Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 246)
- Language
- German
- Belongs to
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Menschen. Er, der noch nicht gelebt hatte, lernte, wie man leben soll. Die noch nicht geborene Seele entdeckte die Geheimnisse des Daseins. Der Himmel ist für Gott, die Erde aber für die Menschenkinder. Nicht tot soll man sein auf der Erde, Tote loben nicht Gott. Sondern leben muss man, die Erde ist gegeben worden für das Leben. Und leben heisst lieben, Gott lieben, die Menschen lieben, die ganze Welt lieben. Und dann gedenkt Gott unser, und dann segnet er uns. Er durchlebte die Süssigkeit der heiligen Liebe. Seine Zuhörer sahen die Gottesherrlichkeit auf ihm. Sie verstanden ihn zum erstenmal. Als er geendigt hatte, fiel ihm die Mutter um den Hals, und der Vater nickte mit entzückten Augen dem Alten zu: „Was sagt Ihr, Altchen, was mein Sohn kann!" Und der Alte fand nur einen Schrei des Staunens: „Ein Grosser in Israel!" Hinde aber lief in die Küche und weinte vor Liebe und tiefer Bangigkeit. (AUTORISIERTE UEBERSETZUNG AUS DEM JUEDISCHEN VON MARTIN BUBER.) VON DAVID PINSKI IST SEITHER IM „JUEDISCHEN VERLAG" ERSCHIENEN: EISIK SCHEFTEL, DRAMA, UEBERSETZT VON MARTIN BUBER. Cs£5? T£*t Eä£i? C^i? C££t»? GägS? Cs^T? Cs£*? C^rä? E£rä? Ci£cs? C£Ti? C^£tR CiSsä? C^TiV 230