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Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone · 1946-09-26 · 12 (26.9.1946) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
Volume
1 (1946-1947)
Issue
12 (26.9.1946)
Date
1946-09-26
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Leipzig. Die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig veranstaltet zu den hohen Feiertagen, wie bereits im Vorjahr, Festtagsgottesdienste in der Synagoge Keilstraße, die vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig der Israelitischen Religionsgemeinde als Ersatz für die von den Nazibanden vernichtete Synagoge in der Gottschedstraße zur Verfügung gestellt ist, nachdem^ sie vorher in Ordnung gebracht wurde. Die Einweihung dieser Synagoge hat bereits im vorigen Jahr unter Beteiligung sämtlicher Behörden Vertreter vnd der Vertreter der Besa’tzungsbehörde in besonders feierlicher Weise stattgefunden. Seit dieser Zeit fjnden regelmäßig Gottesdienste statt. Die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig hat durch Vorsprachen beim Oberbürgermeister ebenfalls erreicht, daß der Friedhof in der Delitzscherstraße, der durch das Nazigesindel in der übelsten Weise entstellt worden ist, wieder in Ordnung gebracht wurde. Es ist beabsichtigt, ein Mahnmal für die Opfer des Faschismus auf dem Friedhof anzubringen. Die Entwürfe liegen bereits vor. Die Einweichung wird wahrscheinlich ~ im Herbst dieses Jahres stattfihden können. Im übrigen ist die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig wieder als Körperschaft Öffentlichen Rechts anerkannt. Sie übernimmt die Vertretung aller behördlichen Stellen gegenüber, soweit es sich um Wiedergutmachungs- und sonstige Ansprüche handelt. . * ' Gottesdienst in Düsseldorf Mittwoch, 25. September* 1946, 18 Uhr: Erew Rosch Haschono Elul 29. Donnerstag, 26. September, 9 Uhr: 1. Tag Rosch Hasch., Tischri 1. , Predigt. Freitag, 27. September, 9 Uhr: 2. Tag: Rosch Hasch. Tischri 2. Freitag, 27. Sept., 18 Uhr: 2. Tag Rosch Hasch. Tischri 2. Samstag, 28. Sept., 9 Uhr: Schabbos Schuwo, Tischri 3. Preitag, 4. Oktober, 17,30 Uhr: Kol Nidrei Tischri 9. <ßamstag, 5. Oktober, 9,30 Uhr: Jom Kippur. Tischri 10. %12 Uhr: Seelenamt und Predigt. Gottesdienst der Jüdischen Gemeinde Dortmund 1. Rausch Haschoneh-Tag, 26. 9. 1946, 10 Uhr vorm. West^ falendamm 287 b. Rosenbaum, . 2. Rausch Haschoneh-Tag, 27. 9. 1946, 10 Uhr vorm, im Lokal „Der Landsknecht”, Dortmund. Kaiserstraße (Ecke v. d. Tannstraße). Gottesdienst in Hannover Hannover. Jüdische Gemeinden Zu den hohen Feiertagen finden Gottesdienste in dem Vortragsraum der Landesmusikschule Hannover, Rumannstraße 26 a, statt: Rosch Haschanah Vorabend 25. 9., 18,30 Uhr, 26. und 27. 9.. 9 Uhr, Shabbat Shubah 28. 9.. 9,30 Uhr, Kol Nidre 4.. 10., 18 Uhr Sommerzeit, Jom Kippur 5. 10.. 10 Uhr Sommerzeit. Der Kulturbund der demokratischen Erneuerung Deutschlands veranstaltete am Sonntag, dem 8. Sept. 1946 im Hetjens- Museum eine Gedenkfeier für die 3 Düsseldorfer Maler Julo Levin,, Peter Ludwigs und Franz Monjau unter dem Motto: Lebendiges Erbe. Die 3 Düsseldorfer Künstler sind Opfer der Gestapo geworden. Herr Lauterbacher gedachte in zu Herzen gehenden -Worten der 3 hoffnungsvollen Künstler, deren Leben ein so rasches und unerwartetes Enden fand. Frau Hilda Pankok schilderte den Werdegang und die künstlerische Befähigung des jüdischen/ Malers Julo LevhC welcher in Aüschwitz *ums Leben gekommen ist. Julo Levin war ein Künstler, der bereits bedeutendes geleistet hat und zu den größten Hoffnungen berechtigte. Er hatte es leicht auszuwandern, nber er wollte bleiben, er wollte das Ende; des Nationalsozialismus erleben, um einem neuen Deütschland mit seiner hohen Kunst dienen zu können. Das Schicksal wollte es anders. Das Leben des Malers Peter Ludwigs ist von seinem Freund und Künstler Matthias Barz als lauterer und fester Charakter geschildert. Franz Monjan, dessen Mutter als Jüdin nach Theresienstadt verschleppt wurde, und von dort wieder zu ihrer Schwiegertochter zurückgekehrt ist, endete in Buchenwald. Die Feier wurde in feierlicher Weise von Vorträgen von Annemarie Jürgens und Musikstücken von Schumann und von Beethoven, welche in meisterhafter Weise von der jungen Künstlerin Liä Kipper wiedergegeben \yurden, umrahmt. ' - " Ein Rundgang durch die Ausstellung vermittelte einen nachhaltigen Eindruck über das Schaffen dieser 3 Künstler. J. D. Aufgebot. Der kaufmännische Angestellte Bernhard Krämer, in Düsseldorf-Holthausen, Wajter-Rathenau-Straße 11 hat beantragt, die verschollene Witwe Emma Krämer, geborene Coopmann, geboren am 12.3.1871 in Einnich (Reg. Nr. 17) zuletzt wohnhaft in Düsseldorf für tot zu erklären. Die Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens im Auf^ebotstermin am 14. 11. 1916, 11 Uhr vor dem Unterzeichneten Gericht Mühlenstraße 34, Eingang Liefergasse, Zimmer 279 zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, die Auskunft über Leben oder Tod derVerschöllüliep -zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen. Düsseldorf, den 31. 8. 1946 Das Amtegericht, Abt. 42 Der Landesverband Westfalen wünscht den Mitgliedern seiner Gemeinden, allen Juden in Deutschland und in aller Welt ein glückliches, neues Jahr! Siegfried Heimberg Präsident des Landesverbandes Westfalen, Dortmund. Leschonoh tauwo tikosewu! Allen Mitgliedern der 'Synagogen-Gemeinde und allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum Neurjahrsfest 5707; Die Wunden, die uns ein vergangenes Regime geschlagen hat, wollen wir im Neuen Jahr gemeinsam heilen. Julius Dreyfuß, 1. Vors, der Synagogen-Gemeinde Düsseldorf. Das Kulturdezemat des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden der Nord-Rheinpravinz, Stoffeierstraße 11, teilt mit: „Der hebräische Unterricht, Religionsunterricht sowie Jüdische Geschichte, findet jetzt wieder jeden Montag um 5,% Uhr in der Stoff elerstraße 11 statt. . ’ Gleichzeitig wiederholen wir unsere Meldung, daß alle Interessenten für englischen-Unterricht sich in den Bürostunden von .#—1 Uhr im Kulturdezernat, Stoff elerstraße 11 anmelden können. Sollten Gemeindeglieder wissen, wo wir Bücher für unsere Leihbibliothek erhalten können, so bitten wir höflich um sofortige Angabe der* Adressen.” U Ä M K •COMMERZBANK Geschäftsstellen an allen wichtigen Plätzen der Westzone Seit75 Jahren im Dienste der heimischen Wirtschaft j

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