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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 174

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 174 (sequence 184)
Language
German
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scher composition und tentz" und „Etlicher gutter teutscher und polnischer Tentz..." — beide bei Scharffenberg in Breslau gedruckt) und sind als Instrumentenmacher zu ihrer Zeit sehr angesehen.1) Musikgeschichtlich interessiert vielleicht die Aufzählung der Instrumente, auf die sich das Verbot bezieht. Das Wort „Tamrlinpfeife", soviel wie Trommelpfeife, kommt um jene Zeit auch anderweitig vor und heißt soviel Schwegelpfeife.2) Die nächsten fünf Akten sind „Posaunerakten". Rudolf II. hielt besonders große Stücke auf seine Posauner, die zum Teil auf dem „Weißen Turm" ihren schweren Dienst zu verrichten hatten.3) Unter den Namen solcher Posauner, deren Stand die Trompeterprivilegien genoß, fallen Achatius Goltzig, der auch als Organist erwähnt wird, Bachstädt, £igotta, Hans Hirsch und der „unübertreffliche" Görlitzer Oberposauner Rudolfs, David Endtermann auf, der 1587 vom Kaiser ein Wappen mit der Posaune erhielt. Akte VII-IX behandeln die berühmten Musiker der Rudolfinischen Kapelle Philippus de Monte (1521 bis 1603), Carl Luython (gest. 1620) und Alexander Orologio, dessen Verlassenschaftsabhandlung sich nach den Prager Akten bis tief ins 17. Jahrhundert hinein- :) Hoffmann, die Tonkünstler Schlesiens 1830. 2) Vgl. Sachs, Handbuch der Musikinstrumentenkunde S. 301. 3) „Als weißer Turm wurde ursprünglich ein viereckiger Turm in der Gegend des Durchgangs zum dritten Hofe des Hradschins, nahe der Kapelle, bezeichnet. Später ging der Name weißer Turm auf einen jener 22 Türme über, welche bei der Befestigung der Burg unter Pfemysl Otakar II. erbaut wurden und wohl wegen ihrer runden Form vom Volke „Mihulka" (Neunauge) genannt wurden u. zw. auf dem nördlich von der Vikarka in den Hirschgraben vorspringenden Turm, der dann nach dem Brande sehr befestigt und mit solcher Wanddicke ausgebaut wurde, daß die einzelnen Fensternischen heute noch als Wohnungen für Angestellte des Veitsdomes dienen. In diesem Turme wurden Alchimisten Rudolfs IL, wie Seb. Essen und Ed. Kelley gefangen gehalten, sowie dessen einst allmächtige Kammerdiener Philipp Lang von Langen/eis und Kaspar Rucky." (Friedel Pick, Pragensia V., Seite 30.) 174

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