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Bar Kochba · 1926-09-01 · 5 (1.9.1926) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1926-1927
Issue
5 (1.9.1926)
Date
1926-09-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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nnanwmmwj MITTEILUNGEN des südwestdeutschen Gaues im deutschen Kreis des Makkabi Weltverbandes 1. Seplember 1926 Nr. 5 Jahrgang 1926 21. EIuI 5686 Alle Rechte vorbehalten.' Einsendungen müssen bis zum 2«. jeden Monats im Besitz der Schriftleitung sein. Schriftleitung: Herbert Wolff, Frankfurt u. M, Gwinnerstr. 34. Römer 2010 21-./22. Aug. 1926 Leipzig 11./12. Elul 5686 Samstag Abend wurde unier dem Vorsitz von Turnbruder Löwy — Berlin der 11. Turntag des Deutschen Kreises im Makkabi Weltverband eröffnet, nachdem bereits Samstag Vor- und Nachmittag Vorbesprechungen stattfanden. Fast sämtliche Vereine des deutschen Kreises waren vertreten, sowie der tschechoslowakische Kreis durch Turnbruder Herzog. Nach den Begrüßungen von Lehrfreund — Leipzig, Herzog — Prag, Kuhn — Berlin gibt der Vertreter des Keren Kajemeth in längerer Rede der Hoffnung Ausdruck, daß die Makkabijugend der Stützpunkt des Keren Kajemeth werde, daß sie nicht nur durch Worte sondern mit Taten sich für den Aufbau Erez Israel einsetze. Turnbruder Kuhn — Berlin teilt alsdann einen längeren Bericht über die Kreisarbeit mit, die durch die Schwierigkeit, Mitarbeiter zu finden, sich nicht so entfalten konnte, wie man es von ihr verlangen kann und muß. Es klingt allerdings merkwürdig, daß in Berlin, wo der Bar- Kochba fast 1000 Mitglieder zählt sich keine drei Menschen finden, die es als ihre Pflicht betrachten, an der Gestaltung des deutschen Kreises mitzuwirken. Es ist daher begreiflich, daß Hans Kuhn der die gesamte ungeheuere Arbeit mit Gerhard Flachs allein erledigt hatte, seine Arbeit als Präside niederlegte mit dem Wunsche, daß dieselbe von Turnbruder Holzer- Chemnit? übernommen werde. Da Holzer vorweg erklärte, daß er infolge Arbeitsüberlastung dies verantwortungsvolle Amt nicht übernehme könne und die Berliner Delegierten sehr richtig behaupteten, daß das Präsidium in Berlin bleiben müße, da keine Stadt so den Puls der Bewegung bilde, in keiner Stadt die Fäden so natürlich zusammenlaufen wie in Berlin, war es erfreulich, daß sich Kuhn bewegen ließ das Präsidium auch für das kommende Jahr zu übernehmen, allerdings mit dem Vorwand, falls er keine Mitarbeiter finden wird, dasselbe in einer in Kürze einzuberufenden Obmännertagung niederlegen wird Wir hoffen daher, daß der Vorstand des B.-K. Berlin seinen Mitgliedern zur Pflicht macht, sich an der Kreisarbeit activ zu beteiligen. — Kaum atmete man auf, da tauchte schon wieder eine neue unerfreuliche Frage auf über die man leider allzulange diskutierte. Der Nürnberger Bar Kochba lehnte jede geistige Arbeit ab und sah in der körperlichen Ertüchtigung der Juden den einzigen Zweck und Ziel seiner Arbeit. Daß dieses mit der Struktur des Makkabiweltverbandes unvereinbar ist, leuchtet jedem klar ein, um so bedauerlicher ist es, daß man bis in die frühen Morgenstunden discutierre, bis man zu dem Resultat kam, daß der B.-K. Nürnberg innerhalb drei Monaten eine Erklärung abgeben müße, ob er die Statuten des Makkabi-Weltverbandes voll und ganz anerkenne. Um 7 Uhr morgens trennte man sich, um nach einem kurzen Frühstück um 8 Uhr die Tagung fortzusetzen. Bei der Fülle des Materials wurden viele Fragen nur ganz kurz gestreift oder auf die nächste Obmännertagung verschoben. Etwas wirklich greifbares oder etwas das für unsere Bewegung von entscheidender Bedeutung wäre, hat diese Tagung nicht gebracht. (Wir werden in der nächsten Nummer nochmals auf einzelne Fragen des Leipziger Turntages zurückkommen.) Die Red.) Endlich nach zweijähriger Pause fand der Turniag wieder stall. Turntag ist eigentlich nicht mehr der richtige Name für dieses Treffen aller Gesinnungsgenossen aus dem Reich, aber wie soll man es sonst nennen, und da doch nun einmal von einigen Kostverächtern getagt wird, so wird der Name wohl weiter bestehen. Zu diesen Tagenden (die Tagung dauerte die ganze Nacht und Sonntag vorm ) gehört auch unser lieber Herbert Wolff und was er eigentlich von all' dem gehabt hat, weiss ich mir nicht zu erklären. Klugen war da schon unser anderer Delegierte Franz der ging die „Tagungsnacht" ins Bett und am Morgen ließ er Tagung, Tagung sein und hat auf dem Sportplatz Photographien. Wir aber, die wir mit besteigen des Zuges schon den festen Vorsat? hatten, uns auszutummeln, liebe Bekannte zu treffen, liebere kennen zu lernen, wir können mehr von Leipzig erzählen als diejenigen, die die Geschicke des Makkabi dort besprochen haben. (Wer mehr Bekannte kennen lernte und mehr erzählen kann, ist eine offene Frage. Die Red.) Sportlich war Leipzig ein voller Erfolg. Die Leistungen sind durchweg, besser geworden. Die genauen Ergebnisse werdet Ihr noch aus der nächsten Nummer des Hamakkabi erfahren. Ich will mich damit begnügen, Euch zu schildern was unsere Vertreter ausrichten konnten: Leider mußten wir auf einige unserer Besten, vor allem auf fast alle Jugendliche verzichten, die sicher nicht schlecht abgeschnitten hätten. So waren unsere Aussichten in den Staffeln von vorne herein gleich null und wäre Paul Katzenstein in

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