Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 273)
- Language
- German
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GsSf Esrä? Cä£S? Es2tR rig»? C^i tt£H E£nR Cäsfl« GsSi? t^s? tisü? Ci2i? E£==ii Es£il ROMANZE EINER NACHT. Die Weingelände mit den breiten Blättern, Darunter schwellend Zions Traube reift, Stehn klar im Glanz. Mondweisse Winden klettern Durch Rankenwirrnis, die von Golde träuft. Blsufinster dräut der Wald. Die Garben leuchten. Die Sommernacht ist blass wie eine Braut, Die schwermutvoll mit wimpertiefen feuchten Glanzaugen in die Lebensgärten schaut. Heut' müssen alle Judenfrauen wachen: Es ist die Nacht, da Ruth zu Juda fand. Aus allen Büschen singt ihr Silberlachen, Auf allem Leid liegt lindernd ihre Hand. Den braunen Mädchen rieselt aus den Bäumen Ein Tropfen Mondlicht in das heisse Blut; Die blonden aber lauschen wie aus Träumen Dem Brautlied ihrer blonden Ahnfrau Ruth. KOMOTAU. GsSi? V^H VtSii t-sSH Esst EsSä? CsStR V^SÜ Ci£rÄ? Gsgi? fegi* MAX FLEISCHER. 257