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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 68 (sequence 70)
Language
German
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don" von Kurz, „Bastienne" von Weißkern verdeutscht), Herr Streicher (,,der geprügelte Teufel" von Müller), Herr Unzer (,,Bernardon und Fiamette"). Bearbeitungen fremdsprachiger Muster und deutscher Burlesken sind hier bunt vermengt, die musikalische „Komposition" wird oft nicht mehr gewesen sein als eine freie Einrichtung für die besonderen Zwecke der Vorstellung. Immerhin gewährt obige Ubersicht Einblick in das musikalische Treiben in den Niederungen des Theaters und ist für die Kennzeichnung dieser primitiven Verhältnisse gewiß willkommen. Für das deutsche Kindertheater waren das aber Spitzenleistungen. CASANOVA IN BÖHMEN Otto Pick. Im Frühling des Jahres 1783 wurde Giacomo Casanova bei einem Gastmahl im Palast des venezianischen Botschafters zu Paris von seinem Freunde, den Abbe Eusebio della Lena, dem Reichsgrafen Joseph von Waldstein vorgestellt. Luzian Herbert liefert in der Einleitung zu seinem Roman „Casanova" folgenden launigen Bericht über diese Begegnung: Während der Tafel lenkte Waldstein, der neben Casanova zu sitzen gekommen war, welchem Paris ohne die Pompadour, ohne Crebillon, ohne den Herzog von Choiseul, und wie alle die Notabilitäten heißen mochten, mit denen er gelegentlich seiner früheren Pariser Aufenthalte zu verkehren gewohnt gewesen war, nicht mehr recht gefallen wollte, das Gespräch auf die Kabbala, auf den Schlüssel Salomons und auf die Schriften Agrippinas. „Ei, wem erzäh- 68

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