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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-02-05 · 21 (5.2.1947) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
1 (1946-1947)
Issue
21 (5.2.1947)
Date
1947-02-05
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Das Schicksal der Familie des deutschen . Schauspielers Hans Gottschalk Am 26. 11. 1946 ging durch den Rundfunk die Nachricht, daß das Andenken an den berühmten deutschen Schauspieler Hans Gottschalk in einem Film im deutschen Volk wachgehalten werden soll. Hans Gottschalk war mit einer Jüdin, die selbst vor der Ehe eine bekannte deutsche Schauspielerin war, verheiratet. Die Ehe war sehr glücklich. Zwei gesunde und blühende Kinderchen, die der Stolz ihrer Eltern waren, gingen aus ihr hervor. Lange Jahre konnte Gottschalk wegen seiner großen schauspielerischen Leistungen, trotz der Belastung, eine Jüdin zur Frau zu haben, Weiterarbeiten. Allem Druck, sich von ihr zu trennen, leistete ,er tapfer und brav Widerstand, bis dann im Jahre 1942 der Druck zu groß wurde und er mit seiner gesamten Familie in den Freitod ging. Seine Frau entstammt einer jüdischen Familie Wolff, zu-? letzt wohnhaft in Bochum. Die Familie kam aus dem Saargebiet nach Bochum, wo ihre Existenz seit mehreren Jahrhunderten nachzuweisen ist. Der älteste Sohn und eine Tochter aus der Familie betrieben ein Fotoatelier. 1933 mußten sie flüchten. Sie gingen zuerst nach dem Saargebiet, ihrer ursprünglichen Heimat, zurück und dann nach Frankreich, wo sie in Lyon ein Asyl fanden und wo sie sich eine bescheidene Existenz aufbauen konnten. Dann kam der Krieg. Der jüngste Sohn der Familie flüchtete,' als Hitler die Demarkationslinie im Jahre 1942 überschritt, in die französische Fremdenlegion und fand in Indochina den Tod. Die Eltern sind buchstäblich den Hungertod-gestorben. Die Frau des ältesten Sohnes und die Tochter Emmy, die Schwester der Frau Gottschalk, wurden in letzter Minute vor dem Zusammenbruch von Lyon nach Deutschland verschleppt und sind dann irgendwo ungekannt und imgenannt verstorben. Das ist das Schicksal einer einzelnen jüdischen Familie. („Our Way”). ' In München traf in den letzten Tagen aus Palästina kommend, Nahum L e w i n ein. Herr Lewin ist Hauptinspektor der Kultur-Abteilung des Jüdischen Nationalrates in Jerusalem. Er absolvierte das Lehrerseminar in Jerusalem und die Universität in Berlin« ' und ist einer der bekanntesten und fähigsten Pädagogen in Palästina. Nahum Lewin wurde von der Jewish Agency for Palästina für eine längere Zeit nach Deutschland beordert, um hier als Leiter der hebräischen Erziehung und Kulturarbeit tätig zu sein. Er beabsichtigt, in Deutschland bis Anfang des nächsten Schuljahres zu bleiben. Seine Bestrebung ist es, in den bestehenden jüdischen Schulen den Unterricht in hebräisch, „Tenach” und jüdischer Geschichte auf ein hohes Niveau zu bringen. (Ing.) # * *• In Palästina wird eine Volksausgabe des 16 Bände enthaltenden Wörterbuches 'der hebräischen Sprache vorbereitet. Dieses Wörterbuch ist eine Schaffung von Eliezer Ben Jehuda, dem Prediger der Wiederbelebung des Hebräischen als Rede-Sprache. (Ing.) * *. * Das „Rabbi-Cook-Institüt” beim Weltverband des „Misrachi” in Jerusalem begann die Ausgabe einer Bücherserie über brühmte jüdische Städte und Centren in der ganzen Welt. Der erste Band, mit 731 Seiten Inhalt, reich illustriert, umfaßt die Geschichten der Städte Ostra, Eisenstadt, Berlin, Wilno, Wien, Lemberg und Munkatsch. . * (Ing.) * * * ' Der junge hebräisch-jüdische Dichter Zwi Stock aus Amerika, hat vor kurzem eine hebräische Anthologie seiner Uebersetzungeh der Lieder von 25 amerikanisch-jüdischen Dichtem herausgegeben. (Ing.) Alfred Neumanns, Roman „Sechs von ihnen”, der die Münchener Studentenrevolte behandelt, ist bis jetzt in vierzehn Sprachen erschienen. _ Von Hans J. Rehfisch, der in der Emigration Vorsitzender des Clubs 1943 in London war, soll demnächst im Berliner Hebbel-Theater ein neues, wiederum das jüdische Problem behandelnde Schauspiel, „Quell der Verheißung”, zur Uraufführung kommen. | Faimiltenog&c^rfeiiLfeii. | Frau Friderike Stang, Hattingen, Gelinde Nr. 5, feierte am 17. 1. 1947 ihi^n 70. Geburtstag. Wir gratulieren nachträglich. * * * In Hamborn ist bei der Familie Heinrich Reichbart ein Sohn angekömmen. Wir gratulieren. * * * Die Jüdische Gemeinde Hamborn befindet sich jetzt Kaiser Wilhelmstraße 308. * * * Dem Ehepaar Alex Salm wurde eine Tochter geboren, die den Namen Ilse erhielt. Wir gratulieren. Textilfachmann wird Gelegenheit gegeben zur Uebemahme eines Geschäftes in Bremen, als Vertrauensmann oder Pächter Möglichst unverheiratet und zirka 50 Jahre alt. Wohnung steht zur Verfügung. Angeb. unter „Textilfachmann“ an das Jüdische Gemeindeblatt Düsseldorf-Benrath, Friedhofstraße 23—25. r« i« Geschäftsstelle: Düsseldorf-Benrath, Friedhofstraße 23-25. Telefon 71 >151 Abohnemeati: (Zusendung unter Kreuzband) S Monate2.— RM / 6Monate S.PO RM /12 Monate"7.80 RM „ Mit Sonderbeilagen „Wiedergutmachung“: »Monate 2.S0 RM / 6 Monate 4.80 RM / 12 Monate 9.— RM (einschl. Porto). Voreinsendung des Betrages nur auf unser Pogt8«-l eckkonlo: Essen Nr. 68080 Lizenzträger und Herausgeber: Karl Marx, Düsseldorf. Golzheimer Str. 1)0, Telefon 23003 / Verantwortlich «ür den Inhalt: Julius Dreifuß und Karl Marx. Verantwortlich Hilden Anzeigenteil: Benno Wallach, Düsseldorf, LindemannstrM 04 Tel.63132 / Veröffentlicht mit Genehmigun j der NachrichtÄikonlr.der Militär-Reg. Lizenz Nr.ßO / Druck von Tischler & Schä tfer, Düsseldorf-Benrath. AH.32 Ersdicinungstag: Am5. und 19. jd.Mts. / Redaktionsschluß 6 Tage vor Erscheinen WOC HENKALENDER 1947 5707 Febr. 5. 1 Chnmischoh osser Mittwoch b’sdiwat Schwatlö. ' 99 6. Donnerstag, » . n 16. n 7. Freitag 99 17, 99 8. Sabbat- Gottesdienst 9.30 Uhr 99 18. 99 9. Sonntag 99 19. 99 10. Montag 99 20. r» " 11. Dienstag 99 21. * 12. Mittwoch n 22. 99 13. Donnerstag 99 23. 99 14. Freitag n 24. » 15. q ii Mischpotin. Gottesd. 930Uhr öaDDat Ro&cbodesch benneben 99 25. 99 16. Sonntag 99 26. n 17. Montag ' 31 27. 99 18. Dienstag 99- - 28.

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