Alt-Prager Almanach
- Journal
- Alt-Prager Almanach
- Volume
- 1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 185)
- Language
- German
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zieht. Nr. X scheint die Mitteilung des Oberposauners Zigotta betreffend die Beistellung einer Musik „Zu Ehren der königlichen Maith" zu sein, während Nr. XI eine Geldüberweisung an die Musiker von St. Thomas betrifft. Nr. XII und XIII sind Bittschreiben der Prager Musikanten, ein Spielverbot, das anläßlich des Todes Ferdinands IV. erlassen worden war, aufzuheben. Die Akten vermitteln einen Begriff vom sozialen Niveau der Prager Spielleute in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und deuten auf eine Organisation der Musiker um diese Zeit hin. I. 10. Oktober 1560. Wir Ferdinandt etc. bekhennen öffentlich unnd thunn kundt menigelich, nachdem wir verschienes 53 jars den 30. December Pauln unnd Barlmeen Hessen gebruedern unnser Statt Breslau Pfeiffer und musicis auf ir underthenigist suppliciren und bitten zu befürderung gemaines nuczes unnd allen Liebhabern der musica zum pösten instrumenta von Holcz unnd messen zum pfeiffen unnd plasen als Pusaunen, Trometten, Schalmeien, Fletten, Krombhornen, Zinnkhen, Rauschpfeiffen, schweizer Pfeiffen, Tamrlin kleinen und großen und dergleichen zu machen auf 6 Jar anzuraitten und ime dieselbige in unserem Königreich Böheimb und denen incorporirten Landen nit nachzumachen bei einer benetigten Peen genedigst bewilliget und unns ingemelte Paul und Bartlme Hessen Gebrueder unnderthenigist zuerkhennen geben solche bemelte Zeyt der sechs Jar numer verstrichen und sy merbenennte Instrumenta vor wenig jaren allererst mit irem grossen uncosten und nuc2 in wurckhung gebracht unns derowegen gehorsamist angelanngt und gebetten das wir inen solche unnsere inen mit gethailter Begnadung unnd Privilegien der sechs jar noch auf etliche ferrere jar gnedigist zu erstreckhen gerueht haben wir angesehen ir diemuetigist bitt auch betracht das guet und nuezlich Werckh unnd darumben auß ermelten Ursachen inen angeregte unnser begnadung von dato noch auf acht Jar lang gnedigist erstreckhen und damit sy derselben wie zu vor gebrauchen muegen bewilliget. Thuen auch solliches hiemit als regierender König zu Beheim, Marggrafe zuMarhren, oberster Herzog in Schlesien unnd Marggrafe zu Lausiez hiemit wissentlich in crafft diets brieffs mainen seezen unnd wollen das sy also denselben aus genad von dato noch 8 jar lang von menigelichs ungehindert gemessen unnd gebrauchen sollen und mugen. Gebietten darauf allen unnd jeden umseren underthanen, waß standts, oder 175