etwas besser als der Sieger, es kam aber selten, zu Torschüssen, da die Frankfurter Verteidigung sehr geschickt arbeitete. L. Ws. RjF Mannheim geschlagen Klarer, als man erwartet hatte, fiel der Sieg des Turnclubs Karlsruhe 1903 mit 4:0 Toren im Pflichtspiel gegen RjF Mannheim, dem letztlährigen badischen RjF-Meister, aus. Der Karlsruher Rechtsaußen bringt seinen Verein durch Verwandlung einer Flanke vom Linksaußen in Führung, dem der Halblinke bald darauf das 2. Tor folgen läßt. Mannheim strengt sich nun vorübergehend mächtig an, doch bleiben Torerfolge aus. Karlsruhe hingegen erhöht noch vor Halbzeit die Torzahl aus 3; der Halbrechte.setzt einen Strafstoß aus 35 Meter Entfernung in die Maschen des Mannheimer Torhüters. 'Die 2. Halbzeit verläuft weniger interessant. Mannheim macht kaum Anstrengungen, das Resultat zu verbessern. Noch einmal, kurz vor Spielende, ist der TCK zum vierten Male erfolgreich, der ehemalige Internationale Hirsch war der Torschütze. K. W. Mitteldeutschland Makkabispiele in Dresden Dresdens Bar Kochbanerinnen, die gegenwärtig einzige ungeschlagene Damenhandballmann f ch af t Sachsens, buchten im Rundenspiel gegen Makkaoi- Chemnitz einen neuen großen Erfolg. Sie waren, trotzdem die Chemnitzerinnen wesentlich bessere Leistungen als früher zeigten, von Anfang an in Führung. Ergebnis: 8 :1 (3:1). Im Rahmen der Rundenspiele der Berlin- Mitteldeutschen Bezirksliga trugen die 2. Mannschaften der Bar Kochba-Dresden und Makkabi -Chemnitz einen achtunggebietenden Fußballkampf aus. In guter Form zeigte sich Chemnitz, so daß Dresden, das bisher den gleichen Gegner weit hinter sich ließ, nur mit 1:0 (0: 0) siegen konnte. Die 1. Fußballmannschaften des Bar Kochba- Dresden und Makkabi-Chemnitz boten in Fortsetzung der Bezirksliga-Rundenspiele ein ungemein spannendes Tressen. Nur mit Mühe gelang es Dresden, während der ersten Halbzeit das Führungstor zu behaupten. Noch geraume Zeit nach der Pause durfte Chemnitz aus den Ausgleich hoffen, bis ihm ein Eigentor alle Erfolgsaussichten verdarb. Beiderseits verdienen die Torwarte und Hintermannschaften ein Sonderlob. Ergebnis: 3: 0 (1:0) für Dresden. G. J. Helvetia-Berlin in Breslau Am 25. Dezember hatte der RjF Breslau aus seinem Platz zwei Handballmannschaften des Berliner Ruderklubs „Helvetia" zu Gast und konnte beide Freundschaftskämpfe glatt siegreich gestalten. Im Spiel der 2. Senioren, das die Gäste noch verhältnismäßig offen gestalteten, errangen, die Breslauer vor dem Wechsel durch den Halbrechten drei Tore und. nach Halbzeit durch den Halblinken und einen Strafwurs drei weitere Treffer, denen die Gegner nur je ein Tor vor und nach Halbzeit entgegensetzen konnten. Bei den 1. Senioren waren die Gastgeber weit überlegen und beschränkten die Berliner fast ganz auf die Verteidigung.. Endergebnis: 12 :1 (6 :0) für RjF. Die Breslauer Mannschaft, die ein ausgezeichnetes Spiel zeigte, hat leider wegen der wenigen Gegner in Schlesien viel zu selten Gelegenheit, ihr Können zu zeigen und weiter zu vervollkommnen. vul. Nordwestdeutschland Auswahlmannschaften proben In Hannover traten sich zum ersten Male zwei Auswahl s u ß b a l l Mannschaften, die aus den Spielern der 1. Mannschaften von Schild Bremen und VTH Hannover zusammengesetzt tyaren, gegenüber. Leider ließ der Kampf sehr zu Wünschen übrig, da sich die Spieler'teilweise' nur schlecht verstanden. Besonders der Sturm der ^.-Mannschaft, die einmal die Interessen des Gaues vertreten soll, war ein glatter- Versager. Die Läuferreihe in der Aufstellung Heyn (Bremen), Fleischmann und Blumenfeld (Hannover) beherrschte jederzeit die Lage und ließ den gegnerischen Sturm niemals zur Entfaltung kommen. In der Verteidigung bewährte sich nur der Bremer Seligmann. Auf der Gegenseite zeigte nur das Hannoversche Schlußdreieck ein aufopferungsvolles und erfolgreiches Spiel. Auch der Bremer Mittelläufer war im Störungsspiel glänzend. Der Sturm spielte sehr schlecht und ließ jeglichen Zusammenhang vermissen. VTH II—Schild Bremen II 3 :1. K. I. Westdeutschland Bonns erste Niederlage im Fussball Wegen des Spielabbruchs gegen Bonn war die 1. Mannschaft des JTV 02 Köln für einen Sonntag gesperrt worden und gab die Punkte kampflos an Düsseldorf ab. Die Spiele. M. Gladbach- Düren wurden abgesetzt, und so bekämpften sich .im Bezirk Mittelrhein de.s RJF am 5. Januar.nur Bonn und Krefeld. Das Spiel wurde in Köln ausgetragen und endete mit einer sensationellen 'Niederlage der Bonner, die dadurch wieder mit Düsseldorf punktgleich geworden sind. Zum erstenmal in dieser Spielzeit wurde Bonn in einem Meisterschaftsspiel geschlagen. Die Mannschaft nahm den Kampf auf die leichte Schulter und war auch tatsächlich im ganzen Kampf stark überlegen. Die Krefelder Stürmer und Läufer spielten zwar schwach, hatten aber das Glück, nach etwa 20 Minuten Spielzeit einen Treffer zu erzielen und legten es nun darauf an, diesen Vorsprung zu halten. Die Bonner drückten den Gegner vollständig zusammen, fanden aber verhältnismäßig .wenig Schußaelegenheiten. Krefelds Verteidigung und Torwart spielten dazu in Extraform; so blieb der Kreselder Treffer der einzige des ganzen Spieles. Gesellschaftsspiele: RjF Düsseldorf II—RjF Gladbach-Rheydt II 3:1. RjF Aachen Schüler—RjF Gladbach-Rheydt Schüler 2:4. J. G. Auch M.-Gladbachs Handballer verlieren In Aachen war M.-Gladbach-Rheydt zu Besuch. 'Der Sieger dieses Spieles wurde Tabellenführer, da beide Mannschaften noch ungeschlagen waren. Die M.-Gladbacher erspielten sich zwar eine gewisse Feldüberlegenheit, aber die Aachener wandten die richtige Taktik an, indem sie den wurfgewaltigen gegnerischen Mittelstürmer sorgfältig bewachten und so vollkommen „kaltstellten". Beim Seitenwechsel war mit 1 :1 noch keine Entscheidung gefallen; nach dem Seitenwechsel nutzten die Aachener einige Torgelegenheiten aus und sicherten sich einen 3 :1-Erfolg, der mit 9 : 1 Punkten die „Halbzeitmeisterschaft" bringt. Allerdings kann Bonn noch auf gleiche Höhe kommen, wenn es die 6:2 Punkto besitzenden M.-Gladbacher bezwingt. Die M.-Gladbacher Frauen kamen auch einmal zu einem Sieg; denn sie schlugen in A a ch e n die mehr und mehr nachlassenden Gastgeberinnen glatt 3:0 und hatten beim Wechsel mit 2:0 die Partie aych schon mit einiger. Sicherheit für sich entschieden. Gleichfalls gab es ein schönes Damenspiel in Köln, wo Krefeld und Bonn aufeinandertrafen. Die Krefelderinnen kamen anstatt mit der 2. mit der 1. Mannschaft, hatten allerdings nur 10 Spielerinnen zur Stelle. Bonn hatte zwei Ersatzspielerinnen eingestellt, führte bis nach dem Wechsel noch 2:1, ließ sich dann aber durch eine irrige Entscheidung .aus dem Gleichgewicht, bringen und sah sich, am Eüde 4 :2 geschlagen. J. G. Richtigstellung. In Nr. 51 der „C.-V.-Zeitung" vom 19. Dezember 1935 wurde über ein Hockeyspiel RjF Gladbach-Rheydt gegen Hockeyklub Roermond berichtet. Dazu stellen wir fest, daß das Spiel in M.-Gladbach stattfand und vom RjF Gladbach- Rheydt 3.: 2, nicht 3 :1 gewonnen wurde. Achtung, Arbeitsuchende in Berlin Mit Genehmigung des Herrn Präsidenten des Lanhesarbeitsamtes Brandenburg sind die bisher von dem „Verein für jüdische Arbeitsnachweise E. V." und dem Verein „Jüdisches Arbeitsamt E. V." in der Lindenstraße 48—50 und Rosenstraße 2—4 betriebenen Vermittlungseinrichtungen aus die jüdische Gemeinde, übergegangen. Die jüdische Gemeinde steht es als ihre dringendste Aufgabe an, den Nachweis so zu organisieren, daß er allen Bedürfnissen der jetzigen Zeit voll gerecht werden kann. Zu diesem Zweck sind zunächst umfangreiche organisatorische Aenderungen eingeleitet worden. Im Verlaus dieser Maßnahmen ist eine Neueinschreibung aller Arbeitsuchenden, und zwar zunächst in der weiblich - kaufmännischen Abteilung, erforderlich. Alle ' derzeitig bei dem Arbeitsnachweis Lindenstraße 48—50 eingetragenen weiblichen Bewerber kaufmännischer Berufe werden aufgesordert, zu den unten genannten Zeiten in den Räumen des. Arbeitsnachweises, Lindenstraße 48 bis 50, pünktlich zur Neueintragung zu erscheinen. Nur wer zu den angegebenen Terminen erscheint, bleibt weiter für die Vermittlung vorgemerkt. Nichterscheinen zieht Streichung aus der Bewerberliste vom Meldetage ab nach sich. Arbeitsuchende, die bisher noch nicht im Arbeitsnachweis eingetragen sind, müssen sich wie bisher in den üblichen Sprechstunden (10 bis 13 Uhr) melden. Meldezeiten (Meldekarte ist mitzubringen) zur Neueinschreibung für weibliche Arbeitsuchende kaufmännischer Berufe mit den Anfangsbuchstaben: Am 15. Januar, zwischen 8y2-liy2: Aa —Al; „ 16. 1214—15 Mi : Am — At. 8M2-IIM2 : Au — Bar; ,, 17. 121/2—151/2 : Bas — Berd. 8M2-H1/2 : Bere — Bew; „ A. 12 —15 : Bex — Blum. 8%-llMi : Blun — Bq; „ 21. 12M2-15M2,: Br — Bud. 8M2—ny2: Buc — Cn; 1214-15M- : Lo. 22. •* m-lV/i: 1214—15 Mi;,: Lp — Dea-; Deb — Dz. 23. m-rUW,i 12^4—15% ■: La —Ern; En — Feh. 24. 8M2—111/2; Fei - Fk; 12—15 : Fl — Fret. 27. " ", 8M2-HM2 : . 121/2-15 Va.; Freu — Fs; Ft — Eprs. 28. " " ' 81/2-HM2: 1214-151/2 : 8M2-HM2 : 12;4-15M2 : Gert — GcldL; Goldb — Gos 29. " i(Söt^—Gruf;' Grug — Hab 30. " 814-HM2: . 12M2-151/2! Hae —Heh; Hei — Her. . 31. „ 8M2-II1/2: Hes —Hirscha; 12 —15 : Lirschb — Ho 3. Februar „ 8%—11% : Horn — Is; 12Mi—151/2 : gt — Iakt. i SVi—t Artfit — «liid! , 12y2-15y3 : Iub —Kar. „ 5. „ „ SVj—liy/: Kas —Ke; 121/2—151/2 : Kf —Kob. 4, 6. „ 8%—11% i Koe—Km; 121/2—151/2 : Kn — Kurs. „ 7. „ „ 8%—11% : Kurt —Lea; 12 —15 : Leb —Les. 10. 314—111/2: Lei — Lewin; , 121/2—1514 : LewiNa — Lie, 11. 814—lli/4 Lid — Loa;. 1214—15 y3: Lvb — Loe. 12. 814—II.14 : Lsf —Wan; 121/2-151/2 : Mao—Mat: 13. 814—11%; Mau — Mes; 12%—15% : Met —Molk. ■ 14. 8%—11% : Moll - Naf; 12 —15 : Nag — N.eul. 17. 8%—11%: Neum — O; 12%—15% : Pa — Pines. 18. 8%—11% : Pinet —Pr;. 12%—15% : Ps — Reie. 19. ■ ■ 814-1114 : Reid — Rn; 12%—15% : Ro — Rasens. 20. ' 8%-ll% : Rosent —Roz; 12%—15% : Ep — Sal. 21. 8%—11%: Sam — Sef; 12 —15 : Seg — Stöxoit. 24. 8%—11% : Simona — Som; 12%—15% * San — Scheird. 25. ■8%—11%: Schene — Schlev; 12%—15% : Schlew — Schub. 26. 8%—11%; Schue'— SpN; 12%—15% : Spo — Sterm- 27. 8%—11% : Sterna — Tea; 12%—15% : Teb-Tz. > 28. 8%-ll% : Ua — Wam; 12 —15 : Wan — Weiß! 2. März 8%—11% : Weissa — Pie; 12%—15% : Wip — Wolfr. 3. 8%—11% : Wolfs — Zellerk. 12%—15% : Zellerm — Zz. Eine Abfertigung außerhalb der genannten Zeiten kann nicht erfolgen. - : Waisenhausdirektor Raphael Plaut, Hamburg, 60 Jahre „Das Morgenrotleuchten einer glücklichen Kindheit hält vor bis zum Mittag, ja, es tönt .noch leise hinein in das Dämmern des Abends." Das Wort von Rudolf Delius sei richtunggebend für die Zeilen, die Raphael Plaut zu seinem 60. Geburtstag am 12. Januar gewidmet seien. Willingshausen im Hessenland ist seine Heimat. Er besucht das Lehrerseminar in Kassel, kommt nach bestandener Lehrerprüfung vom Westen in den Osten des. Reiches, nach Rhbnik in Oberschlesien. Nach kurzer Zeit erhält er die Stelle als. Leiter der staatlichen jüdischen Volksschule in Sohrau O-S. Von da an wird der Name Raphael Plaut in Oberschlesien und in Schlesien in den Kreisen der jüdischen und der allgemeinen Lehrerschaft zum Programm. Er wird in den Vorstand, des „Vereins jüdischer Lehrer in Oberschlesien" gewählt, er ist beratendes Mitglied im „Verein jüdischer Lehrer in Schlesien und Posen". . Der Weltkrieg ruft ihn zu den Waffen; um seine oberschlesische Heimat erwirbt er sich durch seine Lehrtätigkeit Verdienste, und er erhält das Kriegsverdienstkreuz und den Schlesischen Adler. Im Jahre 1920 werden für das HainbUrgische Deutsch-Israelitische Waisen-Jnstitut Waiseneltern gesucht. In Raphael Plaut und seiner treuen Lebens- und Weggenossin werden sie gefunden. Am 1. Juli 1920 halten der Waisenväter und die Waisenmutter ihren Einzug in Hamburg am Papendamm 3. Wer Raphael Plaut zusammen mit seinen Jungen gesehen hat, wer einmal einen Freitage abend am Papendamm miterlebt hat, der kann sagen: Eine große Familie ist da, geführt von einem Menschen mit gütigem Herzen, von einem Erzieher in des Wortes bestem Sinne. -—- In Han» bürg blieb Raphael Plaut nicht unbekannt.. -In allen Organisationen, die im., Bereiche: von Er« ziehung und Schule liegen, hört man seinen Rat, befolgt ihn, freut sich über die klugen Worte, dis immer von seinem Optimismus durchleuchtet sind, über all dem ist seine tiefe Frömmigkeit^ die jedem Verehrung für ihn abzwingt. Ein Leben, reich an Erfahrungen,, liegt hinten ihrn, aber er ist jung an Schaffenskraft, jung im Lande der Jugend. Jung soll er bleiben für seine Jungen, für seine Familie, für seine Freunde und Verehrer, für alle, die mit ihm arbeiten dürfen. M. iPilül »ii liiii MM MÜ pi -/'P ILfci ff Anto -Vermietung M Horch 8 - Essex u.a. offen ü. geschlossen, 8td. o. Klmtr E. 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