Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 32 (8.8.1930)
- Date
- 1930-08-08
- Page
- Seite 455 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 32 Das Jüdische Echo 455 vielleicht sprach der Captain die Wahrheit? Und ich schilderte ihm meine Beobachtungen. Einige Wochen später erhielt ich von einem Freunde aus dem Hauptquartier eine Kopie des Berichtes über die Unterredung, den der Captain dem General vorgelegt hatte. Von meinen Beobachtungen stand keine Silbe darin, aber was meine Person betraf, regnete es Schwefel und Pech. Ein Porträt schwarz in schwarz. Die Einzelheiten, die ich dort über mich fand, sind uninteressant, aber eine Bemerkung ist erwähnenswert: er hatte entdeckt, ich sei ein Bolschewik. Eine unverdiente Ehre. . . . Aber ich erhielt den Befehl nach Kantara zu reisen, um abzurüsten und so wurde ich im August 1920 wieder Zivilist. Hier schließen meine persönlichen Erinnerungen an die Legion. Es bleibt nur mehr ein letztes Wort, eine Art Nachruf eines Vaters am Grabe seines Kindes; aber eines Vaters, der nicht daran glaubt, daß sein Kind in Wirklichkeit noch gar nicht gestorben ist. . . . Gemeinden-u. Vereins-Echo München. Vor einiger Zeit sprach Prof. Adolf Fränkel von der Universität Jerusalem über das jüdische Schulwesen Palästinas. Er gab ein besonders anschauliches Bild vom Aufbau der Universität einerseits und von den Misrachi-Schulen anderseits. Die Ausführungen des Redners wurden in manchen Punkten von dem anwesenden palästinensischen Schriftsteller Radler-Feldmann (Rabbi Benjamin) ergänzt. Es entspann sich eine angeregte Diskussion und man merkte das Interesse des Publikums für sachverständige Darstellung durch kompetente Beurteiler. Schekelaktion 5690. Die Schekelaktion wurde bis Ende August verlängert. Alle Schekelblockinhaber werden deshalb gebeten, sich in den nächsten Tagen ganz energisch für die Aktion einzusetzen. Sämtliche Zionisten und ihre Familienmitglieder, sowie alle dem Zionismus nahestehenden Personen müssen in dem Besitz eines Schekels sein. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationaltowds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg- 21912 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 Meinekestraße 10 Münchener Spendenausweis Nr. 35 vom 29. Juli bis 5. August 1930 S p e n d e n b u c h. Herr und Frau Emil Amanyi anläßlich der Geburt ihres Sohnes Werner 25.—. B ii c lise n. Geleert durch Herrn Walter Orbach: Geschwister Goldstern 10.—, Fritz Rosenthal (>.20, Max Rogopolsky 4.45, Theodor Neustätter 5.—, Dir. Julius Davidsohn 2.—, Bernhard Aß 2.60 — 30.25; geleert durch Herrn Ernst Moses: Dr. S. Koschland 6.64, N.N. 3.11, Joseph Cheikowsky 2.—, S. Schmickler 1.—, Heinrich Kahn —.50, Max Fleischer —.35 — 15.60. B ü c. h s e n. Siegfried Adler 8.60, Joseph Epstein 2.80, Ch. Both 2.50, El. Schindler 2.—, N.N. 1.—, B. Charv 1.—, P. Wiesenfeld 1.—, N.N. 2.—, Johann Schaffranek 1.20, Adolf Fuchs 1.02 — 23,12. Büchsen. Karl Schuster 2.—, Frau Reg. Weißmann 1.60, Arnold Cheikowsky 2.—, Leopold Kluger 1.40, Joseph Enoch 1.80, Joseph Anmuth 2.05, B. Goldfarb 1.73, J. Blau 1.10 — 13,68. Zusammen 107.05 RM. Gesamtsumme seil 1. Oktober 1929 7155.18 RM. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 31. Juli 1930 S p e n d enbu c h. Herr und Frau Robert Kohn anläßlich der Geburt ihrer Tochter 10.—, Herr und Frau Dr. Alfred Murr anläßlich ihrer Vermählung 10.—, Familie Jakob Hischhorn anläßlich der Genesung ihres Sohnes 5.—. W e r l z e i c h e n. Gisa Berger 8 Bausteine gesammelt 4.—. Büchsen. Durch Tilde Nußbaum, 2. Rate: Frau Kommerzienrat Lehmann 11.23, Dr. Strauß-Reich 3.—, Dr. Emil Thahnaim 13.33, Mendel Nußbaum 10.16, Ilorwitz 7.23, Desser 5.24, Frau Frida Vorhaus, Martin Thurnauer je 5.—, Firma A. Steinhardt 4.79, Bernhard Thurnauer 4.25, E. Allerhand 3.80, Ahr. Zuckermann 3.50, N. Rapaport 3.20, Adolf Krämer, Jakob Erlanger je 3.—, 25 Büchsen unter 3.— — 37.45. Zusammen 152.18 RM. Seit 1. Oktober 1929 aufgebracht 6681.25 RM. HIB1EEK93BR1I1E 3QDBH2EGE I LUITPOLD,LICHTSPIELE HENNY PORTEN in ihrem ersten Tonfilm Skandal um Eva IMPERIAL*THEATER 8. Woche verlängert Der blaue Engel mit EMIL JANNINGS und MARLENE DIETRICH RATHAUS«UCHTSPIELE LUISE BROOKS in dem Tonfilm Miss Europa (DER SCHONHEITSPREIS) CAFE WINTERGARTEN Inhaber: Franz Schnabel Nachmittags Konzert Äbends ununterbrochen Tanz 2 Kapellen Mäßige Preise Kein Weinzwang Kein Eintritt Der Ratskeller das Lokal jedes Einheimischen und Fremden. Neuer Pächter HHNSFÜRST Deutsche Neu Wäscher ei €Lm.I>. H. FELIX BRANDNEU * MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23 708 Spezial-Dampfwaschanstalt nur Herren-Stärkwäsche Annahmestelle auch Jägerstr. 16 / Augsburg A. 432 vord. Lech