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Jüdischer Almanach · 1904-01-01 · 1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe · p. Seite 43

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Journal
Jüdischer Almanach
Volume
1902-1903 : Teilweise veränderte Neuausgabe
Date
1904-01-01
Page
Seite 43 (sequence 59)
Language
German
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Auffahrt der Wind, und mit einem Male Esgi? pzsi? Bebt es im ganzen friedlichen Thale. t^i? p^tR Wie Lämmer in Schrecken scheinen die Aehren Plötzlich zur Flucht sich zu kehren. tzsa tssi? Vom Berge hinab zu Thale sie fliehen, Esss? r^i? Vom Thale zum Fruchtgefilde zu ziehen, tzsa Cs==ä? Von dort immer weiter und ohne Verweilen, c^i? Selig verwirrt zu enteilen. Esss* t^a ti£5f c^s? Was bebt ihr, Goldhalme? Goldhalme, was wollt ihr? Wer jagt euch? Wie Wogen des Meeres ja tollt ihr? Und sprenkelt die Vögel mit glitzerndem Weben Alle, die über euch schweben? Csgi? Gs£S* tisa? Dahin, wo im Zuge die Wolken sich spreiten, Wo veratmet der Tag und die Schatten entgleiten, Dahin, wo die Seelen im Traum hinbegehren, Flieht ihr so eilig, ihr Aehren? Ksss? c^a Csss? Endlich ist der Sturm, der wilde, endlich er vorbeigezogen, c^a Ruhig liegt das Feld. Doch wehe, andrer Sturm ist aufgeflogen, Lautlos, stark im Herzen. Kräfte, die in tiefstem Schlaf versunken, Weckt er auf. Lang hat geglimmt es. Nun zur Flamme wird der Funken. Vor des Feldes lichter, froher Majestät, ein Bettler steh ich, gjss* Und wie nackt ich bin und elend, erst zu dieser Stunde seh ich. Meine Hände nicht, ihr Aehren, schufen euch in Müh und Walten, Meine Kraft ist nicht gesät hier, ich nicht werde Ernte halten. War es Schweiss von meiner Arbeit, der den schwarzen Boden tränkte? Mein Gebet, dem sich der Himmel gnädig wies und Regen schenkte? Ihr gedieht, doch nicht um mein Herz, meine Augen nicht zu rühren — Ach, so wird nicht meiner Lieder Jubel euch zur Scheune führen. Dennoch lieb' ich euch, ihr Felder! Denn ihr lasset mich gemahnen Ferner Brüder, treuer Bauern in dem Lande meiner Ahnen. P^i? Stehn vielleicht auf Berg und Hügel sie in diesem Augenblicke, Gegengrüssend meinem Grusse, den ich weinend ihnen schicke? .KsS? (AUS DEM HEBRAEISCHEN UEBERSETZT VON BERNHARD FUCHS.) GsSif 43

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