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Central-Verein-Zeitung · 1936-01-09 · 2 (9.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
2 (9.1.1936)
Date
1936-01-09
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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griechischer Papyri erfolgen. Es handelt sich um 70, von dem Bremer Bürger Hermann Melchers geschenkte Texte, amtliche und private Akten sowie Korrespondenzen des zur Zeit Trajans und Hadrians lebenden oberägyptischen Strategen Apollonios. Man gewinnt Aufschluß über einen großen ägyptischen Judenkrieg (115 bis 117). Die Verwaltung des Landes, namentlich die Aufgaben des Strategen, das Leben einer gebildeten griechischen Familie und ihres Freundeskreises, Wirtschaftsfragen, soziale und religiöse Zustände jener Zeit sollen in den Bremer Dokumenten lebendig werden. (Kreuz-Zeitung Nr. 296 vom 18. Dezember 1935.) Im Leopoldstädter Klub in Budapest eröfsnete B a r o n Julius W l a s s i c s eine moderne Kunstausstellung, in der u. a. Werke von Ludwig Mark, Magyar - Mannheimer und Gimes zu sehen sind. Theater, Film, Musik Die Staatsoper in Wien brachte am 26. Dezember als Uraufführung Franz Salmhofers „Dame im Traum". Die Regie der „glanzvoller: Aufführung" hatte Lothar W a l l e r st e i n. Für Vera schwarz bedeutete, wie die Wiener Presse schreibt, der Abend einen Triumph. „Ihre Gesangsleistung allein schon hätte das Werk zu tragen vermocht. Aber die große Sängerin erweist sich auch als ausgezeichnete und interessante Darstellerin." * Die dreizehnjährige Pianistin Ruth Hilde Sommer konzertierte, wie die italienische Presse schreibt, mit großem Erfolg im Konservatoriumssaal in Mailand. * Karl Zuck mayers neuestes Lustspiel „Der Handkuß" und Franz Molnars Legendenspiel „Wunder in den Bergen" wurden vom Theater in der Josefstadt in Wien zur Uraufführung erworben. » Elisabeth B e r g n e r wird in der nächsten Zeit in London in einem Stück von Sir James Barries, „Peter Pan", das die Geschichte von David und Goliath behandelt, die Rolle des jungen David spielen. Das Boris - Kr o h t - Quartett wurde soeben, zu einer Reihe von Konzerten nach Holland verpflichtet. * In Paris wirkt als Gastdirigent Eugene Szenkar. Er hat u. a. neue Werke von Weprik und Jaromir Weinberger auf sein Programm gesetzt. P Behudi Men uh in gibt sein zweites Konzert in England. Er wird wieder von seiner jüngeren Schwester Hephzibah auf dem Klavier begleitet. Delegiertentag der Agudas Jisroel Die Landesorganisation der Agudas Jisroel in Deutschland hatte ihre Delegierten zu einer Tagung am 29. und 30. Dezember nach Frankfurt a. M. zusammengerufen. Soweit uns Gelegenheit geboten. wurde, diese Tagung zu verfolgen, soll ein kurzer Rückblick erfolgen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Referate von Dr. Jsaac Breuer „Vom Wesen des Agudismus" und Dr. E h r m a n n über die Arbeit bet der Palästina- Zentrale der Agudas. Dr. Breuer beganir mit einer scharfen Kritik an der Organisation in Deutschland, diese habe geschlafen, und der Generationengegensatz habe die Gefolgschaft der Jugend nicht in dem notwendigen Maße erreicht. Das Wesen des Agudismus liege in der Erkenntnis, daß das jüdische Volk und das Gesetz, Thora und Gott, eine Einheit bilden, die kein Ideal, sondern ein Faktum sei, wie in der Natur die Einheit von Gott, Naturgesetz und Natur. Dieses Faktum hänge nicht ab von der Zustimmung der Glieder des jüdischen Volkes. Vor 100 Jahren strich der jüdische Liberalism u s aus dieser Einheit das Gesetz, der Zionismus Gott. Auch zum M i s r a ch i se: eine Abgrenzung notwendig. Nicht eine Sekunde können wir ohne Gott leben und seine Thora. Wir leben schon 2000 Jahre ohne Land. Dieses ist nicht integrierender Bestandteil, sondern Land der Bewährung und Bestätigung. Die Agudas ist nicht separatistisch, sondern steht auf dem Standpunkt, daß die Einheit alle jüdischen Gruppen umfasse, sie sei uns zum Schicksal geworden. Der Agudist kenne keinen Gegensatz zwischen Erez und Golus, er denke auch nicht „palästinozentrisch". Gott sei überall. Den Zionisten und kultursuchenden Juden müsse gesagt werden, nicht alles, was nicht deutsch ist, ist schon deshalb jüdisch. Nach einer Betrachtung der Bemühungen Dr. Ehrmanns, den RjF für die agudistischen Bestrebungen zu gewinnen, forderte er emsige Arbeit in Deutschland. Die Lehre von Samson Raphael Hirsch finde heute eine Zeit der Bewährung, sie fei fortsetzbar und entwickelbar. Das Wesen der Orthodoxie rege zum Fortschritt und zur Klarheit des Zieles an. Dr. Ehrmann sprach über die Legislative Council-Besprechungen, bei denen die Agudisten sich ebenfalls zur. Ablehnung ^bekannt haben,' über die agudistische Jugenalija und über die Siedlungstätigkeit in Palästina. Hierbei betonte er Bodenkäuse . und kulturelle Arbeit durch Schulgxündnngen in Tiberias und Errichtung von Kindergärten ii: den großen Städten von Erez Israel. Die Berichterstattung über die Arbeit der deutschen Palästina-Zentrale, die a u s s ch l i e ß l i ch agudistisch überzeugte oder gewonnene Menschen zur Alija entsende, bildete den Schluß interessanter Informationen. Ueber die Aussprache können wir nicht berichten, da sie fast ausschließlich den Delegierten zugänglich war. Organisationsbeschlüsse und Wahlen beschlossen die Tagung. —rff Die dritte Knessio Gedaulo 1937 in Jerusalem Beschluss der Londoner Tagung der Zentralexekutive der Agudas Jisroel Die in London zu einer gemeinsamen Beratung init dem innerpolitischen Komitee zusammengetretene Zentralexecutive der Weltorganisation . Agudas Jisroel hat beschlossen, die dritte Knessio Gedaulo (Agudo-Weltkongreß) im Jahre 5697, und zwar zu Anfang des bürgerlichen Jahres 1937 in Jerusalem abzuhalten. An diesem Beschluß haben Vertreter aus England, Belgien, Frankreich, Holland, Litauen, Oesterreich, Polen, Deutschland und der Schweiz mitgewirkt. Führende Persönlichkeiten der Agudas Jisroel, unter der Präsident Jacob Rosenheim, der Vizepräsident I. M. Lewin, der Leiter der europäischen Palästinazentrale, Dr. S. Ehrmann, und Dr. Jsaac Breuer, haben es übernommen, die gesamte Diaspora zu bereisen, um die Gestaltung des Weltkongresses in Jerusalem zu einer.lückenlosen Demonstration der religiösen Basis des jüdischen Volkslebens zu sichern. Lehrhaus Berlin Offene Arbeitsgemeinschaft über denütmitcrstag-Vortrag 16. Januar, 20 Uhr 30 Mm., Aula, Joachimsthaler Str. 13. Montag-Einführungsvorlesungen in die Jüdische Geschichte: 13. Januar: EmilBer n h a r d Coh n. Der islamische Kulturkreis (Logenhaus, Kleiststr. 10, 20 Uhr 30 Min,). Arbeitsgemeinschaften. Es beginnen in der Woche vom 13. bis .19. Januar folgende Arbeitsgemeinschaften: D i e n s t a g , 14. I a n u a r : M e tz g e r, Franz Rosenzweig, „Stern der Erlösung" (Lektüre ausgewählter Stellen), Prinzregentenstraße 69/70. Mittwoch, 15. Januar: Badt-Strauß, Aus der Geschichte der jüdischen Frau (Fasanenst r a ß e , 79/80); Weltma n n , Theaterarbeitsgemeinschaft; Einführung in die Stücke des Kulturbundes, Dramaturgie- und Regiefragen (Fasanenstraße 79/80). In alle laufenden Arbeitsgemeinschaften können noch Teilnehmer ausgenommen werden. Auskünfte. Anmeldungen zu den Arbeitsgemeinschaften usw. in den Sprechstunden des Sekretariats (10—1 Uhr, 4-6 Uhr). Die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, N 24, Artilleriestr. 14,' veranstaltet zum Besten ihres Stipendienfonds in der Aula ihrer Anstalt die folgenden Vorträge: 13. Januar: Professor Dr. Eugen Tau bl er: Prophetismus, Idee und Wirklichkeit; 20. Januar: Dr. Abraham Weiß: Ueber das Wesen des Talmuds; 3. Februar: Dr. Hans Friedlände r : Erklären und Verstehen; 10. Februar: Dr. Arnold Berney: Die Königsidee der neueren Zeit; 17. Februar: Dr. Arnold Metzger: Die Frage nach dem Sinn der Geschichte; 24. Februar: Dr. Moses Sister: Probleme um die Aussprache des Hebräischen. Rambam-Lehrhaus Dienstag, 14. Januar, 20.30 Uhr, Logenhaus, Kleiststraße, Vortrag Rabbiner Dr. Elie Munk (Ansbach): „Von der ewigen Erneuerung der Offenbarung." S o n d e r v e r a n st a l t u n g e n : In Gemeinschaft mit der Gruppe Pestalozzistraße des Shnagogenverbandes Berlin Sonnabend, 11. Januar, 20 Uhr, Synagoge Pestalozzistraße Rabbiner Dr. Harry Leloh: „S. R. Hirsch und Franz Rosenzweig." S-onnabend, 18. Januar. 20.30 Uhr, Synagoge Passauer Straße 2 Rechtsanwalt Dr. Paul Sulzberg er: „Die religiöse Lage in Erez Israel." Der Präsident der Reichspressekammer hat laut Tagespresse die von ihm früher ausgesprochenen Verbote der Neugründung von Zeitungs- und Zeitschriften-Großvertrieben und von Zeitungs¬ und Zeitschriften-Einzelhandelsstellen bis zum 30. Juni 1936 verlängert. f Statt Karten EDITH PHILIPPSBORN MAX OBERLÄNDER VERLOBTE Neue Ans- Apartado Ansprenger bacherstr.14 5047 Str. 5 r Thekla Wertheim Erich Pinthus Verlobte Bentheim Bremerhcr 3. Januar 1936 r Statt Karten Verlobte Berlin- /- Wir haben uns verlobt: Thea Buchdahl Dr. Franz Herzka Brilon i. W. Hindenburg, Oberschi. r Leo Stern Anneliese Stern geb. Fischl Vermählte Brüssel Köln 12. Januar 1936 Vermählte Suhl Statt Karten Bert Seiferheld Anneli Seiferheld-Weyl Vermählte Trauung: Köln Haltern Lindensi r. 17, den 12.1.36 r Vermählt Herbert Sander Herta Sander geb. Krakauer Breslau, den 29. Dezember 1935. r N Edith Rosenthal Rabbiner Ulrich Steuer Verlobte Karlsruhe, 1. Januar 1936 Virchowstrasse 24 Schlossplatz 8 Zuhause am 11. und 12. Januar J Jüdischer Kulturbund Berlin E. V. (im Reichs verband der jüdischen Kulturbünde) * Nach dem großen Erfolg einmalige Wiederholung in den Residenz - Sälen, Landsberger Straße 31, . Sonntag, 12. Januar, 8.30 Uhr j Oie neue Willi Rosen "REVUE E 16 Bilder * KUNTERBUNT * 16 Bilder s - 2 MAX EHRLICH f Wolfgang Zilzer, Marianne Silbermann, Fritz Tachauer, Ruth Lehnberg, Dorothea Jankilowlct, " Charlotte Michaelis, Werner Baer 9 f Statt Kartenl I RUTH TRANSLATEUR HEINZ SCH0FTAN Verlobte Ring 19 OPPELN Hafenstraße 19 J 1 Karten zu —.75, 1.—, 1.50 RM. Vorverkauf: Dobrin, [ KOnigstr. 34; Optiker Fromm, Memhardstr. 4; Moses, W* 1 Greifs-walder Str. 190;. Zigarrenhaus Landsberger Str. 83. 1 I Eintritt nur mit Eeichsverbands- oder Kulturbund-Karte ■ 1 (R-Karte für das ganze Jahr 1,— KM auch an 1 der Abend-Kasse ab 5 Uhr). i— Statt Karten 1 AN NY LEVOR ARNOLD MAYER VERLOBTE Bamberg Januar 1936 zu Hause 11. und 12. Januar J Sonntag. 19. Jan., 8Vi, Schumann-Saal (i. Hause d. Bachsaals) 1 Ludwig Hardt Karten: Philo, Kedem, Hirschfeld, Poppelauer, Abendkasse. C Rudi Herrnstadt Marion Herrnstadt geb. Jansen Vermählte Bln.-Schöneberg, Kufsteiner Str. 10. Z. 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