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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1947-01-19 · 20 (19.1.1947) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
1 (1946-1947)
Issue
20 (19.1.1947)
Date
1947-01-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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$9 7# 19. JANUAR 1947 NUMMER £0 1. JAHRGANG Positive Arbeit in Köln Die . Jüdische Gemeinde in Köln hat recht bald die Initiative zum Wiederaufbau in der Jüdischen Gemeinde und Institutionen ergriffen.— Seit längerer Zeit ist ein Flüchtlings¬ und Altersheim eröffnet, das durchschnittlich zwischen fünfzig und sechzig Personen beherbergt. Das jüdische Krankenhaus in Köln, das weit über die Grenzen Kölns hinaus einen außerordentlich guten Ruf hatte, hat unter der Kriegseinwirkung sehr stark gelitten und wird Jetzt neu auf gebaut. Von einem Kenner der jüdischen Gemeinde Köln wird uns über das Krankenhaus geschrieben: Das Jüdische Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld geht zurück auf das im Jahre 1869 gegründete „Israelitische Asyl für Kranke und Altersschwache”, eine Stiftung, dessen Grpndnichf allein unter der jüdischen Bevölkerung eines ausgezeichneten Rufes, sondernim ganzen Westen Deutschlands und darüber hinaus. „Das Asyl” war — trotz des unschönen .Beigeschmacks, den diesem. Wort hat — ein Begriff gewordenem medizinischer und sozialpolitischer Hinsicht. Es war ein Inbegriff sozialer Hilfe im weitesten Sinne des Wortes: für die Kranken eine Heilanstalt von bestem Niveau, für die Alten eine Pflegeanstalt, in der sie ihren Lebensabend verbringen konnten. Diese Trennung war in dem einstmals sehr repräsentativen Gebäudekomplex auch äußerlich sichtbar: rechts das Hospital, lihks.das Altersheim. Das „Asyl” war eine selbständige Einrichtung, betreut von einem Kuratorium, in dem Mitglieder führender Kölner jüdischer Familien saßen. Nicht zu vergessen, daß das „Asyl” auch Ausbildungsstätte für jüdische Krankenpflegerinnen war, und Der Stadtkommandant Kölns Lt. Col. White (links) am Krankenbett einer Insassin des jüdischen Altersheim, Köln . HÜÜ^ msmg&sä&smisim. ssiil ««111« stock in der Silvanstraße, in der jetzt fast verschwundenen Kölner Altstadt, gelegt wurde. Seine frühe Entwicklung ist eng verknüpft mit dem-Namen Benjamin Auerbach, des erst vor wenigen Jahren in der Emigration verstorbenen bekannten jüdischen Kölner Arztes und Wohltäters, nach dem vor einigen Monaten ein Platz in Köln-Sülz benannt worden ist. Es war im wesentlichen Geheimrät Auerbachs Initiative, der der Ausbau und die Entwicklung dieses Instituts zu verdanken ist, aber “auch der Hilfe großzügiger Kölner jüdischer Familien, vor allem der Familie Eltzbach, sowie der intensiven Mitarbeit namhafter jüdischer Fachmediziner.. "Das Krankenhaus erfreute sich nicht, nur in Köln selbst, und man darf sagen,' daß einige hundert jüdische Schwestern ihre grundlegende Ausbildung dem Haus in der Ottostraße 85 zu verdanken haben. Ueber Nacht wurde dieses beachtliche Werk jüdischer Humanität zerstört, als während des Krieges alle „Einwohner”, Kranke, Alfe und Pflegepersonal plötzlich auf die Straße gesetzt und ins Ungewisse transportiert wurden, um der SS. Platz zu machen, und später wurde das Wefk auch äußerlich zugründegerichtet, als es erheblichen Fliegerschaden erlitt. ~ E.G.L. * * * Unter der Leitung des bisherigen Vorsitzenden, Dr. Herbert Lewin, wurde in Köln,- im Gegensatz zu vielen anderen

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