Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 212)
- Language
- German
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r^sr? t^i? t^i? AUS! jjAM SEE", c^afi1 t^a x^a t^a kzeh REGENBOGEN. Nun aber mit schimmernden Armen Zerreisst die Sonne den grauen Flor. Und Licht, Licht, Hut um Flut, In wundervoll zarter Qiut, Strömt hervor. ünd die Sonne —■ Wie eine Mutter, Die dem Kind wegküsst Die letzten Thränen, Dass es glücklich lächelt, hoch unter Thränen, — Mit zärtlichen Händen fächelt Den letzten Regen fort. (Jnd da — da spannt sich Vom Schilf am See Geber das Dunkel der Tannen In mächtigem Rund ein flammender Bogen Der jenseits niedertaucht Tief im Qletscherschnee. ünd schönheitprangend vermählt sich Licht und Luft (Jnd Farbe und Duft Zu glühender, blühender Pracht Im Regenbogen. Im Regenbogen Schloss dereinst Israels Qott Mit seinem Volke den Bund. Der Bund ist gebrochen. Wenn der Bogen aufsteigt, Das glücksprühende Kind der Sonne, Wenn er zum Thale sich neigt, Dann ist seine Wunderwonne, Israel, nicht dein. Von fremder Erde Lieber fremde Berge Zu fremden Wolken Wölbt sich den Heimatlosen Keine Strasse des Glücks. Der ihnen zu Häupten fliesst, Der leuchtende Schein, Segnet sie nicht mit seinem Strahl, Nimmer in junger, jubelnder Lust Saugen sie ein Den Duft, der dem Blühen entspriesst. (Jnd das Leben, das sich ergiesst Aus der zeugenden Scholle, Qiebt ihrem Fuss keine Kraft. In hilflosem Sehnen Spinnt ihre Seele zitternde Träume, (Jnd ihre Augen Sind verdunkelt von Thränen, Wenn Herrlichkeit und Glanz Zwischen Erde und Himmel steht Im Regenbogen. BERLIN. ti2FR Es£i? C^Sf C^iJ EsSR C^ff C^S? feri? t&=a GsStR C*=Si BERTHOLD FEIWEL, 196