Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1926-1927
- Issue
- 4 (1.8.1926)
- Date
- 1926-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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fgmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmimmmg 1 Tennis- — Auto- | | Wandersport 1 | MoritzWagner | i Kaiserstr. 21 1 v'i1:!^..........J^IHi;,.!!'::; ü S;!...............! :ü: i!L:i:i: ^!, ,,!,♦;!!^;|; fachste Uebung schon eine gewisse Befähigung voraussetzt. Die schlechte Eignung für das Turnen und die Scheu vor einer Blamage hielt die Juden vor dem Kriege sicherlich davon zurück, in die paritätischen Turnvereine zu gehen, wo ausschließlich das Geräteturnen gepflegt wurde. Erst der Aufschwung, den der Sport nach dem Krieg in Deutschland genommen hat, schuf hier Wandel. Die Tatsache, daß weitaus der größte Teil heute sportlich tätig ist, beweist die Richtigkeit meiner Annahme. Unser Vereinsorean soll der Aussprache dienen, und ich will daher einige Anregungen für Verbesserungen geben. Für einen Sportlehrer ist es ein Ding der Unmöglichkeit, 60—70 Personen gleichzeitig zu beschäftigen. Hier müssen ihm geübte Trainingsleiter zur Verfügung stehen, die mit ihm die Arbeit teilen, bezw. einteilen. Es muß unbedingt darauf gesehen werden, daß die Jugendlichen getrennt von den Erwachsenen trainieren, daß die Knaben und Damen separat beschäftigt werden, und daß jede kostbare Minute ausgenutzt wird. Hierzu ist in erster Linie erforderlich, daß die zum Trainingsleiter Befähigten, und wir haben deren eine stattliche Anzahl, sich restlos für diese Arbeit an der Gesamtheit zur Verfügung stellen, und etwas weniger egoistisch sind, wie dies bisher der Fall war, ferner aber, daß unsere Damen und Herren so zeitig wie möglich erscheinen, da durch verspätetes Hinzukommen und nochmalige Erklärungen und Erläuterungen der Betrieb gestört wird, und die pünktlich Erschienenen zu Schaden kommen. Disziplin und Unterordnung unter die Anordnungen der Trainingsleiter ist unbedingte Pflicht. Selbst wenn man glaubt, im Recht zu sein, soll man Reklamationen unbedingt vermeiden. Der Sportplatz ist nicht das geeignete Feld für Auseinandersetzungen, besonders nicht der Unserige der uneingezäunt ist, und wo wir den Beobachtungen der zahlreichen Zuschauer, die uns regelmäßig mit ihrer Gegenwart beehren, ausgesetzt sind. Die Trainingsleiter müßen sich eines anständigen, ruhigen Tones befleissigen und ihre Anordnungen und Erklärungen kurz und sachlich erteilen. Ein sogenannter Unteroffizierston darf bei uns keinen Plar? finden, und selbst das jüngste Mitglied ist als Turnbruder und nicht als Untergebener zu behandeln. Auch dem scheinbar Untauglichen sollen die Erklärungen so mundgerecht gemacht werden, wie der größten „Kanone". Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, Geduld ist die erste Bedingung für einen Trainingsleiter. Mit den bisher erzielten Fortschritten der Mitglieder kann man außerordentlich zufrieden sein. Nicht allein Formverbesserungen, sondern auch Erhöhungen der Leistungen sind dem eifrigen Wintertraining zuzuschreiben, aber manche Korrektur ist noch erforderlich. Für eine verantwortungsbewußte Leitung ist auch Überwachung des Gesundheitszustandes der aktiven Sportler Pflicht. Herr Dr. Rotschild hat in frdl. Weise wieder eine größer Anzahl unserer Mitglieder, besonders jüngere untersucht und ihnen Verhaltungsmaßregeln erteilt. I Seifen undParfümerien fj nur in der l l I Unser Trainingsprogramm das sich bisher auf Lauf und Wurf beschränken mußte, wurde in den letzten Tagen durch Sprungübungen erweitert, da die erforderlichen Sprunggruben nunmehr fertiggestellt sind. Auch das Innenfeld wurde jetzt gemäht, sodaß wir in Zukunft für Handball ein anständiges Spielfeld zur Verfügung haben und keinen „Blaachplatz" wie unser Freund Holler jüngst einmal so nett auf dem Stadtamt bemerkte, ■ Ein Träger und Verbreiter unseres guten Rufs ist in erster Linie unsere Sportabteilung, hoffen wir, daß sich unsere Aktiven ihrer Pflichten, die Ihnen diese Tatsache auferlegt, auch in Zukunft bewußt bleiben, Fredy Goldschmidt. Konditorei ..^ jj I I \4o^ 8 s-cS& 0 Oxe Freimark i Drogerie Schneemann, Zeil 39 »I _ (S Bar Kochba, Frankfurt am [Rain Büro: Paul Katzenstein, Schillerstraße 5. Boxen. Dte Sommerferien brachten eine unfreiwillige Verzögerung in das Training der Boxabteilung. Der Betrieb mußte von der Deutschherrnnach der Ostendmittelschule verlegt werden, worunter die Regelmäßigkeit des Trainings sehr litt. Bei den Wettkämpfen des deutschen Makkabikreises in Leipzig sollen auch Boxkämpfe veranslaltelt werden. Um dort Aussicht auf Erfolg zu haben, müßen wir ein intensiveres Training betreiben. Die Auswahl der Kämpfer erfolgt nur nach dem Gesichtspunkt des regelmäßigen Trainings, das im August wieder in der Deutschherrnmittelschule stattfinden wird. Ein zweiter Trainigsabend für die „Auserwählten" wird eingelegt werden. Neue Boxhandschuhe, Sprungseile etc. sind jetzt in genügender Anzahl vorhanden: Eine regelmäßige Teilnahme ist unbedingtes Erfordernis zum Gedeihen der Boxabteilung. E. G. heichtathiefik. Bei den Meisterschaften des Frankfurter Leichtalhletikverbandes hatten wir die Konkurrenzen für die B Klasse stark besetzt. Die Olympische Staffel (800, 200, 200, 400) war uns sicher. Schon der 800 m Läufer Brüneil holte einen Vorsprung von ungefähr 50 Metern heraus, der von Fredy Goldschmidf, Paul Katjensiein und Kurt Goldschmidt auf 70 Meter vergrößert wurde. Die Zeit von 5,49 Minuten ist bei dem schlechten Wetter als sehr gut zu bezeichnen. Weniger gut schnitten wir in der 4X100 m Staffel ab, in der wir vom V. f. L. um Brustbreite geschlagen vurden. Wir führten bis zum letzten Mahn, der sich im Ziel abfangen lies. Es ist nöiig bis zum Ziel ganz scharf durchzuhalten Die Damenwettbewerbe gingen um die Meisterschaft. Im 100 m Lauf wurde Trude Gans Dritte in 15,2 Sek. hinler Frl. Haux und Bühlmeier und vor Grete Gans, die allerdings im Vorlauf schon 15,1 Sek. gelaufen war. Auch in der 4X100 m Staffel konnten wir nur den dritten Platz besetzen. Im Weitsprung und Kugelstoßen belegten die Schwestern Gans je einen zweiten und dritten PlatzßandbalUSrgebnisse. Jugend: 26. 6. gegen V. f L. 5:2 11. 7. „ D. I. K. 0:0 18. 7. „ Wartburg Unterliederbach 9.0 25. 7. ,. Handballver. Rödelheim 1:1 II. Mannsch. 18. 7. „ Wartburg Unterliederbach 1:4