Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 49 (5.12.1930)
- Date
- 1930-12-05
- Page
- Seite 704 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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704 Das Jüdische Echo Nr. 49 lagten, aber charakterschwachen Bruder das zielbewußte, kluge Mädchen Fanny heraus, das dank ihrer auf meisterlicher Menschenbeobachtung beruhenden Geschäftsmethoden in der Organisation des Warenhauses bahnbrechend wirkt und1 die höchsten, mit amerikanischen Einkünften verbundenen Posten erlangt. Fabelhaft und höchst lehrreich ist das Leben und die Arbeitsweise in den Großbetrieben von Chicago und Neuyork geschildert. Trotz des sentimentalen Schlusses ein sehr lesenswertes modernes Buch! tz. Eine Publikation über die jüdischen Künstler der Gegenwart Wien, 25. November. (JTA.) Der Kunsthistoriker Dr. Otto Schneid (Universität Wien), der an einer umfassenden Publikation über die jüdischen Künstler der Gegenwart arbeitet, ersucht jüdische Maler, Graphiker, Bildhauer, Architekten und Kunsthandwerker, ihm Photographien ihrer Werke mit dem Reproduktionsrecht, sowie biographische Mitteilungen zur Verfügung zu stellen. * * * Gemeinden- und Vereins-Echo Die Fortführung des Aufbauwerks Über dieses Thema referieren auf einem von der Arbeitsgemeinschaft der Jewish Agency, Ortsausschuß München, für Donnerstag, 11. Dezember, abends punkt 8 Uhr, im Cherubinsaal des Hotels Vier Jahreszeiten unbesetzten Ausspracheabend die Herren J.-R. Dr. Eugen Strauß, Augsburg und R.-A. Dr. Arthur Hantke, Jerusalem. Es wird von außerordentlichem Interesse sein, Herrn Dr. Strauß vom Standpunkt des deutschen liberalen Juden zu dieser Frage zu hören; Herr Dr. Hantke ist als Direktor des Keren Hajessod einer der besten Kenner des Aufbauwerkes und des Landes und als früherer langjähriger Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung für Deutschland auch mit deutschen Verhältnissen und geistigen Strömungen vertraut, so daß man von diesem Abend bedeutsame Anregungen erwarten darf. Einladungen sind durch das Büro des Keren Hajessod, Herzog-Rudolf-Straße 1 (Telephon Nr. 2 97 4 49) zu erhalten. Schekelaktion 5691. Die Aktion muß Mitte Dezember beendet sein. Alle verfügbaren Kräfte müssen in diesen letzten Tagen angespannt werden, um die Aktion erfolgreich abzuschließen. Jeder Zionist ist dafür verantwortlich, daß das Ergebnis der diesjährigen Aktion von der organisatorischen Größe und der zionistischen Bewegung beredtes Zeugnis ablegt. München. Alte Kunstgegenstände für das jüdische Ritual haben noch bis in die jüngste Zeit hinein ein verborgenes Dasein geführt, in Synagogen und manchmal als Vätererbe blieben sie erhalten. Das wachsende Interesse an ihnen dokumentiert sich nun in der Tatsache, daß demnächst in dem angesehenen Auktionshaus Hugo Helbing, München, Wagmüllerstr. 15, eine geschlossene Sammlung solcher Gegenstände zur Versteigerung gelangt. Ein vorzüglich ausgestatteter Katalog mit guten Abbildungen schildert eingehend die Sammlung, die manch einzigartiges und viele bemerkenswerte Stücke aufweist. Die einzelnen Gegenstände sind — wie es der Entwicklung der Kunstliebe unter den Juden entspricht — im 18. und 19. Jahrhundert entstanden, doch sind auch besonders wertvolle Zeugnisse der Kunstübung im jüdischen Gebrauch aus dem 17. Jahrhundert vorhanden. Die Besichtigung der Sammlung ist vom 12.—15. Dezember möglich, die Versteigerung findet am 16. Dezember statt. Herr Dr. Raphael Straus bittet uns infolge vieler an ihn gelangter Anfragen mitzuteilen, daß er nicht der Verfasser des Aufsatzes ist, der mit der Autorenzeichnung „R. S.“ unter dem Titel „Neuer innerjüdischer Zwist“ in Nr. 47 unserer Zeitschrift erschienen ist. (Der Verfasser ist unser Mitarbeiter Herr Dr. Rudolf Samuel, Breslau. D. Red.) Jungzionistischer Arbeitskreis München. Der Geschichtskurs von Herrn Ernst Eisen wird am Montag, 8. Dezember, abends 8.30 Uhr, im Jugendheim fortgesetzt. Wochenprogramm der VJSt. „Jordania“ im KJV. Samstag, 6. Dezember, T4 Uhr: Kaffee Hag. Montag, 8. Dezember, 20.30 Uhr: Fuxenkurs (Geschichtliche Arbeitsgemeinschaft bei Bbr. E. Eisen.) Dienstag, 9. Dezember, 19.30 Uhr: Turnen. Donnerstag, 11. Dezember, 20 Uhr: s. t. K.H.- Veranstaltung in den „Vier Jahreszeiten“. Hebräische Sprachkurse, München In sämtlichen bestehenden Kursen werden neue Schüler aufgenommen. Bei einer genügenden Zahl von Schülern wird ein neuer Anfängerkurs beginnen, Stundenplan: Mo 7.15-8.15 Kurs II 8.15—10 Uhr Bibelarbeitsgemeinsehaft - - Di 4.30—5.30 Kinder- Kurs I 5.30-7 Uhr KJV.-Kurs 7.30-9 Uhr Kurs V 9—10 Uhr Kurs I Mi 2.30—3.30 Kinderkurs III 5.15-6.15 Kinderkurs II 6.45—8.30 Kurs III/IV - Do 7.15—8.15 Kurs II 8.15—9.15 Grammatikkurs 9.15-10.15 Kurs i - Sa 6-7.30 Uhr Anfängerkurs - - - Sprechstunde Mittwoch von 3—4 Uhr. Hebräischer Klub, München. Mittwoch, den 10. Dezember, findet der dritte Klubabend statt. Programm: 1. Volkserzählungen, 2. Volkslieder. Gäste herzlich willkommen. Beginn 9 Uhr. Jüdisches Jugendheim München. Am Freitag, den 19., Samstag, den 20. und Sonntag, den 21. Dezember, soll in den Räumen des Jüdischen Jugendheimes eine Ausstellung von Photos, Zeichnungen, kunstgewerblichen und handwerklichen Arbeiten der jüdischen Jugend stattfinden. Wer sich daran beteiligen will, möge selbstgefertigte Arbeiten bis spätestens Sonntag, den 7. Dezember, vormittags 10 Uhr, an Ausstellung, Jüdisches Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1/1, senden. Lichtbilder sollen unaufgezogen als gewöhnliche Abzüge oder aufgezogen als Vergrößerungen oder sogenannte Edeldrucke eingereicht werden. Alle Bilder und Gegenstände sollen die deutliche Absender- und Altersangabe tragen. Die Unterzeichneten werden die Sichtung und gegebenenfalls den