Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 205)
- Language
- German
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jene ewigen Linien, die sich dem in das Mysterium gerichteten Blick geistiger Sammlung enthüllen, es entheiligt die Liebe zur rastlosen Sehnsucht. Ein entgöttertes Leben, das ist der Fluch, den die Juden vererben von Geschlecht zu Geschlecht, bis ein glücklicher Enkel den Bann mit starker Hand bricht! Die Zusammenhänge, die uns mit Millionen Gräbern verbinden — das sind die Wurzeln unserer Seele; wer an den "Wurzeln reisst, zerstört sich selbst und den Naturgedanken, den er darstellt. Jede Kreatur lebt, wie die Schöpfung in den vielen Jahrtausenden der Entwickelung sie gewiesen, jede arme Heckenrose am Felde entfaltet die ganze Blütenpracht, die ihr gegeben ward, die Lerche in den Lüften schwingt sich auf ihrem Liede frei zum Himmel empor — selbst die meisten Menschen wachsen mit all den Tugenden und Lastern auf, mit denen der Vater sie gezeugt — doch wenige unter ihnen quälen der Natur Resultate ab, die nur andere Entwickelungen vollenden können. — Gebt das Ringen mit Eurer Geschichte auf, Juden, man wütet niemandem zu Liebe, nur sich selbst zu Leide gegen sein eigenes Blut — denn es ist heilig, es ist der Niederschlag des Schicksals! Süss ist das Leben in seinem Volke, in den vielen unsagbaren Gemeinsamkeiten, über die der Volksfremde nach lebenslangem Ringen nicht hinauskommt. Erhaben ist es, in den lechzenden Humusboden der Volkspsyche Kulturkeime streuen zu dürfen, deren leises Wachstum das ganze Volk wonnevoll erschauern lässt. ^sn c^art es?»? p^i? ci£i? t^sa v^sa x^sa c^?ä? t^sa c^an r<^? r<£sa cs£S? es=s? Pssi* 189