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Bar Kochba · 1926-10-01 · 6 (1.10.1926) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1926-1927
Issue
6 (1.10.1926)
Date
1926-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MITTEILUNGEN des südwestdeutschen Gaues im deutschen Kreis des ^iWsr Makkabi Weltverbandes 1. Oktober 1926 Nr. 6 Jahrgang 1926 25. Tischri 5687 Alle Rechte vorbehalten. Einsendungen müssen bis zum 20. jeden Monats im Besitz der Schriftleitung sein. Sehriftleitung: Herbert Wolff, Frankfurt a. M., Gwinnerstr. 34. Römer 2010 Ifi Vf ^333? Unser Gau. Es war ein trefflicher Gedanke von Franz Ehrmann, den Deutschen Kreis in Gaue einzuteilen, um im kleineren Kreise den Konnex der einzelnen Vereine, den Konnex der Mitglieder dieser Vereine enger zu gestalten. Dass dieser Gedanke greifbare Resultate zeitigen kann, beweist am deutlichsten folgendes Beispiel: Bei dem Sportfest in Leipzig konnte man es nicht unterlassen seine Kameraden anzufeuern, dena man glaubt, durch dieses Rufen bewegen sich die Beine der Läufer noch schneller. Unter diesen war ein besonders großer „Schreier", der, als er keinen Kameraden aus seinem Vereine sah, einem Bar-Kochbaner, der zu seinem Gau gehörte, anfeuerte, und die nebenstehenden dahin beeinflusste. Man sieht also, dass der Konnex allein schon durch den Namen „Gau* fester gefügt wird, und wenn dieser Konnex sich so eng gestaltet, dass man seinem Gauturnbruder oder -Schwester als seinen Kameraden betrachtet, dann kann auch der Name Gau wegfallen, und das Präsidium hätte die gewiss leichte Aufgabe» diesen Kameradschaftsgeist der Gaue auf den Kreis zu erweitern. Aber bis dahin führt noch ein langer, mühevoller, aber freudenverheissender Weg, den die Gauleitung zu gestalten hat und durch den uns die Gauleitung führen muss. Im sttdwestdeutschen Gau ist es seit einiger Zeit sehr still geworden. Der geniale Geist, der beiden Gauleiter ist bei der tropischen Hitze von 55 Grad in ein Nichts* verschmolzen. Ihre Körper sind matt geworden und im Sommer dem Winterschlaf verfallen. Der Ehrende-Mann hält sich zu seiner Erholung für die ungeheure Arbeit, die er noch nicht geleistet hat, und zur Ehre seines treuen Mitarbeiters, in einem östreichischem Badeort auf. Kurz nach dem Beschluss, den deutschen Kreis in 5 Gaue einzuteilen, ging man in Frankfurt a. M., mit fieberhafter Eile daran, den südwestdeutschen Gau durch Abhaltung eines grosszügigen Sportfestes in Mainz öffentlich zu dokumentieren. Am 9. April wurde dieses mit vielen Hoffnungen und möglichen Erfolgen erwartete Sportfest in Mainz veranstaltet. Nach einer trefflichen Rede von Hans Kuhn über das Thema „Warum jüdischer Turnverein", turnten die Damen des Frankfurter B. K. staunenswert Uebungen am Barren, die die Bewunderung sämtlicher Zuschauer erzeugte. Als das gemeinsame Mittagessen auf dem Programm, von dem man in Wirklichkeit nichts sah, beendet war, begann das große Sportfest. Drei aufeinander folgende Handballspiele und ein Staffellauf boten dem Zuschauer angenehme Abwechslung, die sich in einer Unruhe derselben und einer Interesselosigkeit an dem Gebotenem spiegelte. Die 12 berühmten Leier tathleten des Kölner B.-K. beendeten mit einem 800 m Propaganda Lauf, zu dem sie extra die 570 km lange Strecke von Köln nach Mainz gefahren sind, das erfolgreiche Sportfest, an dem es erfreulicherweise gelungen ist, den Konnex der einzelnen Mitglieder enger zu gestalten. Der Schreiber dieser Zeilen begab sich in einer Gruppe der Hakoah Wiesbaden, bei der es plötzlich still wurde, als man ihn entdeckte. Ist er ein Jude, ist er ein Goi, ist er ein Spion, das war die Frage, die er eine dem andern zuflüsterte. Schleunigst begab er sich in die Mainzer Gruppe, bei der er bereits als Glaubensgenosse empfangen wurde, und erst die nebenstehenden Kölner begrüssten ihn als allerdings Frankfurter Bar-Kochbaner, aber wenigstens doch als Bar-Kochbaner, was auch von den drei Mannheimer Vertretern zu berichten ist, die im übrigen sogar die hungrigen Mägen zweier Kölner stopften. Die zweite Tat der Gauleilung war die Pfingsttreffahrt in Hachenburg, an der sich leider und G. s. D. nur Frankfurt und Köln beteiligten; leider: weil es von einer Interesselosigkeit der übrigen Vereine zeugt. G. s. D.: weil es gerade dadurch gelungen ist, den Konnex der einzelnen Mitglieder diesmal enger zu gestalten, denn man muss die einzelnen Gruppen nach und nach einander näher bringen, Von dieser Fahrt -mehr zu erzählen ist unmöglich, denn sie würde die Spalten unseres Blattes füllen. Einzelne Punkte heraus zu greifen, wäre eine Vergewaltigung dieser wirklich von echtem Gemeinschaftsgeist getragenen prachtvollen Fahrt. Es war die Schönste, die vom B.-K. jemals veranstaltet wurde, und der Eindruck den der Einzelne hatte, wird unauslöschlich sein. Und nun, auf dem halben Wege zur Vollkommenheit, ist die Gauleitung eingeschlafen. Dnser Siels ftiiro-Si findet ilSÄin der Franklin Loge statt. Besorget Euch Karlen ii Yrrerfcail

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